Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit

Friedwilli, Wednesday, 13.10.2004, 19:27 (vor 7785 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit von Eugen Prinz am 13. Oktober 2004 12:01:19:

Mit unserer zentralen Frage "Gleichberechtigung" hat die Veranstaltung sicher nicht in erster Linie zu tun, eher mit Gesundheit, Sucht- und Kriminalitätsprävention. Ich finde es aber interessant, dass man sich zur Abwechslung auch mal um die Jungs bemühen will ... in welcher Form, das wird sich zeigen. Ich bleibe dran und berichte, sobald ich mehr erfahre.
Es wäre sicher ein gutes Zeichen gewesen, bei einer solchen Gelegenheit die Jungs zuerst zu nennen. Wir sollten allerdings berücksichtigen, dass unser Bewusstseinsstand in Fragen Gleichberechtigung, bzw. Benachteiligung von Jungens und Männern beileibe noch kein Allgemeingut ist.
Aber wir arbeiten ja daran...
Eugen

Man muß natürlich bedenken, daß der Druck sich endlich um Jungen zu kümmer sehr stark geworden ist. Man braucht Projekte, auch wenn diese nur Vordergründig sind. Auf diese lässt sich verweisen, wenn der Vorwurf erhoben wird, für Jungs werde nichts getan. Gewalt ist insofern ein Thema, weil sie instrumentalisiert wird. Den Jungen wird man bestenfalls zeigen, wie sie mit Ihrer Gewaltneigung umgehen können. Wie das Entstehen der Gewaltneigung erkannt und geheilt werden kann, bzw wie diese gar nicht Fuß fassen kann, wäre Prävention mit bester Erfolgsaussicht.
Vielleicht ist es nicht zulässig, aber ich wage den Vergleich. Einen Hund, der einen Menschen einmal verletzt hat, würde ich ungern an meine Kinder lassen. Richtig erzogen, zeigt der Hund ein Sozialverhalten, daß Menschen gegenüber absolut friedlich ist. Menschen mit Hirn, setzen um was sie aus der Hirnforschung lernen. Sie vermeiden bei der Erziehung die Dinge, die Kinder schwerstens belasten können, geben sich nicht zufrieden, stellen Fragen, suchen bessere Lösungen. Vor allem aber haben sie nicht den Stein der Weisen gefressen und stellen sich bereitwillig zur Diskusion. Sie vertrauen darauf, daß Menschen unterscheiden zwischen guten und schlechten Argumenten. Können Meinungen frei ausgetauscht werden, setzen sich die besseren Argumente auf Dauer durch.

Gruß
Friedwilli


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