Da fehlen einem mal wieder die Worte
Heute morgen im WDR-Text:
Frauen im Focus bei Welt-Aids-Tag
Frauen mit Aus müssen besser unterstützt werden. Das sagte NRW-Gesundheitsministerin Fischer anläßlich des Welt-Aids-Tages. Nach ihren Angaben sind in NRW rund 2.1ßß Frauen HIV-infiziert oder an Aids erkrankt.
Diese Zahl sei seit Jahren weitgehend stabil. Aids-infizierte Frauen ständen häufig "vor einem Berg von Problemen". Das Land fördere deshalb zahlreiche Angebote, die sich besonders an Frauen richtetetn. 2004 werde die Aids-Präventon mit 4,4 Mio Euro gefördert
Na toll...... Aids-infizierte Frauen stehen also vor einem Berg von Problemen. Aids-infizierte Männer natürlich nicht, die nehmen sowas ja ganz locker, deshalb sind sie ja auch öfters davon betroffen.
Kopfschüttelnd
AJM
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Da fehlen einem mal wieder die Worte von AJM am 02. Dezember 2004 09:55:07:
Heute morgen im WDR-Text:
Frauen im Focus bei Welt-Aids-Tag
Frauen mit Aus müssen besser unterstützt werden. Das sagte NRW-Gesundheitsministerin Fischer anläßlich des Welt-Aids-Tages. Nach ihren Angaben sind in NRW rund 2.1ßß Frauen HIV-infiziert oder an Aids erkrankt.
Diese Zahl sei seit Jahren weitgehend stabil. Aids-infizierte Frauen ständen häufig "vor einem Berg von Problemen". Das Land fördere deshalb zahlreiche Angebote, die sich besonders an Frauen richtetetn. 2004 werde die Aids-Präventon mit 4,4 Mio Euro gefördert
Na toll...... Aids-infizierte Frauen stehen also vor einem Berg von Problemen. Aids-infizierte Männer natürlich nicht, die nehmen sowas ja ganz locker, deshalb sind sie ja auch öfters davon betroffen.
Kopfschüttelnd
AJM
Da fehlen einem echt die Worte. Kann man dagegen nichts unternehmen? Notfalls vor dem EGMR klagen? Oder hilft da nur nackte Gewalt? Solche Leute haben in der Politik nichts verloren! Umgekehrt wäre sowas undenkbar, was wunderbar den heutigen Zeitgeist verdeutlicht.
Magnus
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Da fehlen einem mal wieder die Worte von AJM am 02. Dezember 2004 09:55:07:
Meine Tageszeitung hatte auch einen hübschen Artikel auf der Titelseite, überschrieben mit "Frauen häufiger von AIDS betroffen". Da denkt man doch automatisch, "häufiger betroffen als Männer", sonst würde die das doch nicht extra titeln. Aus dem Artikel ging aber bei gründlicher Lektüre hervor, dass offenbar gemeint war "häufiger betroffen als FRÜHER" ... :-/
Erinnert daran, dass für die Minderheit von geschätzten zehn Prozent weiblicher Obdachloser ein staatliches Sozialprogramm existiert und für die Mehrheit von neunzig Prozent männlicher nicht.
Arne
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von Magnus am 02. Dezember 2004 10:25:49:
Da fehlen einem echt die Worte. Kann man dagegen nichts unternehmen? Notfalls vor dem EGMR klagen? Oder hilft da nur nackte Gewalt? Solche Leute haben in der Politik nichts verloren! Umgekehrt wäre sowas undenkbar, was wunderbar den heutigen Zeitgeist verdeutlicht.
Magnus
Hallo Magnus,
Du sprichst einen Punkt an, der mir schon lange durch die Denkwindungen geistert: Nackte Gewalt! Ich frage mich wirklich, wie man gewissen Auswüchsen, gerade im Bereich Umgangsvereitelung, etc., begegnen kann/soll/muß. Mal ganz platt ausgedrückt: Da weder Fakten noch rechtsgültige Urteile befolgt werden bleibt ja fast nur noch gewalt, um eigene, berechtigte Interessen durchzusetzen.
