Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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"Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen

Guildo, Saturday, 16.10.2004, 21:42 (vor 7783 Tagen)

...früher nannte man sowas "Frauen" :-)

"Asexuelle": Menschen

Was es alles gibt...

Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen

Eugen Prinz, Saturday, 16.10.2004, 22:34 (vor 7782 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen von Guildo am 16. Oktober 2004 18:42:56:

...früher nannte man sowas "Frauen" :-)
"Asexuelle": Menschen
Was es alles gibt...

Na das ist doch mal was lustiges. Den Bericht halte ich zwar für eine Ente, aber heute kann man da nicht mehr so sicher sein. Am besten gefiel mir dieser Kommentar:

"Meine Frau gehört auch dazu :(
phiber0ptik"

Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen

Guildo, Saturday, 16.10.2004, 23:19 (vor 7782 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen von Eugen Prinz am 16. Oktober 2004 19:34:00:

Hallo Eugen,

für besonders glaubwürdig halte ich den Artikel auch nicht, aber heutzutage ist ja alles möglich. Wer weiß, vielleicht organisieren sich ja bald die Eunuchen und der Interessenverband der Schuhfetischisten wird gegründet.

Vielleicht sollten sich auch die "Normalen" organisieren, um ihre Interessen als baldige Minderheit zu vertreten.

amüsiert sich der Guildo

Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen

Andreas (der andere), Sunday, 17.10.2004, 00:27 (vor 7782 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen von Guildo am 16. Oktober 2004 20:19:29:

Vielleicht sollten sich auch die "Normalen" organisieren, um ihre Interessen als baldige Minderheit zu vertreten.

Für das Selbstbewußtsein des modernen Menschen unerläßlich scheint es, sich als unterdrückte Minorität verstehen zu dürfen und es all jenen permanent auf's Auge zu drücken, die davon am liebsten in Gänze verschont blieben.

Guckst Du hier:

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/glosse/18216/1.html

Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen

Ekki, Sunday, 17.10.2004, 20:20 (vor 7782 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen von Guildo am 16. Oktober 2004 18:42:56:

...früher nannte man sowas "Frauen" :-)
"Asexuelle": Menschen
Was es alles gibt...

Angesichts der um sich greifenden Kälte und des rapiden Abnehmens von Intimität in jeder Form (Sachen wie die Love-Parade und ähnliche Veranstaltungen sind das schauerliche Beerdigungszeremoniell[/u] der Intimität, und nicht etwa[/u][/i], wie ihre Veranstalter uns [und sich selbst?] glauben machen wollen, deren Sieg)[/i] vergeht mir bei solche Texten jedes Lachen.

Und daß es mir angesichts des Zölibats[/u][/i] erst recht vergeht, ist ja bekannt.

Die Love-Parade auf der einen und die traditionelle christlich-abendländische Moral auf der anderen Seite sind zwei Seiten der selben Medaille, oder besser gesagt: zwei Symptome derselben Krankheit. Sie sind keine Gegensätze, sie bedingen sich gegenseitig.

Wo die Leidenschaft nicht frei strömen darf, sucht sie sich letzten Endes perverse Formen der Selbstäußerung, was dann wieder zum Ruf nach der Rückkehr eben jenen Restriktionen führt, die dieses entgegengesetzte Extrem erst erzeugt haben.

Das gilt übrigens in allen Lebensbereichen:

Unterdrückte Bedürfnisse entarten - in welcher Form auch immer.[/i][/u]

Schon in den 90er Jahren habe ich in deutschen Buchhandlungen ein Buch mit dem Titel - ich hoffe, ich erinnere mich präzise - "Liebe ohne Sex" gesehen. Darin wurde auf mehreren zig Seiten ein eheliches Zusammenleben ohne Geschlechtsverkehr als anstrebenswertes Ideal hingstellt (ist seit Jahrhunderten als "Josephs-Ehe" bekannt).

Und um zum Ausgangspunkt zurückzukommen:

Wenn man sich vor Augen hält, wie bar aller Fähigkeit zur Leidenschaft ein großer Teil der Menschheit heute bereits ist, dann vergeht einem das Schmunzeln über solche Elaborate nachhaltig - ebenso wie die 'Laßt-die-Spinner-doch-reden-hält-sich-doch-eh-keiner-dran'-Haltung gegenüber allen Personen und Institutionen, die "Keuschheit" predigen.

Gruß

Ekki

Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen

Jolanda, Monday, 18.10.2004, 05:28 (vor 7781 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen von Ekki am 17. Oktober 2004 17:20:41:

Lieber Ekki

Ich möchte dazu nur auf einen Punkt eingehen, weil ich finde, hier erzählst du etwas, dass so einfach nicht stimmt.

