Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit

Eugen Prinz, Tuesday, 12.10.2004, 22:42 (vor 7786 Tagen)

Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit

Dienstag, 23. November, 18.30 Uhr
VHS im Bürgerhof, Vortragssaal
2. Obergeschoss, Eintritt frei
Was steckt hinter der Coolness männlicher Jugendlicher?
Welche Vorbilder brauchen Jungs, um gesunde Stärken zu
entwickeln und mit Schwächen umzugehen?
Wie sieht der Umgang mit überhöhten Ansprüchen und Suchtpräventive
Arbeit mit Jungen aus?
Referat: Verbindung Theorie und Praxis, Hintergründe, Ideen
zu Projektarbeit mit männlichen Jugendlichen.
Eingeladen sind Fachkräfte aus den Bereichen Soziales,
Erziehung, Bildung und Freizeit und alle interessierten Frauen,
Männer und Jugendliche.
Referent: Bernd Hormuth, Dipl. Sozialpädagoge, Fachstelle
Prävention, Verein Arbeits- und Erziehungshilfe, Frankfurt
Moderation: Chris Ludwig, Betriebswirtin
Organisation und Information: Verena von Hornhardt,
Koordinationsstelle Gesundheit, Sozialdezernat Stadt
Ludwigshafen am Rhein, Fon: 0621 - 504 3661
Der Themenabend ist eine Veranstaltung der Initiative lokale
AGENDA 21 Ludwigshafen ILA 21 Lu e.V. in Kooperation mit:
Koordination für Suchtprävention und Rat für Kriminalitätsverhütung
der Stadt Ludwigshafen am Rhein.

Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit

Leser, Tuesday, 12.10.2004, 23:38 (vor 7786 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit von Eugen Prinz am 12. Oktober 2004 19:42:40:

Eingeladen sind Fachkräfte aus den Bereichen Soziales,
Erziehung, Bildung und Freizeit und alle interessierten Frauen, Männer
und Jugendliche

als allererstes die Frauen. Naja dann kann man sich denken was der Herr
Dipl. Sozialpädagoge für einen Abend macht. Typische Femi-Umerziehung ,
Gewalt=männlich=schlecht Frau=göttlichkeit in person=Vorbild
Die Erziehung zum "neuen Mann" der 8h für Schatzi und ihr Gör rackert, anschliessend zuhause Essen macht und abwäscht, ein weiterer Schritt hin zur "eierlegenden Wollmilchsau" für die Frau. Nicht das das Ziel irgendwann erreicht und die Jammerei der Unterdrückung ein Ende hätte, als Mann unterliegt man eben der Kollektivschuld und hat sich deswegen zum Wohle der Frauen weiterzuentwickeln.

Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit

Garp, Wednesday, 13.10.2004, 02:26 (vor 7786 Tagen) @ Leser

Als Antwort auf: Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit von Leser am 12. Oktober 2004 20:38:44:

Hallo,

<i/>Typische Femi-Umerziehung ,
Gewalt=männlich=schlecht Frau=göttlichkeit in person=Vorbild
Die Erziehung zum "neuen Mann" der 8h für Schatzi und ihr Gör rackert, anschliessend zuhause Essen macht und abwäscht, ein weiterer Schritt hin zur "eierlegenden Wollmilchsau" für die Frau. Nicht das das Ziel irgendwann erreicht und die Jammerei der Unterdrückung ein Ende hätte, als Mann unterliegt man eben der Kollektivschuld und hat sich deswegen zum Wohle der Frauen weiterzuentwickeln.[/i]

Interessant, was du aus dem Satz „alle interessierte Frauen, Männer und Jugendliche“ alles ableiten kannst.
Es gibt Menschen, die stellen endlich was auf die Beine um Jungen mit Problemen zu helfen. Und dein Beitrag ist motzen, weil bei der Einladung Frauen vor Männer genannt werden.
Habe ich dich da richtig verstanden?

