Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Ruth Teibold-Wagner, Thursday, 07.10.2004, 15:01 (vor 7791 Tagen)

Ich finde es gemein, dass immer behauptet wird, Frauen wären nicht komisch, sie könnten nicht richtig Witze erzählen, es gäbe keine guten weiblichen Kabarettistinnen oder Clowns usw. Selbt im Theater gibt es traditionell eigentlich nur ein einziges witziges weibliches Rollenfach: Das der "komischen Alten" (nein, damit bin NICHT ich gemeint). Das sagt genug. Dass Anke, die angeblich "witzigste" Frau im deutschen Fernsehen, gescheitert ist, spricht Bände.

Denkt mal darüber nach, WARUM es so wenige „witzige“ Frauen gibt.

Um das zu verstehen, können wir uns überlegen, warum es massenhaft witzige Männer gibt. Worin besteht eigentlich der "Witz" von Männern?

Männlicher Witz besteht sehr häufig aus Selbsthumor. Er resultiert daraus, dass sich MÄCHTIGE, nämlich eben Männer, SELBST auf die Schippe nehmen, dabei aber souverän bleiben. Aus diesem Kontrast resultiert die Komik. Die Selbstironie ist geradezu ein Wesensmerkmal guten Männer-Humors. Ein Mann stellt sich, verkleidet als dummer August, auf die Bühne und wirkt von vornherin lustig. Warum? Weil ein Mann, also ein Mächtiger, sich selbst karikiert. Das ist der Kern männlichen Humors.

Frauen können das nicht so leicht - Ganz einfach weil sie weniger Macht haben.
Eine Frau, die sich als Clown mit roter Nase auf die Bühne stellt, wirkt selten von vornherein komisch. Da Frauen weniger Macht haben, können sie sich nicht selbst auf die Schippe nehmen. Deshalb wirken sie nicht komisch, auch wenn sie es krampfhaft versuchen. Es wirkt bei Frauen oft verkrampft, wenn sie komisch sein wollen.

Der Schwächere KANN sich nicht selbst auf die Schippe nehmen. Wie soll der Schwächere selbstironisch sein können? Nur der Mächtigere kann das.
Die Tatsache, dass es keine weiblichen Komiker gibt, BEWEIST geradezu die Ohnmacht von Frauen. Eine Frau, die selbstironisch sein will, ist so wenig witzig, wie ein Sklave, der selbstironich sein will. Ein Sklave kann nur UNGEWOLLT komisch, also LÄCHERLICH, PEINLICH, sein. Genauso wirkt eine Frau, die gezielt komisch sein WILL, meistens UNGEWOLLT komisch, lächerlich, peinlich.

Zusammengefaßt:
Witzig sein zu können, bedeutet, Macht zu haben. ÜBER Männer lacht mach, Frauen lacht man AUS. Männer wirken komisch, Frauen wirken lächerlich.

Und Anke? Ein paar Anke-"Gags" habe ich extra aufgeschrieben. Lest sie doch selbst mal – da versteht Ihr, was ich meine:

„Viele Frauen haben sich so lange nicht die Beine rasiert – die wissen gar nicht, dass sie Orangenhaut haben!“ Ein mißlungener Versuch weiblicher Selbstironie - das ist es, was ich meine.

„Auch die deutschen Athleten hatten Kameras dabei. Im Grunde genommen lief auch jeder Zweite mit so einem Ding herum. Und das wird wahrscheinlich die Verwandtschaft sehr freuen hier in Deutschland. Die Athleten kommen nach Hause: ´Hallo, bin wieder da, habe keine Medaille, aber 500 Stunden Videomaterial, habe alles aufgenommen, was nicht geklappt hat´. Super.“
Warum mißlingt Anke dieser Witz? Weil er von einer Frau erzählt wird. Denn wir denken, dass eine Frau keinen Sportsgeist hat und deshalb keine Witze über Sport machen kann.

„Die deutschen Athleten konnten Sie übrigens erkennen an den Schwielen an den Händen, und zwar nicht, weil sie so hart trainiert hatten, sondern weil sie den Konkurrenten immer gratulieren mussten.“
Das hört sich so an, als rede eine Blinde von Farben.

Ankes peinlichster Witz, wegen dem ich fast in den Erdboden versunken bin:

„Drei Milliarden Zuschauer hatte die sensationelle Abschlussveranstaltung der Olympischen Spiele – das müsste eigentlich heute Abend zu toppen sein, da bin ich ganz zuversichtlich.“

Da erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar. Warum wirkt dieser "Witz" peinlich? - Weil jeder weiß, dass Ankes Show von niemandem geguckt wurde. Und zwar WIRKLICH nicht geguckt wurde. Weil es eine völlig verunglückte Show war. Und es ist eben nicht witzig, wenn über etwas, das REAL verunglückt ist, ein Witz gemacht wird. Es ist nicht witzig, jemanden, der sowieso unten ist, noch zusätzlich zu treten.

Umgekehrt: Mächtige durch den Kakao zu ziehen, das ist witzig. Und das können Männer eben von vornherein durch Selbstironie.

Frauen können eigentlich nur witzig sein, wenn sie Männer veräppeln. Männer können sehr wohl witzig sein, wenn sie sich selbst veräppeln.

Ich habe immer noch eine Hoffnung:
Vielleicht hat Anke das alles wissentlich mit Absicht getan - Dann war es einer der größten Gags, die jemals gebracht wurden.

Gruß Ruth

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Nikos, Thursday, 07.10.2004, 15:28 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Frauen haben sehr veil Macht, viel mehr als du denkst. Zumindest in Griechenland ist es so (ja-ja). Ich rede von echte Macht, nicht das (jammerliche) so-tun-als-ob in Deutschland..

Nur weil Frauen wie die Männer sein wollen, ihre eigene Identität vergessen und Männer-Witze erzählen wollen und sie "besiegen" und "vernichten" wollen, deswegen wirken sie nicht witzig.

Wenn sie sich auf sich selbst konzentrieren würden, auf ihr eigenes Tun und Lassen, wären sie längst da, wo sie hin wollen. Kein Mann hat ein Interesse daran, sie "unterdrückt" zu halten, so lange er auch nicht unterdrückt von den Frauen wird.

Von mächtigen Männern in Deutschland kann echt gar keine Rede sein.. Die Jungs sind grundsätzlich mit geschenktem Kopf unterwegs, schau dich mal um.

Liebe Grüße
Nikos


Warum Frauen nicht witzig wirken.

Mic, Thursday, 07.10.2004, 17:29 (vor 7791 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Nikos am 07. Oktober 2004 12:28:50:

Wenn sie sich auf sich selbst konzentrieren würden, auf ihr eigenes Tun und Lassen, wären sie längst da, wo sie hin wollen.

Nikos, du glaubst noch immer die wüssten wo sie hin wollen? Welch eine romantische Vorstellung.

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Magnus, Thursday, 07.10.2004, 15:39 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Ich denke, was du geschrieben hast, ist zur hälfte Richtig.

Männer können sich über sich selbst lustig machen. Sie haben einfach Humor. Frauen können das grundsätzlich nicht. Sie sind unheimlich empfindlich und haben keinen Eigenhumor. Sie können sich nur über andere lustig machen, aber nicht über sich selbst. Männer können beides.

Das hat nichts mit Macht zu tun, sondern mit Eitelkeit. Die "Macht" ist in Deutschland für den einfachen Menschen so gut wie gleichverteilt. Männer und Frauen sind schlichtweg zwei verschiedene Charaktere. Während sich Männer über ihren Bierbauch lustig machen können, ist bei Frauen das Speckröllchen tabu. Frauen glauben immer um Anerkennung kämpfen zu müssen und sind deswegen die schlechteren Komiker, weil sie sich somit selbst nicht auf die Schippe nehmen können und immer Angst haben, sich selbst schlecht darzustellen. Ein Stefan Raab hat diese Sorge nicht, selbst wenn er zweimal vom Pferd fliegt. Das zweite Beispiel ist Mr. Bean. Ein Mann, der sich selbst zum Affen macht und einen bestimmten Charakter spielt, den eine Frau aus Stolz nie annehmen könnte. Aber das macht Bean - zugegeben ein ziemlich einfacher Humor - so erfolgreich. Mit "Macht" hat das aber nichts zu tun.

Man hat übrigens festgestellt, dass Männer doppelt oder dreimal häufiger Lachen alsFrauen und aus diesem Grund sogar häufiger (Lach-)weinen. Keine Ahnung, welche Studie das war - aber aus eigener Erfahrung habe ich schon oft erlebt, dass Männer bis zum Tränenfluss gelacht haben - oft auch über einfache Dinge - als das Frauen es tun.

Frauen sind viel zu verbissen, können meist nur über die Witze richtig lachen, wo das andere Geschlecht fertiggemacht wird etc. Bis jetzt hat mir noch keine Frau einen Witz erzählt, in dem nicht der Mann zum Affen gemacht wurde. Von Männern hingegen hört man die ganze Bandbreite von Witzen. Von vulgär bist genial, von Geschlechterkampf bis Selbstironie, vom Alltäglichen bis Fachmännischen - alles völlig locker und ungezwungen. Frauen haben das (natürlich im Durchschnitt gesehen) einfach nicht drauf - viel zu verkrampft und viel zu viel Stolz und nachtragend sind sie auch. (Deswegen muss man ja in einer Beziehung sich nie die eigenen Fehler merken, denn Frauen vergessen diese bekanntlich nie ;-) )

Magnus

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Guildo, Thursday, 07.10.2004, 15:42 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Oh je, nicht schon wieder das altbekannte Lügenmärchen vom MÄCHTIGEN Mann und der MACHTLOSEN Frau. Wenn Männer tatsächlich mal was zu sagen haben, dann nur mit Billigung der Frauen!

Witzig sein zu können, bedeutet, Macht zu haben. ÜBER Männer lacht mach, Frauen lacht man AUS. Männer wirken komisch, Frauen wirken lächerlich.

Irrtum! Die besten Witze entstanden unter oder im Angesicht von Diktatur und Unterdrückung. Von Charlie Chaplins Film "Der große Diktator" bis zu den Witzen in der DDR und im Ostblock, die gekonnt die politische Situation aufs Korn nahmen, reicht die Palette. Nicht zu vergessen den Hofnarren früherer Zeiten, der als einzige mit dem König und den ganzen Herrschenden seinen Spott treiben durfte, ohne gleich unliebsame Bekanntschaft mit dem Scharfrichter zu machen.

Gruß vom Guildo

PS: Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, das deine bizarren "Thesen" ernstgemeint sind. Ist da wieder die Femi-Fraktiom zwecks Volksbelustigung am Werke?

Zustimmung!

Magnus, Thursday, 07.10.2004, 15:50 (vor 7791 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Guildo am 07. Oktober 2004 12:42:59:


[quote][quote]Witzig sein zu können, bedeutet, Macht zu haben. ÜBER Männer lacht mach, Frauen lacht man AUS. Männer wirken komisch, Frauen wirken lächerlich.[/quote][/quote]
[quote]Irrtum! Die besten Witze entstanden unter oder im Angesicht von Diktatur und Unterdrückung. Von Charlie Chaplins Film "Der große Diktator" bis zu den Witzen in der DDR und im Ostblock, die gekonnt die politische Situation aufs Korn nahmen, reicht die Palette. Nicht zu vergessen den Hofnarren früherer Zeiten, der als einzige mit dem König und den ganzen Herrschenden seinen Spott treiben durfte, ohne gleich unliebsame Bekanntschaft mit dem Scharfrichter zu machen.
[/quote]

Das kommt auch noch dazu! Aber auch das halte ich für typisch männlich. Männer interessieren sich mehr für Politik und können eine (schlimme) Situation, in der sie sich selbst befinden, noch mit Humor auflockern. Sie sind auch politisch interessierter, um in diesem Genre gute Witze abzuliefern. Frauen betrachten Politik mehr als Schlachtfeld, in dem sie sich behaupten müssen und wenn darüber Witze gemacht werden, dann meist nur über unfähige Männer, aber nicht über eine Situation als solches, die indirekt beschrieben wird. Frauen könnten auch nie Witze über Frauenbeauftrage oder die geplante Männersteuer oder sonstige machen, in denen sie sich über diese Forderungen lustig machen. Wenn sie es tun würden, dann wärs vielleicht sogar witzig und sie hätten Erfolg. Aber wie gesagt: Frauen können nicht über sich selbst witze reißen.....

Magnus

Re: Zustimmung!

michail, Friday, 08.10.2004, 01:39 (vor 7791 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Zustimmung! von Magnus am 07. Oktober 2004 12:50:14:

Zwei weitere Gedanken vielleicht dazu, Magnus:

1. Im Aktions-Klamauk: Der Witz beruht auf ungeschehenem Unglück, auf abgewendete Gefahr oder Betrübnis. Nur, anders als im dramatischen Abenteuer, stehen die Faktoren, die das Happyend bescheren, nicht adäquat zu den Eigenschaften des Helden, sondern entstehen unerwartet im Lauf der Handlung durch ‚witzige’ Umkehrung der Handlungskonsequenzen. (Per Zufall schlägt der sympathische Schwächling den bösen Giganten KO; wir lachen, wenn ersterer zufällig so auf das Ende der Stange tritt, daß ihr anderes Ende den Bösewicht erwischt.) Somit fungiert der Witz als glückliche Umkehrung gefährlicher Grenzsituationen.

Da Gesellschaften bekanntlich für Gefahreinsätze, Grenzerfahrungs-Situationen etc. ausschließlich Männer bestimmten, wird die Frau, als weniger Gefahren ausgesetzt, auch unbewußt zögerlicher daran gehen, bloß den glücklichen Ausgang im Witz für sich zu beanspruchen.

2. Blödelei: Sie verlangt das Ablegen der Anmut. Das Prinzip der ätherisch anmutigen Frau, zu welcher der Mann hin zu kommen hat, um ihr sein Begehren kundzutun, wird verraten. Frauen verübeln (ebenfalls unbemerkt) anderen Frauen, wenn sie als Witzfiguren auftreten. Ausnahmen: Ungewollte Naivität bei bestechender Schönheit (Marilyn Monroe, Brigitte Bardot usw.) oder Pothäßlichkeit und Alter. Warum? Im ersten Fall bleibt die Macht des Begehrtseins trotz eintretender Belustigung erhalten. Im zweiten ist solche Macht ohnehin nicht in Vertretung, kann also nicht verschleudert werden.

