Nur Frauen und Kindern ist die Flucht erlaubt
Kämpfe in Falludscha
USA beschießen Stadt erneut mit Granaten
Die US-geführten Truppen setzen ihre Angriffe auf Falludscha fort. Nach Auskunft von Einwohnern schossen US-Soldaten mindestens 20 Granaten auf Ziele in dem Stadtteil Dscholan. Die US-Armee vermutet dort Stellungen der Rebellen.
Stadt größtenteils unter Kontrolle der Armee
Die US-Armee hat gemeinsam mit den irakischen Sicherheitskräften nach eigenen Angaben den größten Teil der Stadt unter ihrer Kontrolle - die Rede ist von 80 Prozent. Ein Militärsprecher in Bagdad erklärte dennoch, es werde aber noch einige Zeit dauern, bevor alle Widerstandsnester zerstört seien. Amerikanische Soldaten und irakische Sicherheitskräfte hatten am Montag mit einer Offensive in der Stadt begonnen, die seit Monaten in der Hand von Rebellen war.
Roter Halbmond: USA müssen Hilfe zulassen
Die Hilfsorganisation Roter Halbmond bezeichnet die Situation der Menschen in Falludscha mittlerweile als "katastrophal". Sie rief das US-Militär und die irakische Regierung dazu auf, so schnell wie möglich die Lieferung von Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamente zu ermöglichen.
Falludschas Bewohner senden Hilfsappell
Gestern hatten Falludschas Einwohner mit einem dramatischen Hilferuf auf ihr Schicksal aufmerksam gemacht. Hunderte Tote lägen auf den Straßen, und den vor Schmerzen schreienden Verletzten könne nicht geholfen werden, sagte der Arzt Ali Abbas aus Falludscha in einem Telefoninterview mit dem US-Nachrichtensender CNN. Die Situation sei ein Desaster und gleiche einem vollständigen Chaos, sagte er. Die in der Stadt verbliebenen Einwohner hätten weder Wasser noch Nahrung oder Strom.
Zwei der drei kleinen Kliniken Falludschas seien bombardiert worden. Dabei seien in einem Fall auch medizinisches Personal und Patienten getötet worden, so ein weiterer Augenzeuge. Nach Angaben der US-Armee sind zwischen 60.000 und 100.000 Zivilisten in der Stadt zurückgeblieben.
Hunderte Männer, die unbewaffnet aus Falludscha fliehen wollten, wurden von US-Truppen zurückgetrieben. Nur Frauen, Kindern und Alten ist die Flucht erlaubt. Zuvor habe es Warnungen gegeben, dass Aufständische versuchen würden, sich unter die Flüchtlinge zu mischen, erklärte ein Offizier. Deswegen seien alle männlichen Flüchtlinge im Alter zwischen 15 und 55 Jahren zurückgeschickt worden.
Aufruf zum Generalstreik
Aus Protest gegen die US-Offensive auf die Stadt riefen sunnitische Geistliche zum Generalstreik im ganzen Land auf. Mit dem einwöchigen Streik, der am heute beginnen soll, soll der Druck auf die irakische Regierung erhöht werden, "das Massaker in der Stadt Falludscha" zu stoppen, erklärte Scheich Abdul Salam al Kobeisi. Der Streik fällt auf das Ende des Ramadan - mit den anschließenden vier Feiertagen wird er vermutlich ohne größere Auswirkungen bleiben.
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3782820_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html
Frauen die größten Opfer in Kriegen
Als Antwort auf: Nur Frauen und Kindern ist die Flucht erlaubt von Andreas am 13. November 2004 13:42:26:
Hunderte Männer, die unbewaffnet aus Falludscha fliehen wollten, wurden von US-Truppen zurückgetrieben. Nur Frauen, Kindern und Alten ist die Flucht erlaubt. Zuvor habe es Warnungen gegeben, dass Aufständische versuchen würden, sich unter die Flüchtlinge zu mischen, erklärte ein Offizier. Deswegen seien alle männlichen Flüchtlinge im Alter zwischen 15 und 55 Jahren zurückgeschickt worden.
Aber das kann doch nicht sein.
Frauen und Kinder sind doch die gröpßten Opfer in Kriegen!?
Demnach müsste man doch nur die Männer aus der Stadt fliehen lassen und die
Frauen mit Granaten zubomben. Eine verdrehte Welt ist das.
Das sollta man mal an AI schicken und setllungnahme verlangen in wie fern
hier Gewalt gegen Frauen celebriert wird und was man als Bürger eines
westlichen Industriestaates dagenen unternehmen
kann.