Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Danke - Anke!

Paul, Tuesday, 05.10.2004, 19:12 (vor 7792 Tagen)

Der Zuschauer lässt sich also nicht mehr alles vorsetzen. Anke wird gegangen:

http://dwdl.de/conpresso/aufmacher/detail.php?nr=9131&kategorie=aufmacher

Ein wenig Schadenfreude kommt da doch schon auf, hat sie sich doch in ihrer Show speziell mit dümmlich-männerfeindlichen Witzen hervorgetan (was sogar der politisch-korrekten Mainstreampresse schon übel aufstiess, und das will was heissen).

Gruss,
Paul

Re: Die SAT1-Frauen-Power scheint allgemein zu verpuffen...

Collantix, Tuesday, 05.10.2004, 19:56 (vor 7792 Tagen) @ Paul

Als Antwort auf: Danke - Anke! von Paul am 05. Oktober 2004 16:12:14:


...so weiß die SZ zu berichten:

(..) Das Boulevardmagazin "Klatsch TV" funktionierte nicht und lief am 1. Oktober aus. Die mit Vorschusslorbeeren bedachte Reality-Reihe "Kämpf um Deine Frau" kämpft mit schlechten Quoten. (...)

Gruß

Collantix

Re: Die SAT1-Frauen-Power scheint allgemein zu verpuffen...

Odin, Tuesday, 05.10.2004, 20:58 (vor 7792 Tagen) @ Collantix

Als Antwort auf: Re: Die SAT1-Frauen-Power scheint allgemein zu verpuffen... von Collantix am 05. Oktober 2004 16:56:31:

Zwischenzeitlich meldete Schmidt sich mit Bühnenauftritten zurück. Dabei lästerte der bekannte Zyniker zuletzt auch über seine Nachfolgerin. „Was ist, wenn ein Witz nicht funktioniert? Dann wird das Studio verkleinert. Damit es weiblicher wirkt“, spottete Schmidt im August, nachdem Sat.1 das Studio der Engelke-Show in der Sommerpause kleiner gemacht hatte.

Statt "Kämpf um Deine Frau" sollte es Schawinski mal mit "Kämpf um deinen Job" versuchen

Wobei Anke unter den weiblichen Humoristinnen noch die Perle ist. Die ist wenigstens nicht von Sinnen.

Re: Danke - Anke!

Ekki, Tuesday, 05.10.2004, 21:41 (vor 7792 Tagen) @ Paul

Als Antwort auf: Danke - Anke! von Paul am 05. Oktober 2004 16:12:14:

SPIEGEL ONLINE - 05. Oktober 2004, 17:15
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,321529,00.html

Late-Night-Pleite

Sat.1 setzt Anke ab

Nach schlechten Kritiken und noch schlechteren Quoten muss Anke Engelke ihre Late-Night-Show einstellen. Sat.1 strahlt die umstrittene Show am 21. Oktober zum letzten Mal aus.

Berlin - Wie der Berliner Sender bestätigte, hätten Anke Engelke, die Produktionsfirma Brainpool und Sat.1 am Dienstag entschieden, die letzte "Anke Late Night" am 21. Oktober 2004 zu produzieren und auszustrahlen.

Zuvor war Sat.1-Chef Roger Schawinski zu einer Besprechung mit Anke Engelke nach Köln gereist. Bereits nach der Sendung am gestrigen Abend sei die Redaktion von der bevorstehenden Absetzung der Show informiert worden, berichtete die "Bild"-Zeitung. Bei einer Vertragsauflösung für die Sendung geht es um viel Geld. In dem ursprünglich auf drei Jahre angesetzten Vertrag sollte Sat.1 rund 40 Millionen Euro an die Kölner Produktionsfirma Brainpool überweisen. Da die Werbeeinnahmen wegen sinkender Quoten zurückgingen, drohte die Show für Sat.1 zum Minusgeschäft zu werden.