Meine ich

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Magnus, Thursday, 07.10.2004, 15:54 (vor 7791 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Guildo am 07. Oktober 2004 12:42:59:

Irrtum! Die besten Witze entstanden unter oder im Angesicht von Diktatur und Unterdrückung. Von Charlie Chaplins Film "Der große Diktator" bis zu den Witzen in der DDR und im Ostblock, die gekonnt die politische Situation aufs Korn nahmen, reicht die Palette.

Da fällt mir noch was ein. In der DDR hat mal ein Chef einer "Weberei", in denen gewoben und gesponnen (Fadenerzeugung) wurde, zu einer "Wahl" folgendes Plakat entworfen: "Wir Spinner wählen die SED" ;-)

Magnus

Der Charlys-Tante-Effekt...

Ruth Teibold-Wagner, Thursday, 07.10.2004, 16:59 (vor 7791 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Guildo am 07. Oktober 2004 12:42:59:

Irrtum! Die besten Witze entstanden unter oder im Angesicht von Diktatur und Unterdrückung. Von Charlie Chaplins Film "Der große Diktator" bis zu den Witzen in der DDR und im Ostblock, die gekonnt die politische Situation aufs Korn nahmen, reicht die Palette. Nicht zu vergessen den Hofnarren früherer Zeiten, der als einzige mit dem König und den ganzen Herrschenden seinen Spott treiben durfte, ohne gleich unliebsame Bekanntschaft mit dem Scharfrichter zu machen.

Genau meine Rede.
Deshalb sage ich ja: Wenn Frauen witzig sein wollen, können sie nur Männer veräppeln. Wenn Männer witzig sein wollen, können sie andere Männer oder sich SELBST (der CLOWN!), oder auch (in geringerem Maße) Frauen veräppeln (Vorsicht: Frauendfeindlichkeit!:-)).

Männer haben also eine größere Bandbreite an Zielen für ihren Witz.
Vor allem (!) haben sie die Möglichkeit der Eigen-Ironie:
Wenn ein Mann einen selbstironischen Witz über seine Glatze macht, lacht alles, ohne dass der Mann auch nur im geringsten "sein Gesicht" verlieren würde. Im Gegenteil. Man sagt: "Der Kerl ist klasse, der hat Humor."
Wenn eine Frau eine Glatze hat, kann sie darüber keinen selbstironischen Witz machen. Niemand würde das verstehen. Es würde peinlich wirken.

Der Unterschied liegt also in erster Linie in der SELBST-Ironie. Diese beherrschen Männer virtuos und Frauen sind darin völlige Stümper.
(Das soll mal ein Kompliment an die Männer sein. Ausnahmsweise.)
Es ist auch eine subtile Form von Selbstironie, wenn Männer sich über andere Männer, vor allem mächtige Männer, lustig machen.

Aber warum wohl? Warum gilt es als witzig, wenn ein Mann sich als Frau verkleidet (Charly´s-Tante-Effekt), aber kein Mensch findet es auch nur im geringsten witzig, wenn sich eine Frau als Mann verkleidet? Wenn sich eine Frau als Mann verkleidet und versucht, in dieser Travestie komisch zu wirken, lacht niemand, es erscheint eher als peinlich.

Witziger Gruß

Ruth

Selbstironie

Mic, Thursday, 07.10.2004, 17:08 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Der Charlys-Tante-Effekt... von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 13:59:24:

Der Unterschied liegt also in erster Linie in der SELBST-Ironie. Diese beherrschen Männer virtuos und Frauen sind darin völlige Stümper.

Eben, es gibt ja wohl auch im Verhalten von Frauen Dinge, die für Spott was hergeben, nur welche Frau würde das tun?

Re: Der Charlys-Tante-Effekt...

Guildo, Thursday, 07.10.2004, 20:35 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Der Charlys-Tante-Effekt... von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 13:59:24:

Hallo, Ruth!

Deshalb sage ich ja: Wenn Frauen witzig sein wollen, können sie nur Männer veräppeln. Wenn Männer witzig sein wollen, können sie andere Männer oder sich SELBST (der CLOWN!), oder auch (in geringerem Maße) Frauen veräppeln (Vorsicht: Frauendfeindlichkeit!:-)).

Das hat aber jedoch nichts mit Macht oder Ohnmacht zu tun.

Männer haben also eine größere Bandbreite an Zielen für ihren Witz.
Vor allem (!) haben sie die Möglichkeit der Eigen-Ironie:
Wenn ein Mann einen selbstironischen Witz über seine Glatze macht, lacht alles, ohne dass der Mann auch nur im geringsten "sein Gesicht" verlieren würde. Im Gegenteil. Man sagt: "Der Kerl ist klasse, der hat Humor."
Wenn eine Frau eine Glatze hat, kann sie darüber keinen selbstironischen Witz machen. Niemand würde das verstehen. Es würde peinlich wirken.
Der Unterschied liegt also in erster Linie in der SELBST-Ironie. Diese beherrschen Männer virtuos und Frauen sind darin völlige Stümper.

Wenn Männer hier etwas besser können als Frauen, dann hat das ebenfalls nichts mit Macht zu tun. Männer und Frauen sind eben verschieden, der eine kann dies besser, die andere jenes. Auch Jahrzehnte der feministischen Gleichmacherei können daran nichts ändern.

(Das soll mal ein Kompliment an die Männer sein. Ausnahmsweise.)

Schön!

Es ist auch eine subtile Form von Selbstironie, wenn Männer sich über andere Männer, vor allem mächtige Männer, lustig machen.
Aber warum wohl? Warum gilt es als witzig, wenn ein Mann sich als Frau verkleidet (Charly´s-Tante-Effekt), aber kein Mensch findet es auch nur im geringsten witzig, wenn sich eine Frau als Mann verkleidet? Wenn sich eine Frau als Mann verkleidet und versucht, in dieser Travestie komisch zu wirken, lacht niemand, es erscheint eher als peinlich.

Dies liegt am gesellschaftlichen, vor allem von Frauen getragenen Konsens, das Männer, die eher weibliche Züge haben, lächerliche Figuren und Schwächlinge sind. Hier wirkt das Bild vom starken Mann, den die Frauen auch als härtestes Emanzen stets bevorzugen, noch nach. Ein Mann, der sich nun als Frau verkleidet, sich bewußt dieser Lächerlichkeit preisgibt, bedient dabei dieses Klischee. Eine Frau, die männliche Züge aufweist, gilt keineswegs als lächerlich. Dieses Bild ist eher positiv besetzt mit Begriffen wie "Powerfrau" und "ich kann alles genauso gut wie ein Mann, ja sogar noch besser". Eine Frau, die sich als Mann verkleidet, zeigt sich nur in einer Position, die sie heute durch übertriebene Emanzipation längst inne hat. Und das findet keiner komisch. Der Frau dient dies eher als Vorbild, dem Mann aber wird auf einmal seine tatsächliche Stellung in unserer Gesellschaft vor Augen geführt, worüber er logischerweise nicht mehr lachen kann. Auch hier sind Macht und Machtlosigkeit ohne Bedeutung. Hier geht es eher darum, dass der Mann nach wie vor eine exakt vorgebene Rolle und Verhaltensweise im Leben zu spielen hat. Weicht er von ihr ab, wird er zum Gespött aller, vor allem aber der Frauen. Frauen haben im Gegensatz dazu keine feste Rollenerwartung, sie können frei wählen zwischen"Weibchen" und "Kampflesbe" - irgendwer klatscht immer Beifall. Daher läßt sich eine Frau, als Mann verkleidet auch so schlecht als Humor verkaufen.

Witziger Gruß

Ebenfalls ein herzliches Lachen zum Gruß
Guildo

Re: Der Charlys-Tante-Effekt...

susu, Thursday, 07.10.2004, 23:33 (vor 7791 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Der Charlys-Tante-Effekt... von Guildo am 07. Oktober 2004 17:35:35:

Daher läßt sich eine Frau, als Mann verkleidet auch so schlecht als Humor verkaufen.

Ich rate dir an, dir mal Kings & Disasters von Werner Hirsch, aka Antonia Baehr zu schauen. Oder am Samstag den 11.12.2004 in´s Kunstwerk Köln zu kommen.

susu

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Garfield, Thursday, 07.10.2004, 16:07 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Hallo Ruth!

Also, deiner These, daß Frauen nicht witzig wären, weil sie weniger Macht hätten, kann ich nun wirklich nicht folgen. Denn schon die Basis dieser These ist real nicht vorhanden.

Im Allgemeinen haben ja vor allem diejenigen echte Macht, die das meiste Geld haben. Und Geld sammelt sich schon lange vor allem bei Frauen. Schon im Mittelalter gab es nicht wenige steinreiche Frauen, die ihren Reichtum weniger durch eigene Arbeit, dafür aber mehr durch Erbschaften von verschiedenen verstorbenen Ehemännern erhalten haben. Und es ist ein feministisches Märchen, daß die Frauen in früheren Zeiten keinen eigenen Besitz gehabt hätten.

Auch in islamischen Ländern sieht das übrigens nicht anders aus. Selbst in einem Land wie Saudi-Arabien, in dem die Menschen unter religiösen Einschränkungen leben, die durchaus mit denen des Taliban-Regimes vergleichbar sind, gibt es in den reichen Familien des Landes Frauen, die beispielsweise hohe Anteile an Banken haben.

Frauen in hohen Machtpositionen gab und gibt es überall, und somit ist deine Behauptung, Frauen wären nicht komisch, weil sie keine Macht hätten, schon ad absurdum geführt.

Die Machtstellung von Frauen ist häufig nur weniger offensichtlich als die von Männern. Frauen scheuen oft davor zurück, sich zu sehr in den Mittelpunkt zu stellen. Weil das zuweilen gefährlich ist. Das haben sie deshalb schon immer lieber den Männern überlassen.

Ein Beispiel: Im 11. Jahrhundert tobte auf deutschem Gebiet ein Bürgerkrieg zwischen Albrecht dem Bären und Heinrich dem Kühnen. Dieser Krieg wurde mit wechselndem Erfolg geführt und verwüstete große Teile Sachsens und anderer deutscher Gebiete. Auf den ersten Blick betrachtet war das ein Machtkampf unter Männern. Wenn man sich aber genauer damit befaßt, stellt man schnell fest, daß auf beiden Seiten sehr mächtige Frauen im Hintergrund die Fäden zogen. Auf der Seite Albrechts des Bären war es seine Mutter, während Heinrich der Kühne von einer Ex-Kaiserin unterstützt wurde. Beide Frauen setzten all ihre Macht und ihren Einfluß ein, um der jeweils von ihnen unterstützten Seite neue Anhänger zuzuführen.

Wie entscheidend ihr Einfluß war, zeigte sich nach dem Tod Heinrichs des Kühnen. Nun hätte ja eigentlich Albrecht der Bär die Oberhand gewinnen können, denn Heinrichs Sohn, Heinrich der Löwe, war noch zu jung, um allgemein als Anführer anerkannt zu werden. Man hätte also erwarten können, daß der Bürgerkrieg nun ein schnelles Ende finden würde.

Dem war aber nicht so. Die ehemalige Kaiserin hielt die Anhänger des verstorbenen Heinrichs eisern zusammen, und der Bürgerkrieg ging weiter. Erst als beide Frauen gestorben waren, schafften es einige Bischöfe, die beiden Parteien zum Frieden zu bewegen. Aber das gelang ihnen nur, weil diese beiden mächtigen Drahtzieherinnen jetzt nicht mehr im Hintergrund standen und den gegenseitigen Haß nicht mehr neu anfachten.

Im Übrigen finde ich keineswegs, daß Frauen nicht witzig sein können. Auch Anke Engelke kann durchaus witzig sein. Ob sie einen Harald Schmidt ersetzen kann, kann ich allerdings schlecht beurteilen. Ich habe die Harald-Schmidt-Show genauso wenig gesehen wie diese Nachfolge-Show von Anke Engelke. Ich denke, man hat es generell sehr schwer, wenn man in die Fußstapfen eines sehr beliebten Vorgängers treten muß. Versucht man, diesen Vorgänger möglichst gut zu imitieren, wird man das nie 100%ig schaffen und dann als billige Kopie dastehen. Versucht man dagegen, etwas Neues zu machen, dann wird man von den Fans des Vorgängers dafür auch verurteilt werden. Was man auch tut - es kann immer verkehrt sein. Das war wohl das Hauptproblem von Anke Engelke bei dieser Show. Denn Sendungen, die so spät kommen, werden oft nur von echten Fans gesehen. Und diese Fans wollen in diesem Fall eben Harald Schmidt und nicht Anke Engelke.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Max, Thursday, 07.10.2004, 17:22 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Hallo Eva,

leuchtet mir nicht ganz ein. Einen gnadenlos guten Witz würde ich beispielsweise finden, wenn zwei AfghanInnen zu Zeiten der Taliban (und einen schwächere Position als die der Frau unter den Taliban ist kaum vorstellbar, oder?) in einem Sketch beim Burkashopping zu sehen wären und die Eine die Andere unentschlossen fragt: "Was meinst du? Steht mir die Rote oder die Blaue besser?" Du siehst: Auch in einer Position der Machtlosigkeit könnte man einen guten Witz machen.
Natürlich könntest du jetzt einwenden, daß das kein guter Witz sei. Diesen Einwand würde ich dir aber nicht abnehmen, weil ich annehmen würde, daß du ihn nur bringen würdest, um Recht zu behalten.

Freundlicher Gruß - Max

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Morb, Thursday, 07.10.2004, 17:34 (vor 7791 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Max am 07. Oktober 2004 14:22:55:

Hallo Eva,
leuchtet mir nicht ganz ein. Einen gnadenlos guten Witz würde ich beispielsweise finden, wenn zwei AfghanInnen zu Zeiten der Taliban (und einen schwächere Position als die der Frau unter den Taliban ist kaum vorstellbar, oder?) in einem Sketch beim Burkashopping zu sehen wären und die Eine die Andere unentschlossen fragt: "Was meinst du? Steht mir die Rote oder die Blaue besser?" Du siehst: Auch in einer Position der Machtlosigkeit könnte man einen guten Witz machen.
Natürlich könntest du jetzt einwenden, daß das kein guter Witz sei. Diesen Einwand würde ich dir aber nicht abnehmen, weil ich annehmen würde, daß du ihn nur bringen würdest, um Recht zu behalten.
Freundlicher Gruß - Max

...da kursierte doch sogar vor nicht allzulanger Zeit was im Internet.
Zu sehen waren drei Burkha-Frauen mit der Unterschrift: Die Gewinnerinnen der 'Miss Taliban 2003', oder so ähnlich.
Aber nee, das war jetzt wirklich nicht lustig, und das hier auch nicht.

