Zu DNA-Reihentests
Odin, Monday, 29.11.2004, 15:11 (vor 7738 Tagen)
aus dem OVB:
Der genetische Fingerabdruck gilt als die schärfste Waffe der Polizei bei der Fahndung nach Kriminellen. Oft hinterlassen Verbrecher am Tatort DNA-Spuren, mit dessen Hilfe sie mit fast 100-prozentiger Sicherheit identifiziert werden können. Immer häufiger setzt die Kripo auf Reihenuntersuchungen. Ein solcher Massentest ist für die Betroffenen nur auf den ersten Blick freiwillig. Wer sich weigert, muss mit einer Zwangsuntersuchung rechnen. Auch in Hutthurm haben Gerichte bereits in mehr als zwei Dutzend Fällen Zwangstests angeordnet.
......................................
Es steht nichts dabei, ob der tatsächliche Täter versucht hat, sich zu weigern. Die sich also geweigert hatten, waren allesamt unschuldig.
Warum gibt es keine Massenabnahme von Fingerabdrücken?
Re: Zu DNA-Reihentests
Garfield, Monday, 29.11.2004, 16:43 (vor 7738 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Zu DNA-Reihentests von Odin am 29. November 2004 13:11:33:
Hallo Odin!
In dem Zusammenhang sollte man auch immer wieder daran erinnern, daß eine Gruppe von Frauen bereits erfolgreich gegen solch einen Zwangs-DNA-Test geklagt hat. Da ging es darum, die Mutter eines tot aufgefundenen Babies zu ermitteln. Diese Frauen weigerten sich, eine DNA-Probe abzugeben, und das Gericht gab ihnen mit der Begründung recht, daß so ein Test zwangsweise nur bei einem begründeten Anfangsverdacht angeordnet werden darf.
Wieso gilt das offensichtlich nur für Frauen und für Männer nicht?
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Zu DNA-Reihentests
Andreas, Monday, 29.11.2004, 16:49 (vor 7738 Tagen) @ Garfield
Als Antwort auf: Re: Zu DNA-Reihentests von Garfield am 29. November 2004 14:43:55:
Absolut richtig, Garfield:
aol-Newsbote, 14.02.2003
Gericht erklärt Zwangsuntersuchung bei Massen-Gentest für unzulässig
Regensburg (dpa) - Für die Ermittlungen zu einem Babymord hat das
Landgericht Regensburg die zwangsweise Untersuchung von Frauen im
Rahmen eines Massen-Gentests für unzulässig erklärt. Damit brauchen
zwölf Frauen, die eine Teilnahme an der Reihenuntersuchung verweigert
hatten, keine Speichelproben für eine DNA-Analyse abgeben. Das
Landgericht habe bemängelt, dass es keinen Anfangsverdacht gebe,
sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Mit dem Reihen-Gentest wollten
die Ermittler das an einem Neugeborenen begangene Verbrechen vom
Sommer 2000 aufklären. Die Leiche des Säuglings war im Main-Donau-
Kanal beim niederbayerischen Essing entdeckt worden.
Rund 1300 junge Frauen, die als Mutter in Betracht kamen, wurden
deshalb im Frühjahr 2002 zum Massen-Gentest geladen. Dies war die
erste kriminalistische DNA-Reihenuntersuchung an Frauen in
Deutschland. Die Mehrzahl beteiligte sich freiwillig an der
Untersuchung.
©dpa
Allerdings sind damit nicht alle durchgekommen
Advocatus femini, Monday, 29.11.2004, 22:17 (vor 7738 Tagen) @ Andreas
Als Antwort auf: Re: Zu DNA-Reihentests von Andreas am 29. November 2004 14:49:46:
Absolut richtig, Garfield:
aol-Newsbote, 14.02.2003
Gericht erklärt Zwangsuntersuchung bei Massen-Gentest für unzulässig
Regensburg (dpa) - Für die Ermittlungen zu einem Babymord hat das
Landgericht Regensburg die zwangsweise Untersuchung von Frauen im
Rahmen eines Massen-Gentests für unzulässig erklärt. Damit brauchen
zwölf Frauen, die eine Teilnahme an der Reihenuntersuchung verweigert
hatten, keine Speichelproben für eine DNA-Analyse abgeben. Das
Landgericht habe bemängelt, dass es keinen Anfangsverdacht gebe,
sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Mit dem Reihen-Gentest wollten
die Ermittler das an einem Neugeborenen begangene Verbrechen vom
Sommer 2000 aufklären. Die Leiche des Säuglings war im Main-Donau-
Kanal beim niederbayerischen Essing entdeckt worden.
Rund 1300 junge Frauen, die als Mutter in Betracht kamen, wurden
deshalb im Frühjahr 2002 zum Massen-Gentest geladen. Dies war die
erste kriminalistische DNA-Reihenuntersuchung an Frauen in
Deutschland. Die Mehrzahl beteiligte sich freiwillig an der
Untersuchung.
©dpa
Siehe jetzt aber:
http://www.idowa.de/donau-post/nachricht/nachricht.html?nachrichten_id=766343
Interessante Information! Danke! (n/t)
Andreas, Monday, 29.11.2004, 22:28 (vor 7738 Tagen) @ Advocatus femini
Als Antwort auf: Allerdings sind damit nicht alle durchgekommen von Advocatus femini am 29. November 2004 20:17:39:
Re: Allerdings sind damit nicht alle durchgekommen
Garfield, Thursday, 02.12.2004, 15:42 (vor 7735 Tagen) @ Advocatus femini
Als Antwort auf: Allerdings sind damit nicht alle durchgekommen von Advocatus femini am 29. November 2004 20:17:39:
Hallo Advocatus Femini!