Das drohende Aus zeichnete sich bereits ab, nachdem der Nachrichtendienst "Kontakter" am Montag über erstmalige Unsicherheiten der Senderchefs berichtet hatte: Sat.1-Chef Roger Schawinski sagte dem Blatt: "Wir haben viel Stehvermögen bewiesen. Sollten wir allerdings irgendwann gemeinsam mit Anke feststellen, dass wir auf der Stelle treten, müssen wir uns entscheiden." Auch der Chef der gesamten Sendergruppe, ProSiebenSat.1-Vorstandschef Guillaume de Posch, sah keinen "Lichtblick" mehr für die Sendung. Noch im Juli hatte er öffentlich einen raschen Erfolg der "Anke Late Night" gefordert und wünschte sich einen zweistelligen Marktanteil bis zum Herbst.

Engelke, 38, war im Mai als Nachfolgerin von Harald Schmidt auf dem Late-Night-Platz bei Sat.1 angetreten und musste seither gegen schlechte Kritiken und sinkende Quoten kämpfen.

Sat.1-Geschäftsführer Roger Schawinski sagte am Dienstag, die Entscheidung, sei "niemandem von uns leicht gefallen". Sie sei das Ergebnis "langer und intensiver Überlegungen und Gespräche" und die Konsequenz aus der Quotenentwicklung. Er fügte hinzu: "Ich danke Anke von ganzem Herzen. Sie hat faszinierendes Stehvermögen bewiesen und einen erstklassigen Job gemacht."

Engelke selbst bedauerte das Aus: "Schade, dass die Sendung nicht mehr Zuschauern so viel Spaß gemacht hat wie meinem Team und mir. Im übrigen plane ich keine kreative Pause", sagte sie mit Blick auf den Ausstieg Harald Schmidts im Dezember vergangenen Jahres. Sat.1 will nach dem 21. Oktober auf dem Sendeplatz der Talk-Show um 23.15 Uhr zunächst eigene Serien wie "HeliCops - Einsatz über Berlin" zeigen. Engelke und der Sender würden aber weiterhin eng zusammenarbeiten, hieß es. Neben neuen Episoden der Sketch-Sendung "Ladykracher" sollen auch neue Primetime-Shows und Specials mit Engelke gemeinsam entwickelt werden.

"Wie ein Streichholz in der Olympia-Halle"

"Anke Late Night" war am 17. Mai gestartet. Die Premiere hatte bis zu 3,53 Millionen Zuschauer, doch die Quote sank rapide ab. Der tiefste Punkt wurde mit 600.000 Zuschauern und einer Quote von 4,9 Prozent im Juli erreicht. Vom Start bis zum 4. Oktober hatte die Show laut Sat1 durchschnittlich 860.000 Zuschauer und einen durchschnittlichen Marktanteil von 7,7 Prozent; in der Zielgruppe von 14 bis 49 Jahren waren es 9,3 Prozent.

Am Anfang hatte Schawinski noch versichert: "Die Show braucht eine Anlaufzeit und einen Sender mit einem breiten Kreuz. Beides hat sie." Einen Tag vor der Premiere setzte Schawinski 20.000 Euro auf den Erfolg von "Anke Late Night" und erklärte, sie sei "die wichtigste und prestigeträchtigste neue Sendung, seit ich bei Sat.1 bin".

Show-Veteran Rudi Carrell könnte jetzt triumphieren: Er hatte 10.000 Euro darauf gewettet, dass die Sendung ein Flop wird. Engelke sei ein sensationelles Talent und eine tolle Sketch-Schauspielerin, aber mit einer täglichen Late-Night-Show überfordert. Sie stehe da "wie ein Streichholz in der Olympia-Halle, Riesendekoration, kleine Frau", lästerte der 69-Jährige.

