Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Armes Spanien

Mic, Monday, 04.10.2004, 12:22 (vor 7795 Tagen)

zumindest für Männer

Garp, Monday, 04.10.2004, 14:56 (vor 7794 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Armes Spanien von Mic am 04. Oktober 2004 09:22:33:

http://www.glaubeaktuell.net/portal/journal/journal.php?IDD=1088402056

<i/>Bei einem jetzt verabschiedeten Gesetzesentwurf des Kabinetts zur Bekämpfung
der häuslichen Gewalt schließt die neue sozialistische Regierung ganz
bewusst Männer aus. Nur wenn das Opfer eine Frau oder ein Kind ist,
gelten die neuen verschärften Strafen. Wird ein Mann misshandelt,
bleibt alles beim Alten, und es greifen die bestehenden Gesetze. [/i]

<i/>Damit ist das Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz aufgehoben.
Männer können demnach für das gleiche Vergehen schärfer bestraft
werden als Frauen. «Ist das Diskriminierung? Na klar ist es das»,
erklärt die stellvertretende Ministerpräsidentin Maria Teresa
Fernández de la Vega. Aber, so argumentiert die Regierung, nur auf
diese Weise lasse sich gegen Männer vorgehen, die Gewalt einsetzten,
um damit ihre Dominanz über Frauen zu erhalten.
[/i]

Da zeigt sich die wahre Ideologie in einer höchst bedenklichen Auswirkung.

Ich denke dies ist eine klarer Fall für den EuGH. Kann mir nicht vorstellen, dass so ein Gesetz den europäischen Richtlinien entspricht.

Grüße
Garp

Re: zumindest für Männer

Eugen Prinz, Monday, 04.10.2004, 15:22 (vor 7794 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: zumindest für Männer von Garp am 04. Oktober 2004 11:56:00:

Da zeigt sich die wahre Ideologie in einer höchst bedenklichen Auswirkung.
Ich denke dies ist eine klarer Fall für den EuGH. Kann mir nicht vorstellen, dass so ein Gesetz den europäischen Richtlinien entspricht.
Grüße
Garp

Bei uns hat man sich ja wenigstens noch die Mühe gemacht, die Gesetzestexte mit einem Anschein von Geschlechtsneutralität zu versehen, wenn auch die Auslegungen unter aller Sau sind. Die Spanier sollten auf jeden Fall klagen.

Ich hätte ja im Prinzip nichts dagegen, auch Frauen in politische Ämter zu wählen. Aber wenn das so aussieht, dass Männer Politik machen und Frauen nur Frauenpolitik machen, dann muss man sich als Mann überlegen, ob man auch nur einer einzigen Frau eine Wahlstimme geben will.

Eugen

Re: zumindest für Männer

Magnus, Monday, 04.10.2004, 18:39 (vor 7794 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: zumindest für Männer von Eugen Prinz am 04. Oktober 2004 12:22:59:

Ich hätte ja im Prinzip nichts dagegen, auch Frauen in politische Ämter zu wählen. Aber wenn das so aussieht, dass Männer Politik machen und Frauen nur Frauenpolitik machen, dann muss man sich als Mann überlegen, ob man auch nur einer einzigen Frau eine Wahlstimme geben will.
[quote]Eugen
[/quote]

Also ich werde grundsätzlich keine Frauen mehr wählen, wenn möglich (z.B. Kommunalwahl). Politisch interessierte Frauen interessieren sich meist sowieso nur für "Frauenbelange". Sieht man ja auch bei uns in Deutschland - insbesondere bei den "Grünen". Warum sollte ich also Personen wählen, die nicht meine Interessen vertreten? Man sieht ja wo das hinführt. Total infantil, was in Spanien da passiert. Und mich wundert es auch nicht, dass das unter den roten Regierungen häufiger passiert, die mit allen Mitteln ihre Vorstellung der Gleichheit durchsetzen wollen und sich dabe ins Privatleben aller einmischen...

Magnus

Re: zumindest für Männer

Sven74, Monday, 04.10.2004, 19:33 (vor 7794 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Re: zumindest für Männer von Magnus am 04. Oktober 2004 15:39:31:

Ich hätte ja im Prinzip nichts dagegen, auch Frauen in politische Ämter zu wählen. Aber wenn das so aussieht, dass Männer Politik machen und Frauen nur Frauenpolitik machen, dann muss man sich als Mann überlegen, ob man auch nur einer einzigen Frau eine Wahlstimme geben will.