Du meinst also die strenge Moral und damit auch die Kirche ist im Endeffekt dafür verantwortlich für sogenannte Extreme, die die Menschen so ausleben. Sie werden dann sozusagen "pervers", "abartig" "nicht der Norm entsprechend". Habe ich das richtig verstanden?

Ich möchte dir dazu einfach sagen, dass ich ein Forum führe, auf dem sehr, sehr unterschiedliche Gruppen von Menschen sich begegnen, es sind Transvestiten dabei, Transsexuelle, Fetischisten, etc.

Ich kenne einige davon persönlich, ihre ganzen Lebensgeschichten. Bei allen hat das schon in der frühesten Kindheit angefangen und hatte nicht das geringste mit der Kirche oder der strengen Moral zu tun. Kennst du dich denn gut aus in diesen Bereichen. Keiner ist so geworden, weil er nicht frei seine Sexualität ausleben konnte. Nicht ein einziger. Die merkten schon ganz früh, dass sie eben diese normale Sexualität gar nicht suchten. Du interpretierst hier aber ganz schön frei hinein, findest du nicht?

Weisst du, wie ein Fetischist empfindet, wie Geschichten von solchen Menschen aussehen.

Es ist so, dass es heute gar nicht viel mehr von diesen Menschen gibt als vor 20 Jahren. Heute trauen sie sich einfach es zu sagen, es zu leben. Es ist die lockerere Moral, die dazu geführt hat, dass Schwule heute viel eher ein Outing wagen, oder dass Transvestiten ein Outing wagen.

Hier stecken überall lange Leidenswege dahinter. Aber nicht wegen der Kirche, sondern weil der Mensch schon immer seit Menschen bestehen ablehnend auf das meiste reagiert hat, was nicht der Norm entspricht. Diese Menschen aber seit ihrer Kindheit gegen etwas ankämpfen, nur weil sie glauben "nicht normal" zu sein. Nicht so empfinden, wie man empfinden sollte. Wie alle es erwarten. Das hat mit viel zu tun, aber sicher nicht damit, dass sie ihr sexuelles Leben nicht frei leben können und deshalb dann in Extreme abdriften. Was sie mögen und wollen, das erscheint uns eben extrem, wir behandeln sie dann wie kranke. Und wir suchen einen Schuldigen, der sie dahin getrieben hat.

Dabei sind es Menschen wie du und ich, egal ob sie andere sexuelle Vorlieben haben, das macht sie noch lange nicht zu Tieren oder kranken Gestalten. Mir gefällt einfach nicht, wie das rüber kommt, verzeih, aber ich bin hier wohl zu persönlich involviert, habe zu viel mit Randgruppen zu tun. Ich reagiere hier wohl zu empfindlich, aber mir kommt das nicht gut rein.

Ich weiss nicht. Ich bin inmitten von diesen Menschen und ich kenne sie und kann dir sagen, sie wären wohl nicht damit einverstanden, was du hier schreibst und die Art und Weise wie du über die Love Parade und die Schwulen geschrieben hast, das würde sie verletzen, mit Sicherheit.

Ich kann mich in deinen Aussagen nicht finden und auch nicht die Menschen, die du hier erwähnst.

Hier betrachten wir das auch ganz anders.

Herzlicher Gruss
Jolanda

@Jola - Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen

Ekki, Monday, 18.10.2004, 15:31 (vor 7781 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen von Jolanda am 18. Oktober 2004 02:28:16:

Hallo Jola!

Danke für Deine Antwort, die ich äußerst bezeichnend finde:

Nicht nur, daß nur auf einen einzigen Punkt eingehst, nein, Du beschränkst Dich in Deiner Antwort darüber hinaus darauf, eine Lanze zu brechen für alles, was bisher als abnormal gebrandmarkt wurde.

Davon hatte ich, mit Verlaub, nicht geredet.

Zu den "Abnormalen" weiter unten mehr. Zunächst einmal ist mir etwas anderes viel wichtiger:

Wie steht's denn mit den "Normalos"?

Ich will hier einmal ganz deutlich machen, was ich unter Intimität verstehe und - vermisse.