Wenn ich Frauen in meiner Umgebung immer noch faseln höre von Benachteiligung im Berufsleben (Stichwort: Weniger Gehalt fürs gleiche Geld) und jede sachliche Auseinandersetzung mit hohlen Femi-Phrasen zerstört wird, kommt auch bei mir eine leichte Agressivität auf. Gesteigert wird das Ganze dann durch meinen absoluten "Lieblingssatz", wenn es um das Thema Unterhaltszahlungen (Abzocke) geht, wohlgemekrt NICHT umd Kinderunterhalt, sondern um den Ehegattinnenunterhalt: "Wenn die Kerle die 5 Minuten Spaß hatten sollen sie auch zahlen!" (Anmerkung: Ich kann mir beim besten Willen ncht vorstellen, daß mit DEN Damen diese 5 Minuten überhaupt Spaß gemacht haben...)
Das Problem, welches ich hier skizziere, ist doch, daß die Durchschnitts-Frau (und auch viele Männer) alle Vorurteile und Lügen aus 30 Jahren Feminismus zu sehr verinnerlicht hat, als daß sie zu irgendeinem sachlichen Überdenken oder gar Umdenken elangen wollen oder können. Die alte These aus Arne Hoffmanns Buch: Als Opfer läßt es sich gut leben, weil man so auch gern und gut Druck auf die angeblichen Täter ausüben kann. Und wenn man bei solchen Überlegungen irgendwann zugibt, daß gewisse Gewaltphantasien gegenüber Solchen Frauen aufkommt, wird man im besten Fall nur als "typisch agressiver Mann" tituliert.
Gruß
AJM
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von AJM am 02. Dezember 2004 13:32:08:
Hallo AJM!
Ja, da kann einem schon mal die Galle hochkommen.
In den USA scheint das aber noch extremer zu sein, oder zumindest kommt das in diversen US-Filmen so rüber. Ich erinnere mich da an eine Szene aus einem Hollywood-Film der 1990er Jahre. Da unterhielt sich eine Frau, die sich von ihrem Partner trennen wollte (woran er natürlich wieder einmal schuld war, wie könnte es auch anders sein) mit einer Freundin und deren Partner. Der Partner dieser Freundin wiederum war mit dem zukünftigen Ex dieser Frau befreundet. Die Frau sagte nun, daß sie ihren Noch-Partner auch finanziell für die Trennung büßen lassen will. Ihre Freundin pflichtete ihr sofort begeistert bei und sagte, daß sie ihn auch ja ordentlich abziehen soll. Ihr Freund sah sie ganz erstaunt an und meinte, das würde doch nun etwas zu weit gehen. Darauf sah sie ihn an und sagte: "Wieso geht das zu weit? Immerhin hat sie ihm Jahre ihres Lebens geopfert! Dafür kann sie gar nicht hoch genug entschädigt werden!"
Da kam wieder diese typische, frauen-zentrische Grundeinstellung zum Ausdruck: Im Mittelpunkt stehen immer nur die Bedürfnisse der Frau. Der Mann hat diese Bedürfnisse zu erfüllen und selbst keine Ansprüche zu stellen. Und wenn es dann mal zur Trennung kommt, muß selbstverständlich nur die Frau für alles Mögliche und Unmögliche entschädigt werden, denn nur sie konnte ja während der Ehe oder Beziehung überhaupt leiden. Männer sind ja bekanntlich sowieso nur emotionslose Klötze ohne Bedürfnisse und können somit auch nicht leiden, weshalb ihnen selbstverständlich auch weder Entschädigung noch Mitleid zustehen.
Natürlich würden die allerwenigsten Frauen das so sagen, aber nicht wenige Frauen haben diese Einstellung so tief verinnerlicht, daß sie ihnen nicht einmal mehr bewußt wird. Und selbst viele Männer haben diesen Unsinn kritiklos übernommen.
Gewalt hilft dagegen aber überhaupt nicht. Wie du ja schon andeutest, bestätigt mann durch Gewalt die dümmlichen Vorurteile vom brutalen, unsensiblen Mann ja sogar noch.
Wir können diese Ungerechtigkeiten nur öffentlich machen und hoffen, daß steter Tropfen den Stein nach und nach aushöhlen wird. So langsam bewegt sich ja auch schon einiges. Früher oder später muß das auch Einfluß auf die Gesetzgebung haben.
