Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ampelmann? - Ampelfigur!

Martin, Tuesday, 23.11.2004, 23:48 (vor 7744 Tagen) @ ErikaH

Als Antwort auf: Ampelfrau - geht das nicht zu weit? von ErikaH am 23. November 2004 18:26:20:

Ein erstklassiges Beispiel dafür, dass "Benachteiligungen" nicht aufgespürt, sondern konstruiert werden.
Wieso sind die bisherigen Ampelfigurgen männlich? Die sind so sehr stilisiert, dass kein Geschlecht erkennbar ist. Die alten Modelle haben einen Hut auf, den heute mehr Frauen als Männer tragen. Die neuen Modelle sind noch mehr stilisiert, so dass nur noch ein dicker Strich für den Körper, dünnere Striche für die Gliedmaßen sowie ein Kreis für den Kopf herhalten. Geschlechtsneutraler geht's nicht.
Und was passiert? Man interpretiert das eindeutig zweideutige Individuum als Mann und setzt ihm Frauen in genügender Anzahl entgegen. Und wodurch wird die Frau als solche erkenntlich? Durch Körperformen oder durch Geschlechtsorgane? Nein, durch - Zöpfe und einen Rock! Wenn das bisher so gewesen wäre, würde genau das ebenfalls als "diskriminierend" gebrandmarkt werden!
Das erinnert mich daran, dass die Verkehrszeichen für Radwege ebenfalls mal als "frauenfeindlich" gebrandmarkt wurden, nämlich, weil die darauf stilisiert abgebildeten Fahrräder eine Stange haben, also Männerräder sind. Anstatt dass man die für Rockträgerinnen gemachten Räder ohne Stange als diskriminierend einstuft, weil heutzutage auch die meisten Frauen (im Sport sowieso) mit Stange fahren.
Die zuständige Frauenbeauftragte hat das in ihrer Not (sprich Langeweile) wahrscheinlich als letzten Rettungsanker gesehen!
Wenn dadurch mal kein Stein ins Rollen gebracht worden ist, man denke an die unzähligen Piktogramme an Bahnhöfen, Flughäfen, Einkaufszentren etc., wo überall ja nur "Männer" drauf sind...
Martin


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