Kein Bedarf für Frauenpower
Top-Manager sind Männer
Kein Bedarf für Frauenpower
Frauen sind einer US-Studie zufolge in den Vorstandsetagen der 200 weltweit größten Unternehmen stark unterrepräsentiert. Nur 10,4 Prozent der insgesamt 2751 Sitze seien mit Frauen besetzt, berichtete die Gruppe "Corporate Women Directors International" in New York.
Die Organisation stellt DaimlerChrysler, das größte deutsche und nach Umsatz weltweit siebtgrößte Unternehmen an den Pranger, das nach diesen Angaben bis Ende Juni 2004 keine einzige Frau im Aufsichtsrat hatte. Unter den deutschen Unternehmen kommt die Deutsche Post mit sechs Frauen am besten weg.
Die Deutsche Post liegt in der Liste der Organisation als bestes deutsches Unternehmen auf dem 6. Platz mit einem Frauenanteil von 30 Prozent im Aufsichtsrat. Angeführt wird die Liste von Albertsons, einer US-Supermarkt- und Drogistenkette mit 50 Prozent, gefolgt von der norwegischen Statoil mit 44,4 Prozent. Vertreten sind auch die Deutsche Bank und die Metro AG (beide mit 25 Prozent Platz 9).
Die Organisation, ein Zusammenschluss von Unternehmerinnen, die den Anteil von Frauen in Führungsetagen erhöhen wollen, verweist auf Studien, wonach ein direkter Zusammenhang zwischen gut gemischten Aufsichtsräten und der "Kreation von Mehrwert für die Aktionäre" (Shareholder value creation) besteht. Sie fordert Unternehmen auf, das Anforderungsprofil für Führungskräfte zu verändern. Von allein ändere sich in den obersten Etagen nichts, weil Frauen gar nicht die Chance bekämen, die verlangte Erfahrung für Führungspositionen zu erwerben.
Unter den nach der Forbes-Liste 200 größten Unternehmen sind 78 US-Firmen, 27 japanische und je 20 französische und deutsche Unternehmen. Insgesamt sind 21 Länder vertreten.
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- Kein Bedarf für Frauenpower -
Andreas,
09.10.2004, 17:51
- Quotenfrau zu sein reicht halt nicht immer aus... - Sven, 09.10.2004, 18:50