Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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"Gläsernes Ehegattenkonto"

delete, Tuesday, 07.12.2004, 19:16 (vor 7729 Tagen)

Hi,

als wirklich emanzipierter Mann[TM] achte ich natürlich auf konsequente Gleichberechtigung und -verpflichtung in allen Belangen. Trainierten Auges erkannte ich daher, daß der deutsche Juristinnenbund seine Primärklientel im Sinne patriarchalischer Strukturen an Heim und Herd bannen will. Mal gucken, was die zu der Mail meinen, die sie daraufhin soeben erhielten:

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Deutscher Juristinnenbund
Bundesgeschäftsstelle
Anklamer Str. 38
10115 Berlin

Sehr geehrte Damen,

in Ihrer Stellungnahme zum 'gläsernen Ehegattenkonto', im Web nachzulesen auf

http://www.djb.de/content.php/pmsn-141.html

fordern Sie u.a:

"Wer tatsächlich die strukturelle Gleichberechtigung zwischen Hausarbeit und außerhäuslicher Erwerbstätigkeit fördern will, und sei es nur im öffentlichen Bewusstsein, sollte an die alte Erfahrung anknüpfen, dass nur die üblicherweise von Männern verrichtete Arbeit wirklich wertvoll ist und

§ 1356 Abs. 1 S. 1 BGB streichen und wie folgt neu fassen:

Die Führung des Haushalts und die Versorgung und Erziehung der Kinder sind gemeinsame Aufgabe beider Ehegatten. "

Es stellt sich zwingend die Frage, warum Sie hier inkonsequent vorgehen. Um Ihre ureigene Argumentation aufzugreifen: Wer tatsächlich die strukturelle Gleichberechtigung zwischen Hausarbeit und außerhäuslicher Erwerbstätigkeit fördern will, und sei es nur im öffentlichen Bewusstsein, sollte an die alte Erfahrung anknüpfen, dass nur die üblicherweise von Männern verrichtete Arbeit wirklich wertvoll ist und

§ 1356 Abs. 1 S. 1 BGB streichen und wie folgt neu fassen:

Die Erwerbsarbeit, die Führung des Haushalts und die Versorgung und Erziehung der Kinder sind gemeinsame Aufgabe beider Ehegatten

Ihrer Stellungnahme sehe ich mit Interesse entgegen.


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