Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wenn ich mal herzlich lachen will...

Eugen Prinz, Tuesday, 28.09.2004, 03:12 (vor 7801 Tagen)

Wenn ich mal wieder herzlich lachen will...

dann mache ich einen Besuch im Frauentrakt. Und was lese ich da?

Der Großteil der Männer entscheidet sich nämlich gemeinsam mit der Partnerin in längerfristigen Partnerschaften gegen das Kondom; es ist ja auch viel bequemer, der Frau die ganze Arbeit mit der Verhütung zu überlassen, und billiger für den Mann ist es obendrein, denn bezahlen muss die Frau schliesslich für die Pille, sie kriegt sie ja verschrieben. Bis jetzt hatte ich immer das zweifelhafte "Vergnügen", in längerfristigen Partnerschaften für Verhütungsmittel allein aufzukommen. Ich kenne es nicht anders. Anonyma

Ich wiederhole:

"...entscheidet sich nämlich gemeinsam mit der Partnerin... ist ja auch viel bequemer, der Frau die ganze Arbeit mit der Verhütung zu überlassen"

"...denn bezahlen muss die Frau schliesslich für die Pille, sie kriegt sie ja verschrieben."

Wir müssen - glaube ich - unsere Konzepte überdenken. Nicht durch Überlegung, Einsicht, Intelligenz kommt man hierzulande zu etwas, sondern durch strunzdummes Gegacker.

Eugen

Re: Wenn ich mal herzlich lachen will...

Max, Tuesday, 28.09.2004, 12:12 (vor 7801 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 00:12:10:

Hi Eugen,

Ich wiederhole:
"...entscheidet sich nämlich gemeinsam mit der Partnerin... ist ja auch viel bequemer, der Frau die ganze Arbeit mit der Verhütung zu überlassen"
"...denn bezahlen muss die Frau schliesslich für die Pille, sie kriegt sie ja verschrieben."
Wir müssen - glaube ich - unsere Konzepte überdenken. Nicht durch Überlegung, Einsicht, Intelligenz kommt man hierzulande zu etwas, sondern durch strunzdummes Gegacker.
Eugen

...das ist sicher richtig. Wir haben hierzulande viel strunzdummes Gegacker und einen großen Femi-ni-fa-was-weiß-denn-ich. Leider gackern viele Männchen mit. Es scheint sich also bei der feministoiden Zerebralphimose um eine übertragbare Geschlechterkrankheit zu handeln, die von der Frau gerade auf den Mann überspringt, dessen Immunsystem durch ´68 bereits geschwächt ist. Impfstoff? Fehlanzeige!

Der Virologe - Max

Weibliche Intuition und Logik

Sven, Tuesday, 28.09.2004, 12:17 (vor 7801 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 00:12:10:

Frauen dürfen sich in 2 Sätzen dreimal selbst wiedersprechen. Wer über den Zauber "weiblicher Intuition" verfügt, der braucht sich doch nicht um schnöde Logik kümmern.

So langsam wunderts mich nicht, das Frauen und Kinder lange Zeit auf eine intellektuelle Stufe gestellt wurden.

Re: Wenn ich mal herzlich lachen will...

Eugen Prinz, Tuesday, 28.09.2004, 15:06 (vor 7801 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Max am 28. September 2004 09:12:14:

Es scheint sich also bei der feministoiden Zerebralphimose um eine übertragbare Geschlechterkrankheit zu handeln, die von der Frau gerade auf den Mann überspringt, dessen Immunsystem durch ´68 bereits geschwächt ist. Impfstoff? Fehlanzeige!
[quote]Der Virologe - Max
[/quote]

Meinetwegen - dann sind halt die 68er am Feminismus schuld. Und jetzt? Wie weiter?

Re: Wenn ich mal herzlich lachen will...