Unter Intimität verstehe ich die Art von Erotik, bei der ein Blick, eine zarte Berührung mit der Hand elektrisierend wirken. Deren Spannungsbogen vom sanftesten Streicheln bis zur Ekstase alles umfaßt. Die den Körper des anderen begehrt, als etwas Schönes betrachtet.[/i]

Die nicht fragt nach "Treue" oder "Monogamie", sondern sich jedem gern schenkt, bei dem sie Begehren spürt.[/i]

Die sich selbst genügt, anstatt ständig die Erzeugung von Menschenleben in den Mittelpunkt zu stellen.[/i]

Die die Prostitution verachtet, weil sie sich nie für Geld hergeben würde, sondern sich ausschließlich hingibt.[/i]

Und vor allem verstehe ich darunter die Gelegenheit, mit den Menschen, mit denen ich diese Intimität leben möchte, dies zu tun, ohne auf alle möglichen Schwierigkeiten vom Klatsch der Leute bis hin zum Mangel an einem "Liebesnest" zu stoßen.[/i]

Soviel zu meinen Vorstellungen von Intimität.

Und nun zu den „Abnormalen“ und zur Love-Parade.

Unbestreitbar ist, dass es sexuelle Randgruppen immer gegeben hat. Und ich gehöre auch nicht zu den Unverbesserlichen, denen man nach ein paar Tausend Jahren Menschheitsgeschichte immer noch erklären muß, dass keinerlei Repressionen diese Randgruppen je ausrotten konnten.

Nur: Was hat die Love Parde mit dem zu tun, was ich oben als Intimität geschildert habe?

Nichts und wieder nichts!

Es ist etwas völlig anderes, ja Gegensätzliches, schier Unvereinbares, ob ich ...[/i]

a) ... meinen (halb-)nackten Körper grell bemalt zur Schau stelle, ob ich – Verzeihung, aber ich muß mich einfach drastisch ausdrücken – mit dem Arsch und den Titten wackele und mir dabei (womöglich noch unter Alkohol- und Drogeneinfluß) unheimlich „locker“ und „befreit“ vorkomme,

oder ob ich

b) ... mich mit allen Sinnen auf einen Sexualpartner einlasse, ihm in die Augen sehe, seinen Pulsschlag spüre und im umfassendsten Sinne des Wortes mit ihm verschmelze.

Auf Veranstaltungen wie der Love-Parade (oder auch z.B. in Diskotheken) hat man das befremdliche Gefühl von „ferner Nähe“[/i]: Man ist mit unheimlich vielen Menschen auf engstem Raum zusammen, ohne ihnen emotional nahezukommen.

Was meinst Du wohl, Jola, was passieren würde, wenn einer der Teilnehmer der Love-Parade oder einer Disko-Veranstaltung auf die Idee käme, mit einem anderen Teilnehmer wirkliche Intimität herzustellen, indem er ihn/sie zärtlich in die Arme nimmt, streichelt usw.?

Wenn er Pech hat, wird er z.B. aus der Disko vom Türsteher rausgeschmissen. In den meisten Fällen jedoch wird er ganz einfach erleben, dass die betreffene Person sich seiner Umarmung entwindet und ihn ganz befremdet anguckt.

Mit Recht:[/u][/i] Wie kann man nur so blöd sein, auf solchen Veranstaltungen emotionale Nähe zu suchen?

Hoppsa-hoppsassa, Körper schütteln und verrenken, nach allen Richtungen hin tanzen – aber immer nur alleine! – zwischendurch sich kräftig einen hinter die Binde gießen und begierig den Wohlgeruch von Alkohol, Nikotin und Schweiß inhalieren – das ist hier angesagt, und wer was anderes will, ist hier fehl am Platz!

Kurz und gut:

Die oben unter a) beschriebene Verhaltensweise wird heute nicht nur geduldet, ja, man muß sich sogar Intoleranz vorhalten lassen, wenn man sich dazu bekennt, sich von ihr abgestoßen zu fühlen.

Die Verhaltensweise dagegen, die ich unter b) und weiter oben bei meiner Definition von Intitmität beschrieben habe, die wird heute sowohl subtiler als auch effektiver unterdrückt als je zuvor.

Wenn man sich den öffentlichen Diskurs hierzu ansieht, fällt Folgendes auf:

Auch und gerade seitens der konservativsten Vertreter der christlich-abendländischen Moral gibt es heute nur vereinzelte, eher laue Proteste. Und der liberale Teil des Konservativismus ist sowieso längst auf der Love-Parade aktiv.

