Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kriminelle grüne Bande!

Ekki, Sunday, 28.11.2004, 21:21 (vor 7738 Tagen)

Hallo allerseits!

Heute kam im Deutschlandfunk eine Nachricht, die mich auch nach 25 oder so Jahren Grüne noch sprachlos machte.

Claudia Roth und Reinhard Bütikofer erklärten mit Bezugnahme auf die Behandlung muslimischer Frauen durch deren Männer und Verwandte übereinstimmend:

"Wir müssen andere Kulturen auch dann dulden und gewähren lassen, wenn wir das, was sie tun, für falsch halten."

Ich nehme an, die meisten von Euch haben den SPIEGEL-Titel über "Allahs rechtlose Töchter - Muslimische Frauen in Deutschland" gelesen. Meine Rezension dieses Artikels ist in Arbeit, ich hoffe, sie wird auch dann noch Euer Interesse finden, wenn der Titel schon länger zurückliegt (bin halt beruflich im Dauerstreß).

Nach der Lektüre dieses SPIEGEL-Titels müßte eigentlich jedem klar sein, daß Äußerungen wie die oben zitierte nichts weniger sind als verbrecherisch und abgrundtief menschenverachtend.

Ich will mich nicht weiter echauffieren, mir fallen eh keine angemessenen Ausdrücke ein.

Nur eines noch:

Wenn dieses dumm-dumpf-deutsche Volk diese Verbrecherbande 2006 nicht abwählt, dann wird es seinen Untergang mehr als redlich verdient haben.

*Spei-kotz-würg*

Ekki

Re: Kriminelle grüne Bande!

AJM, Sunday, 28.11.2004, 22:20 (vor 7738 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Kriminelle grüne Bande! von Ekki am 28. November 2004 19:21:01:

Ist schon seltsam. Als es beispielsweise um die Genitalbeschneidung (natürlich nur bei Frauen) in Afrika ging, wurde jemand mit exakt der gleichen Argumentation als Frauenfeind abgekanzelt. Wobei es doch auch hier um eine kulturelle Eigenart ging, die uns hier grausam erscheint. Pharisäer, wohin man nur schaut.....

Gruß

AJM

Re: Kriminelle grüne Bande!

ein weiterer Andreas, Sunday, 28.11.2004, 22:38 (vor 7738 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von AJM am 28. November 2004 20:20:38:

Ist schon seltsam. Als es beispielsweise um die Genitalbeschneidung (natürlich nur bei Frauen) in Afrika ging, wurde jemand mit exakt der gleichen Argumentation als Frauenfeind abgekanzelt. Wobei es doch auch hier um eine kulturelle Eigenart ging, die uns hier grausam erscheint. Pharisäer, wohin man nur schaut.....

Das rührt daher, dass die Grünen zwischen Zielen zuweilen im Konflikt sind. Einerseits wollen sie das deutsche Bürgertum als Ausdruck der ihnen verhassten konservativen Tradition zersetzen. Nichts anderes steckt hinter ihrem Traumbild von einer multikulturellen Gesellschaft.
Da ist jede Immigration recht zum Zwecke der Verwässerung.

Andererseits sind sie aber auch radikal-feministisch motiviert. Und da passt nun wieder nicht, was die Immigranten aus dem islamischen Kulturkreis so an Vorstellungen mitbringen. Dazwischen lavieren die Vollmers, Bütikofer und Co.

Gruß

Andreas

Re: Kriminelle grüne Bande!

Nick, Sunday, 28.11.2004, 22:49 (vor 7738 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Kriminelle grüne Bande! von Ekki am 28. November 2004 19:21:01:

Hi Ekki!

Aus genau diesen Gründen hatte ich die Grünen hier einmal als "Landes- und Hochverräter" bezeichnet. Damals wogten Wellen der hellen Empörung gegen den "Skinhead Nick" in die Höhe. Es bleibt aber natürlich dabei!

Die Grünen sind eine verfassungsfeindliche Organisation, die unsere demokratische Ordnung nicht nur zu beseitigen trachtet, sondern dies zu einem Gutteil bereits erfolgreich bewerkstelligt hat. Sie sind gefährlicher als die NPD, denn sie sitzen in der Regierung - und haben v.a. den Zeitgeist auf ihrer Seite: mit dem Gehirn wird weitgehend nur noch "gezappt", nicht mehr gedacht. Es wird gemeint und gefunden, was zu meinen und zu finden von den linksgrün dominierten Medien vorgemeint wird. Wer anders meint, wird wegetikettiert als "Ausländerfeind", als "Rechter", als "Frauenfeind".

Mich erinnert's an eine Krebszelle, die Propaganda für sich selbst macht. Entscheidend ist, daß die gesunden Zellen lernen, Kritik am Krebs als verweflich und "krebsfeindlich" zu verabscheuen... und zu vergessen, darüber nachzudenken, ob das vielleicht bloß tödlicher Schwachsinn ist.

Die Grünen sind die Partei der 68er. Sie haben es geschafft, sich im Alltagsbewußtsein und den Medien, die dieses erzeugen, festzusetzen und ihr erklärtes Zerstörungswerk durchzuziehen. Es gibt mittlerweile zahllose "gesunde Zellen", die dieses Treiben apathisch hinnehmen oder sogar billigen, und sei es nur, damit man sie nicht als "krebsfeindlich" bezeichnen kann.

Mit der Ideologie von "Multikulti" haben die Grünen erklärte, islamistische Todfeinde zu Millionen ins Land geholt und zum Teil bereits eingebürgert (selbst dann, wenn die nicht mal ein Wort Deutsch können). Mit dem "Kampf für Frauenrechte" haben sie die Menschenrechte zur Disposition gestellt und in Teilen bereits abgeschafft, sowie v.a. die Basis allen Humanen, die Liebe von Mann und Frau und die Familie, zerstört.

Ihre demagogische Energie ist wirklich atemberaubend! Man muß "68" und seine Wurzeln begreifen, um zu verstehen, was mit uns geschieht. Wieviele Menschen halten heute die Auflösung von Tradition, Religion, Autorität etc. gedankenlos für einen "Wert" und einen Sieg für ihre eigene "Freiheit"? Wieviele von den Schreibern hier tun dies? Man bejubelt damit die eigene Abschaffung und die finale Zerstörung des Humanen. Eine Krankheit zum Tode - mentaler Schafsbandwurmbefall!

Man muß die "Zeitenwende" von 68 begreifen! Alles andere ist Scharren am Lack.

Nick

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Re: Kriminelle grüne Bande!

Eugen Prinz, Monday, 29.11.2004, 00:22 (vor 7737 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Nick am 28. November 2004 20:49:01:

Wieviele Menschen halten heute die Auflösung von Tradition, Religion, Autorität etc. gedankenlos für einen "Wert" und einen Sieg für ihre eigene "Freiheit"? Wieviele von den Schreibern hier tun dies?

Ich zum Beispiel tue dies, mein kleiner Rumpelstilz, aber nicht gedankenlos. Wenn der Mensch mit der Freiheit nicht umgehen kann, dann muss er es eben lernen, und nicht etwa zurückkehren in Unfreiheiten von Traditionen, Religionen und Autoritäten.

Dieser Lernprozess ist möglicherweise schmerzhaft, aber so ist es eben. Probier´s mal mit einer kosmischen Perspektive.

Es gibt kein zurück!

