Macht Mode Krank?
Kann Mode krank machen?
Wir kennen sie alle: String-Tangas, die besonders bei jungen Frauen hoch im Modekurs sind und aus den Hosen mit niedriger Leibhöhe geradezu hervorstechen; oftmals gepaart mit bauchfreien Oberteilen.
Glaubt man den Äußerungen von Mediziner Prof. Dr. Plum, ist diese Kleidungsweise äußerst bedenklich. Nach seiner Meinung leiden immer mehr jüngere Patientinnen aufgrund der vorherrschenden Mode unter Blaseninfektionen und/oder Nieren-Becken-Entzündungen.
Ganz unbegründet sind diese Bedenken nicht, denn wie man schon aus dem Lehrbuch weiß, verfügen Frauen über keine verlängerte Harnröhre, was das Eindringen von Bazillen oder Keimen in Blase bzw. Niere erleichtert.
Es sei dahingestellt, ob diese Mode zur Freude des männlichen Betrachters beiträgt oder nicht; diese Art des weiblichen Exhibitionismusses hat Konsequenzen. Wohl nicht rechtlicher, aber biologischer Natur die gerechte Strafe für den Glauben von Frauen, ihre Waffen wären grenzenlos einsetzbar.
Die Burka (islamisches Kleidungsstück für Frauen) ist natürlich keine Lösung, sondern eher das andere Extrem. Frauen sollen sich verwirklichen, sie sollen mit ihren Reizen werben können, aber weder das eine, noch das andere Extrem hilft hier wirklich weiter.
Was in diesem Zusammenhang gesagt werden muß: Männer in kurzen Hosen und Sandaletten, was einhergeht mit behaarten Waden und vielen Frauen sauer aufstößt, SIE im Bett aber freilich nicht stört, findet es zuweilen sogar animalisch-erotisch, sodaß man sich fragen möchte, ob sie nicht eventuell lieber einen Gorilla als Sexpartner haben möchte.
Zum anderen muß man unter rein objektiven Betrachtungsweisen sehen, daß entblößte Körperstellen einer Frau nicht gemeinhin als Lustobjekte betrachtet werden, sondern im Gemeinen als auch im Besonderen als Belästigung empfunden werden können. Hierbei bedarf es allerdings einer hohen Konzetration von Selbstwertgefühl der Männer, um das zu erkennen und offen zuzugeben.
Zurück zur Modewelt: Krawatten für Frauen, Röcke für Männer. Allenthalben scheint das eine Profilierungsmethode zu sein, bei der Frauen wie Männer und umgekehrt Männer wie Frauen sein wollen. Verstanden hat diesen Prozess trotz Sigmund Freud wohl noch nie jemand.
Kürzlich sah ich eine Reportage, bei der eine Frau unter den Schottenrock eine Mannes gelinst hatte. Mit einem krakeelenden Schrei wich sie mit den Worten der hat da ja wirklich nichts drunter zurück. Was zur Hölle hat die Frau denn erwartet zu sehen?
Sexuelle Lust und Sensationsgier sind die Triebfedern und ungewollte (sex.) Nachstellungen die Notbremse für Frauen heutiger Zeit.
Festzuhalten bleibt, daß gerade in der Modebranche mächtige Unternehmungen geleistet wurden, um Frauenkörper attraktiver zu umhüllen, oftmals mit weniger als nichts. Aber selbst in der Norm-Branche hat frau wesentlich mehr Entscheidungsvielfalt, als ein Mann, der nur zu wählen hat, ob die Krawatte zum Anzug paßt und eigentlich sollte mann darüber froh sein.
Dennoch gibt es hier erhebliche Differenzen, die man mit einer Art Neid-Syndrom umschreiben könnte. Ähnlich dem Futterneid aus dem Tierreich ist der Kleidungsneid nur solange interessant bis gleiche Zugriffsmodalitäten bestehen.
Unter Berücksichtigung dieser Voraussetzungen ist nicht jede/r zwangsläufig homosexuell veranlagt, die/der das Bedürfnis in sich trägt, Kleider des anderen Geschlechtes zu tragen, sondern vielmehr Ausdruck einer charismatischen Hingabe.
Bislang ist dieses Phänomen vorallem bei Männern bekannt, insbesondere die Filmindustrie hat diese Werte als komödiantisch eingestuft, der wir als Ehrenochsen sämtlich folgen. Bestes Beispiel hierfür ist der Film Manche mögens heiß, womit der ganze Unsinn wohl begonnen hat und dann in Mrs Doubtfire gipfelte.
Umgekehrte Filmversuche gab es seinerzeit schon unter dem inzwischen verblichenen Heinz Rühmann, aber Kassenschlager wurden das nie.
Warum?
Es ging um die introvertierte Gefühlswelt von Frauen, als Mann den Versuch zu wagen, in diese Welt einzudringen und sie zu verstehen. Das Schlüpfen in Frauenkleider war nur komödiantischer Nebenaspekt, hat sich aber derart erfolgreich fortgesetzt, dass es aus der Filmindustrie kaum mehr wegzudenden ist.
Das Hineinversetzen in das frauliche, und zu dem Zeitpunkt noch als kleingeistig verschriene Gedankenbilde eindringen zu können, bedurfte es Methoden, die sich auch im Film physikalisch äußerten.
Dies alles wäre kein größerer Akt geworden, hätte sich die Betrachtungsweise nicht grundlegend geändert. Frauen spielen keine Nebenrollen mehr, sondern sind gleiberechtigte Partner. In einigen Serien und Filmen sind sie selbst längst die Hauptdarsteller und Männer lediglich Statisten.
Die Frage ist, wer versetzt sich nun in die Männer?
Komödiantisch wird es wohl kaum sein, wenn sich eine Frau die Feinripp-Unterhose ihres Mannes anzieht oder doch?
Wir werden es erst erfahren, wenn die Gesellschaft soweit ist...
Gruß
Larry
PS: Quelle: "Extra Tipp" vom 03.10.2004