Kritiker monierten, dass die Gags beim "Stand up", dem satirischen Rundumschlag zu Beginn der Sendung, nicht zündeten, dass die Frauenparodien aus "Ladykracher" auf die Dauer langweilten, und die Studioband die Leute nicht vom Hocker reiße.

Schawinski persönlich gab Programmtipps, als sich das Kritiker-Murren nicht beruhigte und die Quoten weiter absackten: "Anke Engelke muss Rituale einführen, wie Harald Schmidt es auch gemacht hat. Die dicken Kinder von Landau oder seine Chinesen - in dieser Art bräuchte Anke Engelke auch etwas." Nach der Sommerpause sollte "Anke Late Night" mit neuen Ideen und verkleinertem Studio aufgefrischt werden.

Engelke selbst hatte vielleicht schon zu Beginn Böses geahnt: "Das erste halbe Jahr wird ganz, ganz bitter. Da kann ich in die Selbsthilfegruppe gehen, in der Gottschalk, Schmidt, Willemsen sitzen." Gerade einmal fünf Monate hat das Late-Night-Experiment mit einer Frau als Gastgeberin überdauert. Nach dem Scheitern der Job-Show "Hire and Fire" und dem geringen Erfolg des Unterhaltungsformats "Kämpf um deine Frau" muss ProSiebenSat.1 schon den dritten Misserfolg in diesem Herbst verkraften.

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Meine Kommentar-Sauce:

Bei einer Vertragsauflösung für die Sendung geht es um viel Geld.

Wann kapiere ich Oberidiot endlich, daß man überhaupt keine Fähigkeiten haben darf, um richtig Kohle zu machen? Und wann ziehe ich endlich daraus die Konsequenzen und verblöde freiwillig?

Das drohende Aus zeichnete sich bereits ab, nachdem der Nachrichtendienst "Kontakter" am Montag über erstmalige Unsicherheiten der Senderchefs berichtet hatte: Sat.1-Chef Roger Schawinski sagte dem Blatt: "Wir haben viel Stehvermögen bewiesen. ..."

Hat Anke da jemandem Gelegenheit gegeben, sein "Stehvermögen" zu beweisen, um den Job zu kriegen?

Show-Veteran Rudi Carrell könnte jetzt triumphieren: Er hatte 10.000 Euro darauf gewettet, dass die Sendung ein Flop wird. Engelke sei ein sensationelles Talent und eine tolle Sketch-Schauspielerin, aber mit einer täglichen Late-Night-Show überfordert. Sie stehe da "wie ein Streichholz in der Olympia-Halle, Riesendekoration, kleine Frau", lästerte der 69-Jährige.

Merke: 68 (oder 69) Jahre alt zu sein und ein 68-er zu sein - das ist nicht notwendigerweise dasselbe. Hut ab vor Rudi Carrell!

Engelke selbst hatte vielleicht schon zu Beginn Böses geahnt: "Das erste halbe Jahr wird ganz, ganz bitter. Da kann ich in die Selbsthilfegruppe gehen, in der Gottschalk, Schmidt, Willemsen sitzen."

Doll - so viel Selbsterkenntnis bei 'ner Tusse.

Was die anderen Herren betrifft - Gottschalk gehört nicht in die Selbsthilfegruppe, sondern in den Kindergarten - da würde er garantiert von den Blagen als einer der Ihren anerkannt und hätte keinerlei Akzeptanzprobleme. Harald Schmidt sollte den wohlverdienten Vorruhestand auf Mallorca genießen. Nur um Roger Willemsen ist mir's wirklich schade: Da hat die öffentlich-rechtliche Bagage mal wieder bewiesen, daß sie zu viel Niveau nicht (mehr) erträgt.

Gerade einmal fünf Monate hat das Late-Night-Experiment mit einer Frau als Gastgeberin überdauert. Nach dem Scheitern der Job-Show "Hire and Fire" ...

*Grins* "Hire and fire" toll praktiziert bei Anke.

und dem geringen Erfolg des Unterhaltungsformats "Kämpf um deine Frau" ...