Gnade Gott aber den armen Menschen, die abseits solch schauerlicher Veranstaltungen wirkliche Intimität, wie ich sie beschrieben habe, leben wollen. Vernichten, verfolgen, knebeln mit allen Mitteln! Klatschen wie eh und je, Beziehungen unterbinden, Treue-Test-Agenturen und Privat-Detektive anheuern, schon die Kleinsten via Religionsunterricht mit dem Keuschheits-Wahn infizieren, verhindern, dass, wie in Japan, Stundenhotels eingerichtet werden, die keine Bordelle sind, damit so wenig wie möglich Gelegenheit zum Sex besteht. Onanie verteufeln und unterbinden. Die Töchter einsperren und die Söhne in die offenen Arme der Prostituierten laufen lassen, bei denen sie alles möglich lernen, nur nicht emotionale Hingabe. Auf daß wirkliche Liebesfähigkeit bei ihnen gar nicht erst aufkomme! Die Prostituierten selber sowohl instrumentalisieren als auch verteufeln. Doppelmoral züchten, wie es nur geht! Nur bloß keine wirkliche emotionale Nähe, es sei denn das kümmerliche Bißchen, das wir zwecks Zeugung von Nachkommen zulassen! Und sobald die Nachkommen gezeugt sind, den Ehepartner auf Schritt und Tritt überwachen, beim kleinsten Anzeichen von „Untreue“ ausrasten. Und die gerade gezeugten Kinder frühest möglich via Religionsunterricht .... (siehe oben). Niemand soll sich seiner Liebesfähigkeit freuen dürfen, niemand! Und da heiligt der Zweck allemal jedes Mittel.

Und die Zur-Schau-Stell-„Erotik“ auf der Love Parade und anderen derartigen Veranstaltungen?

Dient einerseits[/i][/u] als Feigeblatt, mit dem wir demonstrieren können, wie „locker“ und „tolerant“ wir sind.

Andererseits[/i][/u] aber – und das ist unendlich viel wichtiger! – ersticken solche Veranstaltungen sowohl bei ihren Teilnehmern als auch bei Außenstehenden jede Erotik:

Wer sich in diese grellen, jedes tiefen Gefühls baren Veranstaltungen hineinziehen läßt und darüber hinaus noch dem ohrenbetäubenden Lärm der Lautsprecher ausgesetzt ist, nimmt Schaden an Leib und Seele, und die guten Instinkte verkümmern in ihm.[/i][/u]

Die Öffentlichkeit[/i][/u] aber, die die Fernsehübertragungen von diesen Veranstaltungen sieht und ihre überwältigende Akzeptanz bei allen politischen Parteien und gesellschaftlich relevanten Gruppen wahrnimmt, muß auf den Gedanken kommen, eben dies sei die – endlich von allen moralischen Fesseln befreite – Erotik.[/i][/u]

Und die ganz, ganz wenigen Menschen,[/i][/u] die darauf kommen, dass sie bei den Love Parades dieser Welt ebenso – nur auf andere Weise - um wirkliche Intimität betrogen werden wie in der stickigen Welt der christlichen Moral, und die dies auch noch zu sagen wagen, die werden kosequent mundtot gemacht.[/i][/u]

Und zu diesem Mundtot-Machen gehörte auch Dein Posting, Jola!

Du hast einen der ältesten Demagogen-Tricks angewandt:

Wenn Du in eine Diskussion die schlechteren Argumente hast, dann antworte an der Sache vorbei.[/u]

Ich hatte sexuelle Randgruppen mit keinem Wort erwähnt;[/i][/u] insbesondere die Love Parade ist ja keineswegs[/i][/u] eine ausschließlich von diesen Randgruppen besuchte Veranstaltung, sondern es tummeln sich dort auch Hetero-Sexuelle – möglicherweise sind sie sogar in der Mehrheit.[/i][/u] Mir ging es nicht[/i][/u] um die sexuelle Orientierung der Teilnehmer, sondern darum[/i][/u], dass diese Veranstaltung, wie ich schrieb, „das schauerliche Beerdigungszeremoniell jeder Intimität“ ist – und diese Aussage unterstreiche ich nachdrücklich![/i][/u]

Nein, ich kenne mich mit Randgruppen nicht aus, erhebe diesen Anspruch auch gar nicht, stelle aber fest, dass das, was ich über Intimtität gesagt habe, für Personen aller sexuellen Orientierungen gilt.

Und deshalb mögen meine Worte denjenigen wehtun, denen sie wehtun. Ich meinerseits leide an dem Mangel an Intimität und der übelkeiterregenden Zur-Schau-Stellung von Pseudo-Emotionalität.