Eugen[/i]

Also ich werde grundsätzlich keine Frauen mehr wählen, wenn möglich (z.B. Kommunalwahl). Politisch interessierte Frauen interessieren sich meist sowieso nur für "Frauenbelange". Sieht man ja auch bei uns in Deutschland - insbesondere bei den "Grünen". Warum sollte ich also Personen wählen, die nicht meine Interessen vertreten? Man sieht ja wo das hinführt. Total infantil, was in Spanien da passiert. Und mich wundert es auch nicht, dass das unter den roten Regierungen häufiger passiert, die mit allen Mitteln ihre Vorstellung der Gleichheit durchsetzen wollen und sich dabe ins Privatleben aller einmischen...
Magnus

Mir fallen praktisch auch kaum führende Politikerinnen ein, die nicht mehr oder minder stark Frauenpolitik machen und damit nur eine Bevölkerungsgruppe vertreten. Warum soll ich als Mann so eine Frau wählen? Ich wähle jemanden von dem ich mir erhoffe, dass er meine Interessen vertritt.

Gut unsere "Maggie Thatcher für Arme" dürfte wohl eine der wenigen Ausnahmen sein, ich kann sie aber trotzdem nicht leiden und damit auch nicht wählen.

Was den linken Politikflügel betrifft ist die Sache leider so:

1. Die GrünINNEN schon immer feministisch versaut.

2. SPD wird durch die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) auch versaut, da es sich hierbei um einen Haufen von Radikalfeministinnen handelt. Viele "anständige" SPD-Frauen (es soll ja einige geben) werden durch diese Organisation umgepolt und damit versaut.

Sven74

Re: zumindest für Männer

Paul, Monday, 04.10.2004, 20:07 (vor 7794 Tagen) @ Sven74

Als Antwort auf: Re: zumindest für Männer von Sven74 am 04. Oktober 2004 16:33:24:

Mir fallen praktisch auch kaum führende Politikerinnen ein, die nicht mehr oder minder stark Frauenpolitik machen und damit nur eine Bevölkerungsgruppe vertreten. Warum soll ich als Mann so eine Frau wählen? Ich wähle jemanden von dem ich mir erhoffe, dass er meine Interessen vertritt.
Gut unsere "Maggie Thatcher für Arme" dürfte wohl eine der wenigen Ausnahmen sein, ich kann sie aber trotzdem nicht leiden und damit auch nicht wählen.

Leutheusser-Schnarrenberger nicht vergessen. Die hat zwar auch einen Doppelnamen, aber sie ist m.E. wirklich gut, kann mich nicht erinnern, von der jemals etwas gehört zu haben, was nicht Hand und Fuß hatte. Vor allem rechne ich ihr hoch an, daß sie aus Protest gegen den geplanten Großen Lauschangriff als Justizministerin zurückgetreten ist. Eine Politikerin mit Prinzipien. Sehr selten, sowas.

Gruss,
Paul

Re: zumindest für Männer

Garp, Monday, 04.10.2004, 20:20 (vor 7794 Tagen) @ Paul

Als Antwort auf: Re: zumindest für Männer von Paul am 04. Oktober 2004 17:07:14:

Hallo Paul

<i/>Leutheusser-Schnarrenberger nicht vergessen[/i]

Sehe ich auch so. Sie stand, wie keine andere, für eine wählbare Partei der Rechtsstaatlichkeit.
Nicht zu vergessen die leider zurückgetretene baden-württembergische Justizministerin Werwigk-Hertneck, als Kämpferin gegen das Verbot der Vaterschaftstests.

Es gibt sie schon, kompetente Politikerinnen mit „neutralen“ Sichtweisen. Man(n) muss sich eben vor Wahlen genau informieren, wer für was steht. Im Zweifelsfall einfach nachfragen;-)

Grüße
Garp

Re: Armes Spanien

Texaco, Monday, 04.10.2004, 16:38 (vor 7794 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Armes Spanien von Mic am 04. Oktober 2004 09:22:33:

Andere Beispiele: Engster innenpolitischer Berater von Bush ist ein (konservative) Frau: nichts zu lachen für verarmte Geschiedene, die keinen Unterhalt zahlen können. Der französische Ex-Premier Jospin war ein "Gerechtigkeitsfanatiker" mit prominenter feministischer Philosophin zur Frau: Er hat die Quotenregel bei der Aufstellung von Kandidaten zur gesetzlichen Pflicht gemacht. Und Tony Blairs Frau Cheryll ist auch so ein Fall. Dann gab es da noch einen Wolfgang Schäubele usw.

Das ist die klassische Art weiblichen Einflusses: Das absolute Vertrauen eines Mannes. Wenn er mächtig wird, ist die Frau so gut wie am Ziel.

Re: Armes Spanien

gole, Monday, 04.10.2004, 20:37 (vor 7794 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Armes Spanien von Mic am 04. Oktober 2004 09:22:33:

hoffentlich bleibt se alleine

Re: Armes Spanien

Odin, Monday, 04.10.2004, 22:45 (vor 7794 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Armes Spanien von Mic am 04. Oktober 2004 09:22:33:

Jede Frau, die arbeitet, ohne durch Jammern Vorteile und Unterstützung erzielen zu wollen, ist mir erstmal sympathisch

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