Hat die Engelke eigentlich einen Lover, der ggf. um sie kämpfen würde?

... wollen wir hoffen, daß wir von weiterem geistigen Dünnschiß verschont bleiben.

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Gruß

Ekki[/i]

Dann lest mal das hier!

Texaco, Tuesday, 05.10.2004, 22:59 (vor 7792 Tagen) @ Paul

Als Antwort auf: Danke - Anke! von Paul am 05. Oktober 2004 16:12:14:

Akne Engelke (würg) - ein Off-Topic in diesem Forum. Oder? Was hat das mit Geschlechterkampf zu tun?

Nicht viel, jedenfalls nicht in der Süddeutschen, aber wenn man mal die Welt liest, dann haben die Rechten - typisch - es doch noch geschafft, eine gestandene Frau lächerlich dastehen zu lassen, vielleicht sogar zwei, jedenfalls "die Sache der Frauen", von der eine NRW-Staatsanwältin letztens sprach, insgesamt. Ganz perfide haben diese Macho-Schweine ausgerechnet Bettina Böttinger befragt, ob sie nicht was zum Aus von Akne schreiben wolle - bestimmt schon vor Tagen!

http://www.welt.de/data/2004/10/06/342333.html

Warum eigentlich Bettina? Warum nicht Sonja?

Das war ja klar - Anke als Opfer des Patriarchats *LOL*

Georg, Tuesday, 05.10.2004, 23:45 (vor 7792 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Dann lest mal das hier! von Texaco am 05. Oktober 2004 19:59:53:

Igitt. Die Böttinger. Von der Harald Schmidt ja einst sagte: "Was haben eine Toilette und Bettina Böttinger (bekennende Lesbe) gemeinsam? Kein Mann faßt sie an." War damals ein Skandal.
Ich finde, diesen Artikel von Böttinger hätte genauso auch Alitze Schwatzer schreiben können, fast im Wortlaut.
Anke war ja auch zweimal auf dem Emma-Titelblatt und ist der Alitze in den Allerwertesten gekrochen. Da gehört sie eigentlich auch hin, die Pfeife.
Ankes Ende, einfach ungerecht! Es ist natürlich Geschlechterkampf. Die böse Kritik, die männliche Kritik hat die tapfere Anke kaputtgeschreiben, hahaha.
Dieser widerlichen Böttinger fehlt jeder Sportsgeist und jede Ehrlichkeit, einfach dazu zu stehen, daß Anke versagt hat.
Anke Engelke KANN keine Late-Night-Show wuppen. Das hat man gesehen. Sie kann es nicht. Sie ist unsicher, nicht geistreich, sie ist angepannt, vergeigt die ohnehin bloß mittelmäßigen Gags - kurzum: es ist nicht ihr Metier. Sie wurde und wird schlicht und einfach überschätzt, Deutschlands "komischste Frau". Sie kann eigentlich überhaupt nur diese acht Jahre alten Parodien von Frauentypen, über die keiner mehr lacht. Anke Engelke ist meines Erachtens eine total überschätzte Nummer mit beschränktem komödiantischen Talent.
Die Wahrheit ist: Sie wurde viel zu lange hochgejazzt, und jetzt sieht man, was sie wirklich draufhat - so gut wie nichts.

Gruß,
Georg

Re: Dann lest mal das hier!

Sam, Wednesday, 06.10.2004, 00:08 (vor 7792 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Dann lest mal das hier! von Texaco am 05. Oktober 2004 19:59:53:

Oje, das Patriarchat ist mal wieder schuld. Das wird Schwarzer in der nächsten Emma auch nochmal verkünden. Da möchte man die naheliegende Frage stellen, warum die viel beschworene "weibliche Mehrheit" nicht einfach eingeschaltet hat. Bettina Böttinger hat eine Erklärung: "nur weil die Zeitungen sie in Grund und Boden kritisierten". Es wäre eine andere denkbar: Die Sendung war einfach Mist.