Freundliche Grüße
von Garfield
Gestern im Radio gehört (sinngemäß):
Als Antwort auf: Da fehlen einem mal wieder die Worte von AJM am 02. Dezember 2004 09:55:07:
"Hier in Afrika sind die Frauen die Hauptleidtragenden von Aids: Zum einen, wenn sie es selbst haben, zum anderen, wenn ihre Männer dadurch sterben."
No comment...
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von AJM am 02. Dezember 2004 13:32:08:
[quote]Hallo Magnus,
Du sprichst einen Punkt an, der mir schon lange durch die Denkwindungen geistert: Nackte Gewalt! Ich frage mich wirklich, wie man gewissen Auswüchsen, gerade im Bereich Umgangsvereitelung, etc., begegnen kann/soll/muß. Mal ganz platt ausgedrückt: Da weder Fakten noch rechtsgültige Urteile befolgt werden bleibt ja fast nur noch gewalt, um eigene, berechtigte Interessen durchzusetzen.[/quote]
Hi AJM,
ja, ich sehe das ähnlich. Eines ist mir persönlich ganz klar: wer so eklatant die rechtsstaatlichen Prinzipien verletzt wie der Feminismus, den Gendermainstraim nach eigenem Gutdünken interpretiert, ständig sinnlos-einseitige Bevorzugungen und Unterstützungsprogramme in die Welt ruft, in den Zeitungen männerveachtende und geschlechterrassistische Artikel erscheinen, Briefe und Hinweise auf diese Missstände in Politik und von den entscheidenden Stellen geflissentlich ignoriert, verschoben und verworfen werden, der muss sich nicht wundern, wenn das irgendwann in Gewalt ausartet. Für mich ist das ganze ein Pulverfass - ähnlich wie in Holland. Treibt es der Feminismus noch ein bisschen weiter, so befürchte ich, werden hier nicht Moscheen sondern Frauenbibliotheken und Frauenbüros etc. in Brand aufgehen. UND DANN wird die Politik auch reagieren - nur schade, dass immer erst dann reagiert wird, wenn es eskaliert - hatten wir ja schon mal in den 90er Jahren. Nur eines ist klar: wenn es so weitergeht, kracht es irgendwann ganz gewaltig, vor allem dann, wenn Gesetze weiterhin einseitig ausgelegt werde und rechtsstaatliche Wege nicht funktionieren - das ist ein Naturgesetz.
Gruß,
Magnus
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von Garfield am 02. Dezember 2004 14:00:53:
Wir können diese Ungerechtigkeiten nur öffentlich machen und hoffen, daß steter Tropfen den Stein nach und nach aushöhlen wird. So langsam bewegt sich ja auch schon einiges. Früher oder später muß das auch Einfluß auf die Gesetzgebung haben.
Inzwischen finde ich diese Denkweise etwas naiv - trotzdem hoffe ich, dass du Recht hast.
Magnus
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Da fehlen einem mal wieder die Worte von AJM am 02. Dezember 2004 09:55:07:
Habe gestern beim zappen sinngemäß aufgeschnappt (Moderation aus dem Off):
"... Frauen sind von AIDS inzwischen am stärksten betroffen ..."
Ein paar Sätze später:
"... Der Anteil der Frauen unter den Infizierten liegt mittlerweile bei 20 % ..."
Gruß
Andreas
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von Magnus am 02. Dezember 2004 14:57:03:
Statt hier von irgendwelchen Gewaltausbrüchen zu träumen, bietet sich die Möglichkeit an, etwas zu tun. Meine Empfehlung:
Mitmachen!
Andreas
Prima Garfield, Du bringst es wie immer exakt auf den Punkt. Weiter so. (nT) (n/t)
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von Garfield am 02. Dezember 2004 14:00:53:
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von Andreas am 02. Dezember 2004 15:11:33:
Statt hier von irgendwelchen Gewaltausbrüchen zu träumen, bietet sich die Möglichkeit an, etwas zu tun. Meine Empfehlung:
http://www.manndat.de
Mitmachen!
Andreas
Ich träume von gar nichts. Ich stelle nur fest.