Gruß
Morb

:-) n/T

Ruth Teibold-Wagner, Thursday, 07.10.2004, 17:44 (vor 7791 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Max am 07. Oktober 2004 14:22:55:

Hallo Eva,
leuchtet mir nicht ganz ein. Einen gnadenlos guten Witz würde ich beispielsweise finden, wenn zwei AfghanInnen zu Zeiten der Taliban (und einen schwächere Position als die der Frau unter den Taliban ist kaum vorstellbar, oder?) in einem Sketch beim Burkashopping zu sehen wären und die Eine die Andere unentschlossen fragt: "Was meinst du? Steht mir die Rote oder die Blaue besser?" Du siehst: Auch in einer Position der Machtlosigkeit könnte man einen guten Witz machen.
Natürlich könntest du jetzt einwenden, daß das kein guter Witz sei. Diesen Einwand würde ich dir aber nicht abnehmen, weil ich annehmen würde, daß du ihn nur bringen würdest, um Recht zu behalten.
Freundlicher Gruß - Max

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

susu, Thursday, 07.10.2004, 17:44 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Hallo

Um das zu verstehen, können wir uns überlegen, warum es massenhaft witzige Männer gibt. Worin besteht eigentlich der "Witz" von Männern?
Männlicher Witz besteht sehr häufig aus Selbsthumor. Er resultiert daraus, dass sich MÄCHTIGE, nämlich eben Männer, SELBST auf die Schippe nehmen, dabei aber souverän bleiben. Aus diesem Kontrast resultiert die Komik. Die Selbstironie ist geradezu ein Wesensmerkmal guten Männer-Humors. Ein Mann stellt sich, verkleidet als dummer August, auf die Bühne und wirkt von vornherin lustig. Warum? Weil ein Mann, also ein Mächtiger, sich selbst karikiert. Das ist der Kern männlichen Humors.

Humor ist per Definition eine Gelassenheit, eine Fähigkeit zum Selbsttrost (Goldt, 2004). "Wer Humor hat, hat Distanz zu sich selbst, kann sich von weitem sehen, ist dadurch gegen Wut und Haß zwar nicht gefeit, wird aber nicht von ihnen aufgefressen." (ibid.). Was du als Humor bezeichnest ist die Komik. Komik ist aber keineswegs von Humor abhängig. Gerade vollkommen humorlose Leute wirken oft komisch, allerdings selten dann, wenn sie "witzig" sein wollen. Ein gutes Beispiel war beim von den öffentlich rechtlichen übertragenen ökumensichen Gottesdienst am 3.10 zu sehen, wo ein Typ plötlich anfing etwas von "Umkehr" und "Satan" zu rufen (womit er die Ökumene meinte). Ein völlig humorloser Mensch, der extrem komisch wirkte. Humorlosigkeit zu diggen, also als Stilmittel zur Erzeugung von Komik einzusetzen ist das Prinzip von Dada. Es erzeugt jene Komik, die Goldt mal als die möglicherweise beste bezeichnete, nämlich jene, die als "gewollt ungewollt komisch wirkend" erkannt werden könne.

Die Beziehung zwischen Komik und Macht ist ungleich komplizierter. Ein Witz (im folgenden als Sammelbegriff für das Komische benutzt) erzeugt ein Machtverhältnis dadurch, daß er ein Innen und ein Außen erzeugt, wobei das Innere dadurch privilegiert wird, daß es an der Komik des Witzes Teil hat. Der Witz ist in diesem Sinne Identitätsstiftend, als daß er eine dichotome Beziehung aufbaut "those who get it - those who don´t". Ich verdeutliche das Mal am Beispiel eines Witzes, der in Kreisen der Methematikstudis verbreitet ist: "In Nürnberg haben sie jetzt ein Epsilon gefunden, das ist so klein, das kann man schon fast als negativ betrachten". Darüber kann nur lachen, wer weiß was ein Epsilon ist (ob so ein Mensch das auch tut, hängt noch von weiteren Variablen ab, wie z.B. der schlechte des Geschmacks).

Der Schwächere KANN sich nicht selbst auf die Schippe nehmen. Wie soll der Schwächere selbstironisch sein können? Nur der Mächtigere kann das.

Das ist dementsprechend Unsinn. Trotz, oder gerade wegen des europäischen Anti-Semitismus bildete sich in Europa ein spezifischer jüdischer Witz (Auch hier ein Beispiel - Ein Rabbi wird gefragt: "Warum antwortet ihr Rabbis eigentlich auf jede Frage mit einer Gegenfrage?" "Und warum sollten wir Rabbis nicht auf jede Frage mit einer Gegenfrage antworten?"). Und Allison Bechdels Comics sind ebenfalls seit Ewigkeiten lustig. Aber eben: Richtig lustig nur, wenn mensch innen ist.

Und Anke? Ein paar Anke-"Gags" habe ich extra aufgeschrieben. Lest sie doch selbst mal – da versteht Ihr, was ich meine:
„Viele Frauen haben sich so lange nicht die Beine rasiert – die wissen gar nicht, dass sie Orangenhaut haben!“ Ein mißlungener Versuch weiblicher Selbstironie - das ist es, was ich meine.

Ich würde dazu sagen: Es handelt sich nicht um Selbstironie. "Viele Frauen" sind nicht Anke Engelke. Ungleich komischer ist es, wenn Alix Olson erklärt, im Sommer halte sie ihre Arme nach oben, damit die Vögel in ihren Achselhaaren nisten können.

„Auch die deutschen Athleten hatten Kameras dabei. Im Grunde genommen lief auch jeder Zweite mit so einem Ding herum. Und das wird wahrscheinlich die Verwandtschaft sehr freuen hier in Deutschland. Die Athleten kommen nach Hause: ´Hallo, bin wieder da, habe keine Medaille, aber 500 Stunden Videomaterial, habe alles aufgenommen, was nicht geklappt hat´. Super.“
Warum mißlingt Anke dieser Witz? Weil er von einer Frau erzählt wird. Denn wir denken, dass eine Frau keinen Sportsgeist hat und deshalb keine Witze über Sport machen kann.

Vieleicht auch deshalb, weil der Witz als solcher Mist ist. Ein drangehängtes: "100€ für die Pointe - Fehlinvestition, Brainpool" hätte da eventuell noch was reißen können. Oder einfach auf finnisch erzählen und dannach auf Deutsch und dazu sagen, daß die Pointe unter der Übersetzung leidet. Das was Schmidt in dieser Hinsicht ausgezeichnet hat, war ja nicht, daß er schlecht geschriebene Witze erzälte, sondern daß er mit der Situation, im Nachtprogramm schlecht geschriebene Witze darbieten zu müssen souverän umging.

susu

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Peter, Thursday, 07.10.2004, 18:01 (vor 7791 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von susu am 07. Oktober 2004 14:44:01:

Ich weiss nicht, ob deine Definitionen von Humor und Komik weit verbreitet sind, sie klingen vernuenftig, vor allem:

Der Witz ist in diesem Sinne Identitätsstiftend, als daß er eine dichotome Beziehung aufbaut "those who get it - those who don´t".

Ich verdeutliche das Mal am Beispiel eines Witzes, der in Kreisen der Methematikstudis verbreitet ist: "In Nürnberg haben sie jetzt ein Epsilon gefunden, das ist so klein, das kann man schon fast als negativ betrachten". Darüber kann nur lachen, wer weiß was ein Epsilon ist (ob so ein Mensch das auch tut, hängt noch von weiteren Variablen ab, wie z.B. der schlechte des Geschmacks).

Die (bessere) Kurzform lautet: "Sei Epsilon kleiner Null ..." - da lacht der Mathematiker, und die anderen wundern sich. Warum du aber Gefallen an diesem Insider-Witz gleich an die Schlechte des Geschmackes koppeln muss, solltest du dir selber nochmal erklaeren; nur weil du mal draussen bist, ist der Witz noch nicht schlecht, nur halt fuer dich weniger lustig.

Der Schwächere KANN sich nicht selbst auf die Schippe nehmen. Wie soll der Schwächere selbstironisch sein können? Nur der Mächtigere kann das.
Das ist dementsprechend Unsinn. Trotz, oder gerade wegen des europäischen Anti-Semitismus bildete sich in Europa ein spezifischer jüdischer Witz

Ein gutes Gegenbeispiel zur These, die Maechtigeren koennten besser Witze machen. Dagegen ist es schon so, dass die Umstehenden ueber den Witz eines Maechtigen lauter lachen.

Gruss,

Peter

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

susu, Thursday, 07.10.2004, 22:19 (vor 7791 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Peter am 07. Oktober 2004 15:01:54:

Die (bessere) Kurzform lautet: "Sei Epsilon kleiner Null ..." - da lacht der Mathematiker, und die anderen wundern sich. Warum du aber Gefallen an diesem Insider-Witz gleich an die Schlechte des Geschmackes koppeln muss, solltest du dir selber nochmal erklaeren; nur weil du mal draussen bist, ist der Witz noch nicht schlecht, nur halt fuer dich weniger lustig.

"Sei Epsilon kleiner Null" finde ich auch noch lustig. Ich habe die andere formulierung leider öfter gehört und finde sie einfach stilistisch nicht so gut. Ich hab noch einen ganz schlechten:
"Was passiert wenn sich ein Sinus einen Cosinus vorstellt?" - "Bekommt eine e-rektion". Die Pointe kann mensch Leuten, die keine Mathe-Vorlesungen besucht haben noch nicht mal kurz erklären...

Dagegen ist es schon so, dass die Umstehenden ueber den Witz eines Maechtigen lauter lachen.

Und zwar um so lauter, je schlechter der Witz...

susu

Unfreiwillige Komik - Der tragische Fall Anke.

Ruth Teibold-Wagner, Thursday, 07.10.2004, 18:51 (vor 7791 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von susu am 07. Oktober 2004 14:44:01:

Hallo

Humor ist per Definition eine Gelassenheit, eine Fähigkeit zum Selbsttrost (Goldt, 2004). "Wer Humor hat, hat Distanz zu sich selbst, kann sich von weitem sehen, ist dadurch gegen Wut und Haß zwar nicht gefeit, wird aber nicht von ihnen aufgefressen." (ibid.).

Genau.
Eine besondere Spielart des Humors ist der "Galgen"-Humor. Es gab einen "Ketzer", ich weiß nicht mehr welcher das war, der sagte, bevor sie den Scheiterhaufen anbrannten, zu den anwesenden kirchlichen Würdenträgern:
"Aber dass Ihr mich auch wirklich gut durchbratet. Ich möchte ein guter Braten werden.", oder so ähnlich.
Dieser Spruch ging in die Geschichte ein, alle haben Respekt vor dem Kerl, der sich sogar noch angesichts des Todes mit Galgenhumor über die sadistischen Machthaber lustig machte.

Der Witz von den zwei afghanischen Frauen, die sich im Burka-Laden darüber unterhalten, ob eine mausgraue oder doch lieber eine asphaltgraue Burka dem aktuellen Modetrend mehr entspräche, würde ich auch in diese Kategorie des Galgenhumors einordnen, angesichts dessen einem der sprichwörtliche Bissen im Hals stecken bleiben kann. Es ist richtig, dass es Galgen-Humor auch bei Frauen gibt. Es gibt z.B. eine schweizerische Clownin, die ich mal gesehen habe, die eine PUTZFRAU spielt und durch Situationskomik die Autorität absolut lächerlich macht.
Das gibt es bei Frauen aber sonderbarerweise selten.
Charlie, der Tramp, der die Polizei von vorne bis hinten verarscht, war eben männlich.

Was du als Humor bezeichnest ist die Komik. Komik ist aber keineswegs von Humor abhängig. Gerade vollkommen humorlose Leute wirken oft komisch, allerdings selten dann, wenn sie "witzig" sein wollen.

Unfreiwillige Komik eben. Der tragische Fall Anke.

Der echte Clown aber WIRKT tatsächlich komisch. Der Clowndarsteller HAT Humor insofern, dass er sich selbst zum Deppen macht, über den gelacht wird, indem er z.B. in unmöglichem Aufzug, der jeglicher gesellschaftlicher Konvention Hohn spricht oder die gesellschaftliche Konvention durch extreme Übertreibung karikiert, herumläuft, oder in situationskomische Fallen tappt, indem ihm z.B. irgend etwas peinliches passiert, er dieses Peinliche dann gut meinend, aber blöd handelnd "auszubessern" versucht und es in Wahrheit immer nur noch schlimmer macht. Als Zuschauer sitzen wir da und möchten ihm am liebsten helfen, können es aber nicht und lachen uns über den armen Kerl halbtot.

Das ist doch Humor, der Komik bewirkt. Humor bewirkt hier Komik.

Der ewige Klassenkasper ist eine ähnliche Figur. Er wirkt gewollt komisch, indem er totalen Quatsch macht, völlige Scheiße baut, so dass man meint, der hätte nicht alle beisammen. Dabei kann der hochintelligent sein. Ich gebe zu, dass in dem Fall die Grenzen fließend sind. Aber gerade dieses Spiel mit der Grenze zwischen unfreiwilliger und freiwilliger Komik gehört zur Komik unbedingt mit dazu.

Ein gutes Beispiel war beim von den öffentlich rechtlichen übertragenen ökumensichen Gottesdienst am 3.10 zu sehen, wo ein Typ plötlich anfing etwas von "Umkehr" und "Satan" zu rufen (womit er die Ökumene meinte). Ein völlig humorloser Mensch, der extrem komisch wirkte.

Falsch. Das war nicht "komisch", sondern "lächerlich". Ich konnte nur hämisch und zynisch lachen. Das hatte nichts befreiendes.

Humorlosigkeit zu diggen, also als Stilmittel zur Erzeugung von Komik einzusetzen ist das Prinzip von Dada. Es erzeugt jene Komik, die Goldt mal als die möglicherweise beste bezeichnete, nämlich jene, die als "gewollt ungewollt komisch wirkend" erkannt werden könne.

Auf jeden Fall.

