Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt
Männer sind natürlich die Opfer und wurde kein einziges mal erwähnt!
Die Zwangsdienste müssen sofort abgeschafft werden!
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Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt
Hamburg (AFP) - In Nordrhein-Westfalen sollen Bundeswehrrekruten von Ausbildern misshandelt und mit Stromstößen gequält worden sein. Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtete, ermittelt die Staatsanwaltschaft Münster gegen einen Hauptmann und 17 Unteroffiziere einer in Coesfeld stationierten Ausbildungskompanie wegen Misshandlung und der entwürdigenden Behandlung von Untergebenen.
Die Ausbilder sollen zwischen Juni und September dieses Jahres viermal mit Rekruten zum Abschluss der Grundausbildung mit einer so genannten Geiselbefragung ein grausames Spiel getrieben haben.
Auf Nachtmärschen seien die jungen Soldaten in einen Hinterhalt gelockt, überfallen, mit Kabelbinder gefesselt und mit verhüllten Köpfen auf einem Lastwagen in die Kaserne gebracht worden. Dort hätten sie in einem Dusch- und Kellerraum kniend vor einer Wand ausharren müssen und seien mit Wasser bespritzt worden. Zwei Soldaten sollen dem Bericht zufolge mit Stromstößen im Hals,- Leisten- und Bauchbereich gequält worden sein.
Die Ermittler haben demnach Hinweise, wonach die Exzesse gefilmt und fotografiert wurden. Computer und weitere Datenträger wurden beschlagnahmt. 16 Beschuldigte sind bereits vom Dienst suspendiert. Der Kommandeur des zuständigen Heerestruppenkommandos in Koblenz, Ernst Heinrich Lutz, sprach von "groben Pflichtwidrigkeiten". Das Wehrstrafgesetz sieht für die Delikte Haftstrafen von bis zu fünf Jahren vor.
Re: BUNDESWEHR-SKANDAL General bestätigt Foltervorwürfe
Als Antwort auf: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt von Christian am 20. November 2004 22:18:22:
Auch im Spiegel findet man kein einziges Wort darüber das Männer die Opfer sind, wären Frauen die Opfer gewesen dann würde es tausendmal im Artikel hervorgehoben werden!
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BUNDESWEHR-SKANDAL
General bestätigt Foltervorwürfe
Die Bundeswehr hat einen Bericht des SPIEGEL bestätigt, wonach Ausbilder der Truppe Untergebene unter anderem mit Stromschlägen gequält haben sollen. Die Vorfälle bezeichnete ein General als "grobe Pflichtwidrigkeiten". Die Unteroffiziere hätten eine inszenierte Geiselhaft "selbstständig" als Teil der Grundausbildung eingeführt.
DPA
Bundeswehrsoldaten bei der Arbeit: Alles sauber in Coesfeld?
Hamburg - Ein Militärsprecher vom zuständigen Heerestruppenkommando in Koblenz sagte, der Vorfall sei truppenintern bereits seit dem 20. Oktober bekannt. Generalmajor Ernst Heinrich Lutz hatte die Misshandlung von Soldaten dem SPIEGEL gegenüber als "grobe Pflichtwidrigkeiten" qualifiziert, die wohl einmalig seien. Diese rührten "an Grundlagen unseres Dienstes", sagte der Kommandeur des Heerestruppenkommandos in Koblenz. Die gesamte Rechtsordnung sei geschädigt worden. "Menschen wurden Objekte", sagte der General weiter.
Nach Angaben des Militärsprechers sind die staatsanwaltschaftlichen und disziplinarrechtlichen Ermittlungen noch im Gange. Er fügte hinzu, der Vorfall sei durch Zufall ans Tageslicht gekommen. So habe ein Soldat nach seiner Versetzung einem Vorgesetzten "beim Kaffee trinken" von der Geschichte erzählt. Der Vorgesetzte habe dann die Ermittlungen eingeleitet.
Von den betroffenen Rekruten habe sich keiner offiziell beschwert, sagte der Sprecher. Die Ausbilder in der Einheit hätten die inszenierte Geiselhaft "selbstständig" als Teil der Grundausbildung eingeführt.
DPA
Bundeswehr-Soldaten bei der Übung: Unteroffiziere sind ins Zwielicht geraten
Die Hauptmann und die 17 Unteroffiziere seien umgehend suspendiert worden und dürften keine Uniformen mehr tragen, sagte der Sprecher. Die Vorfälle seien bereits am 11. November bekannt gemacht worden. "Wir haben sofort gehandelt, weil es so etwas in der Bundeswehr nicht geben darf."
Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt inzwischen gegen die 18 Bundeswehr-Soldaten der in Coesfeld stationierten Kompanie wegen "Misshandlung" und der "entwürdigenden Behandlung von Untergebenen".
Knieend vor der Wand mit Wasser bespritzt
Zwischen Juni und September dieses Jahres sollen die Ausbilder vier Mal mit Rekruten zum Abschluss der Grundausbildung ein grausames Spiel gespielt haben - eine so genannte Geiselbefragung. Während Nachtmärschen hätten sie ihnen unterstellte Soldaten überfallen und gegen ihren Willen in Geiselhaft genommen, teilte das Heereskommando mit. Mit den Überfällen und der anschließenden Vernehmung habe angeblich das Verhalten im Fall von Geiselhaft trainiert werden sollen. Die fingierte Geiselhaft sei jedoch im Ausbildungsplan nicht vorgesehen und somit vorschriftswidrig.
Die jungen Soldaten wurden nach Informationen des SPIEGEL in einen Hinterhalt gelockt, überfallen, mit Kabelbinder gefesselt und auf einem Lastwagen - über die Köpfe graue Stiefelbeutel gestülpt - in die Kaserne gekarrt. Dort mussten sie kniend vor einer Wand verharren und wurden mit Wasser bespritzt. Zwei Soldaten wurden mit Stromstößen "im Hals-, Leisten- und Bauchbereich" gequält. Diese Details bestätigte der Sprecher nicht.
Die Ermittler haben auch Hinweise darauf, dass die Exzesse gefilmt und fotografiert wurden. Computer und andere Datenträger wurden beschlagnahmt, die Auswertung läuft. Das Wehrstrafgesetz sieht für die Delikte Haftstrafen bis zu fünf Jahren vor.
Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt
Als Antwort auf: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt von Christian am 20. November 2004 22:18:22:
Das Wehrstrafgesetz sieht für die Delikte Haftstrafen von bis zu fünf Jahren vor.
Kann mich jetzt täuschen, aber ich bin mir ziemlich sicher dass
wehrpflichtige Totalverweigerer bis zu sechs Jahre Haft bekommen können.
Also lieber Menschen quälen und etwürdigen als total verweigern.
Da kommt man besser weg!
Obwohl, zu einem günstigeren Zeitpunkt hätte das nicht passieren können.
Als Antwort auf: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt von Christian am 20. November 2004 22:18:22:
Wo doch die Bundesregierung gerade irgendwo Tagt und über die Wehrpflicht
diskutiert.
Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt
Als Antwort auf: Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt von pit b. am 20. November 2004 23:17:34:
Das Wehrstrafgesetz sieht für die Delikte Haftstrafen von bis zu fünf Jahren vor.
Kann mich jetzt täuschen, aber ich bin mir ziemlich sicher dass
wehrpflichtige Totalverweigerer bis zu sechs Jahre Haft bekommen können.
Also lieber Menschen quälen und etwürdigen als total verweigern.
Da kommt man besser weg!
Bei solchen harmlosen Vergehen wie Mord an den eigenen Kindern (damit sind keine Abtreibungen gemeint) erhalten Frauen entweder eine Geldstrafe oder schlimmstenfalls eine zweijährige Bewährungsstrafe und solche Schwerverbrecher wie Kriegsdienstverweigerer werden nur für mehrere Jahre in den Knast gesteckt.
Ist doch alles völlig OK, oder?
Sven74
Re: Abu Ghraib & die Wehrpflicht
Als Antwort auf: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt von Christian am 20. November 2004 22:18:22:
Hat kriegsminister Struck nicht die wehrpflicht
damit verteidigt, dass sie Abu Ghraib verhindern
wuerde? Jetzt fliegen ihm die einer unglaublichen
arroganz entsprungenen argumente um die ohren.
Re: Obwohl, zu einem günstigeren Zeitpunkt hätte das nicht passieren können.
Als Antwort auf: Obwohl, zu einem günstigeren Zeitpunkt hätte das nicht passieren können. von pit b. am 20. November 2004 23:22:50:
Ich habe heute einen Kommentar gelesen, in dem die Misshandlungen als Argument FÜR die Wehrpflicht herhalten mussten. In einer ach so undemokratischen Berufsarmee würde so etwas ja noch viel öfter passieren!
Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt
Als Antwort auf: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt von Christian am 20. November 2004 22:18:22:
Interessantes Forum hier.
Zum Thema: Sind nicht die Tatverdächtigen Männer?
Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt
Als Antwort auf: Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt von ErikaH am 23. November 2004 18:09:16:
Interessantes Forum hier.
Zum Thema: Sind nicht die Tatverdächtigen Männer?
Im Rahmen der sonst üblichen Gender-Sprache muß die Antwort lauten: TäterInnen.
Was auch sonst bei allen anderen Thematiken so gehandhabt wird:
StudentInnen, BürgermeisterInnen usw.
Nur weil hier mal etwas Negatives mit '...Innen' verbunden werden könnte, soll es unterbleiben? Nur das Positive mit '...Innen'?
Abgesehen davon sind es auch viele weibliche PolitikerInnen, die sich für Zwangsdienste nur von männlichen Personen speziell als SoldatInnen aussprechen.
Mit welchem Recht dann eigentlich?
Auch positive Diskriminierung bleibt Diskriminierung.
Daran ändert auch die Rechtsbeugung durch RichterInnen und PolitikerInnen nichts.
Gruß
Norbert
P.S. Bewußt die Sinnentleerung dieser Gendersprache vorgeführt.
Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt
Als Antwort auf: Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt von ErikaH am 23. November 2004 18:09:16:
Interessantes Forum hier.
Zum Thema: Sind nicht die Tatverdächtigen Männer?
Schon wieder jemand, der die Begriffe "Korrelation" und "Kausalität" nicht auseinanderhalten kann. Ja, die Tätverdächtigen sind Männer. Besteht aber da ein kausaler Zusammenhang? Nein, denn es kann ja fast gar nicht anders sein: Es gibt derzeit wohl kaum weibliche Ausbilderinnen, weshalb die Wahrscheinlichkeit, daß solche Taten von Frauen begangen werden, fast Null ist. Deshalb die hohe (sogar 100%ige) Korrelation in diesem Fall zwischen dem "Tätersein" und dem Geschlecht. Dass prinzipiell auch Frauen zu solchen und sogar zu schlimmeren Untaten fähig sind, kann indes kaum bezweifelt werden. Ich sage nur: Abu Graib.
Bevor man also mit süffisantem Ton provokant in die Runde fragt...
Gruss,
Paul
Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt
Als Antwort auf: Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt von Paul am 24. November 2004 11:16:36:
Bevor man also mit süffisantem Ton provokant in die Runde fragt...
...verweise ich darauf, was am Anfang des Ausgangspostings stand:
"Männer sind natürlich die Opfer und wurde kein einziges mal erwähnt!"
Beste Grüße, ErikaH 
Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt
Als Antwort auf: Re: Rekruten in NRW offenbar von Ausbildern misshandelt von ErikaH am 24. November 2004 17:27:43:
Bevor man also mit süffisantem Ton provokant in die Runde fragt...
...verweise ich darauf, was am Anfang des Ausgangspostings stand:
"Männer sind natürlich die Opfer und wurde kein einziges mal erwähnt!"
Beste Grüße, ErikaH
Tja, man konnte in den Artikeln schließlich nicht den sonst so üblichen Satz schreiben: 'Unter den Opfern waren unschuldige Frauen und Kinder'.
Außerdem soll es schließlich auch Frauen in der Ausbildung bei der Bundeswehr geben, sprich RekrutInnen.
Die eben hier nicht betroffen waren, also auch nicht erwähnt werden konnten.
Es waren diesmal eben 'nur' Männer die Opfer.
Nur erscheint dieses eben nicht erwähnenswert, sondern als normal.
Und dieses wurde, zu Recht, als zu mißbilligend moniert.
Ansonsten blieb man bei der üblichen Grammatik, bei der man sich unter TäterInnen implizit immer männliche TäterInnen vorstellt.
Um es nicht gewollt mißzuverstehen:
Jedes Opfer ist eines zu viel. Unabhängig vom Geschlecht.
Ich möchte weder eine Frau, noch einen Mann sich als Opfer derartiger Übergriffe ausgesetzt sehen.
Jede TäterIn ist eine(r) zu viel, unabhängig vom Geschlecht.
Gruß
Norbert