Magnus
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von ein weiterer Andreas am 02. Dezember 2004 14:59:17:
Habe gestern beim zappen sinngemäß aufgeschnappt (Moderation aus dem Off):
"... Frauen sind von AIDS inzwischen am stärksten betroffen ..."
Ein paar Sätze später:
"... Der Anteil der Frauen unter den Infizierten liegt mittlerweile bei 20 % ..."
Gruß
Andreas
Jo, da fragt man sich langsam, wie dumm man sein muss, so einen Schwachsinn zu schreiben.... Kein Wunder dass Frauen für gleiche Arbeit angeblich "weniger verdienen" als Männer....
Magnus
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von Magnus am 02. Dezember 2004 14:57:03:
Hallo Magnus!
Das mag naiv erscheinen. Aber was meinst du, wer mehr Chancen hat, etwas zu verändern: Jemand, der wutentbrannt eine Frauenbibliothek anzündet oder z.B. Arne, der schreibend und damit gewaltfrei etwas gegen den Unsinn tut?
Der Bibliotheksanzünder wird mal in irgendeiner Regionalzeitung in der Rubrik "Lustiges" erwähnt, kriegt eine fette Geldstrafe aufgebrummt, darf sein Leben lang den angerichteten Schaden abbezahlen, und wenn er es tatsächlich mal schaffen sollte, irgendwo öffentlich aufzutreten, wird er als vorbestrafter Pyromane kaum ernst genommen werden. Und jede Radikalfeministin wird ihn bei jeder Gelegenheit als typisches Beispiel für den allzeit gewaltbereiten Mann, der den Frauen ihre "erkämpften" Rechte wieder abnehmen und sie an den Herd verbannen möchte, zitieren.
Arne dagegen kommt in Fernsehsendungen, wird interviewt und ernst genommen. Und das ganz ohne Gewaltanwendung.
Der Radikalfeminismus ist auf sich gestellt nicht lebensfähig. Er lebt vor allem durch Unterstützung der Männer. Da muß man ansetzen. Da Männer sich aber sehr stark an den Frauen orientieren und viele gesellschaftliche Normen maßgeblich von den Frauen festgelegt werden, muß man auch bei ihnen ansetzen, also bei der ganzen Bevölkerung. Überall muß umgedacht werden. Und neues Denken kann man nicht mit Gewalt erzwingen.
Die Radikalfeministinnen können wir ignorieren. Die sind unwichtig, und jegliche Gewaltaktionen gegen sie sind sinnlose Zeitverschwendung.
Die Öffentlichkeit muß bearbeitet werden, überall. Hier im Internet und in anderen Medien und auch im Bekanntenkreis. Wo immer man auf radikalfeministische Dogmen trifft, muß man sie in Frage stellen. Wenn man nur einen anderen Menschen zum Nachdenken bringt, hat man viel erreicht.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von Garfield am 02. Dezember 2004 16:33:36:
Hallo Garfield,
ich danke dir für deine Antwort. Im Grunde genommen denke ich ja ähnlich. Doch manchmal ist wirklich zum Verzweifeln. Vielleicht braucht man nur eine Pause zum Durchatmen. Arne ist natürlich ein gutes Beispiel - fast schon ein Vorbild auf diesem Gebiet - rein argumentativ, keine reißerischen Äußerungen und setzt auf Zusammenarbeit statt auf Spaltung.
Wirf aber mal einen Blick in das Frauenforum, wie er dort niedergemacht wird. Was ist die nächste Stufe? Dortige Betreiberin ist das beste Beispiel für Ignoranz und Dummheit. Genauso die Redaktion der Girlzine an Dummheit nicht zu überbieten ist. Ich habe ja im Grunde genommen nichts gegen Dummheit, die bekanntlich weit verbreitet ist, aber dass genau solche Personen dieser Art an den Hebeln der Macht - im Frauenministerium etc. - sitzen ist schon ein Ding. Diese Personen sind nicht bekehrbar. Um also Änderung im System zu erzielen, muss man auf eine neue Generation von Politikern warten, die eben ein anderes Bewußtsein haben. Somit ist dieser gewaltlose Kampf, den wir momentan führen, nicht für uns, sondern für unsere Nachkommen. Das deprimiert ein wenig, aber es ist besser als nichts. Kleinigkeiten wurden ja jetzt schon erreicht, aber der Zeitgeist ist weiterhin vorhanden - das ist ein langwieriger Prozess.