Die Beziehung zwischen Komik und Macht ist ungleich komplizierter. Ein Witz (im folgenden als Sammelbegriff für das Komische benutzt) erzeugt ein Machtverhältnis dadurch, daß er ein Innen und ein Außen erzeugt, wobei das Innere dadurch privilegiert wird, daß es an der Komik des Witzes Teil hat. Der Witz ist in diesem Sinne Identitätsstiftend, als daß er eine dichotome Beziehung aufbaut "those who get it - those who don´t". Ich verdeutliche das Mal am Beispiel eines Witzes, der in Kreisen der Methematikstudis verbreitet ist: "In Nürnberg haben sie jetzt ein Epsilon gefunden, das ist so klein, das kann man schon fast als negativ betrachten". Darüber kann nur lachen, wer weiß was ein Epsilon ist (ob so ein Mensch das auch tut, hängt noch von weiteren Variablen ab, wie z.B. der schlechte des Geschmacks).

Sehr gut.

Der Schwächere KANN sich nicht selbst auf die Schippe nehmen. Wie soll der Schwächere selbstironisch sein können? Nur der Mächtigere kann das.
Das ist dementsprechend Unsinn. Trotz, oder gerade wegen des europäischen Anti-Semitismus bildete sich in Europa ein spezifischer jüdischer Witz (Auch hier ein Beispiel - Ein Rabbi wird gefragt: "Warum antwortet ihr Rabbis eigentlich auf jede Frage mit einer Gegenfrage?" "Und warum sollten wir Rabbis nicht auf jede Frage mit einer Gegenfrage antworten?").

O.k., zugegeben. Warum bringen Frauen diese Art der Selbstironie und auch des Galgenhumors nur so wenig zustande?

Und Allison Bechdels Comics sind ebenfalls seit Ewigkeiten lustig. Aber eben: Richtig lustig nur, wenn mensch innen ist.
„Viele Frauen haben sich so lange nicht die Beine rasiert – die wissen gar nicht, dass sie Orangenhaut haben!“ Ein mißlungener Versuch weiblicher Selbstironie - das ist es, was ich meine.[/i]
Ich würde dazu sagen: Es handelt sich nicht um Selbstironie. "Viele Frauen" sind nicht Anke Engelke. Ungleich komischer ist es, wenn Alix Olson erklärt, im Sommer halte sie ihre Arme nach oben, damit die Vögel in ihren Achselhaaren nisten können.

Richtig.

„Auch die deutschen Athleten hatten Kameras dabei. Im Grunde genommen lief auch jeder Zweite mit so einem Ding herum. Und das wird wahrscheinlich die Verwandtschaft sehr freuen hier in Deutschland. Die Athleten kommen nach Hause: ´Hallo, bin wieder da, habe keine Medaille, aber 500 Stunden Videomaterial, habe alles aufgenommen, was nicht geklappt hat´. Super.“
Warum mißlingt Anke dieser Witz? Weil er von einer Frau erzählt wird. Denn wir denken, dass eine Frau keinen Sportsgeist hat und deshalb keine Witze über Sport machen kann.

Vieleicht auch deshalb, weil der Witz als solcher Mist ist. Ein drangehängtes: "100€ für die Pointe - Fehlinvestition, Brainpool" hätte da eventuell noch was reißen können. Oder einfach auf finnisch erzählen und dannach auf Deutsch und dazu sagen, daß die Pointe unter der Übersetzung leidet. Das was Schmidt in dieser Hinsicht ausgezeichnet hat, war ja nicht, daß er schlecht geschriebene Witze erzälte, sondern daß er mit der Situation, im Nachtprogramm schlecht geschriebene Witze darbieten zu müssen souverän umging.

Unbedingt. Darin besteht ja gerade die Fähigkeit zum Witz: Auch aus einem schlechten Witz einen Vortrag zu machen, so dass das Publikum Tränen lacht.
Und wenn notfalls der Witz darin besteht, dass der Witz sich über sich selbst lustig macht. Wie bei uns in der Fastnacht, wenn das Publikum beim Vortrag die Augen rollt und im Chor ruft: "au-au-au-au-au-au-au".
Bei uns gibt es einen Redner, der erzählt in der Fastnacht mit ABSICHT total dämliche Witze, die überhaupt nicht witzig sind. Da drehst Du durch, wenn Du das anhören mußt. Er sagt selbst immer wieder im Refrain: "Wie blöd!", aber genau das ist der Witz. Man lacht über ihn Tränen, obwohl, ja gerade WEIL die Witze, die er bringt, völlig witzlos sind. Unglaublich, der Kerl...
Warum ist es uns fast undenkbar, uns vorzustellen, dass eine Frau so etwas bringen könnte?

Anke hat öfter versucht, selbstironisch, auch clownesk zu sein, aber ich fand es fast jedesmal peinlich, ich konnte kein einziges Mal richtig lachen.
Bei Harald Schmidt habe ich allein schon gebrüllt wegen seinem Pseudo-Macht-ausströmenden schein-autoritären Outfit, welches in so eklatantem Gegensatz zu seiner Selbstironie stand, überhaupt nicht zu dem antiautoritären Umgang mit den "Mitarbeitern" paßte, und vor allen Dingen nicht im geringsten zu der herrlich befreienden political-correctness verletzenden Ironie in Übereinstimmung war. Also dieses Gebrochene zwischen Form und Gehalt finde ich wichtig, um Harald Schmidt´s Humor zu verstehen.

Gruß
Ruth

Re: Unfreiwillige Komik - Der tragische Fall Anke.

susu, Thursday, 07.10.2004, 23:17 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Unfreiwillige Komik - Der tragische Fall Anke. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 15:51:19:

Huhu

Genau.
Eine besondere Spielart des Humors ist der "Galgen"-Humor. Es gab einen "Ketzer", ich weiß nicht mehr welcher das war, der sagte, bevor sie den Scheiterhaufen anbrannten, zu den anwesenden kirchlichen Würdenträgern:
"Aber dass Ihr mich auch wirklich gut durchbratet. Ich möchte ein guter Braten werden.", oder so ähnlich.
Dieser Spruch ging in die Geschichte ein, alle haben Respekt vor dem Kerl, der sich sogar noch angesichts des Todes mit Galgenhumor über die sadistischen Machthaber lustig machte.

Stammt nicht von einem Ketzer sondern von einem katholischen Heiligen.

Unfreiwillige Komik eben. Der tragische Fall Anke.
Der echte Clown aber WIRKT tatsächlich komisch. Der Clowndarsteller HAT Humor insofern, dass er sich selbst zum Deppen macht, über den gelacht wird, indem er z.B. in unmöglichem Aufzug, der jeglicher gesellschaftlicher Konvention Hohn spricht oder die gesellschaftliche Konvention durch extreme Übertreibung karikiert, herumläuft, oder in situationskomische Fallen tappt, indem ihm z.B. irgend etwas peinliches passiert, er dieses Peinliche dann gut meinend, aber blöd handelnd "auszubessern" versucht und es in Wahrheit immer nur noch schlimmer macht. Als Zuschauer sitzen wir da und möchten ihm am liebsten helfen, können es aber nicht und lachen uns über den armen Kerl halbtot.

Ich weiß nicht, ob ich hier allein darstehe, aber ich finde Clowns nicht lustig...

Das ist doch Humor, der Komik bewirkt. Humor bewirkt hier Komik.
Der ewige Klassenkasper ist eine ähnliche Figur. Er wirkt gewollt komisch, indem er totalen Quatsch macht, völlige Scheiße baut, so dass man meint, der hätte nicht alle beisammen. Dabei kann der hochintelligent sein. Ich gebe zu, dass in dem Fall die Grenzen fließend sind. Aber gerade dieses Spiel mit der Grenze zwischen unfreiwilliger und freiwilliger Komik gehört zur Komik unbedingt mit dazu.

Ich würde gleiches behaupten. Clowns und Klassenkapers sind tragische Figuren. Auf mich wirkt das so, wie jener Sänger, der sich auf der Bühne mit Glasscherben den Körper zerschnitt und rief "Was muß ich denn noch alles tun, um eure Anerkennung zu finden." Gerade diese Art von "Komik" kommt nur bei jenen zum Vorschein, die ganz unten sind.

Falsch. Das war nicht "komisch", sondern "lächerlich". Ich konnte nur hämisch und zynisch lachen. Das hatte nichts befreiendes.

Im Gegensatz zu einem Clown war es aber ehrlich. Ich finde den Gedanken, daß es Leute gibt, die ernthaft auf die Idee kommen Apokalyptische Parolen in einen Gottesdienst zu rufen und einiges erheiternder, als das es Leute gibt, die sich für einen miesen Lohn täglich einen Eimer Wasser über die Rübe kippen lassen.

O.k., zugegeben. Warum bringen Frauen diese Art der Selbstironie und auch des Galgenhumors nur so wenig zustande?

Tun sie das? Sicher? Die Frage ist doch eher: Warum sind sie, wenn sie es zu Stande bringen so wenig öffentlich präsent.

Unbedingt. Darin besteht ja gerade die Fähigkeit zum Witz: Auch aus einem schlechten Witz einen Vortrag zu machen, so dass das Publikum Tränen lacht.
Und wenn notfalls der Witz darin besteht, dass der Witz sich über sich selbst lustig macht. Wie bei uns in der Fastnacht, wenn das Publikum beim Vortrag die Augen rollt und im Chor ruft: "au-au-au-au-au-au-au".

Irgendwie findest du anscheinend grundsätzlich Sachen lustig, die für mich den absoluten Tiefpunkt darstellen, was Komik angeht...

Bei uns gibt es einen Redner, der erzählt in der Fastnacht mit ABSICHT total dämliche Witze, die überhaupt nicht witzig sind.

Ich dachte das sei der Sinn von Fastnacht/Karneval... Alle wissen, da da jetzt nix kommt, was witzig ist, aber auch, daß Lachen Pflicht ist. Also konsumieren sie möglichst viel Alkohol. Das maximiert den Gewinn der Beteiligten Brauereien.

Warum ist es uns fast undenkbar, uns vorzustellen, dass eine Frau so etwas bringen könnte?
Anke hat öfter versucht, selbstironisch, auch clownesk zu sein, aber ich fand es fast jedesmal peinlich, ich konnte kein einziges Mal richtig lachen.

Ich fand sie immer sehr clownesk. Also eben nicht lustig.

Bei Harald Schmidt habe ich allein schon gebrüllt wegen seinem Pseudo-Macht-ausströmenden schein-autoritären Outfit, welches in so eklatantem Gegensatz zu seiner Selbstironie stand, überhaupt nicht zu dem antiautoritären Umgang mit den "Mitarbeitern" paßte, und vor allen Dingen nicht im geringsten zu der herrlich befreienden political-correctness verletzenden Ironie in Übereinstimmung war. Also dieses Gebrochene zwischen Form und Gehalt finde ich wichtig, um Harald Schmidt´s Humor zu verstehen.

Dazu kommt noch das elitäre. Schmidt hat irgendwann angefangen Risiken einzugehen. Einfach mal mit der eigenen Bildung koketterieren. Auf seine Art war das wie die Schlingensief-Sendungen, die es ja auch schon mal gab. Also Fernsehen, das faszinierte, weil es einfach mit den Grundsätzen eines Massenmediums brach - nämlich, daß es sich an die Massen richten sollte. Schmidt hatte dann trotzdem gute Quoten, einfach weil das kleine Segment, daß er ansprach für Schmidt wachblieb. Und das was bei Engelke nicht so der Fall. Es war kein Hochrisikofernsehen, sondern eben genau das, was man erwartet. Und dafür schaltet niemand täglich ein, aus Angst etwas außergewöhnliches zu verpassen.
Ich glaube das ist der Unterschied: Schmidt mußte niemandem mehr etwas beweisen und konnte einfach alles machen (diese Art von Souveränität fehlt auch einem Raab oder Lück, die immer auf den kleinsten gemeinsammen Nenner kommen wollen). Engelke hatte keinen Erfolg, weil sie ihn wollte...

susu

Das Clowneske = Die Endlos-Schleife existentieller Absurdität.

Ruth Teibold-Wagner, Friday, 08.10.2004, 13:12 (vor 7790 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Unfreiwillige Komik - Der tragische Fall Anke. von susu am 07. Oktober 2004 20:17:26:

Halli-hallo!

Ich weiß nicht, ob ich hier allein darstehe, aber ich finde Clowns nicht lustig...

Was findest Du denn lustig? :-)

Ich würde gleiches behaupten. Clowns und Klassenkapers sind tragische Figuren.

Auch Charlie der Tramp ist eine tragisch-melancholische Figur, die sich aus der tragischen Situation heraus durch Komik befreit, seine Würde durch Komik gewinnt.
Genauso wie der Clown. Zu der Befreiung gehört unbedingt das Lächerlichmachen der Autorität. Der klassische (2proletarische") Clown veräppelt den aufgetaktelten Weiß-Clown oder den Zirkusdirektor, Charlie veräppelt die Polizei oder den Chef.

Doch die Clownerie hat nicht nur eine soziale, sondern darüber hinaus noch eine existentielle Dimension: Zur Clownerie gehört der "Spaß an der Absurdität des Daseins", der sich z.B. in der Situationskomik zeigt, wenn der Clown immer wieder aufs neue auf den Rechen tritt, so daß der Stiel im an den Kopf haut.
Genauso wie der Clown, der endlos in irgendwelche Fallen der Objekte tappt, hängen wir ja alle zeitlebens in einer Endlos-Schleife der existentiellen Absurdität.
Diese unsere Lebens-Situation hat, distanziert von außen gesehen, etwas komisches.

Auf mich wirkt das so, wie jener Sänger, der sich auf der Bühne mit Glasscherben den Körper zerschnitt und rief "Was muß ich denn noch alles tun, um eure Anerkennung zu finden." Gerade diese Art von "Komik" kommt nur bei jenen zum Vorschein, die ganz unten sind.

Das würde ich eben nicht als Komik bezeichnen sondern als hilflose Lächerlichkeit.

Im Gegensatz zu einem Clown war es aber ehrlich. Ich finde den Gedanken, daß es Leute gibt, die ernthaft auf die Idee kommen Apokalyptische Parolen in einen Gottesdienst zu rufen und einiges erheiternder, als das es Leute gibt, die sich für einen miesen Lohn täglich einen Eimer Wasser über die Rübe kippen lassen.

Du lachst aber nicht ÜBER diese Leute, Du lachst sie AUS. Das ist der entscheidende Unterschied von Komik und Lächerlichkeit.

O.k., zugegeben. Warum bringen Frauen diese Art der Selbstironie und auch des Galgenhumors nur so wenig zustande?
Tun sie das? Sicher? Die Frage ist doch eher: Warum sind sie, wenn sie es zu Stande bringen so wenig öffentlich präsent.

Ist auch meine Frage.