XRay, Tuesday, 28.09.2004, 15:21 (vor 7801 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 00:12:10:

Wenn ich mal wieder herzlich lachen will...
dann mache ich einen Besuch im Frauentrakt. Und was lese ich da?
Der Großteil der Männer entscheidet sich nämlich gemeinsam mit der Partnerin in längerfristigen Partnerschaften gegen das Kondom; es ist ja auch viel bequemer, der Frau die ganze Arbeit mit der Verhütung zu überlassen, und billiger für den Mann ist es obendrein, denn bezahlen muss die Frau schliesslich für die Pille, sie kriegt sie ja verschrieben. Bis jetzt hatte ich immer das zweifelhafte "Vergnügen", in längerfristigen Partnerschaften für Verhütungsmittel allein aufzukommen. Ich kenne es nicht anders. Anonyma
Ich wiederhole:
"...entscheidet sich nämlich gemeinsam mit der Partnerin... ist ja auch viel bequemer, der Frau die ganze Arbeit mit der Verhütung zu überlassen"
"...denn bezahlen muss die Frau schliesslich für die Pille, sie kriegt sie ja verschrieben."
Wir müssen - glaube ich - unsere Konzepte überdenken. Nicht durch Überlegung, Einsicht, Intelligenz kommt man hierzulande zu etwas, sondern durch strunzdummes Gegacker.
Eugen

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ja, ich lach ja auch gerne mal, es scheint aber, daß die "wertvollen"
Beiträge jenes Forums zwischenzeitlich durch irgend einen Troll in den
Hintergrund gerückt worden sind. Schade eigentlich.

Re: Weibliche Intuition und Logik

Peterchen, Tuesday, 28.09.2004, 16:01 (vor 7801 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Weibliche Intuition und Logik von Sven am 28. September 2004 09:17:40:

Frauen dürfen sich in 2 Sätzen dreimal selbst wiedersprechen. Wer über den Zauber "weiblicher Intuition" verfügt, der braucht sich doch nicht um schnöde Logik kümmern.
So langsam wunderts mich nicht, das Frauen und Kinder lange Zeit auf eine intellektuelle Stufe gestellt wurden.

Es gibt zwei Gruppen von Menschen in der Bevölkerung, welche bevorzugt werden :

Frauen und Behinderte.

Für beide gelten Sonderrechte , nicht nur beim Parken.

Grüsse
Peterchen

Re: Wenn ich mal herzlich lachen will...

Eugen Prinz, Tuesday, 28.09.2004, 16:28 (vor 7801 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal herzlich lachen will... von XRay am 28. September 2004 12:21:06:

ja, ich lach ja auch gerne mal, es scheint aber, daß die "wertvollen"
Beiträge jenes Forums zwischenzeitlich durch irgend einen Troll in den
Hintergrund gerückt worden sind. Schade eigentlich.

Ich lese dort eigentlich nur, wenn hier jemand auf Beiträge von dort Bezug nimmt. Alles weitere ist m.E. reine Zeitverschwendung. Die aktuellen Schmierereien dort, von wem auch immer, finde ich allerdings höchst unappetitlich in jeder Hinsicht.

Eugen

Re: Wenn ich mal herzlich lachen will...

Max, Tuesday, 28.09.2004, 17:01 (vor 7801 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 12:06:45:

Es scheint sich also bei der feministoiden Zerebralphimose um eine übertragbare Geschlechterkrankheit zu handeln, die von der Frau gerade auf den Mann überspringt, dessen Immunsystem durch ´68 bereits geschwächt ist. Impfstoff? Fehlanzeige!

Der Virologe - Max[/i]

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Meinetwegen - dann sind halt die 68er am Feminismus schuld. Und jetzt? Wie weiter?

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... Und jetzt? Wie weiter? Ziemlich einfach...
Wenn der Arzt die Wahl hat, an den Symptomen der Krankheit herumzudoktern oder aber die Krankheit an der Wurzel zu packen: Was wird er wohl tun? (Vorausgesetzt, daß ihm das Herumdoktern nicht lukrativer vorkommt - jaja, ganz böse Unterstellung...)

Für uns bedeutet das, daß wir den Dachschaden...äh...boden der 68er gründlich entrümpeln und ihre unzeitgemässen Dogmen und Mantras auf der Müllhalde der Geschichte entsorgen. Der Feminismus wird dabei den größten Teil des Gerümpels ausmachen, da bin ich mir sicher.