"Scheiße, ich bin mitten im Zyklus, nah am Wasser gebaut!" - sowas nennt Böttinger "weibliche Komik". Wehrt euch, Frauen!

Re: Das war ja klar - Anke als Opfer des Patriarchats *LOL*

Odin, Wednesday, 06.10.2004, 02:58 (vor 7792 Tagen) @ Georg

Als Antwort auf: Das war ja klar - Anke als Opfer des Patriarchats *LOL* von Georg am 05. Oktober 2004 20:45:49:

Wenns ne Frau nicht schafft, sind natürlich die Männer schuld.

Dasselbe Theater werden wir erleben, wenn die Merkel endlich wegen Unfähigkeit abserviert wird.

Re: Die SAT1-Frauen-Power scheint allgemein zu verpuffen...

Collantix, Wednesday, 06.10.2004, 04:13 (vor 7792 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Die SAT1-Frauen-Power scheint allgemein zu verpuffen... von Odin am 05. Oktober 2004 17:58:18:


Wobei Anke unter den weiblichen Humoristinnen noch die Perle ist. Die ist wenigstens nicht von Sinnen.

Sehe ich ähnlich. Allerdings war dieses übergestülpte Late-Night-Format wirklich langweilig. Gut war sie nur, wenn sie in andere Rollen schlüpfte. Aber Harald Schmidt hat Jahre gebraucht, bis er dieses Format für sich perfektioniert hat...

Gruß
Collantix

Die Frauen-Power? Oder es gab sie noch nie

Expatriate, Wednesday, 06.10.2004, 09:42 (vor 7792 Tagen) @ Collantix

Als Antwort auf: Re: Die SAT1-Frauen-Power scheint allgemein zu verpuffen... von Collantix am 05. Oktober 2004 16:56:31:

Gefunden in Singapur

""For information on Employment Passes, please visit Ministry of Manpower’s (MOM) website at http://www.mom.gov.sg""

Just "manpower"? No women's Power?!?
Dass sich da noch niemand beschwert hat.

Naja, isses entweder mit "women's power" oder mit dem Feminismus da
nicht so weit her...

Darauf ein Eierlikörchen!
Cheers!

Re: Danke - Anke!

Gast316, Wednesday, 06.10.2004, 12:19 (vor 7791 Tagen) @ Paul

Als Antwort auf: Danke - Anke! von Paul am 05. Oktober 2004 16:12:14:

Der Zuschauer lässt sich also nicht mehr alles vorsetzen. Anke wird gegangen:
http://dwdl.de/conpresso/aufmacher/detail.php?nr=9131&kategorie=aufmacher
Ein wenig Schadenfreude kommt da doch schon auf, hat sie sich doch in ihrer Show speziell mit dümmlich-männerfeindlichen Witzen hervorgetan (was sogar der politisch-korrekten Mainstreampresse schon übel aufstiess, und das will was heissen).
Gruss,
Paul

Hatte ich schon vorausgesehen:-))) Das gönne ich SAT.1-Chef Roger Schawinski wirklich :-)))
Wer hat je eine weibliche Komikerin gesehen bei der man lachen konnte (gequältes Lachen ausgeschlossen). Mir ist zumindest keine bekannt. Ich fand das eine Frechheit, dem Zuschauer sowas als Ersatz für Harald Schmidt anzubieten. Aber es sollte ja wohl auf alle Fälle eine Frau sein.
Tja, dumm gelaufen.

Schönen Tag noch :-)

http://bz.berlin1.de/aktuell/news/041006/anke.html?print=on

Und es hört nicht auf...