Und ich werde mir nicht den Mund verbieten lassen und jeden, der mir mit irgendwelchen Demagogen-Tricks kommt, entlarven und auf den Boden der Tatsachen zurückholen.[/u]

Gruß

Ekki

Re: @Jola - Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen

Jolanda, Monday, 18.10.2004, 16:40 (vor 7781 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: @Jola - Re: "Asexuelle": Menschen, die "es" nicht brauchen von Ekki am 18. Oktober 2004 12:31:56:

Hallo Ekki

Ich will dir mit Sicherheit nicht den Mund verbieten. Ich kann das gar nicht, diese Aussage ist wirklich an den Haaren herbeigezogen.

Du reagierst hier sehr heftig, fühlst dich persönlich angegriffen, denkst, ich nehme mir nicht die Mühe dein ganzes Wesen, deine tiefen Bedürfnisse zu erkennen.

Ich kenne deine persönlichen Bedürfnisse mittlerweile sehr gut, du schreibst bei jeder Gelegenheit davon. Du nimmst sie sehr wichtig, darfst du für dich ja auch tun.

Ich denke, auch du instumentalisierst Menschen und Anlässe, um deine Anliegen klar zu machen.

Du bist enttäuscht, weil ich nur etwas herauspicke, das kann ich aber tun Ekki, weil es mir nur darum ging.

Es geht mir nicht darum, dir den Mund zu verbieten, was deine Bedürfnisse angeht. Ich denke, ich lasse die sehr oft einfach so stehen.

Mir ist das einfach total schräg eingefahren, wie du das beschrieben hast. Und so krass wie du es beschreibst, wegen den Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeite unter sogenannten Normalen, so extrem erlebe ich das nie.

Dort wo ich arbeite, dort kommt es hin und wieder vor, dass ein Pärchen an der Bar zusammen knutscht, sich an den Händen streichelt, sich drückt und einfach Zärtlichkeiten austauscht. Keiner stört sich daran.

Ich mag dir naiv erscheinen, gut möglich, ich kann aber gut damit leben Ekki. Du kannst mir nicht böse sein, nur weil ich deine persönlichen Bedürnisse nicht als Nabel der Welt betrachte oder täusche ich mich da, sage du es mir?

Ich bin wie ich bin Ekki, genauso wie du eben bist, wie du bist. Du bist auch extrem in deinen Aussagen, das weisst du genau. Ich hatte aber noch nie das Gefühl, dass du mir den Mund verbieten willst, egal was du mir geschrieben hast.

Woher kommt es, dass du immer gleich das Gefühl hast, ich will das bei dir tun.

Du schreibst sehr provokativ und wenn ich dann auf meine eigene Art reagiere, dann wirfst du mir vor, ist ja wieder mal typisch die Jolanda, versteht zwar hinten und vorne nicht, worum es mir geht, aber muss ihren Mund aufreissen und meint, sie könne mir nun sagen, was ich schreiben darf und was nicht.

Ich wollte dir noch nie den Mund verbieten Ekki, warum denkst du das?

Ich muss nicht zu allem Stellung beziehen, was du verkündest. Ich darf es mir genauso wie du, auch erlauben, mich einfach zu dem zu äussern, dass mich berührt.

Du bist klug, du kannst mir doch problemlos erklären, wenn ich etwas missverstanden habe, ich habe dir noch immer zugehört und wenn du mir erklärst, wie das genau gemeint war und dass es dir nicht um diese Randgruppen geht sondern um den und den Punkt, dann bin ich bestimmt die letzte, die sich keine Gedanken macht darüber.

Wir reden oft aneinander vorbei, das ist mir schon klar Ekki, nur in mir erweckt das keinen Groll gegen dich, ich habe aber manchmal das Gefühl, bei dir schon.

Ich will dich bestimmt nicht verletzen, habe aber langsam das Gefühl, dass du es trotzdem oft bist. Ich erwarte nicht, dass du so empfindlich reagierst, einfach weil du sehr stark austeilen kannst.

Es erstaunt mich dann immer, wenn ich merke, dass dir das wohl sehr eingefahren ist und dich total ärgerst und dich von mir angefriffen fühlst und denkst, ich will dich zensieren.

Ich würde mir diese Macht nie zutrauen, es ist für mich unvorstellbar, dass du dich von meinen Worten so provozieren lässt, dass du denkst, ich könnte dir mit Absicht schaden, du scheinst mich wichtiger zu nehmen als ich mich selber.

Falls ich dich verletzt habe, bitte ich dich um Verzeihung. Ich halte in Zukunft lieber den Mund, wenn es um dich geht, wenn ich das Gefühl haben muss, du fühlst dich von mir ungerecht behandelt und ich will dir nur schaden.

Herzlicher Gruss
Jolanda

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