Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Der "neue Mann", ein Dandy ?

Sven, Sunday, 14.11.2004, 20:24 (vor 7753 Tagen)

Watt die sich da alles auf Kosten des Steuerzahlers zusammenforschen ... Unglaublich!

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Der "neue Mann", ein Dandy ?

Der Dandy ist ein Mann von einfacher, erlesener Eleganz, einer Eleganz, die Ausdruck einer bestimmten Geistes- und Lebenshaltung ist. Er ist eine extravagante Spielart des Gentleman, ausgezeichnet durch überlegenen Geschmack, perfekte Manieren, zynisch-frivolen Konversationston, Kaltblütigkeit und Unerschütterlichkeit in allen Lebenslagen und einen auf die Spitze getriebenen Selbstkult. Er ist ein passionierter Müßiggänger und eine notorische Spielernatur. Er ist Solitär und Gesellschaftsmensch. So mag man ihn wie Rainer Gruenter paradoxerweise - aber das Paradoxe gehört zu seinem Wesen - als den Ungeselligen schlechthin ansehen, "dessen prinzipielle gesellige Distanz freilich auf eine raffinierte 'Geselligkeit' von Geselligkeitsverächtern bezogen ist".

Quelle: http://www.bpb.de/publikationen/AT9ZYB,,0,M%E4nner_in_der_Gesellschaft.html

Re: Der "neue Mann", ein Dandy ?

Sven75, Sunday, 14.11.2004, 20:57 (vor 7753 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Der "neue Mann", ein Dandy ? von Sven am 14. November 2004 18:24:53:

Watt die sich da alles auf Kosten des Steuerzahlers zusammenforschen ... Unglaublich!
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Der "neue Mann", ein Dandy ?
Der Dandy ist ein Mann von einfacher, erlesener Eleganz, einer Eleganz, die Ausdruck einer bestimmten Geistes- und Lebenshaltung ist. Er ist eine extravagante Spielart des Gentleman, ausgezeichnet durch überlegenen Geschmack, perfekte Manieren, zynisch-frivolen Konversationston, Kaltblütigkeit und Unerschütterlichkeit in allen Lebenslagen und einen auf die Spitze getriebenen Selbstkult. Er ist ein passionierter Müßiggänger und eine notorische Spielernatur. Er ist Solitär und Gesellschaftsmensch. So mag man ihn wie Rainer Gruenter paradoxerweise - aber das Paradoxe gehört zu seinem Wesen - als den Ungeselligen schlechthin ansehen, "dessen prinzipielle gesellige Distanz freilich auf eine raffinierte 'Geselligkeit' von Geselligkeitsverächtern bezogen ist".
Quelle: http://www.bpb.de/publikationen/AT9ZYB,,0,M%E4nner_in_der_Gesellschaft.html

Ich müsste lange überlegen, wann ich es das letzte Mal gelesen habe, dass sowenig Inhalt soviel Platz verschwendet hat. Wer definiert denn, was "erlesene Eleganz" ist? Oder "bestimmte Geistes- und Lebenshaltung"? "Extravagante Spielart"? "Überlegener" Geschmack? Ich spare mir weitere Aufzählungen...

Sparen könnten sich diverse Gutmenschen auch den 100000000ten Versuch, dem Manne zu erklären, wie er zu sein hat und dafür dann auch noch äußerst kreative Wortschöpfungen zum Besten zu geben. Diesmal ist es also der Dandy - wolle mer ihn reinlasse?

Und während die offenkundig viel zu hochbezahlte Forschung sich auch weiterhin verausgabt auf der Suche nach dem Heiligen Gra... äh ich meine dem einzig wahren Männerbild, wähne ich mich glücklich in dem Wissen, mein Bild und meinen Platz im Leben längst gefunden zu haben.

Prösterchen!

Re: Der "neue Mann", ein Dandy ?

pumajäger, Monday, 15.11.2004, 12:18 (vor 7752 Tagen) @ Sven75

Als Antwort auf: Re: Der "neue Mann", ein Dandy ? von Sven75 am 14. November 2004 18:57:28:

"Innerhalb des neuen Wissenschaftszweiges hat sich eine "kritische Männerforschung" etabliert,"

Was sich so alles erforschen lässt, aber als erstes sollte man wohl einen weiteren neuen Wissenschaftszweig etablieren "kritische Frauenforschung".


