Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Papa muss draußen bleiben (n/t)

Max, Monday, 25.10.2004, 12:43 (vor 7773 Tagen) @ Mirko

Als Antwort auf: Papa muss draußen bleiben (n/t) von Mirko am 25. Oktober 2004 07:39:27:

Dazu noch ein Buchtipp:

Das Verschwinden der Väter - Autor Luigi Zoja.
Erschienen im Walter-Verlag, ISBN 3-530-40138-2.

Klappentext:

"Es gibt immer weniger Väter, während die Horde der Männer, die bereit ist, gegeneinander zu kämpfen, immer größer wird", so der Jungianische Analytiker Luigi Zoja. Ein beunruhigender Gedanke! Aber was ist das, ein Vater?

In diesem Buch wird eine breit angelegte Kulturgeschichte des Vaters und des Väterlichen in einer differenzierten Weise dargestellt. Die Ergebnisse dieser spannenden Studie werden immer wieder auch auf ihre tiefenpsychologische und auf ihre soziologische Bedeutung hin betrachtet und mit der Frage verbunden, warum denn heute so viele Kinder ohne Vater aufwachsen, und was das sowohl für den Einzelnen, als auch für die Gesellschaft bedeutet.

Ein sehr wichtiges, gut zu lesendes Buch, das klärt und zum Nachdenken herausfordert.
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Noch was Persönliches dazu: Mein Sohn ist heute fast 17 Jahre alt. Wir beide, er und ich, wissen, was wir aneinander haben. Wir wissen auch beide, wie sich Jungen seines Alters, deren Väter per Scheidung gezwungen worden waren, sich aus dem Alltagsleben ihrer Söhne zu verabschieden, entwickelt haben. Wir kennen einige seit ihrer Geburt, da meine Ex und ich ihre Eltern gut kennen.
Von den Pärchen, die es in meiner Clique und der meiner Ex gegeben hatte und die zum Teil auch geheiratet haben, gibt es nicht ein einziges mehr. Ihre Kinder leben zum großen Teil seit Jahren ohne ihre Väter. Tobi und ich sind uns einig: Bis auf wenige Ausnahmen - traurige Gestalten.
Es gibt Dinge, die nur Väter mit ihren Söhnen tun werden. Seine Mutter hätte ihm Tiefschneefahren nicht beibringen können. Auch hätte sie ihm niemals ein wirklich gutes, stabiles und sauteures Kett-Car mit Freilauf und Zahnstangenlenkung gekauft. Und schon dreimal nicht hätte sie ihren 6-Jährigen in dieses Kett-Car gesetzt, ihn am langen Seil mit dem Auto auf den Petersberg geschleppt und ihn dann die 3 Kilometer lange, asphaltierte und gewundene Strecke steil bergab saussen lassen, um hinterherzufahren, ihn unten wieder ans Auto zu hängen und erneut nach oben zu schleppen. Sie hätte ihm nicht erklärt, wie er das schaffen kann, ohne aus der Bahn zu fliegen. Spätestens das Schild "Durchfahrtsverbot" am Fuß des Petersberges hätte sie abgehalten...
Nie hätte sie ihn als Dreijährigen auf den Tank einer Geländemaschine gesetzt und wäre mit ihm über die Insel Kreta gefahren, ohne Helm.
Es gibt Dinge, die nur Väter mit ihren Söhnen tun.
Mütter sammeln keine Modellautos und keine Modellflugzeuge. Mütter fachsimpeln nicht mit ihren Söhnen über die Vorzüge drehmomentstarker Sechszylinder gegenüber hochdrehenden Achtzylindern. Mütter haben keinen Sinn für Superlative - ein Zwölfzylinder ist ihnen wurscht und ihre Söhne werden auch keinen am Klang erkennen können.
Väter lieben ihre Söhne (auch ihre Töchter natürlich, allerdings habe ich selbst keine....) und es ist in Tobi´s und in meinen Ohren das schönste Kompliment, wenn seine Mutter - meine Ex - wieder mal verzweifelt ausstösst: "Der ist dir doch wie aus dem Arsch gekrochen...."
Das entlockt uns nur ein wissendes Lächeln, denn uns ist klar: Das ist ein großes Glück für Tobi.

Gruss - Max


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