Irgendwie findest du anscheinend grundsätzlich Sachen lustig, die für mich den absoluten Tiefpunkt darstellen, was Komik angeht...

Du bist eben ein bierernster Intellektueller, der keinen Spaß versteht.

Bei uns gibt es einen Redner, der erzählt in der Fastnacht mit ABSICHT total dämliche Witze, die überhaupt nicht witzig sind.
Ich dachte das sei der Sinn von Fastnacht/Karneval... Alle wissen, da da jetzt nix kommt, was witzig ist, aber auch, daß Lachen Pflicht ist. Also konsumieren sie möglichst viel Alkohol. Das maximiert den Gewinn der Beteiligten Brauereien.

Viel Spaß noch bei der protestantischen "Suche nach dem Sinn von Fastnacht". Deinen Humor möchte ich nicht haben.:-)

Warum ist es uns fast undenkbar, uns vorzustellen, dass eine Frau so etwas bringen könnte?
Anke hat öfter versucht, selbstironisch, auch clownesk zu sein, aber ich fand es fast jedesmal peinlich, ich konnte kein einziges Mal richtig lachen.

Ich fand sie immer sehr clownesk. Also eben nicht lustig.

Sie versuchte, clownesk zu sein und schaffte es nicht.

Bei Harald Schmidt habe ich allein schon gebrüllt wegen seinem Pseudo-Macht-ausströmenden schein-autoritären Outfit, welches in so eklatantem Gegensatz zu seiner Selbstironie stand, überhaupt nicht zu dem antiautoritären Umgang mit den "Mitarbeitern" paßte, und vor allen Dingen nicht im geringsten zu der herrlich befreienden political-correctness verletzenden Ironie in Übereinstimmung war. Also dieses Gebrochene zwischen Form und Gehalt finde ich wichtig, um Harald Schmidt´s Humor zu verstehen.
Dazu kommt noch das elitäre. Schmidt hat irgendwann angefangen Risiken einzugehen. Einfach mal mit der eigenen Bildung koketterieren. Auf seine Art war das wie die Schlingensief-Sendungen, die es ja auch schon mal gab. Also Fernsehen, das faszinierte, weil es einfach mit den Grundsätzen eines Massenmediums brach - nämlich, daß es sich an die Massen richten sollte. Schmidt hatte dann trotzdem gute Quoten, einfach weil das kleine Segment, daß er ansprach für Schmidt wachblieb. Und das was bei Engelke nicht so der Fall. Es war kein Hochrisikofernsehen, sondern eben genau das, was man erwartet. Und dafür schaltet niemand täglich ein, aus Angst etwas außergewöhnliches zu verpassen.

Ich glaube das ist der Unterschied: Schmidt mußte niemandem mehr etwas beweisen und konnte einfach alles machen (diese Art von Souveränität fehlt auch einem Raab oder Lück, die immer auf den kleinsten gemeinsammen Nenner kommen wollen). Engelke hatte keinen Erfolg, weil sie ihn wollte...

Das paßt mit meiner ursprünglichen These zusammen. Ich sagte ja zuerst, Komik bedürfe der "Macht", das war vielleicht das falsche Wort. Vielleicht paßt "Souveränität" besser.

Ruth

Exzellent, susu!

seltener Gast, Saturday, 09.10.2004, 00:56 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Das Clowneske = Die Endlos-Schleife existentieller Absurdität. von Ruth Teibold-Wagner am 08. Oktober 2004 10:12:59:

....nicht nur deine Bildung, sondern die subtile Art, mit der du hier der eingangs eher krachledern daherkommenden Feministin Ruth nicht was auf die Fresse haust, sondern sie dazu bringst, eigentlich deine Jüngerin zu werden... Applause!

Re: Unfreiwillige Komik - Der tragische Fall Anke.

carlos, Saturday, 09.10.2004, 16:37 (vor 7789 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Unfreiwillige Komik - Der tragische Fall Anke. von susu am 07. Oktober 2004 20:17:26:

Servus!

*...Im Gegensatz zu einem Clown war es aber ehrlich. Ich finde den Gedanken, daß es Leute gibt, die ernthaft auf die Idee kommen Apokalyptische Parolen in einen Gottesdienst zu rufen und einiges erheiternder, als das es Leute gibt, die sich für einen miesen Lohn taeglich einen Eimer Wasser ueber die Ruebe kippen lassen.*

Interessanter Gedanke, aber nicht ganz richtig. Der Clown luegt niemals, weil man beim Humor nicht luegen kann. Die Leute verstehen den Humor und lachen, oder sie lachen nicht, weil sie ihn nicht verstanden haben, oder Humor war halt gar keiner. Denjenigen, den du mit der Unehrlichkeit meinst, ist der Scharlatan. Nehmen wir zum Beispiel zwei Maler aus der Kunst, um den Unterschied zwischen Clown und Scharlatan herauszuschaelen: Picasso und Beuys.
Picasso konnte wie Tizian begnadet malen; das heisst, er malte so lange, bis er merkte, dass die Leute echte Handwerkskunst nicht mehr schaetzten, sondern vor irgendwelchen Kritzeleien gaffend auf die Knie fielen und sich dabei einbildeten, selber etwas Besonders geworden zu sein. Weil Picasso ein vernunftbegabter, oekonomisch denkender Mensch war, der obendrein das Zirkusleben, die Clowns und die Frauen liebte und die Kritzeleien sich schneller produzieren und verscheuern liessen, als echte Kunst, fertigte er fuer den Kunstmarkt halt nur noch besagte Kritzeleien an. In seinem Familienkreis aber wollte er keinen Zirkus: Niemals hat er seine Kinder oder sonst wen mit zwei oder Strichen gekritzelt, ganz im Gegenteil. Der lebenslustige Picasso war eine Mischung aus Clown und Till Eulenspiegel, ein Archivar menschlicher Dummheit, der die ihn angaffende Meute mehr oder weniger heimlich ausgelacht hat; die Geschichte rund um Picasso hat etwas mit dem Epsilon zu tun, von dem du erzaehlt hast. Auch Hape Kerkeling war Clown und Till Eulenspiegel, als er mit versteckter Kamera sein Sketch „Hurz“ aufgefuehrt hat. Die Kunst des Schneiderhandwerks damaliger Tage in *Des Kaisers neue Kleider* aus war indes eine Mischung aus Clownerie, Till Eulenspiegel und Scharlatanerie. Ich weiss, ich weiss... sehr oft bis meistens transportiert so mancher Clown auch seine eigene Tragik, und wir reagieren mit einer Mischung aus Lachen und Nachdenklichkeit. Charlie Rivel war da genial...
Beuys dagegen war ein Scharlatan. Er hat in seinem ganzen Leben nicht ein einziges, echtes Kunstwerk abgeliefert, nicht ein einziges Gemaelde geschaffen. Beuys konnte nicht malen. Er hat ausrangierte Leichentische, Fettstuehle und ausgebeulte Anzuege hoechst erfolgreich als Kunstwerke verscheuert. Seine Waffen waren das So=Als=Ob, das Vorgaukeln falscher Tatsachen, der Budenzauber, das Brimborium mit nichts, also mit null Können dahinter und Lug und Betrug. Humorvoll kann ein Scharlatan trotzdem wirken: Wahrscheinlich war Beuys ueber seinen Erfolg manchmal selber perplex und ab und an hat er sich erlaubt, alleine in einem schalldichten Keller laut loszulachen. Und nachdenklich gemacht hat er mich auch nicht, sondern gelangweilt. Beuys ist mir ansonsten auf den Sack gegangen. De mortibus nihil nisi bene...
Und jener Rufer in der Kirche? Nun, lustig kann man ihn schon finden; weswegen auch immer. Fuer einen Clown, einen Till Eulenspiegel oder auch Scharlatan halte ich ihn nicht, weil ein Clown die Leute aufheitern, zum lachen bringen und auch nachdenklich machen, ihnen aber keinesfalls auf den Sack gehen will. Und wenn die Leute in die Kirche gehen, dann wollen sie beten oder meditieren; also etwas tun, was sich mit Kategorien des Lachens oder Weinens nicht messen laesst. Nein, jener Rufer war wohl eher der Exponent seiner eigenen Groteske, bestenfalls seiner eigenen Tragikomödie; vielleicht hatte er schlicht auch nur einen Knall.
Halligalli!
carlos

Das hat mit "Macht" nichts zu tun

Georg, Thursday, 07.10.2004, 18:17 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Also das mit der "Macht" stimmt einfach nicht als allgemeines Merkmal für den männlichen Humor.
Es ist richtig, daß ein mächtiger Typ mit Selbstironie witzig wäre (solche sind aber wohl eher selten), aber nicht alle witzigen Männer sind mächtig, weiß Gott nicht.
Schau mal, bei Harald Schmidt war es doch so - das hat er immer wieder erzählt - daß er sich quasi diesen ironischen und spöttelnden Humor als Abwehrwaffe draufgeschafft hat, schon zu Jugendzeiten.
Er war der picklige, häßliche, schlacksige Typ, der keine Freundin hatte. Was macht man da, wenn man nicht grade superintrovertiert ist? Man lästert, kommentiert ironisch von der Seite, wird zum Klassenclown und macht so auf sich aufmerksam. War bei den amerikanischen Latenight-Moderatoren genauso.
Denn es ist ja so: Schöne und eitle Männer (Schönlinge) sind nicht witzig (also sarkastisch, ironisch). Denk mal darüber nach, das stimmt nämlich. Er braucht den Humor nicht und entwickelt ihn nicht. Die Frauen lachen sowieso, auch wenn er das dünnste Witzchen erzählt.....
Die Selbstironie kommt ja auch daher, daß der witzige Mann meistens eher dürftig aussieht, was einer der Hauptgründe für die Entwicklung seines Humors ist. Der Humor entsteht aus Komplexen. Nicht bei jedem, aber das ist eine Form, wie sich das kanalisieren kann. Bei Frauen kanalisieren sich Komplexe wohl grundlegend anders (klingt komisch, aber so scheint mir das). Allein wie empfindlich die meisten Frauen bei Kommentaren über ihr Aussehen reagieren....so läßt sich kein sarkastischer Humor entwickeln.

Gruß, Georg

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

gole, Thursday, 07.10.2004, 18:49 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Ich glaube der Wirkliche Grund ist der, dass ihre Witze einfach nicht witzig waren:

„Viele Frauen haben sich so lange nicht die Beine rasiert – die wissen gar nicht, dass sie Orangenhaut haben!“ Ein mißlungener Versuch weiblicher Selbstironie - das ist es, was ich meine.

„Auch die deutschen Athleten hatten Kameras dabei. Im Grunde genommen lief auch jeder Zweite mit so einem Ding herum. Und das wird wahrscheinlich die Verwandtschaft sehr freuen hier in Deutschland. Die Athleten kommen nach Hause: ´Hallo, bin wieder da, habe keine Medaille, aber 500 Stunden Videomaterial, habe alles aufgenommen, was nicht geklappt hat´. Super.“
Warum mißlingt Anke dieser Witz? Weil er von einer Frau erzählt wird. Denn wir denken, dass eine Frau keinen Sportsgeist hat und deshalb keine Witze über Sport machen kann.

Ich merke das aber auch privat. Zumindest bei uns in der Schule war es so, dass der "Klassenkasper immer ein Junge war". Frauen sind einfach nicht witzig

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

XRay, Thursday, 07.10.2004, 18:51 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

..warum haben wir das jetzt wieder?
Weil eine Frau etwas nicht geschafft hat, ist das Patriachat schuld.

Warum sagen Frauen nicht, wie sie es in anderen Zusammenhängen gerne tun, dass Frauen die Hälfte der Bevölkerung (wenn nicht, sogar mehr) darstellen
und unter den Fernseh-Zuschauenden :-) wohl auch mindestens einen solchen
Anteil haben.

Die geringe ZuschauerInnenzahl war es letztlich, die für das Aus von
Anke Late Night entscheidend war, etwa nicht?

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Ruth Teibold-Wagner, Thursday, 07.10.2004, 19:03 (vor 7791 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von XRay am 07. Oktober 2004 15:51:25:

Die geringe ZuschauerInnenzahl war es letztlich, die für das Aus von
Anke Late Night entscheidend war, etwa nicht?

Haja, wir rätseln ja gerade darüber, WARUM ihr Versuch, die Ulknudel der Nation zu sein, so gnadenlos grausam in die Hose ging, dass es die Leute vor lauter Peinlichkeit nicht mehr aushielten, mich inbegriffen.

Gruß
Ruth

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

XRay, Thursday, 07.10.2004, 19:25 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 16:03:40:

..was ist daran so schwer?
Late Night war ein Format von und für Harald Schmitt.

Mit ähnlichem Erfolg hätte Anke Enkelke versuchen können mit den Schuhen von Harald Schmitt herumzulaufen. So goes it not.


Ankes Herkunft vs. Schmidts Herkunft

Georg, Thursday, 07.10.2004, 19:37 (vor 7791 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von XRay am 07. Oktober 2004 16:25:57:

..was ist daran so schwer?
Late Night war ein Format von und für Harald Schmitt.
Mit ähnlichem Erfolg hätte Anke Enkelke versuchen können mit den Schuhen von Harald Schmitt herumzulaufen. So goes it not.

Vor allem ist wichtig: Engelke kommt von einer ganz anderen Schiene als Schmidt. Schmidt ist Kabarettist und Schauspieler, Anke Engelke Kind des deuschen "Comedy-Booms" der Neunziger, wo sich jeder mal ne rote Nase aufgesetzt hat. Mehr kann sie nicht. Was man ja auch daran sieht, daß sie bei ALN immer noch diese acht Jahre alten, abgenudelten Frauentypen reingebracht hat: die Öko-Lesbe usw. Anke Engelke hat sich nicht weiterentwickelt, die ewigen Witze über Tampons sind einfach nicht mehr lustig.

Gruß,
Georg

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Morb, Thursday, 07.10.2004, 19:56 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 16:03:40:

Die geringe ZuschauerInnenzahl war es letztlich, die für das Aus von
Anke Late Night entscheidend war, etwa nicht?

Haja, wir rätseln ja gerade darüber, WARUM ihr Versuch, die Ulknudel der Nation zu sein, so gnadenlos grausam in die Hose ging, dass es die Leute vor lauter Peinlichkeit nicht mehr aushielten, mich inbegriffen.
Gruß
Ruth

Ja, wirklich eine schwierige Frage.
Vielleicht werden Wissenschaftlerinnen eines Tages feststellen, dass auch Köpfe mit zwei denkenden Hirnhälften nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit für 'manbashing-shows' aufweisen.
Mal eine TV-Zeitschrift zur Hilfe nehmen:

...morgens um 7.00 Uhr gehts los: 'Unter uns', eine Soap.