Hm, ich frage mich allerdings immer noch, wie die Justiz reagiert hätte, wenn ich damals doch zu diesem DNA-Test aufgefordert worden wäre und mich geweigert hätte. Ich hätte wahrscheinlich problemlos nachweisen können, daß ich zur Tatzeit nicht am Tatort war. Ich ziehe abends oder am Wochenende nicht allein durch die Gegend, also muß ich in der fraglichen Zeit entweder auf der Arbeit oder zu Hause bei meiner Frau gewesen sein. Dafür hätte ich bestimmt problemlos mindestens einen Zeugen nennen können.
Ich glaube allerdings nicht, daß das genauso akzeptiert worden wäre wie bei diesen Frauen die Atteste darüber, daß sie zur fraglichen Zeit nicht schwanger waren.
Gab es da nicht mal so einen Fall, wo man Männer gerichtlich zu so einem DNA-Test verdonnert hat, obwohl sie Autos fuhren, die gar nicht der Beschreibung des Tatfahrzeuges entsprachen? Ich erinnere mich da schwach an einen Ferrari; ich glaube, ein Prominenter war damals auch davon betroffen.
Freundliche Grüße
von Garfield
Der Briefbomber aus Bayern
pit b., Monday, 29.11.2004, 17:38 (vor 7738 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Zu DNA-Reihentests von Odin am 29. November 2004 13:11:33:
Den Briefbomber aus Bayern wollte man ja auch mit einem Massengentest
überführen. Worauf er Selbstmord begann um sich dem Test zu entziehen.
Zum Einen wäre der Mann noch am Leben hätten Männer das Recht
Gentest zu verweigern. Aber das nur am Rande, der hats nicht anders
verdient. Zum Anderen waren, so wie ich gehört haben, auch hier
nur Männer zum Massengentest geladen worden.
Ich weiß ja das es Frauen nicht so sher mit der Technik haben,
aber mit einer guten Anleitung könnten die doch sicher auch Briefbomben
basteln, oder!?
Re: Der Briefbomber aus Bayern
reinecke54, Monday, 29.11.2004, 17:47 (vor 7738 Tagen) @ pit b.
Als Antwort auf: Der Briefbomber aus Bayern von pit b. am 29. November 2004 15:38:11:
Ich weiß ja das es Frauen nicht so sher mit der Technik haben,
aber mit einer guten Anleitung könnten die doch sicher auch Briefbomben
basteln, oder!?
Wahrscheinlich hat man y-chromosomen gefunden.
Das Geschlecht ist bestimmbar
Daddeldu, Monday, 29.11.2004, 17:57 (vor 7738 Tagen) @ pit b.
Als Antwort auf: Der Briefbomber aus Bayern von pit b. am 29. November 2004 15:38:11:
Wenn man genug Material für einen genetischen Fingerabdruck hat, kann man auch das Geschlecht der Person bestimmen, von der das Material stammt.
Gruß, Daddeldu
wäre möglich (n/t)
pit b., Monday, 29.11.2004, 22:47 (vor 7738 Tagen) @ pit b.
Als Antwort auf: Der Briefbomber aus Bayern von pit b. am 29. November 2004 15:38:11:
Re: Der Briefbomber aus Bayern
Odin, Tuesday, 30.11.2004, 01:30 (vor 7738 Tagen) @ pit b.
Als Antwort auf: Der Briefbomber aus Bayern von pit b. am 29. November 2004 15:38:11:
Den Briefbomber aus Bayern wollte man ja auch mit einem Massengentest
überführen. Worauf er Selbstmord begann um sich dem Test zu entziehen.
Zum Einen wäre der Mann noch am Leben hätten Männer das Recht
Gentest zu verweigern. Aber das nur am Rande, der hats nicht anders
verdient.
"Nicht anders verdient" sehe ich überhaupt nicht so. Was weiß ich, was ihn dazu gebracht hat. Sonderlich gefährlich waren die Bomben anscheinend nicht. Eine leichtverletzte Sekretärin gabs, mehr nicht.
Ich sehe das eher als eine Verzweiflungstat. Warum wird man wohl nicht mehr herausfinden. Gründe für sowas gibts aber genug. Dazu wohl noch der frühe Tod seiner Mutter. Ich denke, den Tod verdient hat man damit noch lange nicht.
Re: Der Briefbomber aus Bayern
pit b., Tuesday, 30.11.2004, 14:40 (vor 7737 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Der Briefbomber aus Bayern von Odin am 29. November 2004 23:30:12:
[quote]"Nicht anders verdient" sehe ich überhaupt nicht so. Was weiß ich, was ihn dazu gebracht hat. Sonderlich gefährlich waren die Bomben anscheinend nicht. Eine leichtverletzte Sekretärin gabs, mehr nicht.
Ich sehe das eher als eine Verzweiflungstat. Warum wird man wohl nicht mehr herausfinden. Gründe für sowas gibts aber genug. Dazu wohl noch der frühe Tod seiner Mutter. Ich denke, den Tod verdient hat man damit noch lange nicht.[/quote]
Du sagst es selbst: "Eine leicht verletzte Sekrertärin". Er wollte ganz
bestimmt nicht die Sekretärin verletzen sondern eher Den für Den Sie
arbeitet. Also einen Unschuldigen hat es erwischt. Und dass eine Bombe
vielleicht schon explodieren könnte wärend der Briefträger sie gerade noch
austrägt, schien ihm wohl auch egal. Fakt ist der Typ hat Briefbomben
verschickt um Anderen zu schaden. Da ist es Egal wie gefährlich die waren,
es hatte die Absicht Jemanden ganz hinterücks zu verletzen. Wenn sich so
Einer dann selber in die Luft sprenkt dann gönne ich dem das.