Eugen

Re: Kriminelle grüne Bande!

seltener Gast, Monday, 29.11.2004, 01:03 (vor 7737 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Nick am 28. November 2004 20:49:01:

Die Grünen sind eine verfassungsfeindliche Organisation, die unsere demokratische Ordnung nicht nur zu beseitigen trachtet, sondern dies zu einem Gutteil bereits erfolgreich bewerkstelligt hat. Sie sind gefährlicher als die NPD, denn sie sitzen in der Regierung - und haben v.a. den Zeitgeist auf ihrer Seite: mit dem Gehirn wird weitgehend nur noch "gezappt", nicht mehr gedacht. Es wird gemeint und gefunden, was zu meinen und zu finden von den linksgrün dominierten Medien vorgemeint wird. Wer anders meint, wird wegetikettiert als "Ausländerfeind", als "Rechter", als "Frauenfeind".

Was mich stört, ist der Begriff "verfassungsfeindlich". Sie sind mehr. Sie sind das Böse an sich.

Re: Kriminelle grüne Bande!

Odin, Monday, 29.11.2004, 01:12 (vor 7737 Tagen) @ seltener Gast

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von seltener Gast am 28. November 2004 23:03:27:

Die Grünen sind eine verfassungsfeindliche Organisation, die unsere demokratische Ordnung nicht nur zu beseitigen trachtet, sondern dies zu einem Gutteil bereits erfolgreich bewerkstelligt hat. Sie sind gefährlicher als die NPD, denn sie sitzen in der Regierung - und haben v.a. den Zeitgeist auf ihrer Seite: mit dem Gehirn wird weitgehend nur noch "gezappt", nicht mehr gedacht. Es wird gemeint und gefunden, was zu meinen und zu finden von den linksgrün dominierten Medien vorgemeint wird. Wer anders meint, wird wegetikettiert als "Ausländerfeind", als "Rechter", als "Frauenfeind".
Was mich stört, ist der Begriff "verfassungsfeindlich". Sie sind mehr. Sie sind das Böse an sich.

Im Grunde eigentlich der leibhaftige Satan!
Ja, eigentlich kommt jeder sofort in den Himmel, der einen Grünen am Scheiterhaufen verbrennt :-)

Re: Kriminelle grüne Bande!

Nick, Monday, 29.11.2004, 06:16 (vor 7737 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Eugen Prinz am 28. November 2004 22:22:47:

ER KANN'S EINFACH NICHT SEIN LASSEN![/u]

Ich: Wieviele Menschen halten heute die Auflösung von Tradition, Religion, Autorität etc. gedankenlos für einen "Wert" und einen Sieg für ihre eigene "Freiheit"? Wieviele von den Schreibern hier tun dies?

Du darauf: Ich zum Beispiel tue dies, mein kleiner Rumpelstilz, aber nicht gedankenlos. Wenn der Mensch mit der Freiheit nicht umgehen kann, dann muss er es eben lernen, und nicht etwa zurückkehren in Unfreiheiten von Traditionen, Religionen und Autoritäten.
Dieser Lernprozess ist möglicherweise schmerzhaft, aber so ist es eben. Probier´s mal mit einer kosmischen Perspektive.
Es gibt kein zurück!
Eugen

Eugen, ich habe den Eindruck, daß dein einzig verbliebener metaphysicher Gedanke in dem felsenfesten Irrglauben besteht, du seiest nicht gedankenlos. Deine Absonderung ist inhaltsleeres und argumentationsfreies Geschwafel auf intellektuellem Kinderniveau. Du hast, wie sich zeigt, nicht ein einziges Mal im Leben über Freiheit nachgedacht!

Freiheit hat Bedingungen, ist also schon deswegen immer relativ. Und sie hat Bestimmungen, weil sie sonst weder Gegenstand noch Subjekt hätte: Die sinnbegründende Frage bei der menschlichen Freiheit ist: "Wozu bin ich frei!" Die Frage nach dem "wovon" ist objektiv sekundär, abgeleitet nämlich von der logisch vorausliegenden Frage nach dem "wozu". Letztere schafft der ersten nämlich Maß und Zahl, weil man, wenn man "frei von allem" ist, "frei für nichts" ist. Für schlichte Gemüter anschaulich ausgedrückt: wenn man garnichts mehr hat, kann man auch garnichts mehr machen. So einfach ist das!

Anders ausgedrückt: Freiheit ist eine qualitative Kategorie. Sie wird nicht dadurch vermehrt, daß sie einfach "immer größer" wird - das denken nur die kleinen Babys, die an Mamas Titten nuckeln - sondern dadurch, daß sie "zu(!) immer mehr" befähigt (übrigens: aus diesem Grunde allein schon kann man sicher konstatieren, daß du ein ganz besonders unfreier Mensch bist). Vor jeder Möglichkeit von Freiheit liegt notwendigerweise immer der ethische Bezugsrahmen, der diese Freiheit (im Babydenken!) "einschränkt" - in Wahrheit aber überhaupt erst den Raum schafft, in dem sie existieren kann.

Weil der Bezugsrahmen aber vor jeder Freiheit liegt, kann er nicht "frei erfunden", sondern nur gefunden werden. Dieser Rahmen ist das Naturrecht, also der gemeinsame Bestand aller Weltreligionen. Ohne Religion läßt sich das Naturrecht (das Tao) nicht begründen, da es ein Absolutum a priori ist. Nur Babys, Feministinnen und 68er meinen und finden, Freiheit ließe sich "ausdenken". Das führt dann unmittelbar zu "ethischen" Aussagen wie: "Weil ich etwas tue, ist es gut!" und dergleichen bekannter Unsinn mehr. Erwachsene dagegen erwägen: "Ich tue etwas, weil es gut und notwendig ist!"

Was gut und notwendig ist, gründet immer in Tradition, Religion und Autorität, weil es objektiv überpersonell, transzendent und axiomatisch ist und, wie gezeigt, eben nicht "subjektiv" begründet werden kann. Diese strenge Logik gilt nur bei Babys, Feministinnen und 68ern als "Unfreiheit". Denkfähige, erwachsene Leute hingegen wissen, wie ich dargelegt habe, daß diese Grundwerte die elementare Basis von Freiheit überhaupt sind. Werden sie beseitigt, wird auch die Freiheit beseitigt, da ihr dann ihre Grundlage genommen wird.

Du weißt es zwar nicht, weil du eben nicht nachdenkst, sondern bloß hohle Phrasen drischst, aber dein gedankenloser Slogan vom "umgehen können mit der Freiheit" ist als solcher bereits ein (allerdings inhaltsleeres) Anerkennen der logischen Tatsache, daß Freiheit nun einmal Bedingungen und Bestimmungen voraussetzt - andernfalls gäbe es nämlich nichts, womit "umzugehen" wäre. Babys, Feministinnen und 68er allerdings finden und meinen, das "Umgehen" mit der Freiheit bestünde darin, daß man sie "immer mehr" macht. Irgendwie. "Was auch immer das sei"...

"Absolute Freiheit" ist einfältige Babyanarchie und nur etwas für ungebildete Schwätzer, die es statt mit der Wirklichkeit lieber mit der "kosmischen Perspektive" probieren.

"Was auch immer das sei"...

Beam me up, Scotty!