Er: 'Du, ich weiß, ich hab da Mist gebaut. Ich hätte auf dich hören....

Sie: {snief}'Aber ich habe dir doch vertraut...'{träneabwisch}

Er: 'Ich habe dich verletzt, kannst du mir noch einmal....'

...weiter gehts mir Schmuddeltalk bis 14.00 Uhr:

'... und ob Pascal der Vater von Marie-Claire ist, seht ihr nach der Werbung...'

...dann weiter mit den Gerichtsshows:

'...danach haben sie die Klägerin vergewaltigt, zusammengeschlagen, zur Prstitution gezwungen und vor dem Tatort falsch geparkt...'

... als nächstes das neueste aus der Welt der Reichen und Schönen:

Hat er sie schon wieder betrogen?
Wird sie ,nach der Scheidung, mit den vielen Millionen glücklich?
Hat sie früher nicht viel mehr gelacht?

ab 20.15 Uhr ermittelt Kommissarin wasweißich gegen einen Kinderpornoring

um 21.15 Uhr Stefanie - Eine Frau startet durch

...ist Frau Weizenkeim wirklich die Treppe runtergefallen, oder wurde sie Opfer häuslicher Gewalt?...

22.15 Uhr, das alphateam ermittelt gegen einen Dealer, der Drogen an Schulkinder verkauft.

und dann endlich, 23.15 Uhr erscheint Anke in unseren Wohnstuben, mit dümmlichen Männerwitzen, und ihr Zielpublikum, nicht weiter aufnahmefähig, liegt bereits im Bett, denn morgen um 7.00 Uhr gehts wieder los.

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Jolanda, Friday, 08.10.2004, 05:34 (vor 7791 Tagen) @ Morb

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Morb am 07. Oktober 2004 16:56:21:

--- Du glaubst gar nicht, was das für ein ständiger Kampf ist mit den Kindern....du redest dir jeden Tag den Mund fusselig, um ihnen all die verquerten Botschaften, die ihnen von allen Seiten vermittelt werden, auch von den Medien, um die wieder einigermassen in eine gesunde Richtung zu bringen.

Ich bin schon wütend vor meinen beiden Töchtern gestanden und habe gesagt: "Ihr verblödet mir ja noch vor dem Fernseher. Ich will nicht, dass ihr so einen voyeuristischen Schrott schaut."

Es kommt überall nur absolut klischeehafter Bockmist, ist echt wahr!

Ich habe viele, viele Diskussionen mit meinen Mädels, weil ich sie nicht so oft Fersehen gucken lasse. Oder wenn, dann müssen sie sich zwischen zwei oder drei Sendungen entscheiden, die ich aussuche.

Du hast das wirklich ganz realistisch aufgezeigt...nur das gucken nicht nur gelangweilte Hausfrauen, Arbeitslose und ältere Menschen, das schauen dann auch Kinder.

Und das finde ich besonder problematisch. Da werden Rollenverhalten und massenhaft Klischees verkündet. Ich wundere mich echt kein bisschen, dass die heutigen jungen Mädchen so agressiv sind. Warum sie so verkappte Rollenbilder haben.

Ich habe hier etwas dazu gefunden, da hat es ein paar wirklich hammerhart gute dabei ...von irgendwo her müssen sie es ja haben ;-)

WIE ENTSCHEIDET MAN WEN MAN HEIRATET?

-- Man muss jemanden finden der die gleichen Sachen mag. Wenn du gerne Fußball hast, muss sie auch mögen dass du gerne Fußball hast und dann die Chips und das Bier bringen.
Alain, 10 Jahre

-- Man entscheidet nicht wirklich selbst wen man heiratet. Gott entscheidet dass für dich lange im voraus und dann wirst du sehen wen er dir da an den Hals hängt.
Kirsten, 10 Jahre

WAS IST DAS RICHTIGE ALTER ZUM HEIRATEN?

-- Das beste Alter ist 23 weil du da deinen Ehemann schon mindestens 10 Jahre kennst.
Camille, 10 Jahre

-- Es gibt kein "bestes Alter" zum Heiraten. Man muss wirklich blöd sein um heiraten zu wollen.
Freddie, 6 Jahre

WAS HABEN DEINE ELTERN GEMEINSAM?

-- Sie wollen keine weiteren Kinder mehr.
Aure, 8 Jahre

WAS MACHEN LEUTE WÄHREND EINES RENDEZVOUS?

-- Die Rendezvous sind da um sich zu amüsieren und die Leute sollten diese Gelegenheit nutzen um sich besser kennen zu lernen. Sogar die Jungs haben irgendetwas Interessantes zu sagen wenn man ihnen lange genug zuhört.
Linette, 8 Jahre

-- Beim ersten Rendezvous sagen sie sich interessante Lügen, dadurch sind sie dann bereit ein zweites Rendezvous zu haben.
Martin, 10 Jahre

WAS WÜRDEST DU MACHEN WENN DEIN ERSTES RENDEZVOUS VERPATZT WAR?

-- Ich würde nach Hause gehen und so tun als wäre ich tot. Und dann würde ich die Zeitungen anrufen und eine Todesanzeige abdrucken lassen.
Craig, 9 Jahre

WANN DARF MAN JEMANDEN KÜSSEN?

-- Wenn sie reiche Männer sind.
Pamela, 7 Jahre

-- Wenn du eine Frau küsst musst du sie heiraten und mit ihr Kinder haben. So ist das eben.
Henri, 8 Jahre

IST ES BESSER LEDIG ODER VERHEIRATET ZU SEIN?

-- Ich weiss nicht was besser ist, aber ich würde nie mit meiner Frau Liebe machen. Ich möchte nicht das sie fett wird.
Théodore, 8 Jahre

-- Für die Mädchen ist es besser ledig zu bleiben. Aber die Jungs brauchen jemanden zum Putzen....
Anita, 9 Jahre

WAS MUSS MAN TUN DAMIT DIE EHE EIN ERFOLG IST?

-- Man muss der Frau sagen das sie schön ist, auch wenn sie aussieht wie ein Lastwagen.
Richard, 10 Jahre

Herzlicher Gruss
Jolanda

Mal ganz ernsthaft: Wie geht die Wolfs-Stellung?

Ruth Teibold-Wagner, Thursday, 07.10.2004, 19:51 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

O.k., um wieder ernst zu werden:

Als ich schwanger war, ging mal mein Mann mit zum Frauenarzt, Ultraschall gucken und so. Irgendwie kam dann das Thema zur Sprache, ob und wenn WIE mein Mann und ich während der Schwangerschaft .... also Ihr wißt schon, was ich meine. Wenn wir halt Lust hätten und so, Ihr wißt schon...

Der Arzt meinte, "es" wäre auch während der Schwangerschaft möglich. Man müßte nur, in fortgeschrittenen Wochen, wenn der Bauch schon dick ist, die richtige Stellung wählen, optimal wäre die "WOLFS-STELLUNG".

Sowohl mein Mann als auch ich nickten, mein Mann sagte sogar "Alles klar.", und damit war das Thema beendet.

Als wir wieder zu Hause waren, sagte mein Mann: "Was ich Dich fragen wollte, Ruth: Wie geht´n eigentlich die Wolfs-Stellung?" - Ich mußte zugeben, dass ich es auch nicht wußte. Internet und google gab es damals noch nicht, im Lexikon stand es auch nicht, auch in keinem Sexualratgeber, fragen wollten wir niemanden, weil wir dachten, es wäre peinlich.

Aber wir lernten es dann von ganz alleine, was das ist - die Wolfsstellung. Heute wissen wir es.

Ich traue mich aber nicht, es hier zu verraten, denn das wird dann sicher vom Master wegen Obszönität gelöscht. Und so müßt Ihr eben ahnungslos sterben, ich kann auch nix tun. Der Master ist schuld. So ist es eben im Leben.

Gruß
Ruth

Re: Mal ganz ernsthaft: Wie geht die Wolfs-Stellung?

XRay, Thursday, 07.10.2004, 21:04 (vor 7791 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Mal ganz ernsthaft: Wie geht die Wolfs-Stellung? von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 16:51:13:

Willst du jetzt beweisen, daß du Witze erzählen kannst, oder was?

Das wird nix...

Der Mann irritiert: "Die Wolfsstellung?"
Darauf xy: "Ja, sie legen sich neben das Loch und heulen..."

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Caligula, Friday, 08.10.2004, 15:56 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Du findest es also gemein, dass immer behauptet wird, Frauen wären nicht komisch. Ich finde es viel, viel gemeiner, dass immer behauptet wird, das der Apfel, wenn er vom Baum fällt, immer nach unten und nicht nach oben fällt. Zu Deutsch: Frauen können nicht komisch sein! Sie können es einfach nicht! Ich habe noch nie im meinem ganzen Leben eine Frau gesehen die wirklich komisch/witzig sein konnte. Warum das so ist? Woher soll ich das wissen. Es steckt einfach in ihnen, sie sind eben halt so, sie haben im Gehirn in der Abteilung Humor einfach eine Lücke. Und das liegt mit Sicherheit nicht an den bösen Männern und ihrer Macht. Der kleinste Pinsel von der Straße hat immer noch mehr Humor als eine Frau mit Macht. Das einzige was ich in diesem Zusammenhang mit Frauen erlebe ist, sie können nicht locker sein, im Umgang mit anderen, aber insbesondere im Umgang mit sich selber. Und um Humor haben zu können muß man einfach locker sein bzw. viele Dinge etwas lockerer sehen. Auch sich selber!

Ich finde es gemein, dass immer behauptet wird, Frauen wären nicht komisch, sie könnten nicht richtig Witze erzählen, es gäbe keine guten weiblichen Kabarettistinnen oder Clowns usw. Selbt im Theater gibt es traditionell eigentlich nur ein einziges witziges weibliches Rollenfach: Das der "komischen Alten" (nein, damit bin NICHT ich gemeint). Das sagt genug. Dass Anke, die angeblich "witzigste" Frau im deutschen Fernsehen, gescheitert ist, spricht Bände.
Denkt mal darüber nach, WARUM es so wenige „witzige“ Frauen gibt.
Um das zu verstehen, können wir uns überlegen, warum es massenhaft witzige Männer gibt. Worin besteht eigentlich der "Witz" von Männern?
Männlicher Witz besteht sehr häufig aus Selbsthumor. Er resultiert daraus, dass sich MÄCHTIGE, nämlich eben Männer, SELBST auf die Schippe nehmen, dabei aber souverän bleiben. Aus diesem Kontrast resultiert die Komik. Die Selbstironie ist geradezu ein Wesensmerkmal guten Männer-Humors. Ein Mann stellt sich, verkleidet als dummer August, auf die Bühne und wirkt von vornherin lustig. Warum? Weil ein Mann, also ein Mächtiger, sich selbst karikiert. Das ist der Kern männlichen Humors.
Frauen können das nicht so leicht - Ganz einfach weil sie weniger Macht haben.
Eine Frau, die sich als Clown mit roter Nase auf die Bühne stellt, wirkt selten von vornherein komisch. Da Frauen weniger Macht haben, können sie sich nicht selbst auf die Schippe nehmen. Deshalb wirken sie nicht komisch, auch wenn sie es krampfhaft versuchen. Es wirkt bei Frauen oft verkrampft, wenn sie komisch sein wollen.
Der Schwächere KANN sich nicht selbst auf die Schippe nehmen. Wie soll der Schwächere selbstironisch sein können? Nur der Mächtigere kann das.
Die Tatsache, dass es keine weiblichen Komiker gibt, BEWEIST geradezu die Ohnmacht von Frauen. Eine Frau, die selbstironisch sein will, ist so wenig witzig, wie ein Sklave, der selbstironich sein will. Ein Sklave kann nur UNGEWOLLT komisch, also LÄCHERLICH, PEINLICH, sein. Genauso wirkt eine Frau, die gezielt komisch sein WILL, meistens UNGEWOLLT komisch, lächerlich, peinlich.
Zusammengefaßt:
Witzig sein zu können, bedeutet, Macht zu haben. ÜBER Männer lacht mach, Frauen lacht man AUS. Männer wirken komisch, Frauen wirken lächerlich.
Und Anke? Ein paar Anke-"Gags" habe ich extra aufgeschrieben. Lest sie doch selbst mal – da versteht Ihr, was ich meine:
„Viele Frauen haben sich so lange nicht die Beine rasiert – die wissen gar nicht, dass sie Orangenhaut haben!“ Ein mißlungener Versuch weiblicher Selbstironie - das ist es, was ich meine.
„Auch die deutschen Athleten hatten Kameras dabei. Im Grunde genommen lief auch jeder Zweite mit so einem Ding herum. Und das wird wahrscheinlich die Verwandtschaft sehr freuen hier in Deutschland. Die Athleten kommen nach Hause: ´Hallo, bin wieder da, habe keine Medaille, aber 500 Stunden Videomaterial, habe alles aufgenommen, was nicht geklappt hat´. Super.“
Warum mißlingt Anke dieser Witz? Weil er von einer Frau erzählt wird. Denn wir denken, dass eine Frau keinen Sportsgeist hat und deshalb keine Witze über Sport machen kann.
„Die deutschen Athleten konnten Sie übrigens erkennen an den Schwielen an den Händen, und zwar nicht, weil sie so hart trainiert hatten, sondern weil sie den Konkurrenten immer gratulieren mussten.“
Das hört sich so an, als rede eine Blinde von Farben.
Ankes peinlichster Witz, wegen dem ich fast in den Erdboden versunken bin:
„Drei Milliarden Zuschauer hatte die sensationelle Abschlussveranstaltung der Olympischen Spiele – das müsste eigentlich heute Abend zu toppen sein, da bin ich ganz zuversichtlich.“
Da erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar. Warum wirkt dieser "Witz" peinlich? - Weil jeder weiß, dass Ankes Show von niemandem geguckt wurde. Und zwar WIRKLICH nicht geguckt wurde. Weil es eine völlig verunglückte Show war. Und es ist eben nicht witzig, wenn über etwas, das REAL verunglückt ist, ein Witz gemacht wird. Es ist nicht witzig, jemanden, der sowieso unten ist, noch zusätzlich zu treten.
Umgekehrt: Mächtige durch den Kakao zu ziehen, das ist witzig. Und das können Männer eben von vornherein durch Selbstironie.
Frauen können eigentlich nur witzig sein, wenn sie Männer veräppeln. Männer können sehr wohl witzig sein, wenn sie sich selbst veräppeln.
Ich habe immer noch eine Hoffnung:
Vielleicht hat Anke das alles wissentlich mit Absicht getan - Dann war es einer der größten Gags, die jemals gebracht wurden.
Gruß Ruth

Vielleicht haben Frauen weniger zu lachen...