Haushaltsauflösungen aller Art - Max

Re: Wenn ich mal herzlich lachen will...

Odin, Tuesday, 28.09.2004, 17:28 (vor 7801 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 12:06:45:

Es scheint sich also bei der feministoiden Zerebralphimose um eine übertragbare Geschlechterkrankheit zu handeln, die von der Frau gerade auf den Mann überspringt, dessen Immunsystem durch ´68 bereits geschwächt ist. Impfstoff? Fehlanzeige!

Der Virologe - Max[/i]

Meinetwegen - dann sind halt die 68er am Feminismus schuld. Und jetzt? Wie weiter?

Aber, aber... das tolle bei einfachen Lösungen ist doch: Man braucht nicht mehr nachzudenken. Und jetzt fragst Du, was weiter?
Keine Chance auf Gegenwehr. 68 hats nun mal gegeben und ist nicht mehr rückgängig zu machen. Und selbst wenn, spätestens 2068 ist es wieder soweit und ein neues 68 kommt, und 100 Jahre später schon wieder. Weißt Du eigentlich, was 1868 los war?
Und zur Not haben wir ja auch noch die Juden. Deren Einfluß auf den Feminismus wird wohl absichtlich nicht genauer beleuchtet :-)

Re: Wenn ich mal herzlich lachen will...

Nick, Tuesday, 28.09.2004, 18:22 (vor 7801 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Max am 28. September 2004 14:01:42:

Lieber Max!

>Meinetwegen - dann sind halt die 68er am Feminismus schuld. Und jetzt? Wie weiter?
___________________________________________________________________
... Und jetzt? Wie weiter? Ziemlich einfach...
Wenn der Arzt die Wahl hat, an den Symptomen der Krankheit herumzudoktern oder aber die Krankheit an der Wurzel zu packen: Was wird er wohl tun? (Vorausgesetzt, daß ihm das Herumdoktern nicht lukrativer vorkommt - jaja, ganz böse Unterstellung...)
Für uns bedeutet das, daß wir den Dachschaden...äh...boden der 68er gründlich entrümpeln und ihre unzeitgemässen Dogmen und Mantras auf der Müllhalde der Geschichte entsorgen. Der Feminismus wird dabei den größten Teil des Gerümpels ausmachen, da bin ich mir sicher.
Haushaltsauflösungen aller Art - Max

Köstlich![/u]

Ich sehe unseren Max mit einem 40-Tonner-Tieflader vor dem ASTA der Uni in Frankfurt vorfahren und mal eben "das ganze 68" aufladen... :-)

Vor den Toren der Stadt dann schemenhaft im Nebel eine riesige Müllhalde:
Gebirge von Unrat, beißender Qualm, wehende "Theoriepapiere", flatternde Flugblätter
...flatternde Krähen
...und Stille, völlige Stille...

Ja, es wird Zeit. Höchste Zeit.

Freundlicher Gruß
vom Nick

*Haushaltsauflösungen aller Art*
Das ist einfach zum Schieflachen!

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Eugen Prinz, Tuesday, 28.09.2004, 19:46 (vor 7801 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Odin am 28. September 2004 14:28:29:

Hallo Odin,

Aber, aber... das tolle bei einfachen Lösungen ist doch: Man braucht nicht mehr nachzudenken. Und jetzt fragst Du, was weiter?

Du hast ja recht. Ich steh wirklich auf der Leitung. Da braucht man doch nur ganz einfach mal den Speicher aufzuräumen und schon ist Schluss mit dem 68er Feminismus. Dass ich darauf nicht von selbst gekommen bin...

Wenn ich mal bitterlich weinen will, dann brauch ich nur die Beiträge unserer zwei Forenclowns zu lesen. Diese Rolle war anno 68 auch besser besetzt. Da müssen diese zwei Kasper, die sich da gegenseitig brüllend auf die Schulter klopfen, noch ein bisschen üben.

Leih mir dein Taschentuch,

Eugen

Re: Wenn ich mal herzlich lachen will...