Texaco, Wednesday, 06.10.2004, 21:10 (vor 7791 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Dann lest mal das hier! von Texaco am 05. Oktober 2004 19:59:53:

Die Sache scheint einige Redakteusen enorm zu beschäftigen. Jedes Wort wird umgedreht, ob nicht doch vielleicht Akne, weil sie eine Frau ... http://www.netzeitung.de/entertainment/people/308068.html Außerdem wird überall betont, Akne (38) sehe blendend aus. Wahrscheinlich hat die Netz-Zeitung aber nur männliche Fotografen, die sogar jetzt noch hämisch Bilder schießen, die usw.

Richtig! Und ich könnt mich nur noch kringeln....

Georg, Thursday, 07.10.2004, 00:24 (vor 7791 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Und es hört nicht auf... von Texaco am 06. Oktober 2004 18:10:15:

Hallo Texaco,

das war zu erwarten. Die sind alle total zerknirscht und haben nicht die Eierstöcke, um das offensichtliche Versagen von Anke "Emma" Engelke zuzugeben. "Dunkle Mächte" sind dran schuld.....
Es war doch "Deuschlands komischste Frau"!
Wenn die versagt, dann heißt das doch, daß es mit komischen Frauen nicht weit her ist. Was ja auch so ist. Oder fällt dir eine ein?

Dazu von Wolfgang Höbel ein Artikel von Spiegel Online, der absolut ins Schwarze trifft:

--
ENGELKES ABSCHIED

Bye, bye Hampelmuse

Von Wolfgang Höbel

Wer ist schuld an Anke Engelkes Abschied als Late-Night-Talkerin? Sie selber? Roger Schawinski? Der weibliche Humor im Allgemeinen und Elke Heidenreich ganz speziell? Alles Quatsch. Wir sind's: Wir haben ihr Genie verkannt.

Jetzt bloß nicht die Mitleids-Orgel anschmeißen; bloß nicht irgendwelchen Senderchefs, dem übergroßen Vorgänger oder anderen finsteren Mächten die Schuld geben; und erst recht nicht auf der Künstlerin Anke Engelke selber herumhacken: Nee, nee, wir haben's versiebt. Anke Engelke stellt ihre Late-Show ein - und wir deutschen Fernsehzuschauer sind schuld.

Wir haben ihr Genie verkannt. Wir haben über ihre Scherze nicht gelacht. Wir haben uns gepeinigt und beschämt auf unserer TV-Couch gewunden. Wir haben probeweise den Ton abgedreht. Wir haben auch das Bild nur noch durch die Finger unserer Hand angeguckt, die wir aus lauter Verzweiflung vors Gesicht geschlagen hatten. Und dann haben wir immer öfter gar nicht mehr hingeschaut.

Was für trostlos verklemmte, übel versnobte Miesepeter sind wir eigentlich?

Warum nur wollten wir den Gesundbetern nicht glauben? Dass ihr nur eine "gewisse Feinabstimmung" fehle, wie der große Sat.1-Sender-Steuermann Roger Schawinski es kürzlich so unvergleichlich formulierte. Dass sie eigentlich wahnsinnig witzig sei, nur hier nicht ganz so, "als ob sie in ein Korsett gezwängt werde, das ihr nicht passt." ("Süddeutsche Zeitung"). Dass sie, der "Comedy-Darling der Nation", regelmäßig im zweiten Teil der Show zu großer Form auflaufe, weil "dann ihr Ding kommt: Gäste befragen" ("Frankfurter Rundschau"). Dass jetzt, so noch vor Wochen Deutschlands Komik-Fachorgan Nummer eins, offenbar "Schluss" sei "mit lauen Gags und schwacher Quote" und Frau Engelke "auf einem guten Weg","witzig und spritzig" und mit viel "Sexiness" ("Bild").