Ruth Teibold-Wagner, Friday, 08.10.2004, 16:15 (vor 7790 Tagen) @ Caligula

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Caligula am 08. Oktober 2004 12:56:37:

Caligula!

Das ist so ziemlich das gehässigste, was ich jemals über Frauen gelesen habe. Frauen die natürliche Fähigkeit zu lockerem Humor, Witz, Komik und sogar zu Selbstironie abzusprechen! Weil das in den "weiblichen Genen" läge! Unglaublich...

Ich will Dir mal eines sagen: Über mich haben sich schon Leute fast totgelacht. Über Deinen Bierernst kannst Du ja noch nicht mal selber lachen.

Dass Frauen weniger witzig sind als Männer, liegt nie und nimmer an den Genen, sondern an den Umständen. Vielleicht liegt es ganz einfach daran, dass Frauen weniger zu lachen haben als Männer? Schon mal darüber nachgedacht?

hämisch lachend
Ruth

Re: Vielleicht haben Frauen weniger zu lachen...

Chrissi, Friday, 08.10.2004, 16:36 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Vielleicht haben Frauen weniger zu lachen... von Ruth Teibold-Wagner am 08. Oktober 2004 13:15:46:

Caligula!
Das ist so ziemlich das gehässigste, was ich jemals über Frauen gelesen habe. Frauen die natürliche Fähigkeit zu lockerem Humor, Witz, Komik und sogar zu Selbstironie abzusprechen! Weil das in den "weiblichen Genen" läge! Unglaublich...
Ich will Dir mal eines sagen: Über mich haben sich schon Leute fast totgelacht. Über Deinen Bierernst kannst Du ja noch nicht mal selber lachen.
Dass Frauen weniger witzig sind als Männer, liegt nie und nimmer an den Genen, sondern an den Umständen. Vielleicht liegt es ganz einfach daran, dass Frauen weniger zu lachen haben als Männer? Schon mal darüber nachgedacht?
hämisch lachend
Ruth

Wieso, Frauen haben doch mehr Freizeit als Männer, von daher...
Zudem haben Frauen auch mehr Besitz als Männer, von daher...
Frauen sind auch weniger oft obdachlos, von daher...
Frauen werden auch weniger oft Opfer von Gewaltverbrechen, von daher...
Frauen geben auch später den Löffel ab, Moment! Liegts vielleicht daran, daß Frauen durchschnittlich länger leben? Ein langes Leben ist auch ein Leben voller Sorgen!
Könnte da ein Fünkchen Wahrheit liegen?

grübelnd
Chrissi

Anders herum gefragt: Warum sind Männer witziger?

Ruth Teibold-Wagner, Friday, 08.10.2004, 16:47 (vor 7790 Tagen) @ Chrissi

Als Antwort auf: Re: Vielleicht haben Frauen weniger zu lachen... von Chrissi am 08. Oktober 2004 13:36:34:

:-) Chrissi :-)

Wieso, Frauen haben doch mehr Freizeit als Männer, von daher...

Hast Du schon mal quälende Langeweile erlebt?

Zudem haben Frauen auch mehr Besitz als Männer, von daher...

Alte Frauen, also Witwen, ja! Aber die haben nix mehr zu lachen wegen ihres Rheumas. Dienen höchstens noch als "komische Alte".

Frauen sind auch weniger oft obdachlos, von daher...

Das kann wirklich sein. Rede mal mit Pennern, die haben oft einen erstaunlichen Humor.

Frauen werden auch weniger oft Opfer von Gewaltverbrechen, von daher...

Opfer lachen nicht, auch nicht die, zugegebenermaßen häufigeren, männlichen. Aber Täter. Und die sind überwiegend männlich. Die lachen. Böse.

Frauen geben auch später den Löffel ab, Moment! Liegts vielleicht daran, daß Frauen durchschnittlich länger leben? Ein langes Leben ist auch ein Leben voller Sorgen!

Auf jeden Fall. Ein langes Leben ist meistens, vor allem gegen Ende, alles andere als lustig.

Könnte da ein Fünkchen Wahrheit liegen?

Auf jeden Fall.

In solchen Dingen liegt wahrscheinlich die Ursache.

Aber jetzt mal anders herum gefragt:
Warum, was glaubst Du, sind Männer komischer und witziger als Frauen?

breit grinsend
Ruth

Re: Anders herum gefragt: Warum sind Männer witziger?

Chrissi, Friday, 08.10.2004, 17:15 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Anders herum gefragt: Warum sind Männer witziger? von Ruth Teibold-Wagner am 08. Oktober 2004 13:47:47:

:-) Chrissi :-)

Toll, endlich eine Frau mit Humor ;-)))

Wieso, Frauen haben doch mehr Freizeit als Männer, von daher...

Hast Du schon mal quälende Langeweile erlebt?

Durchaus. Aber nicht gleich eine Gegenfrage stellen, wenn dir sonst nichts zur anfänglichen Bemerkung einfällt ;-) Es wurfe festgestellt, daß in Fußgängerzonen fast immer mehr Frauen als Männer unterwegs sind. Woran mag das bloß liegen?

Zudem haben Frauen auch mehr Besitz als Männer, von daher...

Alte Frauen, also Witwen, ja! Aber die haben nix mehr zu lachen wegen ihres Rheumas. Dienen höchstens noch als "komische Alte".

Da könntest du durchaus Recht haben.

Frauen sind auch weniger oft obdachlos, von daher...

Das kann wirklich sein. Rede mal mit Pennern, die haben oft einen erstaunlichen Humor.

Das würde dann aber bedeuten, daß man Humor nicht am Besitz festmachen kann. Kann ich mir auch vorstellen.

Frauen werden auch weniger oft Opfer von Gewaltverbrechen, von daher...

Opfer lachen nicht, auch nicht die, zugegebenermaßen häufigeren, männlichen. Aber Täter. Und die sind überwiegend männlich. Die lachen. Böse.

Glaube ich nicht. Morde werden nicht zum Spaß begangen, auch für den Täter ist dies eine schwere psychische Belastung. Abgesehen davon ist der Anteil der Gewalttäter an der Gesamtbevölkerung verschwindend klein. Es ging mir eher um die Gefahr, Opfer zu werden.

Frauen geben auch später den Löffel ab, Moment! Liegts vielleicht daran, daß Frauen durchschnittlich länger leben? Ein langes Leben ist auch ein Leben voller Sorgen!

Auf jeden Fall. Ein langes Leben ist meistens, vor allem gegen Ende, alles andere als lustig.

Könnte da ein Fünkchen Wahrheit liegen?

Auf jeden Fall.

Die Aussicht auf ein langes hartes Leben kann also auch bedrücken.
Trotzdem ist es nicht die ganze Wahrheit. Die Lebenserwartung gleicht sich allmählich an. Werden dann die Männer in Zukunft auch weniger lachen?
Überhaupt ist das Lachen der Männer oft ein Narrenlachen.

In solchen Dingen liegt wahrscheinlich die Ursache.
Aber jetzt mal anders herum gefragt:
Warum, was glaubst Du, sind Männer komischer und witziger als Frauen?

Ich kann mir vorstellen, daß da auch hormonelle und soziale Ursachen hineinspielen. Aber eine definitive Antwort hab ich darauf auch nicht.

breit grinsend

Warum eigentlich? Hast du deine Tage? *feix*

Ruth

Chrissi, vom Dienst suspendierter Optimist

Re: Vielleicht haben Frauen weniger zu lachen...

Andreas, Friday, 08.10.2004, 18:35 (vor 7790 Tagen) @ Chrissi

Als Antwort auf: Re: Vielleicht haben Frauen weniger zu lachen... von Chrissi am 08. Oktober 2004 13:36:34:

Hallo Chrissi,

ich will an dieser Stelle noch einmal auf folgende Mitteilung hinweisen:

index.php?id=34330

Gruß
Andreas

Re: Vielleicht haben Frauen weniger zu lachen...

Caligula, Friday, 08.10.2004, 17:24 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Vielleicht haben Frauen weniger zu lachen... von Ruth Teibold-Wagner am 08. Oktober 2004 13:15:46:

Hi Ruth, also was ist jetzt? Erst ist es bei dir eine Frage der (männl.) Macht, jetzt auf einmal nicht mehr, dann schreibst du Frauen hätten weniger zu lachen, jetzt sind sie plötzlich ständig am kichern und lächeln allg. mehr/häufiger als Männer? Soll das jetzt witzig sein? Noch mal so am Rande, ich habe nicht geschrieben das den Frauen die Humorlosigkeit in den Genen steckt, und selbst wenn dem so sein sollte, was solls, darauf pell ich mir einen. Ich habe in meinem Leben schon viele Menschenb kennengelernt, ob nun Mann oder Frau, und alle hatten so ihre ganz eigenen Vor - und Nachteile. Wenn Frauen weniger Humor haben, was solls, dafür haben sie dann andere, vielleicht viel wichtigere Vorzüge. Ein Mann mit Humor kann ein ausgemachtes A..loch sein, während eine Frau ohne Humor dagegen ein toller Mensch ist. Also was solls? "Frauen haben weniger zu lachen". Glaubst du das im Ernst? Wenn ja werde ich dir nicht mehr antworten, weil ich keine Lust habe mit Dumpfbacken zu diskutieren. Es gibt genausoviele Männer wie Frauen die ein beschißenes Leben führen, und alt werden und sterben tun wir alle, ob nun früher oder später. Mir fällt da noch der Liedtext von Herbert Grönemeyer ein, den ich im allg. nicht mag: "Männer habens schwer, nehmens leicht." Das soll nicht heißen das Frauen es nicht auch schwer haben, aber das Lied hieß nun mal "Männer" und nicht Frauen. Ich weiß nur eines, mit Humor fährt man besser durchs Leben.

Caligula!
Das ist so ziemlich das gehässigste, was ich jemals über Frauen gelesen habe. Frauen die natürliche Fähigkeit zu lockerem Humor, Witz, Komik und sogar zu Selbstironie abzusprechen! Weil das in den "weiblichen Genen" läge! Unglaublich...
Ich will Dir mal eines sagen: Über mich haben sich schon Leute fast totgelacht. Über Deinen Bierernst kannst Du ja noch nicht mal selber lachen.
Dass Frauen weniger witzig sind als Männer, liegt nie und nimmer an den Genen, sondern an den Umständen. Vielleicht liegt es ganz einfach daran, dass Frauen weniger zu lachen haben als Männer? Schon mal darüber nachgedacht?
hämisch lachend
Ruth

Re: Vielleicht haben Frauen weniger zu lachen...

Tran, Friday, 08.10.2004, 21:03 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Vielleicht haben Frauen weniger zu lachen... von Ruth Teibold-Wagner am 08. Oktober 2004 13:15:46:

Ich will Dir mal eines sagen: Über mich haben sich schon Leute fast totgelacht.

Bin grad dabei. ;-)

Tran

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Andreas, Friday, 08.10.2004, 22:50 (vor 7790 Tagen) @ Caligula

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Caligula am 08. Oktober 2004 12:56:37:

Zu Deutsch: Frauen können nicht komisch sein! Sie können es einfach nicht! Ich habe noch nie im meinem ganzen Leben eine Frau gesehen die wirklich komisch/witzig sein konnte.

Da muß ich aber heftig widerprechen. Ich oute mich hier als großer Fan von Sarah Kuttner. Diese Frau ist einfach klasse und witzig! ;-)

Gruß
Andreas

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

Simon, Friday, 08.10.2004, 16:50 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Denkt mal darüber nach, WARUM es so wenige „witzige“ Frauen gibt.
Um das zu verstehen, können wir uns überlegen, warum es massenhaft witzige Männer gibt. Worin besteht eigentlich der "Witz" von Männern?
Männlicher Witz besteht sehr häufig aus Selbsthumor. Die Selbstironie ist geradezu ein Wesensmerkmal guten Männer-Humors.

Du hast vollkommen recht. Zu guter Komik gehört Selbstironie, und die geht den meisten Frauen nunmal ab.

Er resultiert daraus, dass sich MÄCHTIGE, nämlich eben Männer, SELBST auf die Schippe nehmen, dabei aber souverän bleiben. Aus diesem Kontrast resultiert die Komik. >Der Schwächere KANN sich nicht selbst auf die Schippe nehmen. Wie soll der Schwächere selbstironisch sein können? Nur der Mächtigere kann das.

Das ist kompletter Unfug! Komik resultiert daraus, daß sich OHNMÄCHTIGE, Außenseiter, Schwache und Verlierer selbst auf die Schippe nehmen. Denk an Woody Allen, Laurel & Hardy, politische Satire in Diktaturen usw. Schon der Hofnarr verfügte wohl kaum über Macht. Legendär ist der jüdische Humor wegen seiner Selbstironie. Und der resultierte aus jahrhundertelanger Diskriminierung. Nix mit Macht. Thema verfehlt. Sechs, setzen!

Berichtigung: Der Begriff "Macht" ist falsch. - "Souveränität" ist besser.

Ruth Teibold-Wagner, Friday, 08.10.2004, 17:02 (vor 7790 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Simon am 08. Oktober 2004 13:50:01:

Komik resultiert daraus, daß sich OHNMÄCHTIGE, Außenseiter, Schwache und Verlierer selbst auf die Schippe nehmen. Denk an Woody Allen, Laurel & Hardy, politische Satire in Diktaturen usw. Schon der Hofnarr verfügte wohl kaum über Macht. Legendär ist der jüdische Humor wegen seiner Selbstironie. Und der resultierte aus jahrhundertelanger Diskriminierung. Nix mit Macht. Thema verfehlt. Sechs, setzen!

Das stimmt natürlich. Habe mich selbst weiter unten, im Verlauf der Diskusion, berichtigt. Habe den Begriff "Macht" zurückgenommen und durch "Souveränität" ersetzt.
Man muß "souverän" sein, um selbstironisch sein zu können.
Männer scheinen "souveräner" als Frauen zu sein. Oder?

Ruth

Männer machen Witze - Frauen kichern.