Nick

P.S.: Bei mir verdichtet sich inzwischen der Verdacht, daß du ein ganz abgefeimter Masochist bist. Hättest du gelassen auf den "Rumpelstilz" verzichtet, dann hätte man auf den Gedanken kommen können, du wärest inzwischen etwas lernfähiger geworden und könntest später mal vielleicht sogar geistig erwachsen werden. So aber zeigt es sich bloß erneut, daß du am Persönlichen klebst, weil du einfach unfähig bist, zu argumentieren und nicht weißt, wovon du überhaupt redest. Also kriegst du wieder deine Abreibung.

Wunder dich nicht, wenn du dich damit weiter und weiter blamierst: das liegt an dir und sonst niemandem. Du hast immer noch nicht gelernt, dich zu benehmen. Grund dafür, dir etwas zu ersparen, gäbe es also eigentlich nicht. Aber weil heute der 29. November ist und der Luftdruck unter 1010 Hektopascal liegt, zähl ich dich nur an, und schlag dich nicht so schlimm, wie du es eigentlich verdient hättest.

Bloß eine Bitte habe ich: versuch möglichst nicht zu antworten! Ich habe sowieso nicht für dich geschrieben, sondern für die, die mitlesen und dabei gleichzeitig denken können. Die Phrasendrescherei, die du einem zumutest, bietet als "kosmische Perspektive" nur die Assoziation zu vogonischen Poesiewürdigungsstühlen, denen, einmal darauf festgeschnallt, bekanntlich keine bekannte Lebensform im Universum je lebendig entweichen konnte. Außer Arthur Dent.

P.P.S: "Es gibt kein zurück!" ist die einzig verbleibende Logik desjenigen, der in einen Abgrund stürzt. Insofern hast du, was dich betrifft, wahrscheinlich recht. Der Sturz ins Nichts ist die ideale Analogie zur "absoluten Freiheit". Genau darauf läuft sie nämlich hinaus. Da kann man also nur hinterherrufen: "Vorwärts! Weiter so! Die Freiheit ruft!"

"Komm endlich mal zu Verstand!" nutzt bei dir ja offenbar nichts...

Re: Kriminelle grüne Bande!

Garfield, Monday, 29.11.2004, 12:31 (vor 7737 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Kriminelle grüne Bande! von Ekki am 28. November 2004 19:21:01:

Hallo Ekki!

Du hast ja durchaus recht, aber die ganze Wahrheit ist noch viel schlimmer: CDU/CSU und FDP sind da auch nicht besser. Wie Wolfgang weiter unten schön dargestellt hat, haben die uns diese Ausländerproblematik ja überhaupt erst eingebrockt.

Die Ausländer wurden nämlich nach Deutschland gerufen, weil der Wirtschaft die Lohnkosten in Deutschland zu hoch waren. Nicht wegen irgendwelcher Konkurrenz aus Billiglohn-Ländern - die gab es damals nur in vergleichsweise wenigen Branchen. Nein, viel mehr einfach deshalb, weil ein hohes Lohnniveau die Profite schmälerte. In den 1950er und Anfang der 1960er Jahre war es aber noch so, daß die Wirtschaft händeringend Personal suchte. Da war an Lohnkürzungen gar nicht zu denken. Als die DDR 1961 dann auch noch die Grenze dicht machte und so auch der Zustrom von ausgebildeten Fachkräften aus dem Osten versiegte, verschärfte sich diese Situation.

Deshalb mußten Arbeitskräfte aus dem Ausland importiert werden, und die holte man sich da, wo es genügend gab. Üblicherweise war dann in solchen Ländern das Lohnniveau auch deutlich niedriger, und so konnte man davon ausgehen, daß diese ausländischen Arbeitskräfte dann auch in Deutschland weniger Lohn verlangen würden.

Diese Rechnung ging auch voll auf, und gegen Ende der 1960er Jahre begannen durch diesen Arbeitskräfte-Import und auch durch zunehmende Automatisierung die Arbeitslosen-Zahlen wieder zu steigen. Für die Wirtschaft war das eine positive Entwicklung, weil man so bessere Möglichkeiten hatte, das Lohnniveau niedrig zu halten. Da viele ausländische Arbeiter eher schlecht qualifiziert waren, traf die Arbeitslosigkeit zunächst vor allem Menschen mit niedriger Qualifikation. Aber sie weitete sich dann zunehmend auch auf andere Bereiche aus.

In den 1980er und 1990er Jahren war dann endgültig klar, daß das Problem der Arbeitslosigkeit keineswegs vorübergehender Natur war. Die Zahlen stiegen kontinuierlich immer höher, aber zwecks Lohndrückerei wurden weiterhin ausländische Arbeitskräfte ins Land geholt, in den 1990er Jahren dann vor allem Rußland-Deutsche. Da die üblicherweise die gesamte Familie samt Großeltern mitbrachten, wurden so die deutschen Sozial- und Rentenkassen noch zusätzlich belastet.

Das warf nun natürlich zunehmend die Frage auf, ob wir uns diesen Bevölkerungs-Import noch leisten können. Es ist für die Bevölkerung nicht nachvollziehbar, wieso wir mit Millionen von Arbeitslosen noch zusätzliche Arbeitskräfte benötigen. Es ist auch nicht nachvollziehbar, wieso einerseits immer von leeren Rentenkassen geredet wird und die Rentenbeiträge bei sinkenden Renten fröhlich weiter steigen, während andererseits hier Menschen, die nie im Leben auch nur einen Pfennig oder Cent in die deutschen Rentenkassen eingezahlt haben, Renten ausgezahlt bekommen.

Das war auf normalem Wege nicht zu rechtfertigen, also mußte man das anders regeln. Man erfand das Märchen vom faulen Deutschen, der sich für Arbeiten z.B. bei der Müllabfuhr zu fein ist und vor allem das Schreckgespenst vom bösen, rassistischen, neo-nationalsozialistischen Deutschen, der unseren ausländischen Mitbürgern die Butter auf dem Brot nicht gönnt. Man wußte genau, daß unsere selbsternannten Gutmenschen darauf sofort anspringen und daß so ein Klima entstehen würde, in dem jeder, der irgendeine Kritik am Bevölkerungsimport nach Deutschland äußerte, sofort als rechtsradikaler Bösewicht gebrandmarkt und so mundtot gemacht werden würde.

Das hatte den Zweck, ungehindert so weiter machen zu können wie bisher, also immer mehr Menschen nach Deutschland zu holen, so die Arbeitslosenzahlen zu erhöhen und noch mehr Druck auf die Beschäftigten ausüben zu können, um so die Löhne weiter zu drücken und damit die Profitspannen zu erhöhen. Die Kosten dafür übernahm ja in Form von Sozialleistungen und Renten für die Zuwanderer der Steuerzahler.

Unsere grünen Gutmenschen sind also nicht an dieser Misere schuld, sondern schuld daran sind diejenigen Politiker aus allen wichtigen deutschen Parteien, die den Bevölkerungsimport zugunsten der Wirtschaft initiiert haben, und CDU, CSU und FDP hatten daran einen großen Anteil.

Die Gutmenschen bei den Grünen und sonstwo wurden von denen nur benutzt, um das alles zu rechtfertigen. Das haben sie zum großen Teil bis heute nicht begriffen und reden deshalb fröhlich weiter den altgewohnten Unsinn.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Kriminelle grüne Bande!

gibsmir, Monday, 29.11.2004, 13:12 (vor 7737 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Eugen Prinz am 28. November 2004 22:22:47:

Volle Zustimmung! Tradition, Religion und "Autorität" sind ja genau die Ursachen für die Probleme in denen wir heute stecken. Religöser Fanatismus gehört überall bekämpft, sei es bei den Muslimen oder hier bei uns bei den Christen! Die USA mit ihren radikalen "Christen" lassen grüßen!