Re: Der "neue Mann", ein Dandy ?

Andreas (der andere), Monday, 15.11.2004, 12:43 (vor 7752 Tagen) @ pumajäger

Als Antwort auf: Re: Der "neue Mann", ein Dandy ? von pumajäger am 15. November 2004 10:18:39:

Was sich so alles erforschen lässt, aber als erstes sollte man wohl einen weiteren neuen Wissenschaftszweig etablieren "kritische Frauenforschung".

Den gibt es bereits, aber die Frage ist natürlich, was man unter "kritisch" verstehen mag - im Sinne einer Philosophie, die die Annahmen des eigenen Denkens hinterfragt, jedoch sicher nicht. Unter Kritik wird hier eher die Kritik des anderen verstanden. Das, was ich bisher als (kleinen Bereich der) kritischen Männerforschung kennenlernen durfte, fügte sich allerdings recht glatt in das Theoriegebäude der Frauenforschung, mit einer starken Fokussierung auf Produktionsmechanismen zu Lasten kulturell-historischer Rekonstruktionen. - Na, es entwickelt sich ja vielleicht noch ...

Re: Der "neue Mann", ein Dandy ?

Eugen Prinz, Monday, 15.11.2004, 12:43 (vor 7752 Tagen) @ pumajäger

Als Antwort auf: Re: Der "neue Mann", ein Dandy ? von pumajäger am 15. November 2004 10:18:39:

"Innerhalb des neuen Wissenschaftszweiges hat sich eine "kritische Männerforschung" etabliert,"
Was sich so alles erforschen lässt, aber als erstes sollte man wohl einen weiteren neuen Wissenschaftszweig etablieren "kritische Frauenforschung".

Viele dieser Männerforscher scheinen mir noch im letzten Jahrhundert zu leben.

Es mag ja ganz nett sein, "sich als Mann in Frage zu stellen, sein Rollenverständnis als Mann zu überdenken, die weiblichen Anteile in sich zu entdecken" und was dergleichen tantrische Übungen mehr. Der reine Luxus in unseren Tagen - falls mich jemand fragen sollte.

Das scheint aber auch schon das ganze Verständnis dieser lahmen Forscher von einer Männerbewegung zu sein. Die Existenz einer politischen Männerbewegung können sie sich gar nur im Umfeld von rechten Parteien, als eine Art Rückwärtsbewegung vorstellen.

Deswegen bin ich sehr dafür, unsere politischen Forderungen und unseren Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe an der gesellschaftlichen Entwicklung deutlich herauszustellen und lautstark zu verkünden. Woher sollen sie es sonst wissen, unsere Volksvertreter ... dass sie von gestern sind?

Männer als verfügbare Masse anzusehen, wie am Beispiel der Wehrpflicht, das ist so ein typisches Stück Denken von gestern!

Eugen

www.manndat.de

Re: Werbesprech

Peter, Monday, 15.11.2004, 13:40 (vor 7752 Tagen) @ Sven75

Als Antwort auf: Re: Der "neue Mann", ein Dandy ? von Sven75 am 14. November 2004 18:57:28:

Ich muesste lange ueberlegen, wann ich es das letzte Mal gelesen habe, dass sowenig Inhalt soviel Platz verschwendet hat.

Wirklich? So ist doch die ganze Werbung aufgebaut.

Wer definiert denn, was "erlesene Eleganz" ist?

Werber versuchen es immer wieder. Manchen gelingt's. Und sie werden reich dabei.

Oder "bestimmte Geistes- und Lebenshaltung"? "Extravagante Spielart"? "ueberlegener" Geschmack?

Willkommen in der Welt der Premiummarken.

Ich spare mir weitere Aufzaehlungen...

Nicht doch, denn das hat Zukunft.

Was mich nur erstaunt, dass hier offensichtlich privat gewuenschte Zielgruppenbeschreibung oeffentlich finanziert wird.

Gruss,

Peter

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