Jolanda, Tuesday, 28.09.2004, 19:57 (vor 7801 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 13:28:38:

Ich lese dort eigentlich nur, wenn hier jemand auf Beiträge von dort Bezug nimmt. Alles weitere ist m.E. reine Zeitverschwendung. Die aktuellen Schmierereien dort, von wem auch immer, finde ich allerdings höchst unappetitlich in jeder Hinsicht.
Eugen

Wie gesagt, einen leichten Masochismus muss man schon verspüren, wenn man sich dort herum tollt ;-)

Nein, ich finde nicht, dass es sich lohnt, dort auch nur einen Blick rein zu werfen, wozu auch. Wiederholen sich doch dauernd die selben Klischees, wird immer der selbe Mist wiederholt und immer der selbe Unsinn behauptet.

Ist mir ein Rätsel, von was man dort profitieren soll. Auch wenn die Forenchefin hin und wieder ganz gute Beiträge schreiben kann, wenn sie will, so kommt doch eigentlich nichts mehr Neues dazu.

Mir geht dieses Forum absolut am Arsch vorbei :-)

Gruss
Jolanda

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Jolanda, Tuesday, 28.09.2004, 20:15 (vor 7801 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 16:46:23:

MENSCH - ÄRGERE - DICH - NICHT....

Wer Glück hat,
hohe Punkte und vielleicht
gut mogeln kann,
gewinnt meistens.

Wer stets rausgeschmissen wird,
weil er anderen im Weg ist,
die siegen wollen,
gewinnt wahrscheinlich nicht.

Und wenn er noch so ehrlich spielt.

....IST EIN GESELLSCHAFTSPIEL

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Max, Tuesday, 28.09.2004, 21:00 (vor 7801 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 16:46:23:

Hallo Odin,
>Aber, aber... das tolle bei einfachen Lösungen ist doch: Man braucht nicht mehr nachzudenken. Und jetzt fragst Du, was weiter?
Du hast ja recht. Ich steh wirklich auf der Leitung. Da braucht man doch nur ganz einfach mal den Speicher aufzuräumen und schon ist Schluss mit dem 68er Feminismus. Dass ich darauf nicht von selbst gekommen bin...
Wenn ich mal bitterlich weinen will, dann brauch ich nur die Beiträge unserer zwei Forenclowns zu lesen. Diese Rolle war anno 68 auch besser besetzt. Da müssen diese zwei Kasper, die sich da gegenseitig brüllend auf die Schulter klopfen, noch ein bisschen üben.
Leih mir dein Taschentuch,
Eugen

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Mein Gott, Eugen (nimm´s bloß nicht wörtlich!),

daß man Dir aber auch die einfachsten Dinge, für die man ein schönes Bild gefunden hat, en Detail erklären muß...tztztz. Aber weil du´s bist - *seufz*
Das Gerümpel: Der Gleichheitssatz. Daß das Private politisch sei. Daß Gender irgendwas anderes als ausgemachter Blödsinn sei. Lenkungssteuern (die allesamt schwachsinnig sind, da dann, wenn sie greifen, die Einnahmen aus ebendiesen Steuern wegfallen und eine solide Finanzplanung unmöglich wird.) Die Vater-Staat-Attitüde. Die Ausrichtung am Durchschnitt. Die Politisierung der Justiz. Das Diktat der Political Correctness...undundund. Weg damit!

Stattdessen: Rückübertragung von Verantwortung vom Staat auf den Einzelnen. Beschränkung des Staates und seiner Bürokratie auf das nötige Minimum. Einfache Steuergesetze. Volksvertreter, die nicht nur entweder Lehrer oder Juristen sind. Elitenförderung. Wahre Rede- und Meinungsfreiheit...und einiges mehr.

Damit hätte sich dann auch der Feminismus erledigt. Nicht so schwer zu verstehen, oder?

Und dazu - Wenn ich mal bitterlich weinen will, dann brauch ich nur die Beiträge unserer zwei Forenclowns zu lesen. Diese Rolle war anno 68 auch besser besetzt. Da müssen diese zwei Kasper, die sich da gegenseitig brüllend auf die Schulter klopfen, noch ein bisschen üben. - hätte ich dann doch noch ein-zwei Fragen:

Sag´Eugen....möchtest du manchmal bitterlich weinen? Lust auf Trauer? Du wirst doch meine Frage nicht etwa indiskret oder gar unverschämt finden, wo doch das Private so politisch und damit auch öffentlich ist? Und meine Beiträge bewirken das, was Du selber möchtest? Ein einfaches "Danke Max" hätte genügt...und ich hätte dir das Taschentuch auch noch geschenkt! Jetzt mußt du dir halt eines leihen...selber schuld.