Einer ihrer neuen Hammer-Witze, die nach Versendung in der "Bild" abgedruckt wurden, ging so: "56 Prozent aller Frauen bestrafen die Männer gerne mit Sex-Entzug - oder wie es in Deutschland heißt: Ehe". Ein anderer: "Eine Brustvergrößerung käme für mich jedenfalls nicht in Frage - es müssten schon zwei sein". Das ist natürlich eine entscheidende Verbesserung im Vergleich zur Witz-Qualität vor der Sommerpause: "5,5 Prozent aller Deutschen haben ein Intim-Piercing. Bald werden es mehr sein - es ist die beste Methode, den Schmuck vor Hartz IV in Sicherheit zu bringen." Deutsche Männer! Deutsche Frauen! Was für trostlos verklemmte, übel versnobte Miesepeter sind wir eigentlich, dass wir uns nicht scheckig lachen konnten über solche Eins-A-Premiumpointen? Wenn überhaupt, dann fehlte da allerhöchstens, mit Schawinski gesprochen, die klitzekleine, allerfeinste "Feinabstimmung".

Wir haben's nicht kapiert

Und wie steht's mit unserer Bewunderung für den Scherzvortrag und die Slapstick-Kunst der Heldin? Wir müssen beschämt gestehen, dass wir die Zappelei, das fortwährende, oberneckische An-sich-Herumgezupfe, die visionären Verkleidungsspiele, das schrille Gekreische und die meist völlig sinnentleerte Wortbetonung von Anke Engelke schändlicherweise nicht als zukunftsweisend erkannt haben. Wir sahen darin nur schlimmes Gekrampfe. Da rackerte sich Deutschlands allerliebste Hampelmuse ab - und wir spürten nicht, dass all die unerträglichen Nervensägereien dem Star durch ein böses "Korsett" abgezwängt wurden!

Der radikale Enthüllungsjournalismus, den Anke Engelke mit ihren Gästen betrieb, geben wir's zerknirscht zu: Wir haben ihn nicht kapiert. Dieses mal stumme, mal gnadenlos lostextende Einander-gegenüber-Sitzen, dieses wortwurstige Einander-Anstarren mit halboffenem Mund, dieses träge, ja wie zugekiffte Komplimente-Austauschen und Drauflossülzen mit Gästen wie der Frau von Schweigers Till und dem Seriendarsteller vom Fernbedienungsschalter sieben: Super, das war "ihr Ding: Gäste befragen". Und wir Ignoranten schüttelten uns vor Schmerz und Selbstekel über so viel Edelnullkommunikation - Engelkes weiblicher Gast Lisa Martinek gestern: "Wir haben nachts gedreht, das war die Hölle." Darauf Engelke: "Ach so." Darauf der Gast: "Ja." Echt den beiden ihr Ding.

Das letzte Late-Night-Sternstündlein schlägt

Jetzt, liebe Leute, läutet unwiderruflich das Coolness-Glöcklein für uns deutsche Fernsehzuschauer: Die Spaßkönigin der Nation tritt ab, das letzte Late-Night-Sternstündlein wird schlagen. Die "witzige", "spritzige", mit einem Kölner-Dom-hohen "Sexiness"-Faktor gesegnete Anke Engelke wird gehen. Bald. In der gestrigen Sendung redete sie vom "Nachsitzen"und sagte: "Wir sitzen hier den ganzen Oktober." Stimmt nicht ganz: Am 21. Oktober ist Schluss.

Danach gilt: Nie wieder stottert und haspelt sich Darling Anke mit Turbocharme durch vorfabrizierte Stand-up-Rohrkrepierer. Nie wieder erklärt sie die Pkw-Maut den deutschen Männern als "Straßenstrich ohne Sex". Nie wieder schmeißt sie sich mit Kumpelinnen-Schmalz der Marke Elke Heidenreich ran an die Frauen unter ihren Zuguckern. Und nie wieder holt sie sprechende Mülleimer der Berliner Stadtreinigung zu sich ins Studio und preist sie als derart wahnsinnig lustig, dass wir in eine grausige Depression verfallen und anfangen, mit dem heimischen Mülleimer zu sprechen.

