Die taz gleitet an den rechten Rand ab!
Es macht wütend und undsoweiter, wenn ich sowas in einer der angesehensten Zeitung des Landes lesen muss. Es dauert nicht mehr lange, und wir schmähen die Taliban für ihre kompromisslerische Haltung. Der Text trieft vor unaufgeklärten Stereotypen, die der Verfasser auf "die Frauen" projiziert und somit mit seiner männlichen Medienmacht neben der weiblichen auch noch seine eigene Geschlechtsidentität definiert. So etwas darf nie wieder vorkommen, auch nicht im hinterletzten Teil der taz:
Re: Die taz gleitet an den rechten Rand ab!
Als Antwort auf: Die taz gleitet an den rechten Rand ab! von Texaco am 08. Dezember 2004 21:50:11:
Es macht wütend und undsoweiter, wenn ich sowas in einer der angesehensten Zeitung des Landes lesen muss.
Wieso macht der taz-Text dich wütend ? Die darin enthaltene Bewertung von Frauen ist doch, wie mir scheint, nicht ironisch gemeint.
Re: Die taz gleitet an den rechten Rand ab!
Als Antwort auf: Die taz gleitet an den rechten Rand ab! von Texaco am 08. Dezember 2004 21:50:11:
Es macht wütend und undsoweiter, wenn ich sowas in einer der angesehensten Zeitung des Landes lesen muss. Es dauert nicht mehr lange, und wir schmähen die Taliban für ihre kompromisslerische Haltung. Der Text trieft vor unaufgeklärten Stereotypen, die der Verfasser auf "die Frauen" projiziert und somit mit seiner männlichen Medienmacht neben der weiblichen auch noch seine eigene Geschlechtsidentität definiert. So etwas darf nie wieder vorkommen, auch nicht im hinterletzten Teil der taz
Jetzt bin ich aber schwer erschüttert. "...in einer der angesehensten Zeitung des Landes..." In den Leser- und Abonenntenzahlen schlägt sich diese Auffassung jedenfalls nicht nieder. Die TAZ ist neben ihrer grün-linken Orientierung m.E. vor allem ein profeministisches Minderheitenblatt. Auf 5 Dutzend Artikel über die Benachteiligung oder zur Verherrlichung von Frauen kommt dort vielleicht einer, der sich allenfalls mitleidig oder herablassend mit Männern befasst. Diese Leute haben das unsägliche Binnen-I erfunden und die political correctness mit Löffeln gefressen - aber nur solage es für Frauen ist. Die Artikel sind häufig schlecht recherchiert und oft wissen es die Leser besser, wie die "LeserInnenbriefe" zeigen. Der Journalismus ist natürlich politisch-ideologisch fundiert, aber insgesamt sehr idiosynkratisch, offenbar viele Gefälligkeitschreiber und wenig Professionalität. Es waren dort schon dermaßen ärgerliche Artikel, vor allem zu Geschlechterthemen drin, dass ich bedauere, dass man das Abo nicht zehnmal kündigen kann.
Und was du da von männlicher Medienmacht schreibst, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Vielleicht haben die Herren von Springer, Kirch, Bauer usw. Medienmacht. Für Männer gibt es davon nichts abzubeißen. Die Medien sind seit Jahren übel profeministisch polarisiert.
Was soll mich da so ein harmloses Kommentarchen in der TAZ jucken?
Erschütterter Gruß von Eugen
Zweckdifferenzierte Polyandrie
Als Antwort auf: Die taz gleitet an den rechten Rand ab! von Texaco am 08. Dezember 2004 21:50:11:
(...) Der Text trieft vor unaufgeklärten Stereotypen (...)
Finde ich nicht. Bedenken wir Folgendes:
Polyandrie: Vielmännerei.
Polygamie: Vielweiberei.
Hier jedoch zweckdifferenziert, d.h.:
1. Einen Brutalo für den sexuellen Rausch und zur Erlangung des Kind-Kapitals ("Samenspender").
2. Einen Grünen für die (Über-)Begleichung laufender Kosten.
3. Evtl. noch einen homo faber für den tropfenden Wasserhahn.
Zu (3.): Sein eigener darf natürlich tropfen. In diesem Sinne differenzierte meine jetzige Exe einmal mein urogenitales Vermögen wie folgt:
"Une minute pour baiser, une heure pour pisser." (Auf deutsch: eine Minute zum Bumsen, eine Stunde zum Pissen.)Ich habe mitgelacht, weil es pointiert, d.h. übertrieben war. Wie sich herausstellte, war es letztlich jedoch ernstgemeint. Sollte besagen, daß ich ausgedient habe.