Garp

Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit

Leser, Wednesday, 13.10.2004, 11:21 (vor 7786 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit von Garp am 12. Oktober 2004 23:26:01:

Es gibt Menschen, die stellen endlich was auf die Beine um Jungen mit Problemen zu helfen. Und dein Beitrag ist motzen, weil bei der Einladung Frauen vor Männer genannt werden.
Habe ich dich da richtig verstanden?

anscheinend nicht.

1. Frauen werden unter den Zugeladenen als erstes genannt , wie selbstverständlich, und das auch dann noch wenn es sich um Jungen/Männerworkshops handelt

2. Wenn man sein Leben lang aufgrund seiner Dazugehörigkeit zu einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe diskriminiert wird, ist es nicht unüblich, das sich da eine gewisse Sensibilisierung entwickelt.

3. Das endlich etwas für das tatsächlich benachteiligte Geschlecht gemacht wird, halte ich für sehr begrüssenswert. Nach Aufmachung & Formulierung dieser Anzeige habe ich allerdings so meine Zweifel, ob da nicht Männern wieder nur die Schuld in die Köpfe eingebläut werden soll, wenn auch unter dem Deckmantel der möglichen "Veränderung zum Positiven"

Grüsse,
Leser

Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit

Expatriate, Wednesday, 13.10.2004, 12:36 (vor 7786 Tagen) @ Leser

Als Antwort auf: Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit von Leser am 13. Oktober 2004 08:21:31:

Es gibt Menschen, die stellen endlich was auf die Beine um Jungen mit Problemen zu helfen. Und dein Beitrag ist motzen, weil bei der Einladung Frauen vor Männer genannt werden.
Habe ich dich da richtig verstanden?

anscheinend nicht.
1. Frauen werden unter den Zugeladenen als erstes genannt , wie selbstverständlich, und das auch dann noch wenn es sich um Jungen/Männerworkshops handelt

Meine Güte, das schreibt man nun mal so. Das ist doch echt kein Problem.
Ich schreibe in einem Brief auch "Sehr geehrte Damen und Herren" ohne dass mir gleich jedesmal die Tränen in die Augen schiessen.

Darauf ein Eierlikörchen!
Cheers!

Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit

Friedwilli, Wednesday, 13.10.2004, 12:40 (vor 7786 Tagen) @ Leser

Als Antwort auf: Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit von Leser am 13. Oktober 2004 08:21:31:

Es gibt Menschen, die stellen endlich was auf die Beine um Jungen mit Problemen zu helfen. Und dein Beitrag ist motzen, weil bei der Einladung Frauen vor Männer genannt werden.
Habe ich dich da richtig verstanden?

anscheinend nicht.
1. Frauen werden unter den Zugeladenen als erstes genannt , wie selbstverständlich, und das auch dann noch wenn es sich um Jungen/Männerworkshops handelt
2. Wenn man sein Leben lang aufgrund seiner Dazugehörigkeit zu einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe diskriminiert wird, ist es nicht unüblich, das sich da eine gewisse Sensibilisierung entwickelt.
3. Das endlich etwas für das tatsächlich benachteiligte Geschlecht gemacht wird, halte ich für sehr begrüssenswert. Nach Aufmachung & Formulierung dieser Anzeige habe ich allerdings so meine Zweifel, ob da nicht Männern wieder nur die Schuld in die Köpfe eingebläut werden soll, wenn auch unter dem Deckmantel der möglichen "Veränderung zum Positiven"
Grüsse,
Leser

Ganz richtig, einbläuen, Schuldgefühle schaffen und damit Politik machen, das ist die Absicht derer, die hinter den Kulissen die Fäden ziehen.
In deren Instituten gibt es das Projekt "Wie bekommen Jungen und Männer ein frauengerechtes Bild vom weiblichen Geschlecht" umgekehrt natürlich nicht. Das Land ist einem harten Kern ausgelutschter Feministinnen erlegen, der auch behaupten könnte, die Welt sei achteckig, es bliebe unwiedersprochen. Sie sind nicht erwachsen geworden und lehnen jegliche weibliche Mitverantwortung an Mißständen ab.