Ruth Teibold-Wagner, Friday, 08.10.2004, 16:57 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Jetzt kommt mir eine Idee:

Vielleicht ist der "männliche Witz" komplementär zur unbestreitbaren Fähigkeit von Frauen, ausgelassen zu kichern und zu lächeln?

Die männliche Mimik ist ja im Vergleich zur weiblichen geradezu versteinert: Selbst wenn sie ihre Witze machen, verziehen viele Männer keine Miene. Man nennt das, glaube ich, "trockenen Humor".
Aber wenn Mädels oder auch Frauen unterwegs sind, gackern und kichern sie ja ständig, ohne dass da, für die außenstehende Betrachterin, der geringste Anlaß wäre. Ich habe mich aber schon sehr oft dabei ertappt, wie ich, wenn Mädels z.B. in der Straßenbahn herumkichern, unwillkürlich mitkichern mußte, obwohl ich viel, viel älter bin. Als wenn das bei Frauen ansteckend wäre. Männern geht das, glaube ich beobachtet zu haben, nicht so.
Und außerdem lächeln Frauen viel mehr. Frauen haben mehr Gesichtsmuskeln. Deshalb.
Vielleicht haben sie mehr Gesichtsmuskeln, um über die Witze und die Komik der Männer lachen zu können?
Vielleicht gehört das naturgegeben zusammen?

fragt sinnierend
Ruth

Re: Männer machen Witze - Frauen kichern.

Morb, Friday, 08.10.2004, 17:05 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Männer machen Witze - Frauen kichern. von Ruth Teibold-Wagner am 08. Oktober 2004 13:57:49:

Jetzt kommt mir eine Idee:
Vielleicht ist der "männliche Witz" komplementär zur unbestreitbaren Fähigkeit von Frauen, ausgelassen zu kichern und zu lächeln?
Die männliche Mimik ist ja im Vergleich zur weiblichen geradezu versteinert: Selbst wenn sie ihre Witze machen, verziehen viele Männer keine Miene. Man nennt das, glaube ich, "trockenen Humor".
Aber wenn Mädels oder auch Frauen unterwegs sind, gackern und kichern sie ja ständig, ohne dass da, für die außenstehende Betrachterin, der geringste Anlaß wäre. Ich habe mich aber schon sehr oft dabei ertappt, wie ich, wenn Mädels z.B. in der Straßenbahn herumkichern, unwillkürlich mitkichern mußte, obwohl ich viel, viel älter bin. Als wenn das bei Frauen ansteckend wäre. Männern geht das, glaube ich beobachtet zu haben, nicht so.
Und außerdem lächeln Frauen viel mehr. Frauen haben mehr Gesichtsmuskeln. Deshalb.
Vielleicht haben sie mehr Gesichtsmuskeln, um über die Witze und die Komik der Männer lachen zu können?
Vielleicht gehört das naturgegeben zusammen?

Ja, das gehört zusammen.
Ich wollte es damals auch haben, aber man sagte mir, das gäbe es nur im Paket.
Zusammen mit weiblicher Logik, weiblichem Orientierungssinn und Menstruation.
ich habs dann gelassen.

Gruß
Morb

fragt sinnierend
Ruth

Re: Männer machen Witze - Frauen kichern.

XRay, Friday, 08.10.2004, 17:17 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Männer machen Witze - Frauen kichern. von Ruth Teibold-Wagner am 08. Oktober 2004 13:57:49:

Und außerdem lächeln Frauen viel mehr. Frauen haben mehr Gesichtsmuskeln. Deshalb.

?
Hast du dir das ausgedacht, oder wer sagt das?

Hier sind -denke ich- Zweifel berechtigt.

Wackle mal abwechselnd mit dem linken und dann mit dem rechten Ohr.
Du kannst das nicht? Ich kann es.
Kneiffe nur das linke oder das rechte Auge zu? Du kannst es?
Es gibt einige Menschen - auch Frauen - die das nicht können, ich kann es.
Und wahrscheinlich habe ich soviele Falten im Gesicht weil ich ausserordentlich viel mit Mimik arbeite.
Bezüglich Lächeln könntest du Recht haben, das kommt auch bei mir eher selten vor, ausser vielleicht ich lese Postings von Jolanda....
woher das wohl kommt..*lächelt*

Re: Männer machen Witze - Frauen kichern.

Ruth Teibold-Wagner, Friday, 08.10.2004, 17:26 (vor 7790 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Männer machen Witze - Frauen kichern. von XRay am 08. Oktober 2004 14:17:24:

Und außerdem lächeln Frauen viel mehr. Frauen haben mehr Gesichtsmuskeln. Deshalb.

?
Hast du dir das ausgedacht, oder wer sagt das?

Die Intelligenzbolzen, die das Buch "Warum Männer verdammt gut parken und Frauen so viel quatschen müssen" verbrochen haben, schrieben das.:-)

Hier sind -denke ich- Zweifel berechtigt.
Wackle mal abwechselnd mit dem linken und dann mit dem rechten Ohr.

Kann ich nicht.

Du kannst das nicht? Ich kann es.

Boah!

Kneiffe nur das linke oder das rechte Auge zu? Du kannst es?

Eine meiner leichtesten Übungen.

Es gibt einige Menschen - auch Frauen - die das nicht können, ich kann es.

Keine besondere Kunst.

Und wahrscheinlich habe ich soviele Falten im Gesicht weil ich ausserordentlich viel mit Mimik arbeite.

Das ist für einen Mann selten. Männer gestikulieren normalerweise mehr, weil ihnen die Worte fehlen *gg*

Bezüglich Lächeln könntest du Recht haben, das kommt auch bei mir eher selten vor, ausser vielleicht ich lese Postings von Jolanda....
woher das wohl kommt..*lächelt*

*grinst*

Gegenfrage:
Kannst Du furzen, ohne dass es zu hören ist, und ohne dass man was riecht?

triumphierend
Ruth

Re: Männer machen Witze - Frauen kichern.

XRay, Friday, 08.10.2004, 17:52 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Re: Männer machen Witze - Frauen kichern. von Ruth Teibold-Wagner am 08. Oktober 2004 14:26:08:

Kannst Du furzen, ohne dass es zu hören ist, und ohne dass man was riecht?
triumphierend
Ruth

..aeh..ach..
..und inwieweit hängt das jetzt mit der Zahl der Gesichtsmuskeln zusammen?

Re: Männer machen Witze - Frauen kichern.

Ruth Teibold-Wagner, Friday, 08.10.2004, 17:59 (vor 7790 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Männer machen Witze - Frauen kichern. von XRay am 08. Oktober 2004 14:52:38:

Kannst Du furzen, ohne dass es zu hören ist, und ohne dass man was riecht?
triumphierend
Ruth

..aeh..ach..
..und inwieweit hängt das jetzt mit der Zahl der Gesichtsmuskeln zusammen?

schon mal das Wort "Arschgesicht" gehört?

*bierernst*

Ruth

Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken.

carlos, Saturday, 09.10.2004, 02:29 (vor 7790 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von Ruth Teibold-Wagner am 07. Oktober 2004 12:01:04:

Servus!

*Ich finde es gemein, dass immer behauptet wird, Frauen waeren nicht komisch, sie koennten nicht richtig Witze erzaehlen, es gaebe keine guten weiblichen Kabarettistinnen oder Clowns usw. Selbt im Theater gibt es traditionell eigentlich nur ein einziges witziges weibliches Rollenfach: Das der "komischen Alten" (nein, damit bin NICHT ich gemeint). Das sagt genug. Dass Anke, die angeblich "witzigste" Frau im deutschen Fernsehen, gescheitert ist, spricht Baende.*

So, so, so... keine *weibliche Kabarettistinnen* ... und keine guten noch dazu... klasse, sag ich nur noch zu deren Rollenfach... einsame Klasse... So, so... Das findest du gemein... ist ja allerhand und deprimierend obendrein... Riechsalz fuer die Dame, die adelige! Was bedeutete *Eva* gleich nochmal...? eine vollbusige Adelige? ... oder so? Und was meint dein Goettergatte? Musste der sich in den vergangenen Jahrzehnten von dir exakt den Hardcore=Feministinnen=Suelz ins Ohr schrauben lassen, den du hier ins Forum reinblubberst? Ja? Und er ist dabei nicht knuelle gegangen? Nein? Na, dann brauchte er aber einen beinharten Humor und ein belastbares Zwerchfell mit dicken Hornhautschwielen drauf... Wenn das keine lustige Vorstellung ist! Und ich kann dich beruhigen: DU bist schon komisch... Richtig: Das *sagt genug und spricht Bände* ueber diese *komische Alte*... lolol...

*Denkt mal darueber nach, WARUM es so wenige „witzige“ Frauen gibt.*

Hab’ ich doch schon laengst, Schatz... lol. Mir ist aber noch nix Gescheites eingefallen. Abgesehen davon: Es GIBT witzige Frauen; dich hier zum Beispiel. Du gehoerst doch zu denen, die immer wieder ueber die Jammermaskus Witze machen. Und jetzt jammerst du dir einen Wolf, dass Frauen nicht witzig sein koennen, dass sie wieder einmal das Opfer geworden sein wollen, natuerlich das Opfer der Maenner und das Opfer des eigenen Nicht=Witzig==Sein=Koennens. Na, wenn das kein Witz ist, verstehst du? HAHAHA...! Hast dus gehoert? Ich hab gerade eben gelacht! Ehrlich! Ich versichere dir hoch und heilig: Du bist ein grandioser Witz, und ich habe gelacht...

*Um das zu verstehen, koennen wir uns ueberlegen, warum es massenhaft witzige Maenner gibt. Worin besteht eigentlich der "Witz" von Maennern?*
Kann ich dir sagen, mein noergelnder Augenstern: Indem ich mich zum Beispiel ueber dein Gequengel lustig mache... Oder ich lache bei der Vorstellung, wie du dir die Bundespraesidentin Mischa samt 16 oder wie viele Jahre alten Bumsporsche gegoennt hast, und er sei dir gegoennt, der Porsche und der/die Mischa; so, wie ichs hier lese...

*Maennlicher Witz besteht sehr haeufig aus Selbsthumor. Er resultiert daraus, dass sich MAECHTIGE, naemlich eben Maenner, SELBST auf die Schippe nehmen, dabei aber souveraen bleiben. Aus diesem Kontrast resultiert die Komik. Die Selbstironie ist geradezu ein Wesensmerkmal guten Maenner-Humors. Ein Mann stellt sich, verkleidet als dummer August, auf die Buehne und wirkt von vornherin lustig. Warum? Weil ein Mann, also ein Maechtiger, sich selbst karikiert. Das ist der Kern maennlichen Humors.*

Gaehn... *Die Schippe, die Buehne, der Kern*... des Pudels Kern... laberlaber... 20000 mal schon gehoert, das Maerchen mit der boesen Maennermacht. Wird auch nicht wahrer oder lustiger, wenn du es hier zum 20001. Mal ableierst... Aber ich will dich nicht unterbrechen... lol: Karikier kikeriki kakefdrigkar... (shit)... dich ruhig weiter...

*Frauen koennen das nicht so leicht - Ganz einfach weil sie weniger Macht haben.
Eine Frau, die sich als Clown mit roter Nase auf die Bühne stellt, wirkt selten von vornherein komisch. Da Frauen weniger Macht haben, können sie sich nicht selbst auf die Schippe nehmen. Deshalb wirken sie nicht komisch, auch wenn sie es krampfhaft versuchen. Es wirkt bei Frauen oft verkrampft, wenn sie komisch sein wollen.*

Krampfhaft... krampfhaft... Hmmm... Da ist was dran, und wenns nur die rote Pappnase an einer verkrampften Krampfhenne ist... lololol... Es gibt viele Dinge, die Frauen nicht koennen; Kochen und die Waschmaschine anschmeißen z.B., oder an einem Schuhladen vorbeilaufen und nicht mindestens eine Stunde in die Auslagen zu glotzen... Doch, das alles ist schon komisch... maechtig komisch... Erlaube mir anzumerken, dass du dich wie eine abgenudelte Schallplatte wiederholst, du armes Opfer, du... lol...

*Der Schwaechere KANN sich nicht selbst auf die Schippe nehmen. Wie soll der Schwaechere selbstironisch sein koennen? Nur der Maechtigere kann das.
Die Tatsache, dass es keine weiblichen Komiker gibt, BEWEIST geradezu die Ohnmacht von Frauen. Eine Frau, die selbstironisch sein will, ist so wenig witzig, wie ein Sklave, der selbstironich sein will. Ein Sklave kann nur UNGEWOLLT komisch, also LÄCHERLICH, PEINLICH, sein. Genauso wirkt eine Frau, die gezielt komisch sein WILL, meistens UNGEWOLLT komisch, lächerlich, peinlich.*

Nein, das beweist nicht, dass es keine Komikerinnen gibt, das beweist nur, daß Frauen das halt nicht koennen, sondern immer nur wieder das arme Opfer abgeben. Allein die Macht, die sie hat, wenn sie zum Scheidungsanwalt schlendert, um sich als Opfer eines Stinktieres an ihrer Seite von demselben zu entledigen... das hat auch schon wieder etwas von Komik oder Galgenhumor: Wenn ich mir vorstelle, wie sehr er sich wegen ihr vor Jahren zum Hanswurscht in allen Gassen gemacht hat... wenn ich mir vorstelle, wie sehr er ihr mit vollgeilen, umnebelten Sinnen nachgestiegen ist, bis sie ihn endlich samt Fangeisen am Ringfinger gehabt hat... Wenn ich mir vorstelle, wie er nach einem Jahr festgestellt hat, dass sie doch keine Granate ist und nachts alle Katzen doch grau sind... All das ist lustig.... fuer die Frau, das arme Opfer. Weil dafuer wird er bluten muessen...

*Zusammengefasst:
... UeBER Männer lacht mach, Frauen lacht man AUS. Maenner wirken komisch, Frauen wirken laecherlich.*

Q.e.d....

Kuess die Hand, du armes Opfer deines nicht vorhandenen Humors...
carlos

(Warum koennen die Weiber nicht einfach mal die Klappe halten... wenn sie sie doch einfach mal nur halten wollten... lolol...)

an Andreas

carlos, Saturday, 09.10.2004, 02:41 (vor 7790 Tagen) @ carlos

Als Antwort auf: Re: Ankes Witze oder: Warum Frauen nicht witzig wirken. von carlos am 08. Oktober 2004 23:29:48:

Tut mir leid: Ich hatte meinen Proxy nicht abgeschaltet!
carlos

powered by my little forum