Wollen Junge Frauen keine Superweiber mehr sein?
Superweib ist schon lange kein Traum mehr
Junge Frauen haben keine Vorbilder mehr / Wichtige Dinge werden mit der Freundin besprochen, nicht mit dem Mann
Hamburg. Junge Frauen um die 30 wollen keine "Superweiber" mehr sein. Ihr Anspruch, Kinder und Karriere spielend unter einen Hut zu bringen, das Leben in vollen Zügen zu genießen und nach einem langen Arbeitstag auch noch leidenschaftliche Liebhaberin zu sein, ist ganz pragmatischen Ansprüchen gewichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zum Lebensgefühl der Frauen um die 30 im Auftrag der Zeitschrift "Woman", die am Dienstag in Hamburg vorgestellt wurde.
"Die jungen Frauen sind ernüchtert, dass die großen Hoffnungen verflogen sind und die Ideale der Realität nicht standhalten", sagte Heinz Grüne vom Kölner Rheingold-Instut, das die Studie erstellt hat. Gleichzeitig seien sie erleichtert darüber und fühlten sich entlastet, nicht mehr nach dem Ideal des Superweibs streben zu müssen. Für die Studie wurden Frauen zwischen 25 und 35 Jahren in Deutschland in qualitativen mehrstündigen Interviews nach ihren Lebensmodellen und Lebensgefühlen befragt.
"Kinder, Karriere und persönliche Unabhängigkeit sind die zentralen, gleich gewichteten Themenbereiche im Leben junger Frauen", betonte Grüne. Dabei müssten konkurrierende Bedürfnisse und Motive zu einem funktionierenden Gesamtbild zusammengefügt werden. Es gebe aber eine große Unsicherheit, ob nicht mindestens eines der Lebensziele zu kurz komme.
Jungen Frauen mangele es heute an Vorbildern, das Bedürfnis danach sei aber vorhanden. "Junge Frauen finden Vorbilder heute oft in den Medien. Vorbild-Versatzstücke liefern fiktive TV-Serienheldinnen wie Ally McBeal, die Protagonistinnen aus 'Sex and the City' oder 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten'", sagte Grüne. Als Anti-Vorbilder würden dagegen Frauen wie Claudia Schiffer, Verona Pooth und Veronica Ferres wegen ihres scheinbar allzu perfekten Lebens wahrgenommen.
Männer sind für die Frauen um die 30 keine wichtige Stütze. Zentrale Fragen besprechen sie der Studie zufolge nicht mit ihren Männern, sondern mit Freundinnen, Schwestern oder mit ihren Müttern. "Männer spielen nur Nebenrollen, wenn es um die wirklich wichtigen Fragen geht: Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Kind? Wie kann man gleichzeitig Mutter sein und die berufliche Laufbahn fortsetzen?", betonte Grüne. Wichtig seien Männer im Leben der jungen Frauen aber trotzdem - als feste Partner oder auch als Objekt der Begierde. (ddp)
Re: Wollen Junge Frauen keine Superweiber mehr sein?
Als Antwort auf: Wollen Junge Frauen keine Superweiber mehr sein? von Christian am 14. Oktober 2004 19:48:08:
Klar, wir spielen keine Rolle, das weiß ich schon lange. Wir sind nur die doofen Zahlemänner, wenn die Kinder kommen. Dann sind wir für die Sicherheit der Familie zuständig, was nicht heißt, dass wir da Mitentscheidungsrecht hätten.
Von dieser Art Frau sollte Mann die Finger lassen.
Ich könnte immer wieder die Wände raufgehen, wenn ich sowas lese. Männer spielen keine Rolle. Jede, aber ausnahmslos jede Frau dieses Alters, die ich kennenlerne oder schon länger kenne, hat mindestens drei Kerle an der Hand für alles, wofür Frau sich zu fein dünkt.
Wenn der Rechner streikt, das Auto zum TÜV muss oder die Waschmaschine leckt, dann wird flugs zum Hörer gegriffen. Und mit welcher Selbstverständlichkeit das gehandhabt wird, ist schon unglaublich.
Klar gibt´s Sachen, die Männer besser können und deshalb besser machen. Sollten. Aber dann dieses Gehabe, von wegen, Männer wären praktisch unwichtig, das kann ich nicht mehr hören.
Re: Wollen Junge Frauen keine Superweiber mehr sein?
Als Antwort auf: Re: Wollen Junge Frauen keine Superweiber mehr sein? von Jeremin am 14. Oktober 2004 23:23:28:
Hallo Jeremin!
Wie Maesi heute schon ganz zutreffend sagte, sind die allermeisten Menschen, auch die weiblichen natürlich, eigentlich keine Charakterschweine. Zwar wird durchaus versucht, in den Medien so eine Art "egoistischen Lump" als virtuelles 'Vorbild' des heutigen Menschen aufzubauen - und 'girlies' werden da ganz besonders umschmeichelt, das stimmt. Sicher probieren dann junge Leute erstmal aus, wie weit sie damit kommen - v.a. aus Mangel an authentischen Vorbildern - aber eben nur genau solange, wie sie auf keinen Widerstand damit stoßen. Und das ist die andere (beeinflußbare) Seite des Problems.