Anke Engelke hat Großes vollbracht. Wir waren nicht reif für sie. Spaß ist aufgebraucht. Es war eine unlockere Zeit.

Aber der hier war gut........

Guildo, Thursday, 07.10.2004, 02:39 (vor 7791 Tagen) @ Georg

Als Antwort auf: Richtig! Und ich könnt mich nur noch kringeln.... von Georg am 06. Oktober 2004 21:24:37:

Hallo, Georg!

"56 Prozent aller Frauen bestrafen die Männer gerne mit Sex-Entzug - oder wie es in Deutschland heißt: Ehe"

Etwas Humor hatte sie also auch. Allerdings machte Harald Schmidt solche Sprüche zwischen Frühstück und Zähneputzen zum Aufwärmen.

Na, ja - die Qual hat ein Ende! Vielleicht gibs bald "Dirty Harry" zurück?

freut sich schon der Guildo

Re: Aber der hier war gut........

AJM, Thursday, 07.10.2004, 11:55 (vor 7790 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Aber der hier war gut........ von Guildo am 06. Oktober 2004 23:39:02:

"56 Prozent aller Frauen bestrafen die Männer gerne mit Sex-Entzug - oder wie es in Deutschland heißt: Ehe"

Irgendwie habe ich die Stelle mit dem Humor wohl verpaßt. Denn über solcherlei "Gewalt" (umgekehrt würde es aus Femi-Sicht sicherlich so gedeutet werden, denn ein strafender Blick wird ja schon als Gewalt definiert) kann man höchstens mutlos den Kopf schütteln, ich besten Falle ausschalten oder (wie ich) erst gar nicht einschalten.

Gruß

AJM

Re: Aber der hier war gut........

Ekki, Thursday, 07.10.2004, 12:15 (vor 7790 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Re: Aber der hier war gut........ von AJM am 07. Oktober 2004 08:55:08:

... kann man höchstens mutlos den Kopf schütteln, ich besten Falle ausschalten oder (wie ich) erst gar nicht einschalten.
Gruß
AJM

Damit meinst Du hoffentlich mindestens ebensosehr die Ehe wie den Fernseher!

Ekki

:-) (n/t)

AJM, Thursday, 07.10.2004, 12:30 (vor 7790 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: Aber der hier war gut........ von Ekki am 07. Oktober 2004 09:15:53:

Re: Aber der hier war gut........

Guildo, Thursday, 07.10.2004, 14:41 (vor 7790 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Re: Aber der hier war gut........ von AJM am 07. Oktober 2004 08:55:08:

Hallo, AJM!

"56 Prozent aller Frauen bestrafen die Männer gerne mit Sex-Entzug - oder wie es in Deutschland heißt: Ehe"

Irgendwie habe ich die Stelle mit dem Humor wohl verpaßt. Denn über solcherlei "Gewalt" (umgekehrt würde es aus Femi-Sicht sicherlich so gedeutet werden, denn ein strafender Blick wird ja schon als Gewalt definiert) kann man höchstens mutlos den Kopf schütteln, ich besten Falle ausschalten oder (wie ich) erst gar nicht einschalten.

Mit Humor meiner ich auch eher die unfreiwillige Komik, dass hier eine Frau mal endlich die typisch weiblichen Verhaltensweisen eingesteht. Nur glaubt sie dabei, einen Witz gemacht zu haben. War wohl eher ein Geständnis. Und über solche entlarvenden Tritte ins Fettnäpfchen kann ich mich schon amüsieren. Übrigens genau dass, was ich immer predige und wegendessen ich immer wieder Kritik einstecken muss, zumeist von den Täterinnen. Mit dem alten Eherecht könnt das nicht passieren. Oder Mann wählt die beste Lösung: Nicht heiraten und keine Kinder!

Gruß vom Guildo

PS: nur 56% ? Ich geh da eher von 99% aus.

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