Re: In der Höhle der Löwen
Als Antwort auf: Re: In der Höhle der Löwen von Jeremin am 05. Dezember 2004 18:17:37:
Hallo Jeremin!
Das läuft bei der Umsetzung des "Gewaltschutzgesetzes" doch ohnehin schon so. Da verfahren die Polizisten nach offiziellen Aussagen so, daß im Zweifelsfall grundsätzlich der Mann der Wohnung verwiesen wird. Obwohl das im Gesetzestext nirgends so festgelegt ist.
Nur wenn durch Zeugenaussagen oder durch eigenes Erleben der Polizisten offensichtlich ist, daß die Frau gegen ihren Partner gewalttätig war, wird sie der Wohnung verwiesen.
Das bedeutet: Jede Frau, die clever genug ist, sich kurzzeitig zusammen zu reißen und das unschuldige Opfer zu spielen, kann auch bei eigenen Gewalttätigkeiten den Partner obendrein noch aus der Wohnung werfen lassen.
Auch da wird im Zweifelsfall also grundsätzlich der Frau geglaubt.
Die absolute Krönung wäre natürlich so eine Zwangsschulung, wo sich ein von seiner Frau geschlagener Mann dann anhören darf, daß er seine Frau nicht schlagen soll. Und selbstverständlich wird das dann etwa so ablaufen wie jetzt eine MPU beim TÜV:
Erstens werden die Betroffenen den Spaß natürlich selbst bezahlen müssen, und es wird grundsätzlich auch mit Seminaren in weit entfernten Hotels verbunden sein, wofür dann zuzüglich zu den saftigen Seminargebühren auch noch die Hotelkosten zu zahlen sind. Da es eine Zwangsmaßnahme sein wird, wird man einen Nachweis über die erfolgreiche Absolvierung benötigen. Ob man den bekommt oder nicht, wird von der Willkür der Prüfer abhängen, die natürlich daran interessiert sind, immer möglichst viele "Kunden" zu haben. Bei der MPU läuft das so ab, das man beispielsweise folgende Frage gestellt bekommt:
"Wenn Sie zu einer Feier eingeladen sind - fahren sie dann mit dem Auto oder nicht?"
Antwortet der Prüfling mit "ich lasse das Auto zu Hause", dann interpretiert der Prüfer das so, daß er dann ja offenbar vorhat, Alkohol zu trinken, daß er also wieder rückfällig werden wird.
Sagt der Prüfling, daß er mit dem Auto zur Feier fährt, interpretiert der Prüfer das so, daß er dann offenbar vorhat, wieder alkoholisiert zu fahren.
Was immer der Prüfling sagt, kann also negativ aufgefaßt und als Anlaß genommen werden, um ihn durchfallen zu lassen.
So verdienen der TÜV und ähnliche Einrichtungen eine Menge Geld, und jetzt geht es darum, das noch auszuweiten. Mit Menschen, die durch Alkohol am Steuer ihren Führerschein gemacht haben, kann man sowas leicht machen, weil mit denen kaum jemand Mitleid hat. Da sagt jeder "selber schuld". Mit Männern, die ihre Frauen schlagen, hat auch niemand Mitleid, sie sind also auch ideale Geldesel für solche Abzocke. Ob ein Mann seine Frau wirklich geschlagen hat oder nicht, interessiert dabei nicht - Hauptsache, er zahlt.
Freundliche Grüße
von Garfield
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IBGM,
05.12.2004, 01:28
- Re: In der Höhle der Löwen - Eugen Prinz, 05.12.2004, 17:29
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Jeremin,
05.12.2004, 20:17
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Garfield,
06.12.2004, 17:44
- Korrektur - Garfield, 06.12.2004, 19:45
- Re: In der Höhle der Löwen - Ferdi, 06.12.2004, 20:31
- Re: In der Höhle der Löwen - Norbert, 07.12.2004, 10:13