Kann ich verstehen. Ist völlig natürlich.
Re: Die taz gleitet an den rechten Rand ab!
Als Antwort auf: Die taz gleitet an den rechten Rand ab! von Texaco am 08. Dezember 2004 21:50:11:
Hallo Texaco!
Deinen Kommentar zu dem verlinkten Artikel kann ich nicht nachvollziehen. Bist du sicher, daß du den richtigen Artikel verlinkt hast?
Denn daß auch Frauen gern mal fremdgehen und eventuelle Ergebnisse eines Seitensprungs auch schon mal ihren eigentlichen Partnern oder Ehemännern als ihre eigenen Kinder unterschieben, ist doch eine altbekannte Tatsache.
Was hat das mit Männermacht zu tun? Ich sehe da eher eine uralte biologisch und auch gesellschaftlich bedingte Macht der Frauen, ihre Partner jederzeit auch gegen deren Willen zu Vätern zu machen, selbst wenn die Kinder tatsächlich von anderen Männern abstammen. Durch die Möglichkeiten der modernen Wissenschaft und Technik wird diese uralte Macht der Frauen untergraben, und so ist es denn auch kein Wunder, wenn Frauen nun versuchen, diese Möglichkeiten der modernen Technologie juristisch einzuschränken.
Das ist die Kernaussage des Artikels, und ich finde daran nichts auszusetzen.
Freundliche Grüße
von Garfield
wo sind die denn rechts?
Als Antwort auf: Die taz gleitet an den rechten Rand ab! von Texaco am 08. Dezember 2004 21:50:11:
Rechte sind soweit ich weiss nationalistisch orientiert.
Das ist der Artikel ganz sicher nicht.
Re: Die taz gleitet an den rechten Rand ab!
Als Antwort auf: Die taz gleitet an den rechten Rand ab! von Texaco am 08. Dezember 2004 21:50:11:
Ich glaube, Dein Link hat sich geändert. Bei mir kommt da folgender Text:
Männer sind die wahren Opfer
Gesundheitsministerin und Justizministerin wollen heimliche Vaterschaftstests verbieten. Unbewusst verteidigen die Frauen eine zutiefst weibliche Strategie. Männer, seid auf der Hut!
Milchmann, Postbote. Die Angst der Männer davor, nicht der wirkliche Vater zu sein, sitz tief. Die moderne Gentechnik hilft ihnen, sich Klarheit zu verschaffen. Mit einem Schnuller oder einer gebrauchten Windel ausgerüstet kann sich der vermeintliche Vater für 400 Euro von der Wahrheit überzeugen. Bisher machen die Männer das gerne mal ohne das Wissen der Mutter - aus nahe liegenden Gründen.
Diese heimlichen DNA-Tests wollen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Justizministerin Brigitte Zypries unter Strafe stellen. Offizielle Begründung: Das Persönlichkeitsrecht der Mutter und des Kindes würden verletzt. Tatsächlich verteidigen die beiden Ministerinnen eine urweibliche Geheimstrategie.
Verhaltensforscher haben eine Doppelstrategie bei der weiblichen Paarung ermittelt: Mit muskelbepackten Machos steigen die von der Natur getriebenen Frauen ins Bett, um an deren starke Gene heranzukommen. Die fürsorglichen Weicheier müssen dann für die Aufzucht der Brut herhalten. In beiden Fällen werden die Männer schamlos ausgenutzt: als Samenspender und Nesthüter. Die Angst der Männer vor einem "Kuckucksei" zieht sich durch die Geschichte - auch Shakespeare hat sie thematisiert. Politikerinnen setzen nun alles daran, dass dies auch so bleibt. So nicht: Dann muss das Recht der Männer, einen Gentest einzufordern, eben rechtlich verankert werden. " SAT
taz Nr. 7535 vom 9.12.2004, Seite 14, 52 Zeilen (Kommentar), SAT
Was sollen die bierernsten Antworten auf diese plumpe Ironie? (n/t)
Als Antwort auf: Die taz gleitet an den rechten Rand ab! von Texaco am 08. Dezember 2004 21:50:11: