Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung

Frank (der andere), Wednesday, 24.11.2004, 00:22 (vor 7744 Tagen)

Offener Brief

Grüss Gott Frau Ammer,

da Sie namentlich Verantwortlich zeichnen im Impressum der Hompeage , des Vereins "Bündnis für Kinder", die direkte Anrede.
Das mir als Ansonsten höflichen und sozial eingestellten Menschen nahezu eingeimpfte Hochachtungsvoll, geehrt oder sonstige Formulierung, muss ich mir Angesichts der von Ihnen, allerdings stellen sie nur einen kleinen Teil der Propaganderie dar, initiierten Kampagne gegen Väter, verkneifen.
Ich forde Sie auf, dass Plakat

"Eins von ihnen mag mit Papa nicht alleine sein."

"Jedes 5. Kind ist Opfer von Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung"

zurückzuziehen und Ihre Ziele bzw. der Ergebnisse die Sie zu erzielen suchen, vom Grunde her noch einmal zu überdenken.
andernfalls gehe ich davon aus, dass Sie bewusst das Mittel der Manipuilation auf Kosten von wehrlosen Kindern missbrauchen.

Sie haben es von Väterseite her mit einem Potential an zumeist anständigen, liebevollen Elternteilen zu tun.

Durch bewusstes schüren von latenten Ängsten und Vorurteilen und berufen auf Grauziffern, erreichen sie lediglich, dass Ihre Kampagnen unseriös erscheinen und schaden damit dem eigentlichen Gedanken des Schutze von Kindern.
Die ganze Aufmachung des Plakates ist Dazu angetan, irgendwelchen Ammenmärchen vom bösen Wolf Vorschub zu leisten. Durch abbilden von vier Kindern und der Betitelung "Eines von ihnen mag nicht mit Papa alleine sein", erwecken sie den Eindruck, jedes vierte Kind (unter dem hinweis jedes fünfte Kind erleide Gewalt), sei Opfer der Gewalt des Vaters.
Verschlimmert wird die Situation dadurch, dass sie im Staatsdienst stehen und somit eine besondere Verantwortung ALLEN Bürgern und Steuerzahlern gegenüber haben.

Obige Plakatierungsaktion stellt schon nahezu Volksverhetzung dar.

§ 130 STGB

Volksverhetzung

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

1. zum Haß gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, daß er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. ....

(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1. Schriften (§ 11 Abs. 3), die zum Haß gegen Teile der Bevölkerung oder gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe aufstacheln, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordern oder die Menschenwürde anderer dadurch angreifen, daß Teile der Bevölkerung oder eine vorbezeichnete Gruppe beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden,
a) verbreitet,
b) öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,
c) einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht oder
d) herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Buchstaben a bis c zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen, oder
2. eine Darbietung des in Nummer 1 bezeichneten Inhalts durch Rundfunk, Medien- oder Teledienste verbreitet.

(3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.

(4) Absatz 2 gilt auch für Schriften (§ 11 Abs. 3) des in Absatz 3 bezeichneten Inhalts.

(5) In den Fällen des Absatzes 2, auch in Verbindung mit Absatz 4, und in den Fällen des Absatzes 3 gilt § 86 Abs. 3 entsprechend.

Einen Verstoss gegen das Gleichheitsprinzip im Artikel drei des GG dar.

Artikel 3 GG

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Einen Verstoss gegen das Europäischen Antidiskriminierungsgebote dar.

Artikel 14 EMRK
Diskriminierungsverbot

Der Genuß der in dieser Konvention anerkannten Rechte und Freiheiten ist ohne Diskriminierung insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder eines sonstigen Status zu gewährleisten.

Ich persönlich fühle mich diffamiert und beleidigt.

mit angemessenem Gruss

Frank Ossig

http://www.pappa.com/vater/papa_unschlagbar/images/Papa_unschlagbar0.png

mailto: mailto:info@buendnis-fuer-kinder.de

Bündnis für Kinder

Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung

Eugen Prinz, Wednesday, 24.11.2004, 01:56 (vor 7744 Tagen) @ Frank (der andere)

Als Antwort auf: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung von Frank (der andere) am 23. November 2004 22:22:42:

Super! Sehr gutes Schreiben! Ob´s was bringt ist zwar fraglich, ab es muss gesagt werden, sonst wird es nicht gehört!

Eugen

www.manndat.de

Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung

Arne Hoffmann, Wednesday, 24.11.2004, 11:35 (vor 7743 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung von Eugen Prinz am 23. November 2004 23:56:15:

Hab ihnen auch gerade mal ein kurzes Mail geschrieben. Steter Tropfen höhlt vielleicht irgendwann doch den Stein.

Arne

Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung

Odin, Wednesday, 24.11.2004, 13:53 (vor 7743 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung von Arne Hoffmann am 24. November 2004 09:35:07:

Hab ihnen auch gerade mal ein kurzes Mail geschrieben. Steter Tropfen höhlt vielleicht irgendwann doch den Stein.
Arne

Es muß nicht unbedingt gleich was "bringen", aber bei den nächsten Aktionen dieser Art, haben sie sicher schon im Hinterkopf, daß da einige da sind, die sich angegriffen fühlen. Ähnliches denke ich auch bei der Saturn-Aktion.

Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung

Bruno, Wednesday, 24.11.2004, 14:06 (vor 7743 Tagen) @ Frank (der andere)

Als Antwort auf: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung von Frank (der andere) am 23. November 2004 22:22:42:

Das bayrische Frauenministerium ist Stifterin dieses Bündnisses für Kinder. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Ich finde es bedauerlich, dass solche wichtigen und sinnvollen Aktionen von der Frauenpolitik genutzt werden, um eine einseitige männliche Täterschaft zu suggerieren.

Gruß

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.


Mail wurde soeben verschickt! (n/t)

Andreas, Wednesday, 24.11.2004, 16:33 (vor 7743 Tagen) @ Frank (der andere)

Als Antwort auf: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung von Frank (der andere) am 23. November 2004 22:22:42:

Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung

synergie, Wednesday, 24.11.2004, 16:40 (vor 7743 Tagen) @ Frank (der andere)

Als Antwort auf: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung von Frank (der andere) am 23. November 2004 22:22:42:

Hallo!

Insgesamt handelt es sich um 3 Plakate, die von dieser öffentlichen Stiftung zu verantworten sind.

Bild A: "Eins von ihnen mag nachher nicht nach Hause."
Bild B: "Eins von ihnen mag mit Papa nicht alleine sein."
Bild C: "Eins von ihnen fürchtet sich vor der Gute-Nacht-Geschichte".

Im Text unter den Bildern steht jeweils der Text: Jedes 5. Kind ist Opfer von Mißhandlung, Mißbrauch und Vernachlässigung.

Die Plakate sollen Beispiele für die angeprangerten Taten sein. Ich würde Bild A als Beispiel für Vernachlässigung sehen, Bild C für Mißbrauch (Gute-Nacht- Geschichte ... Schlafzimmer). Bleibt Bild B für Mißhandlung durch den Vater.

Gegen Bild A gibt es nichts einzuwenden, gegen Bild B läuft bereits der berechtigte Protest wegen Verunglimpfung aller Väter.

Aber muß man nicht auch gegen Bild C protestieren? Ich tu es hiermit, denn ich glaube, es ist ebenso männerfeindlich wie Bild B. Nur subtiler!

Bild C zeigt 2 Jungen und 1 Mädchen. Einer der Jungs verfolgt das Mädchen, das vor ihm davonläuft. Auf den anderen Bildern sind die Kinder immer dicht beisammen, während sich hier sofort der Fokus auf das flüchtende Mädchen richtet. Ich glaube nicht, daß das Zufall ist. Nimmt man hinzu, daß Mädchen als Mißbrauchsopfer nur von Männern gelten, lautet die Botschaft, daß Väter ihre Töchter sexuell mißbrauchen.

Irgendwie fühle ich mich an M.Walsers Spruch von "Schnitt und Montage nach Göbbels Art" erinnert.

Gruß, s

http://www.pappa.com/vater/papa_unschlagbar/plakate.htm

Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung

Frank (der andere), Thursday, 25.11.2004, 00:16 (vor 7743 Tagen) @ Frank (der andere)

Als Antwort auf: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung von Frank (der andere) am 23. November 2004 22:22:42:


Danke für eure Reaktionen.

in diesem Fall , wo es gegen Väter geht (ein ums andere Mal), konnte ich mich nicht zurückhalten . Dementsprechend auch der Wortlaut meiner Mail an die werte Dame....
Könnte ich alles noch nachvollziehen, wenn sie nur von weiblichen SteuerzahlerINNEN leben würde. Aber es ist doch so, dass Sie und alle , die vielen anderen die uns täglich ins Gesicht schlagen ( im übertragenem Sinne), dafür auch noch von uns selbst bezahlt werden !

Als ich Schüler war, kursierte ein Schrieb, den wir sehr lustig fanden, in der schule .
Da stand u.a.

sehr geehrte/r Frau , Herr,

wie fordern sie auf, sich m XXXXX in der städtischen Kadaververwertungsgesellschaft einzufinden. Zwecks Beseitigung ihres kuddrigen Kadavers. Sie werden gebeten, DM xxx,- als Beseitigungsgebühr mitzubringen...

MfG im Auftrag....

da muss ich angesichts des derzeit herrschenden Status Quo im bezug auf Gewalt im allgemeinen , immer wieder dran denken.

Du bist der Delinquent und musst für die öffentliche Hinrichtung auch noch bezahlen...

Wir nehmen auch Zahngold...

;-)

Gruss Frank

überinterpretiert

Magnus, Thursday, 25.11.2004, 08:16 (vor 7742 Tagen) @ synergie

Als Antwort auf: Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung von synergie am 24. November 2004 14:40:35:

Bild C zeigt 2 Jungen und 1 Mädchen. Einer der Jungs verfolgt das Mädchen, das vor ihm davonläuft. Auf den anderen Bildern sind die Kinder immer dicht beisammen, während sich hier sofort der Fokus auf das flüchtende Mädchen richtet. Ich glaube nicht, daß das Zufall ist. Nimmt man hinzu, daß Mädchen als Mißbrauchsopfer nur von Männern gelten, lautet die Botschaft, daß Väter ihre Töchter sexuell mißbrauchen.
[quote]Irgendwie fühle ich mich an M.Walsers Spruch von "Schnitt und Montage nach Göbbels Art" erinnert.
Gruß, s
http://www.pappa.com/vater/papa_unschlagbar/plakate.htm[/quote]

Das halte ich inzwischen für übertrieben. Die Jungen verfolgen nicht das Mädchen, sondern das Mädchen haut vor dem Wasser ab (rasensprenger) und die Jungen die gehen eher zum Wasser. Fazit: dort wird ganz normal gespielt. Sehe da keine Diskriminierung von irgendwas.

Beim mittleren Plakat hingegen, da kann man durchaus Diskriminierung sehen. Dieses Plaket B ist wirklich zu einseitig.

Magnus

Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung

Max, Thursday, 25.11.2004, 10:53 (vor 7742 Tagen) @ Frank (der andere)

Als Antwort auf: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung von Frank (der andere) am 23. November 2004 22:22:42:

Die folgende mail ging eben raus:
_________________________________________

Grüss Gott Frau Ammer,

als mein Sohn acht Jahre alt gewesen ist, war sein sehnlichster Wunsch, daß er eines Tages groß und stark genug sein wird, um seiner Mutter die Schläge heimzuzahlen, die er immer dann von ihr bezogen hatte, wenn ich außer Haus gewesen bin. Oft genug hat er während seiner Kindheit miterleben müssen, wie seine Mutter auch nach mir getreten hat, wie sie nach mir geschlagen hat und mir Gegenstände hinterherwarf und es ist wahrlich kein Leichtes gewesen, ihm immer und immer wieder zu erklären, warum in Wahrheit diejenige, die schimpft, schreit und schlägt, die "Schwache" ist. Es ist auch nicht leicht gewesen, ihm klar zu machen, warum ich meine überlegene Körperkraft nicht dazu einsetze, ihn und mich selbst zu "rächen".

"Gute-Nacht-Geschichten" hat er ausschließlich von mir erzählt bekommen, seine Kindersorgen hat er ausschließlich mir anvertraut und ich weiß nicht mehr, wieviele Vermittlungsversuche ich zwischen ihm und seiner Mutter unternommen habe.
Er ist heute siebzehn Jahre alt, er ist jetzt groß und stark und wieder bin ich es, der ihn in immer neuen Gesprächen davon überzeugen muß, seiner Mutter in den zahlreich auftretenden Konfliktsituationen mit ihr nicht einfach "die Fresse zu polieren".

Wenn ihm in seinem jungen Leben einer Halt und Trost gespendet hat, wenn ihm einer geduldig zugehört hat und immer wieder mit ihm "argumentiert" hat, dann bin ich das gewesen, sein Vater - und nicht zuletzt zum Nutzen und Segen seiner völlig inkompetenten Mutter.

Es sind Leute wie mein Sohn und ich, die einen unbändigen Hass in sich aufsteigen spüren, wenn sie mit Plakataktionen wie der ihrigen konfrontiert werden.
Wir fragen uns, ob sie uns verhöhnen und verarschen wollen. Wir fragen uns weiterhin ernsthaft, worin denn der qualitative Unterschied dieser Kampagne (nicht der qualitative Unterschied in den Resultaten der Kampagne!) zu demjenigen einer Nazi-Kampagne gegen "Juden" liegen soll.
Alle Männer, alle Väter, alle gleich - oder wie?

Vielleicht bemühen Sie sich einmal, die reichhaltige Dokumentation weiblicher und mütterlicher Greueltaten an Kindern zu sichten, die sie unter www.maenner.startwebseite.net finden können. Möglicherweise wird Ihnen dann klar, wie völlig unsäglich Ihre Plakatkampagne wirklich ist.

Kopfschüttelnder Gruß

Max Erdinger

Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung

Jolanda, Thursday, 25.11.2004, 13:20 (vor 7742 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Staatlich subventionierte Väterdiskrimierung von Max am 25. November 2004 08:53:15:

Gut gebrüllt Löwe!

Herzlicher Gruss
Jolanda

powered by my little forum