Magnus
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von Garfield am 02. Dezember 2004 16:33:36:
Hallo Magnus!
Das mag naiv erscheinen. Aber was meinst du, wer mehr Chancen hat, etwas zu verändern: Jemand, der wutentbrannt eine Frauenbibliothek anzündet oder z.B. Arne, der schreibend und damit gewaltfrei etwas gegen den Unsinn tut?
Der Bibliotheksanzünder wird mal in irgendeiner Regionalzeitung in der Rubrik "Lustiges" erwähnt, kriegt eine fette Geldstrafe aufgebrummt, darf sein Leben lang den angerichteten Schaden abbezahlen, und wenn er es tatsächlich mal schaffen sollte, irgendwo öffentlich aufzutreten, wird er als vorbestrafter Pyromane kaum ernst genommen werden.
Och, so eine kurzzeitige Bibliotheksbesetzung, Sit-in oder Teach-in, also eine sog. "begrenzte Regelverletzung", hätte ich schon okay gefunden. Aber es gab ja leider zu wenig Mitstreiter ....
Gruß, Rüdiger
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von Magnus am 02. Dezember 2004 16:58:27:
Hallo Magnus!
Wen interessiert denn das Frauenforum? Früher habe ich mir ja auch ab und zu mal einen Spaß draus gemacht, in solchen "Foren" zu schreiben. Momentan fehlt mir die Zeit dafür, aber wenn ich mal wieder mehr Zeit habe, werd ich mich vielleicht mal wieder dorthin verirren...
In solchen Foren tummeln sich überwiegend immer dieselben Betonköpfe, und ich hatte sogar manchmal das Gefühl, daß manche Forenleiterin da mangels Resonanz schizophren wurde und unter mehreren Namen durch ihr eigenes Forum geisterte.
Ich weiß nicht, wie Arne das sieht, aber an seiner Stelle würde ich auf die Meinung solcher Leute keinen Wert legen.
Ja, wenn sowas auf Machtpositionen kommt, ist das natürlich übel. Aber auch viele Frauen halten heute nichts mehr vom Feminismus und schon gar nicht vom Radikalfeminismus. Die Auflagen der "Emma" sinken stetig, und Alice Schwarzer gilt unter vielen Frauen schon längst nicht mehr als Avantgardistin.
Wenn Frauen nun aber von Männerrechtlern hören, reagieren sie gerade deshalb oft allergisch. Gerade weil ihnen bewußt ist, daß der Feminismus mittlerweile weit über das Ziel hinausgeschossen ist, argwöhnen sie dann schnell, daß die Männerrechtler praktisch das männliche Gegenstück zu den Radikalfeministinnen bilden und genauso extreme Ziele haben.
Wenn man nun auch noch mit der Holzhammermethode vorgeht, erreicht man da schon mal gar nichts. Damit vermittelt man nur das Gefühl, daß man die Geschlechter genauso spalten möchte wie die Radikalfeministinnen. Und schon blocken viele Menschen (Frauen und Männer) ab.
Die Politiker kann man sich schon zurecht biegen. Gerade die Politiker der großen Parteien haben doch das Problem, daß sie den Menschen eigentlich nichts Positives bieten können. Um die bisherige Mißwirtschaft weiter zu führen, muß man den Menschen immer mehr Geld aus den Taschen ziehen, und das bei sinkenden Realeinkommen. Da wird es schon schwierig, überhaupt noch irgendein glaubhaftes Wahlversprechen zu machen.
Umso höher ist das Interesse der Politiker an Gebieten, wo sie den Menschen etwas Positives bieten können, ohne ihnen dazu große finanzielle Vorteile versprechen zu müssen, die sie dann später nicht realisieren wollen. Die Geschlechterproblematik bietet sich da sehr an.
Bisher legen die Politiker dabei noch den Fokus auf die Frauen. Zum einen aus traditionellen Gründen, zum anderen aber auch, weil die Frauen sich ja immer schön lauthals beklagen.
