Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Väter kriminalisiert

Odin, Monday, 15.11.2004, 14:00 (vor 7752 Tagen)

11.11.2004 17:26

Vater kämpft um Besuchsrecht

Unbescholtener Vater kämpft um Besuchsrecht für sein Kind und drohte. Jetzt ist er in Haft.

Die tägliche Routine am Straflandesgericht: Ein 39-jähriger Vater kämpft um ein großzügigeres Besuchsrecht für seinen achtjährigen Sohn und das - möglicherweise - nicht immer mit erlaubten Mitteln. Vor drei Jahren scheiterte die Ehe und seither will er das Sorgerecht für sein einziges Kind.

Besuchszeit. Die normale Besuchszeit alle 14 Tage am Wochenende ist ihm zu wenig. "Mein Sohn spielt so gerne Fußball und ich kam einmal außerhalb der Besuchszeit und wollte mit ihm kicken gehen", erzählt der gebürtige Bosnier Richterin Michaela Lapanje. Er traf den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Frau, ein Wort ergab das andere. "Ich möchte meinen Sohn besuchen, wann ich will und nicht, wie es das Gericht vorgeschrieben hat", soll er dem Mann zugerufen haben. "Aber war da nicht noch etwas?" fragt die Richterin, "sagten Sie nicht auch etwas von erschlagen und erwürgen, wenn Sie Ihren Sohn nicht bekommen? " - "Nein, sicher nicht, ich habe nicht gedroht", betont der Vater, "es war nur eine verbale Auseinandersetzung."

Anzeige. Der Lebensgefährte erstattete Anzeige und sofort wurde der Vater - er ist unbescholten - in Untersuchungshaft genommen. Seit sechs Wochen sitzt er, "noch nie in meinem Leben habe ich mit der Polizei zu tun gehabt." Der Lebensgefährte wiederholt auch als Zeuge, der Vater hätte damals "geredet wie ein Wasserfall, er machte die Mutter schlecht und bedrohte uns beide mit dem Umbringen." Das Urteil: Schuldig der versuchten schweren Nötigung, neun Monate Haft, davon zwei unbedingt.

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