Wieviele Menschen halten heute die Auflösung von Tradition, Religion, Autorität etc. gedankenlos für einen "Wert" und einen Sieg für ihre eigene "Freiheit"? Wieviele von den Schreibern hier tun dies?
Ich zum Beispiel tue dies, mein kleiner Rumpelstilz, aber nicht gedankenlos. Wenn der Mensch mit der Freiheit nicht umgehen kann, dann muss er es eben lernen, und nicht etwa zurückkehren in Unfreiheiten von Traditionen, Religionen und Autoritäten.
Dieser Lernprozess ist möglicherweise schmerzhaft, aber so ist es eben. Probier´s mal mit einer kosmischen Perspektive.
Es gibt kein zurück!
Eugen

Re: Kriminelle grüne Bande!

Garp, Monday, 29.11.2004, 13:16 (vor 7737 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Nick am 28. November 2004 20:49:01:

Hallo Nick

<i/>Ihre demagogische Energie ist wirklich atemberaubend! Man muß "68" und seine Wurzeln begreifen, um zu verstehen, was mit uns geschieht. Wieviele Menschen halten heute die Auflösung von Tradition, Religion, Autorität etc. gedankenlos für einen "Wert" und einen Sieg für ihre eigene "Freiheit"? Wieviele von den Schreibern hier tun dies? Man bejubelt damit die eigene Abschaffung und die finale Zerstörung des Humanen. Eine Krankheit zum Tode - mentaler Schafsbandwurmbefall![/i]

In meinen Augen ist dies eine Überschätzung der 68er. Sind diese wirklich so mächtig um die Grundlagen von Gesellschaften zu verändern oder gar zu zerstören?
Und all dies mittels Manipulation oder gar gegen die Interessen der Bevölkerung?
Wurde nicht Rot-Grün eben wegen einem „modernern“ Gesellschaftsbild gewählt und die CDU/CSU deswegen abgewählt?

Zudem wäre es auch Ratsam nicht nur auf den Lieblingsfeind einzuschlagen, sondern konkrete Alternativen anzubieten.

Wie genau lassen sich Scheidungszahlen senken?
Wie genau lässt sich die Geburtenrate erhöhen?
Wie genau können wir das Bildungsniveau unserer Schulen erhöhen?

Bei konkreten Fragen gelangen alle politischen Bewegungen schnell zu einer umfassenden Hilflosigkeit. Der Vorschlag von Koch, an den Schulen jeden Morgen wieder das Beten einzuführen, ist für mich ein typischer Beleg für die tradierten Handlungsweisen Wertkonservativer, die denen der 68er um nichts nachstehen.

Gruß
Garp

Re: Kriminelle grüne Bande!

Dr. Schikago, Monday, 29.11.2004, 13:51 (vor 7737 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Kriminelle grüne Bande! von Ekki am 28. November 2004 19:21:01:

Ich kotzwürge solidarisch mit!

Re: Kriminelle grüne Bande!

Rüdiger, Monday, 29.11.2004, 14:55 (vor 7737 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Nick am 29. November 2004 04:16:28:

Sagt mal, muß das wirklich sein, dieses ewige Gekabbel?

Die 68er waren weder Heilige noch der Quell alles heutigen Übels (einschließlich Feminismus), und dieser Streit im Grundsätzlichen führt uns nicht wirklich weiter. Selbst wenn die 68er "schuld" wären - sagen wir mal: an der unsäglichen Mainzer Frauenbib - verschwindet sie dadurch? Können wir das Rad der Geschichte zurückdrehen? Wär's nicht sinnvoller, hier und jetzt zu tun, was sinnvoll ist - unter Hintanstellung dieser Grundsatz-Querelen?

Ich weiß nicht, Nick, wenn ich Deine Worte lese, kommt mir ein sympathischer (nichtreligiöser, aber keineswegs linker) Gemeinschaftskundelehrer in den Sinn. Wir debattierten damals auch über "Freiheit von" und "Freiheit zu". Der Lehrer meinte, "Freiheit ZU" hätte für ihn gleich schon wieder so ein "G'schmäckle", d. h. den Ruch von wohlwollend-pädagogisierender Freiheitsbeschränkung. Ich sah das damals nicht so, denn: Habe ich z. B. die Freiheit, Motorrad zu fahren, so habe ich auch die Freiheit, es zu lassen, ich MUSS nicht .... Der Lehrer daraufhin: "Die meisten, die das Wort von der "Freiheit zu" im Munde führen, meinen das aber in so einem einschränkenden Sinne, sie wollen einen zu etwas drängen oder dirigieren ..." Ich sah das damals nicht so, aber wenn ich Dich so höre, Nick, dann verstehe ich allmählich, was und welche Leute er damals meinte ... Ging's nicht auch mit ein bißchen weniger Eiferertum, Nick?

Freundliche Grüße

Rüdiger

Re: Kriminelle grüne Bande!

Nick, Monday, 29.11.2004, 16:11 (vor 7737 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Rüdiger am 29. November 2004 12:55:42:

Gekabbel? Anmaßende Dummheit ist ziemlich unerträglich! Ich darf durchaus auf dem Standpunkt stehen, daß, wer mich persönlich angeht, auch was passendes zurückbekommt. Und sei es nur aus sportlichen Gründen. Immerhin regt es das Denken an. Ob das noch viel hilft, ist allerdings die Frage.

Mit dem Schlagwort "68" meine ich nicht böse Menschen, die halt irgendwie pfuibäh sind, sondern die geistesgeschichtlichen Wurzeln der Verhältnisse, unter denen wir leiden. Dieser Zeitgeist hat inzwischen die meisten Bereiche der Gesellschaft imprägniert und porentief durchdrungen, bis weit ins (ehemals) konservative Lager hinein.

Wenn uns überhaupt irgendetwas weiterführen könnte, dann wäre es dieser "Streit im Grundsätzlichen". Der verbreitete faule Unwille, darüber nachzudenken, rührt indes exakt daher, daß "68" quasi zur Muttermilch der Zivilisation an sich geworden ist. Und auf die mag eben, selbst wenn sie umbringt, nicht verzichten, wer nicht erwachsen werden will. Das ist das Problem.

Es ist infantil, dumm und aussichtslos, hinter der menschlichen Wirklichkeit und ihren Grenzen ein böses "Drängen und Dirigieren" zu wähnen, wie es jener Gemeinschaftskundelehrer tat (und wie es ja die meisten tun) und sich mit trotziger Babyanarchie in eine Illusion von "Freiheit" zu stürzen, die das genaue Gegenteil von Freiheit bedeutet. Das ist doch keine Theorie! Man kann es unmittelbar sehen und jeder hat dauernd damit zu tun. Feminismus gründet auf diesem Unsinn. Wer hier z.B. schreibt, der tut es schließlich, weil er täglich die Erfahrung des notorischen Schwachsinns macht. Darauf selbst mit frühkindhaftem Schwachsinn zu reagieren wird wenig ausrichten. Wenn das alle tun (und das genau ist die Wirkung von 68), dann entsteht so eine Zivilisation von Impotenten, die sich selbst vernichtet. Das sind Gebirge von Schuld, die aufgetürmt wurden - nicht etwa nur von "den Femis"...

"Eifertum" im Ringen um Wahrheit war übrigens noch nie eine Schande. Eifertum im Selbstbetrug allerdings schon. Immerhin könnte ich mir das Ganze auch in Ruhe von außen anschauen und mich dabei wie Bolle amüsieren. Morbide Gründe dafür gäbe es zuhauf.

Ich meine: was sind wir? Urteilsunfähige, unmündige Kinder? Affen?

Gruß vom
Nick

Ja, amen! *mildeseufz* (n/T)

Rüdiger, Monday, 29.11.2004, 17:18 (vor 7737 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Nick am 29. November 2004 14:11:33:

Gekabbel?

Re: Kriminelle grüne Bande!

Nikos, Monday, 29.11.2004, 18:12 (vor 7737 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Nick am 29. November 2004 04:16:28:

Mit "Freiheit" ist vorallem die Freiheit des anderen gemeint. Nur so kann Freiheit funktionieren. Nicht desto trotz, das schlimmste Gefaengnis, ist das, worin wir uns selbst hineinstecken, also die Blockaden in unseren eigenen Koepfen.

Z.b. die Feminismus-Plage: Sobald wir Maenner uns entschliessen, die Welt von Feminismus zu befreien, schon fangen wir an andauernd dabei zu siegen.

Dann gilt nicht mehr aufzugeben.

Nikos

Re: Kriminelle ...Aufpassen! Kosmische Perspektive!

Max, Monday, 29.11.2004, 23:57 (vor 7736 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Eugen Prinz am 28. November 2004 22:22:47:

Hallo Nick, hallo Eugen,

von Nick:

Wieviele Menschen halten heute die Auflösung von Tradition, Religion, Autorität etc. gedankenlos für einen "Wert" und einen Sieg für ihre eigene "Freiheit"? Wieviele von den Schreibern hier tun dies?

darauf Eugen:

Ich zum Beispiel tue dies, mein kleiner Rumpelstilz, aber nicht gedankenlos. Wenn der Mensch mit der Freiheit nicht umgehen kann, dann muss er es eben lernen, und nicht etwa zurückkehren in Unfreiheiten von Traditionen, Religionen und Autoritäten.
Dieser Lernprozess ist möglicherweise schmerzhaft, aber so ist es eben. Probier´s mal mit einer kosmischen Perspektive.
Es gibt kein zurück!

von mir nun dazu:

...lernt er´s von selber oder braucht er Lehrer? Welche Unfreiheit wohnt übrigens der Tradition inne? Und wieviel freiheitlicher Geist beseelt wohl denjenigen, der mit einem lakonischen "so ist es eben" uns einzureden versucht, daß dieses "Sich-Drein-Fügen" irgendetwas mit Freiheit zu tun hätte?

Zum kosmischen Aspekt des Ganzen und zwar LIVE aus der Umlaufbahn:
"Meine Damen und Herren! Recht schön duften tut´s ja nicht gerade im All und die Luft ist auch ein bißchen dünn hier heroben, aber sogar aus dieser Entfernung kann man eindeutig sagen, wonach das stinkt...jessers...und wie!"

- Max

Re: Eugen mal wieder

Eugen Prinz, Tuesday, 30.11.2004, 00:14 (vor 7736 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Nick am 29. November 2004 04:16:28:

Das hättest du wohl gerne - deinen Seich hier unwidersprochen reinzustellen, während die Gemeinde andächtig schweigt. Du könntest vielleicht als Witzblattfigur durchgehen, wären da nicht solche Sätze:

"Im dekadenten Europa finden sich die Glücklichen, die gegen den Zeitgeist ganz gut immun sind, v.a. in den Kirchen. Außerhalb dagegen gibt es kaum noch irgendwelche Bereiche, die nicht total verpestet wären."

Erleuchtete wie du ... und der Rest nur ungläubigen Hunde - meinst du das? Schon mal was von Aufklärung gehört? Oder fängt die Geschichte bei dir 1968 an? Sag mal ehrlich: Würdest du mich gerne auf offener Straße niederstechen oder erschießen?

Kopfschüttelnd,
Eugen

Re: Eugen mal wieder

Andreas, Tuesday, 30.11.2004, 01:41 (vor 7736 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Eugen mal wieder von Eugen Prinz am 29. November 2004 22:14:16:

Hallo Eugen,

"Im dekadenten Europa finden sich die Glücklichen, die gegen den Zeitgeist ganz gut immun sind, v.a. in den Kirchen. Außerhalb dagegen gibt es kaum noch irgendwelche Bereiche, die nicht total verpestet wären."

das ist allerdings starker Tobak. Ich habe ja nichts gegen eine gute Diskussion, aber Nick muß es wohl dauernd übertreiben. Da ist der Zeuge Jehovas, der beim Predigtdienst auf offener Straße dem ahnungslosen Passanten mal wieder die neuesten apokalyptischen Horrorgeschichten der Watchtower Society aufs Ohr drücken will, ein regelrechter Waisenknabe. Ganz davon abgesehen, wird das langsam off-topic.

Gruß
Andreas

Re: Kriminelle grüne Bande!

Andreas, Tuesday, 30.11.2004, 01:49 (vor 7736 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Nick am 29. November 2004 04:16:28:

Hallo Nick,

Eugen, ich habe den Eindruck, daß dein einzig verbliebener metaphysicher Gedanke in dem felsenfesten Irrglauben besteht, du seiest nicht gedankenlos. Deine Absonderung ist inhaltsleeres und argumentationsfreies Geschwafel auf intellektuellem Kinderniveau. Du hast, wie sich zeigt, nicht ein einziges Mal im Leben über Freiheit nachgedacht!

Was sollen eigentlich immer diese verbalen Entgleisungen? Muß das sein? Das geht doch sicher auch in zivilisierter Form.

Gruß
Andreas

Re: Kriminelle grüne Bande!

Odin, Tuesday, 30.11.2004, 13:06 (vor 7736 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von Nikos am 29. November 2004 16:12:52:

Mit "Freiheit" ist vorallem die Freiheit des anderen gemeint. Nur so kann Freiheit funktionieren. Nicht desto trotz, das schlimmste Gefaengnis, ist das, worin wir uns selbst hineinstecken, also die Blockaden in unseren eigenen Koepfen.
Z.b. die Feminismus-Plage: Sobald wir Maenner uns entschliessen, die Welt von Feminismus zu befreien, schon fangen wir an andauernd dabei zu siegen.

*ausrufezeichenmach*

Re: Kriminelle grüne Bande!

Ekki, Tuesday, 30.11.2004, 21:17 (vor 7736 Tagen) @ ein weiterer Andreas

Als Antwort auf: Re: Kriminelle grüne Bande! von ein weiterer Andreas am 28. November 2004 20:38:30:

Ist schon seltsam. Als es beispielsweise um die Genitalbeschneidung (natürlich nur bei Frauen) in Afrika ging, wurde jemand mit exakt der gleichen Argumentation als Frauenfeind abgekanzelt. Wobei es doch auch hier um eine kulturelle Eigenart ging, die uns hier grausam erscheint. Pharisäer, wohin man nur schaut.....

Das rührt daher, dass die Grünen zwischen Zielen zuweilen im Konflikt sind. Einerseits wollen sie das deutsche Bürgertum als Ausdruck der ihnen verhassten konservativen Tradition zersetzen. Nichts anderes steckt hinter ihrem Traumbild von einer multikulturellen Gesellschaft.
Da ist jede Immigration recht zum Zwecke der Verwässerung.
Andererseits sind sie aber auch radikal-feministisch motiviert. Und da passt nun wieder nicht, was die Immigranten aus dem islamischen Kulturkreis so an Vorstellungen mitbringen. Dazwischen lavieren die Vollmers, Bütikofer und Co.

Gruß
Andreas

Hallo Andreas!

Gratulation! Voll ins Schwarze getroffen!

Wenn die Islamisten hier eines Tages so gewähren können, wie manche Grüne sich das zu wünschen scheinen, dann sind besagte Grüne die ersten, die über die Klinge springen.

Zu Zeiten der verblichenen Sowjetunion[/i][/u] war es ein "Qualitätsmerkmal" derselben, daß sie immer diejenigen zuerst ermordete, die sie unterstützt und zu Hilfe gerufen hatten.

Eben dies ist ein Kennzeichen totalitärer Systeme.[/i][/u]

Demokratische Systeme vergelten Unterstützung mit Unterstützung.[/i][/u]

Interessant dabei:

In Gestalt der Grünen und der Islamisten stehen 2 Totalitarismen einander gegenüber.[/i][/u]

Da fällt mir begeistertem Wagnerianer doch glatt ein Zitat aus dem "Ring des Nibelungen" ein ("Siegfried", 2. Akt):

Mime:

"Fafner - und Siegfried, Siegfried - und Fafner,
oh - brächten beide sich um."

(Der Sänger dieser Worte wird lt. Libretto kurz danach selbst erschlagen, insofern will ich kein Unheil heraufbeschwören *lol*. Aber wenn die Grünen und die Islamisten sich gegenseitig alle machen würden, das wär' schon geil.).

Gruß

Ekki

Re: Freiheit die ich meine

Eugen Prinz, Tuesday, 30.11.2004, 21:55 (vor 7736 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Kriminelle ...Aufpassen! Kosmische Perspektive! von Max am 29. November 2004 21:57:58:

Wenn der Mensch mit der Freiheit nicht umgehen kann, dann muss er es eben lernen, und nicht etwa zurückkehren in Unfreiheiten von Traditionen, Religionen und Autoritäten. Dieser Lernprozess ist möglicherweise schmerzhaft, aber so ist es eben.

Max:> ...lernt er´s von selber oder braucht er Lehrer?

Es gibt immer Situationen, die sind völlig neu, da kann es noch keine "Lehrer" geben. Dann muss der Mensch alleine lernen: Wie verhält man sich bei einer neuartigen Virusepidemie oder im Falle, dass zwei Drittel der Frauen die Scheidung verlangen, wie schützt man sich gegen Missbrauchsvorwürfe oder gegen Öffentlichkeitsdiebstahl...? Es kann natürlich auch bei völlig neuen Problemen Menschen mit Informationsvorsprung geben, z.B. Leser eines solchen Forums gegenüber anderen, die sich nicht informieren. Lehrer würde ich sie nicht nennen, eher Pioniere.

Max: Welche Unfreiheit wohnt übrigens der Tradition inne?

Das fragst du nicht im Ernst, oder? Hamse jedient? Zapfenstreich mitjemacht? Janz jroßes, traditionelles Jelöbnisjedöns? Frei gefühlt dabei? Beflaggung öffentlicher Gebäude (am Tag gegen Gewalt gegen Frauen) - ein Ausdruck von Freiheit? Bundesverdienstkreuz, Weihnachtsansprache des Kanzlers ... lauter Traditionen. Sind sie Ausdruck von Freiheit oder des Meinungsmonopols der politischen Klasse?

Max: Und wieviel freiheitlicher Geist beseelt wohl denjenigen, der mit einem lakonischen "so ist es eben" uns einzureden versucht, daß dieses "Sich-Drein-Fügen" irgendetwas mit Freiheit zu tun hätte?

Mich kannst du damit ja nicht meinen, denn ich will keinem "uns" einreden, er solle sich in irgendwas fügen. Vielmehr versuche ich zusammen mit anderen etwas zu ändern! Mit "so ist es eben" will ich sagen, dass ich es hinnehme, dass es Freiheit nicht geschenkt gibt. Freiheit ist m.E. ein labiler Zustand, ständig in Gefahr zu kippen, wenn er nicht permanent mit einem bestimmten Aufwand erhalten wird.

Bitte sehr.

Eugen

Re: Freiheit die ich meine

Jolanda, Tuesday, 30.11.2004, 22:23 (vor 7736 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Freiheit die ich meine von Eugen Prinz am 30. November 2004 19:55:43:

Freiheit

Wir suchen sie vergeblich
im "Cluburlaub"
in tropischen Gefilden,
versuchen sie,
ohne Erfolg,
aus Zigaretten zu saugen,
sie in schnellen Autos
einzuholen.

Wir werden sie nie finden
im "Besonderen Geschmack",
den wir uns einreden lassen
und auch
die Auszüge unseres Kontos
durchblättern wir umsonst danach.

Freiheit
liegt in jedem selbst
und
ist ein einfaches Brot.

--- Auch eine Definition von Freiheit. Ist wohl ein abendfüllendes Thema.

Gruss
Jolanda

Re: Freiheit die ich meine

Eugen Prinz, Tuesday, 30.11.2004, 23:37 (vor 7735 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Freiheit die ich meine von Jolanda am 30. November 2004 20:23:49:

...nicht schlecht!

Eugen

Re: Freiheit die ich meine

Jolanda, Wednesday, 01.12.2004, 18:02 (vor 7735 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Freiheit die ich meine von Eugen Prinz am 30. November 2004 21:37:58:

Hallo zusammen

Ich möchte euch hier noch mal einen Beitrag über die Freiheit schicken, wie sie von Khalil Gibran interpretiert wurde, einem aus dem libanon stammenden Journalisten und Schrifsteller, der in die USA emigriert ist. Er lebte von 1883-1931. Er hat einige Bücher und unzählige Zeitungsartikel geschrieben. Unter anderem das Buch "Der Prophet". Wem das zu "religiös" ist, der muss es ja nicht lesen. Es ist aber kein Auszug aus der Bibel meine Herren, es ist das Werk eines ganz normal sterblichen Menschen, eben eines Schriftstellers.

