Zwei Leserbriefe
Zwei Leserbriefe aus der neuen Psychologie heute (Heft 11) zum Thema "Gesunde Frauen, kranke Männer", bezogen auf zwei Artikel aus Heft 8 und Heft 7 "Ärzte müssen Zuwendung lernen" und "Werden Frauen anders krank?"
"Ich warte immer noch auf die Überschrift "Krebs - nur Frauen können daran erkranken". Dies scheint doch so zu sein, wenn man die Gelder vergleicht, die in Brustkrebsforschung gesteckt werden, verglichen mit den Krebsarten, an denen Männer erkranken. Auch als Patienten spielen nur Frauen eine Rolle - um sie wird sich benüht, so auch in ihrem Bericht, nach dem Motto: Frauen interessieren - Männer krepieren."
Wolfgang Wenger, Männer- und Jungenzentrale in Rosenheim
(ich weiß! Einer meiner schlechtesten Leserbriefe
Hätte nicht gedacht, daß der gedruckt wird. Aber in der Psychologie heute komme ich seltsamerweise IMMER rein)
Gleich darunter:
"Wieder einmal wird von Gleichberechtigung geredet, aber rein frauensprezifisch gehandelt. Nicht erst seit der Tatsache, dass es nur einen Frauen-, aber keinen Männergesundheitsbericht gibt, wissen wir, daß Männergesundheit in Deutschland für nachrangig erachtet wird. Nirgends wird dies deutlicher als in der Krebsvorsorge: Seit 1982 wird Frauen eine gesetzliche Hautkrebsvorsorge ab 30, Männern aber erst ab 45 gewährt, obwohl Männer in dieser Altersspanne um 50% höhere Neuerkrankungsraten haben. Brustkrebsprophylaxe ist in Deutschland als Gesundheitsziel festgeschrieben, die von Prostatakrebs nicht. 12 Brustkrebszentren stehen 0 Prostatakrebszentren gegenüber.
Das sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass es lächerlich ist, von einer Benachteiligung von Frauen zu reden in einem Land, in dem Männer durchschnittlich 6 Jahre früher sterben als Frauen und in dem auf 17 Frauengesundheitszentren in der Medizin kein einziges Männergesundheitszentrum kommt."
Bruno Köhler
Re: Zwei Leserbriefe
Als Antwort auf: Zwei Leserbriefe von Odin am 16. Oktober 2004 13:56:04:
Hi Odin,
(ich weiß! Einer meiner schlechtesten Leserbriefe
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Nicht unbedingt. Er ist pointiert und zeigt emotionale Betroffenheit. Zusammen mit den von Bruno gelieferten nüchternen Zahlen ergänzt er sich sehr gut. Mir scheint, wenn wir die Art der öffentlichen Diskurse ändern wllen (z. B. Schwerpunkte in der Themensetzung, Perspektiven etc.), sind die Leserbriefseiten gar kein schlechtes Einfallstor.
Die PSYCHOLOGIE HEUTE scheint Männeranliegen gegenüber durchaus offen zu sein. Anscheinend denken ihre Redakteurinnen vor allem "aus Gewohnheit" so einseitig frauenbezogen.
Arne
Re: Zwei Leserbriefe
Als Antwort auf: Re: Zwei Leserbriefe von Arne Hoffmann am 16. Oktober 2004 15:02:31:
(ich weiß! Einer meiner schlechtesten Leserbriefe
Nicht unbedingt.
Vielleicht doch. Er kann sehr gut und dennoch einer der schlechtesten sein, wenn die anderen noch besser sind.