Wenn sich nun aber genügend Männer finden, die den Politikern klar machen, daß sie auch Interessen haben, die sie geschützt sehen möchten und daß sie Politiker und Parteien bei Wahlen auch danach beurteilen, ob ihre Politik ihnen schadet oder nützt, dann wird das Wirkung zeigen. Dann können es sich Politiker nicht länger leisten, die Interessen von Männern zu ignorieren.
Dazu kommt noch, daß die öffentlichen Kassen ja ständig leer sind. Bevor man womöglich an den Einkommen und Pensionen der Politiker spart, oder an Subventionen für Großunternehmen oder bevor man auf Schmiergelder verzichtet und dann keine Aufträge zu überhöhten Preisen mehr vergibt, verkleinert man doch lieber den einen oder anderen Frauen-Fördertopf.
Ich denke schon, daß unseren Berufs-Feministinnen in Zukunft ein schärferer Wind um die Nasen wehen wird.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von Rüdiger am 02. Dezember 2004 17:15:27:
Och, so eine kurzzeitige Bibliotheksbesetzung, Sit-in oder Teach-in, also eine sog. "begrenzte Regelverletzung", hätte ich schon okay gefunden. Aber es gab ja leider zu wenig Mitstreiter ....
Gruß, Rüdiger
Hallo Rüdiger,
ja, sowas würde mir auch gefallen. So eine schöne, schrille Aktion macht schließlich auch was her, irgendwas mit einem Kübel voll Hohn und Spott über den hohlen Kopf der Gegnerin. Ein bisschen anarchische Kreativität... wenn du was in der Richtung machen willst, bin ich dabei.
Ich habe es zwar inzwischen schriftlich, dass ich gemeingefährlich bin
aber Gewalt käme für mich nur in Notwehr in Frage, was ich jedoch in "Frauenfragen" nicht beanspruchen kann. Daher habe ich keinen Anlass, mich zum Märtyrer zu machen.
Nein, ich denke, zu unserem Weg der "außerparlamentarischen Opposition" gibt es keine Alternative. Da sind die Mittel schließlich noch längst nicht ausgeschöpft. Ich habe vielmehr den Eindruck, es fängt eigentlich erst richtig an.
Einen schönen Gruß von Eugen
Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte
Als Antwort auf: Re: Da fehlen einem mal wieder die Worte von Garfield am 02. Dezember 2004 16:33:36:
Der Radikalfeminismus ist auf sich gestellt nicht lebensfähig. Er lebt vor allem durch Unterstützung der Männer. Da muß man ansetzen. Da Männer sich aber sehr stark an den Frauen orientieren und viele gesellschaftliche Normen maßgeblich von den Frauen festgelegt werden, muß man auch bei ihnen ansetzen, also bei der ganzen Bevölkerung. Überall muß umgedacht werden. Und neues Denken kann man nicht mit Gewalt erzwingen.
Die Radikalfeministinnen können wir ignorieren. Die sind unwichtig, und jegliche Gewaltaktionen gegen sie sind sinnlose Zeitverschwendung.
Die Öffentlichkeit muß bearbeitet werden, überall. Hier im Internet und in anderen Medien und auch im Bekanntenkreis. Wo immer man auf radikalfeministische Dogmen trifft, muß man sie in Frage stellen. Wenn man nur einen anderen Menschen zum Nachdenken bringt, hat man viel erreicht.
Freundliche Grüße
von Garfield
Ich habe zum Beispiel nie "umgedacht". Mich haben sie nie dazu gekriegt. Im Gegenteil, ich habe aufgepaßt daß ich nicht aus versehen umdenke! Ich denke über gewisse Dinge immer noch so, wie ich in den siebziger Jahren darüber gedacht habe, und das bleibt auch so. (Man soll seinen Idealen treu bleiben). Wenn man z.B. die Filme aus dieser Zeit sieht, da war die Welt noch in Ordnung.
Ich begreife nicht wie andere sich zum Umdenken bringen/zwingen/manipulieren lassen können! Aber scheinbar funktioniert das. Also lassen wir sie langsam wieder umdenken ;-/
Lassen wir sie praktisch wieder um-umdenken oder besser re-umdenken... aber da es ja bekanntlich kein Zurück geben soll brauchen sie ja in Zukunft immer nur jeweils 1x in der richtigen Richtung umzudenken...<b/>