Viele wissen im Grunde schon, daß so ein primitiver Egoismus ohne Verantwortung eigentlich ziemlich Scheiße ist. Nur wird dieses Wissen zu selten bestätigt. Was also kann man konkret tun? Du sagst es selbst: "Von dieser Art Frau sollte Mann die Finger lassen." Eben. Man muß dafür sorgen, daß solche kläglichen Figuren bei einem selbst nicht weit kommen können. Man kann zwar nicht das allgemeine "anything goes" einfach abschalten, aber mindestens kann man darauf verzichten, aus Opportunismus mit in dieses Horn zu tuten und stattdessen lieber für sich selbst klare Kriterien anwenden, wem man wieviel Achtung entgegenbringt und warum man das tut bzw. warum nicht.
Und das kann man dann auch klar und deutlich sagen und sich konsequent daran halten. Ich würde niemals einen Rechner checken, eine Waschmaschine reparieren o.ä., bloß weil ich mir etwas davon "verspreche"! Sowas mach ich für Freunde, die das auch für mich täten, und für Leute, die ich als integer und fair kenne. Ich mache es dagegen niemals, sobald jemand ein Machtspielchen damit verbinden möchte. Das wäre im Gegenteil das sofortige, erklärte Ende jeglicher Verbindung. Und sowas spricht sich danach schneller rum, als der Wind, glaub mir 
Es geht gerade für Männer gewissermaßen darum, wieder eine 'gesunde Würde' zu leben. Auch wenn das heute erstmal schwieriger scheinen mag als früher, wird dem persönlichen Umfeld trotzdem wenig anderes übrigbleiben, als sich danach zu richten. Wenn die Leute nämlich erstmal geschnallt haben, daß das keine Masche ist, sondern ein Lebensprinzip, dann mag man zwar diejenigen 'verlieren', die es sowieso nicht wert sind. Aber das ist nur gut so. Dafür finden sich umso eher die, die es einander wert sind. Und die gibt es! Meiner Erfahrung nach muß man dann nicht mal besonders lange danach suchen.
Der Rest muß eben selber zusehen. Schließlich besteht für jeden Menschen die Möglichkeit dazuzulernen. Verboten ist es jedenfalls nicht. Und danach mag man dann im Einzelfall weitersehen.
Eine alte Lebensregel besagt, daß derjenige, der notfalls auch zu verzichten gelernt hat, am Ende mehr erhält als der, der dauernd nur zulangt. Sowas Grundsätzliches läßt sich nicht mal durch das Werbefernsehen "abschaffen"...
Meint
der Nick
Männer, die sich selbst zu Äffchen machen
Als Antwort auf: Re: Wollen Junge Frauen keine Superweiber mehr sein? von Jeremin am 14. Oktober 2004 23:23:28:
"Jede, aber ausnahmslos jede Frau dieses Alters, die ich kennenlerne oder schon länger kenne, hat mindestens drei Kerle an der Hand für alles, wofür Frau sich zu fein dünkt."
Die Frauen kann ich da voll verstehen.
Der Großteil der Männer ist so blöd, dass sie sich darum kloppen,
wer der Frau den Arsch nachtragen darf.
Also, warum sollen die Frauen das nicht für sich nutzen ?
Solange diese Männer nicht einmal merken, wie sehr sie sich zum Äffchen machen,
kann man den Frauen deswegen keinen Vorwurf machen.
Und wenn die Männer sich selbst keinen Respekt gegenüberbringen,
dann können sie diesen Respekt auch nicht von den Frauen erwarten.
Gruss,
Sven
Re: Männer, die sich selbst zu Äffchen machen
Als Antwort auf: Männer, die sich selbst zu Äffchen machen von Sven am 15. Oktober 2004 11:03:56:
"Jede, aber ausnahmslos jede Frau dieses Alters, die ich kennenlerne oder schon länger kenne, hat mindestens drei Kerle an der Hand für alles, wofür Frau sich zu fein dünkt."
Die Frauen kann ich da voll verstehen.
Der Großteil der Männer ist so blöd, dass sie sich darum kloppen,
wer der Frau den Arsch nachtragen darf.
Also, warum sollen die Frauen das nicht für sich nutzen ?
Solange diese Männer nicht einmal merken, wie sehr sie sich zum Äffchen machen,
kann man den Frauen deswegen keinen Vorwurf machen.
Und wenn die Männer sich selbst keinen Respekt gegenüberbringen,
dann können sie diesen Respekt auch nicht von den Frauen erwarten.
Gruss,
Sven
Früher war ich auch mal so ein "nützlicher Trottel" und habe mich von solchen Schmarotzerinnen ausnutzen lassen.
Heute bin ich nicht mehr so dumm und helfe nur solchen Frauen, die sich bei Gelegenheit auch mal revanchieren.
Darunter verstehe ich Sachen, die man als gute Nachbarschaftshilfe versteht (keine sexuellen Dienste).
Sven74
Re: Wollen Junge Frauen keine Superweiber mehr sein?
Als Antwort auf: Re: Wollen Junge Frauen keine Superweiber mehr sein? von Nick am 15. Oktober 2004 01:15:07:
Hi Nick.
Eine alte Lebensregel besagt, daß derjenige, der notfalls auch zu verzichten gelernt hat, am Ende mehr erhält als der, der dauernd nur zulangt. Sowas Grundsätzliches läßt sich nicht mal durch das Werbefernsehen "abschaffen"...<
Auch nicht durch den Radi-Feminismus. Klasse Lebensregel.
Gruß
Nikos