Von der Freiheit

Und ein Redner sagte: Sprich uns von der Freiheit.
Und er antwortete:
Am Stadttor und an eurem Herd habe ich euch
unterwürfig und in Anbetung eurer Freiheit
gesehen,
Wie Sklaven sich vor einem Tyrannen erniedrigen
und ihn preisen, obwohl er sie tötet.
Ja, im Hain des Tempels und im Schatten der Zitadelle
habe ich die Freiesten unter euch Ihre Freiheit
als Joch und Handschellen tragen sehen.
Und das Herz blutet mir; denn ihr könnt nur frei
sein, wenn selbst der Wunsch, die Freiheit zu suchen,
euch zum Zügel wird und wenn ihr aufhört, von
Freiheit als Ziel und Erfüllung zu reden.
Wirklich frei werdet ihr nicht sein, wenn eure Tage
ohne Sorge sind und eure Nächte ohne jeden Wunsch
und Kummer,
Sondern erst dann, wenn sie euer Leben umfassen
und ihr euch dennoch nackt und ungebunden über
sie erhebt.
Und wie wollt ihr euch über eure Tage und Nächte
erheben, wenn ihr nicht die Ketten brecht, die ihr im
Morgengrauen eures Verstehens eurer Mittagsstunde
angelegt habt?
In Wahrheit ist das, was ihr Freiheit nennt, die
stärkste dieser Ketten, wenn auch ihre Glieder in der
Sonne glitzern und eure Augen blenden.
Und was sind es anders als Teile eures eigenen ICH`s
die ihr ablegen wollt, um frei zu werden?
Wenn es ein ungerechtes Gesetz ist, das ihr abschaffen
wollt, dann habt ihr es mit eigener Hand auf eure
Stirn geschrieben.
Ihr könnt es nicht auslöschen, indem ihr eure Gesetz-
bücher verbrennt oder die Stirn eurer Richter
wascht, und wenn ihr das Meer darauf giesst.
Und wenn es ein Despot ist, den ihr vom Thron
stürzen wollt, seht zu, dass sein Thron zerstört wird,
den ihr in euch errichtet habt.
Denn wie kann ein Tyrann die Freien und Stolzen
regieren, ausser durch eine Tyrannei ihrer eigenen
Freiheit und Scham über ihren eigenen Stolz?
Und wenn es ein Sorge ist, die ihr ablegen wollt,
ist diese Sorge eher von euch gewählt als euch
auferlegt.
Und wenn es eine Angst ist, die ihr verjagen wollt, ist
der Sitz dieser Furcht in eurem Herzen und nicht in
der Hand des Gefürchteten.
Wahrhaftig, all das umarmt sich ständig in euch, das
Ersehnte und das Gefürchtete, das Abstossende und
das Geschätzte, das Erstrebte und das, dem ihr
ausweichen wollt.
All das bewegt sich paarweise in euch wie Licht und
Schatten, die einander verhaftet sind.
Und wenn der Schatten verblasst und nicht mehr da
ist, wird das Licht, das verweilt, zum Schatten eines
anderen Lichts.
Und so wird eure Freiheit, wenn sie ihre Fesseln
ablegt, selber zur Fessel einer grösseren Freiheit.

Khalíl Gibran

Re: @Jola - Freiheit die ich meine

Ekki, Monday, 06.12.2004, 14:24 (vor 7730 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Freiheit die ich meine von Jolanda am 01. Dezember 2004 16:02:23:

Hallo zusammen
Ich möchte euch hier noch mal einen Beitrag über die Freiheit schicken, wie sie von Khalil Gibran interpretiert wurde, einem aus dem libanon stammenden Journalisten und Schrifsteller, der in die USA emigriert ist. Er lebte von 1883-1931. Er hat einige Bücher und unzählige Zeitungsartikel geschrieben. Unter anderem das Buch "Der Prophet". Wem das zu "religiös" ist, der muss es ja nicht lesen. Es ist aber kein Auszug aus der Bibel meine Herren, es ist das Werk eines ganz normal sterblichen Menschen, eben eines Schriftstellers.
Von der Freiheit
Und ein Redner sagte: Sprich uns von der Freiheit.
Und er antwortete:
Am Stadttor und an eurem Herd habe ich euch
unterwürfig und in Anbetung eurer Freiheit
gesehen,
Wie Sklaven sich vor einem Tyrannen erniedrigen
und ihn preisen, obwohl er sie tötet.
Ja, im Hain des Tempels und im Schatten der Zitadelle
habe ich die Freiesten unter euch Ihre Freiheit
als Joch und Handschellen tragen sehen.
Und das Herz blutet mir; denn ihr könnt nur frei
sein, wenn selbst der Wunsch, die Freiheit zu suchen,
euch zum Zügel wird und wenn ihr aufhört, von
Freiheit als Ziel und Erfüllung zu reden.
Wirklich frei werdet ihr nicht sein, wenn eure Tage
ohne Sorge sind und eure Nächte ohne jeden Wunsch
und Kummer,
Sondern erst dann, wenn sie euer Leben umfassen
und ihr euch dennoch nackt und ungebunden über
sie erhebt.
Und wie wollt ihr euch über eure Tage und Nächte
erheben, wenn ihr nicht die Ketten brecht, die ihr im
Morgengrauen eures Verstehens eurer Mittagsstunde
angelegt habt?
In Wahrheit ist das, was ihr Freiheit nennt, die
stärkste dieser Ketten, wenn auch ihre Glieder in der
Sonne glitzern und eure Augen blenden.
Und was sind es anders als Teile eures eigenen ICH`s
die ihr ablegen wollt, um frei zu werden?
Wenn es ein ungerechtes Gesetz ist, das ihr abschaffen
wollt, dann habt ihr es mit eigener Hand auf eure
Stirn geschrieben.
Ihr könnt es nicht auslöschen, indem ihr eure Gesetz-
bücher verbrennt oder die Stirn eurer Richter
wascht, und wenn ihr das Meer darauf giesst.
Und wenn es ein Despot ist, den ihr vom Thron
stürzen wollt, seht zu, dass sein Thron zerstört wird,
den ihr in euch errichtet habt.
Denn wie kann ein Tyrann die Freien und Stolzen
regieren, ausser durch eine Tyrannei ihrer eigenen
Freiheit und Scham über ihren eigenen Stolz?
Und wenn es ein Sorge ist, die ihr ablegen wollt,
ist diese Sorge eher von euch gewählt als euch
auferlegt.
Und wenn es eine Angst ist, die ihr verjagen wollt, ist
der Sitz dieser Furcht in eurem Herzen und nicht in
der Hand des Gefürchteten.
Wahrhaftig, all das umarmt sich ständig in euch, das
Ersehnte und das Gefürchtete, das Abstossende und
das Geschätzte, das Erstrebte und das, dem ihr
ausweichen wollt.
All das bewegt sich paarweise in euch wie Licht und
Schatten, die einander verhaftet sind.
Und wenn der Schatten verblasst und nicht mehr da
ist, wird das Licht, das verweilt, zum Schatten eines
anderen Lichts.
Und so wird eure Freiheit, wenn sie ihre Fesseln
ablegt, selber zur Fessel einer grösseren Freiheit.
Khalíl Gibran

Hallo Jola!

Ich habe echt ein Problem mit diesem Text.

Zwar ist es mit Sicherheit so, daß der Wille zur "Freiheit" immer nur die Freiheit meint, sich die Unfreiheit, der man sich unterwerfen will, selbst auszusuchen (eine der zentralen Thesen von Text[/i][/u]Ester Vilar, die sie in vielen Büchern bestens begründet hat).

Zwar ist es ebenfalls mit Sicherheit so, daß schon oft in der Geschichte Freiheitskämpfer, zur Macht gelangt, selbst zu Unterdrückern wurden.

Trotzdem ist mir dieser Text zutiefst unheimlich, und zwar aus einem ganz konkret benennbaren Grund:

Die Quintessenz des Textes läßt sich nämlich aus meiner Sicht in folgenden 2 Punkten zusammenfassen:

1) Ein "Kampf um Freiheit" hat niemals Sinn, weil er nur in einer neuen Form der Unfreiheit endet.[/i][/u]
(>Und so wird eure Freiheit, wenn sie ihre Fesseln

ablegt, selber zur Fessel einer grösseren Freiheit.)

2) Man soll sich jeder Art von Diktatur willig fügen und die Lebenssituation, in die man hineingestellt ist, demütig und dankbar lieben.[/i][/u]
(>Und wenn es ein Sorge ist, die ihr ablegen wollt,

ist diese Sorge eher von euch gewählt als euch
auferlegt.
Und wenn es eine Angst ist, die ihr verjagen wollt, ist
der Sitz dieser Furcht in eurem Herzen und nicht in
der Hand des Gefürchteten.)

Wirklich schlimme Formulierungen. Wenn ich eine Situation als demütigend empfinde, in die ich ohne mein Zutun geraten bin, wenn diese Situation mich nicht ruhen läßt, mir dies Sorge macht, dann "ist diese Sorge eher von mir gewählt als mir auferlegt"?![/i]

Man könnte ja, mit sehr viel gutem Willen, der Meinung sein, der Autor rufe zum furchtlosen Widerstand gegen jede Art von Unterdrückung auf.

Allein, dies ist m.E. aus dem obigen Text nicht ableitbar.

Was hier gepredigt wird, ist eine Sklavenhaltung[/i][/u]. Biblisch oder nicht - solche "Predigten" machen mir Angst.

Gruß

Ekki

Re: @Jola - Freiheit die ich meine

Nikos, Monday, 06.12.2004, 15:53 (vor 7730 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: @Jola - Freiheit die ich meine von Ekki am 06. Dezember 2004 12:24:25:

Hallo Ekki.

Aus eine begrenzte Perspektive heraus hast du recht, aus eine Erweiterte hat Jolanda recht (meiner Meinung nach, natürlich).

Absolute Freiheit gibt es im herkömmliche Sinne nicht. Es gibt nur relative Freiheit. Genauso wenig, wie das absolute Glück auf Erden erscheinen wird, sobald alle feministische Forderungen realisiert werden, genauso wenig wird es erscheinen, wenn alle abgelehnt werden, oder wenn nur Maskulistische wahr werden.

Mit der Karma-Lehre als Grundlage sind also alle deine Erfahrungen tatsächlich (meist unbewusst..) selbsgewollt, auch die extrem schlimmen. Natürlich auch die Guten. Allerdings ist dies niemals mit "Schuld" zu verwechseln, wie im Christentum (wenn ich mich nicht irre), sondern ist eher eine selbstgewählte Aufgabe.

Es passiert gerade dir etwas, weil, eigentlich, nur du in der Lage bist und die ganz speziellen Fertigkeiten mitbringst, genau diese Aufgabe anzunehmen und zu bewältigen/überwinden. Selbstverständlich steht dir frei, überhaupt nicht zu tun, oder erst irgendwann, oder alles ganz anders. Der Sinn vom Ganzen bleibt, das Leben soll weitergehen, nicht weniger und nicht mehr.

Das ist mE nicht furchtbares und angstverursachendes, sondern positiv und ermutigend.

Allerdins gebe ich dir recht, Freiheit hat sehr wohl einen Sinn, doch nur in Relation zum Leben insgesamt (wenn nicht frei, warum noch leben?). Und unter einen Diktatur zu leben ist unerträglich schlimm, doch es gibt auch die Diktatur des eigenen Intellekts (mein Verstand regiert über alles) oder des eigenen Herzens (ich befolge nur mein Herzen), die beiden sind am schlimmsten, was Diktaturen angeht. Somit ist das Gefängnis in uns selbst am schlimmsten. Es sind uns schon einige Beispiele bekannt, wo Eingesperrte sich total frei fühlten , trotz Gefangenschaft. Weil sie tief in ihrem Wesen völlig frei und unabhängig waren.

Und das ist kein Hokus-Pokus :-)

Nikos

Re: @Jola - Freiheit die ich meine

Ekki, Monday, 06.12.2004, 16:28 (vor 7730 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: @Jola - Freiheit die ich meine von Nikos am 06. Dezember 2004 13:53:59:

... doch es gibt auch die Diktatur des eigenen Intellekts (mein Verstand regiert über alles) oder des eigenen Herzens (ich befolge nur mein Herzen), die beiden sind am schlimmsten, was Diktaturen angeht. Somit ist das Gefängnis in uns selbst am schlimmsten.

Es sind uns schon einige Beispiele bekannt, wo Eingesperrte sich total frei fühlten , trotz Gefangenschaft. Weil sie tief in ihrem Wesen völlig frei und unabhängig waren.
Und das ist kein Hokus-Pokus :-)
Nikos

Den zweiten Teil des obigen Zitats glaube ich Dir nicht nur gerne, sondern ich habe schon vorher davon gewußt, und er ist für mich auch ohne Weiteres einleuchtend.

Aber eben weil er ohne Weiteres einleuchtend ist, ist mir der erste Teil um so unverständlicher.

Mir scheint, die Menschen, die sich im Kerker vollkommen frei fühlten, konnten zu dieser Einstellung eben deshalb gelangen, weil sie nur dem eigenen Herzen und dem eigenen Verstand folgten.[/i][/u]

Ich will Dir weiß Gott nichts unterstellen,[/i][/u] aber die Aussage, daß die "Diktatur" des eigenen Herzens und des eigenen Verstandes die schlimmsten Diktaturen" seien, wird von jedweden Diktatoren ihren Untertanen vorgehalten[/i][/u]:

"Dubistnichtsdeinvolkistalles" (braune Variante)

"Daskollektivstehtüberdemindividuum" (rote Variante)

u.v.a.m.

Gruß

Ekki

Re: @Jola - Freiheit die ich meine

Nikos, Monday, 06.12.2004, 17:42 (vor 7730 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: @Jola - Freiheit die ich meine von Ekki am 06. Dezember 2004 14:28:38:

"Dubistnichtsdeinvolkistalles" (braune Variante)
"Daskollektivstehtüberdemindividuum" (rote Variante)<

Absolut richtig und einleuchtend. Deshlab ist die sinnvollste Variante die:

"Du bist das wichtigste und die anderen sind auch das wichtigste"

Also, sowohl sowohl das Kollektiv, die Gemeinschaft, als auch ich, das Individuum, sind sowohl _gleichzeitig_ das Wichtigste als auch genau vom _gleichen_ Wichtigkeit.

Genau das ist aber "schwer zu glauben und schwer zu verstehen", obwohl es sehr viel Sinn macht.

Richtig auch mit den Menschen im Kerker. Dennoch waren sie "Herren" ihres Verstandes und ihres Herzens, haben sie sie "gemeistert", haben sich auch davon nicht diktieren lassen, was tun und was nicht, deshalb um so weniger von "äusseren" Diktatoren.

Nikos

Voll d'accord (n/t)

Ekki, Monday, 06.12.2004, 19:21 (vor 7730 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: @Jola - Freiheit die ich meine von Nikos am 06. Dezember 2004 15:42:35:

"Dubistnichtsdeinvolkistalles" (braune Variante)
"Daskollektivstehtüberdemindividuum" (rote Variante)<

Absolut richtig und einleuchtend. Deshlab ist die sinnvollste Variante die:
"Du bist das wichtigste und die anderen sind auch das wichtigste"
Also, sowohl sowohl das Kollektiv, die Gemeinschaft, als auch ich, das Individuum, sind sowohl _gleichzeitig_ das Wichtigste als auch genau vom _gleichen_ Wichtigkeit.
Genau das ist aber "schwer zu glauben und schwer zu verstehen", obwohl es sehr viel Sinn macht.
Richtig auch mit den Menschen im Kerker. Dennoch waren sie "Herren" ihres Verstandes und ihres Herzens, haben sie sie "gemeistert", haben sich auch davon nicht diktieren lassen, was tun und was nicht, deshalb um so weniger von "äusseren" Diktatoren.
Nikos

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