Grüsse
Friedwilli

Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit

Eugen Prinz, Wednesday, 13.10.2004, 15:01 (vor 7785 Tagen) @ Friedwilli

Als Antwort auf: Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit von Friedwilli am 13. Oktober 2004 09:40:08:

Mit unserer zentralen Frage "Gleichberechtigung" hat die Veranstaltung sicher nicht in erster Linie zu tun, eher mit Gesundheit, Sucht- und Kriminalitätsprävention. Ich finde es aber interessant, dass man sich zur Abwechslung auch mal um die Jungs bemühen will ... in welcher Form, das wird sich zeigen. Ich bleibe dran und berichte, sobald ich mehr erfahre.

Es wäre sicher ein gutes Zeichen gewesen, bei einer solchen Gelegenheit die Jungs zuerst zu nennen. Wir sollten allerdings berücksichtigen, dass unser Bewusstseinsstand in Fragen Gleichberechtigung, bzw. Benachteiligung von Jungens und Männern beileibe noch kein Allgemeingut ist.

Aber wir arbeiten ja daran...

Eugen

Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit

Friedwilli, Wednesday, 13.10.2004, 19:27 (vor 7785 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Starke Jungs - Themenabend Jungenarbeit von Eugen Prinz am 13. Oktober 2004 12:01:19:

Mit unserer zentralen Frage "Gleichberechtigung" hat die Veranstaltung sicher nicht in erster Linie zu tun, eher mit Gesundheit, Sucht- und Kriminalitätsprävention. Ich finde es aber interessant, dass man sich zur Abwechslung auch mal um die Jungs bemühen will ... in welcher Form, das wird sich zeigen. Ich bleibe dran und berichte, sobald ich mehr erfahre.
Es wäre sicher ein gutes Zeichen gewesen, bei einer solchen Gelegenheit die Jungs zuerst zu nennen. Wir sollten allerdings berücksichtigen, dass unser Bewusstseinsstand in Fragen Gleichberechtigung, bzw. Benachteiligung von Jungens und Männern beileibe noch kein Allgemeingut ist.
Aber wir arbeiten ja daran...
Eugen

Man muß natürlich bedenken, daß der Druck sich endlich um Jungen zu kümmer sehr stark geworden ist. Man braucht Projekte, auch wenn diese nur Vordergründig sind. Auf diese lässt sich verweisen, wenn der Vorwurf erhoben wird, für Jungs werde nichts getan. Gewalt ist insofern ein Thema, weil sie instrumentalisiert wird. Den Jungen wird man bestenfalls zeigen, wie sie mit Ihrer Gewaltneigung umgehen können. Wie das Entstehen der Gewaltneigung erkannt und geheilt werden kann, bzw wie diese gar nicht Fuß fassen kann, wäre Prävention mit bester Erfolgsaussicht.
Vielleicht ist es nicht zulässig, aber ich wage den Vergleich. Einen Hund, der einen Menschen einmal verletzt hat, würde ich ungern an meine Kinder lassen. Richtig erzogen, zeigt der Hund ein Sozialverhalten, daß Menschen gegenüber absolut friedlich ist. Menschen mit Hirn, setzen um was sie aus der Hirnforschung lernen. Sie vermeiden bei der Erziehung die Dinge, die Kinder schwerstens belasten können, geben sich nicht zufrieden, stellen Fragen, suchen bessere Lösungen. Vor allem aber haben sie nicht den Stein der Weisen gefressen und stellen sich bereitwillig zur Diskusion. Sie vertrauen darauf, daß Menschen unterscheiden zwischen guten und schlechten Argumenten. Können Meinungen frei ausgetauscht werden, setzen sich die besseren Argumente auf Dauer durch.

Gruß
Friedwilli

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