Kopf hoch, wird schon - Max

Re: Wenn ich mal herzlich lachen will...

Paul, Tuesday, 28.09.2004, 21:02 (vor 7801 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Max am 28. September 2004 14:01:42:

Apropos Logik: Wie ist möglich, daß der Feminismus ein "Symptom" der Krankheit "68" ist, wo es den Feminismus doch schon lange vorher gab? Da braucht es aber schon wirklich üble Raum/Zeit-Anomalien, wenn nicht gar ein paar Feministinnen in ferner Zukunft, die mittels ihrer fortgeschrittenen Technologie (Du siehst, dieses Szenario ist sehr unwahrscheinlich...) eine "Feminatrix" in die Vergangenheit schicken, auf daß diese das Patriachart mal so ordentlich terminieren solle...

:-)

Gruss,
Paul

Re: Wenn ich mal herzlich lachen will...

Max, Tuesday, 28.09.2004, 21:10 (vor 7801 Tagen) @ Paul

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Paul am 28. September 2004 18:02:39:

Apropos Logik: Wie ist möglich, daß der Feminismus ein "Symptom" der Krankheit "68" ist, wo es den Feminismus doch schon lange vorher gab? Da braucht es aber schon wirklich üble Raum/Zeit-Anomalien, wenn nicht gar ein paar Feministinnen in ferner Zukunft, die mittels ihrer fortgeschrittenen Technologie (Du siehst, dieses Szenario ist sehr unwahrscheinlich...) eine "Feminatrix" in die Vergangenheit schicken, auf daß diese das Patriachart mal so ordentlich terminieren solle...
:-)
Gruss,
Paul

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Ah ja, Paul. Den Sozialismus gab´s auch schon vor ´68. Und den 2 CV auch.
Die Windpocken gab´s auch schon, bevor es Dich gab. Und? Deswegen hast du sie auch gekriegt, oder? Siehste! Und so ist das eben auch mit dieser Feminismuskrankheit. Gegeben hat´s die klar vorher. Aber seuchenartig ausbreiten konnte sie sich erst, als sie die ´68er als Nährboden bekommen hatte. Noch Fragen?

Geduldig - Max

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Eugen Prinz, Tuesday, 28.09.2004, 23:17 (vor 7801 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Max am 28. September 2004 18:00:40:

Das letzte, was ich suche, sind irgendwelche Tastentiger, die mir lang und breit Gott und die Welt erklären. Ich tausche hundert davon gegen einen, der mithilft, sie zu ändern.

Rückübertragung von Verantwortung vom Staat auf den Einzelnen" - hört sich gut an. Als Joint oder als Klistier?

"Das Diktat der Political Correctness...undundund. Weg damit!" Wunderbar. In den gelben Sack oder zum Bio-Müll?

Irgend welche Durchführungskonzepte? Oder halten sich grundgütige Majestät mit solchem Kleinkram nicht auf? Einer meiner ersten Versuche, etwas zuwege zu bringen, ist an Konzeptlosigkeit und Unkalkulierbarkeit von ein paar Riesenarschlöchern gescheitert.

Da fragst du, ob ich manchmal bitterlich weinen möchte.

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Max, Wednesday, 29.09.2004, 00:42 (vor 7800 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 20:17:55:

Lieber Eugen,

Das letzte, was ich suche, sind irgendwelche Tastentiger, die mir lang und breit Gott und die Welt erklären. Ich tausche hundert davon gegen einen, der mithilft, sie zu ändern.

...wann hatte ich Dich zuletzt nach der Kontonummer gefragt, die Du für MANNdat einzurichten gedachtest, um mal ein bißchen Geld ins Spiel zu bringen? Am 21. Juli etwa? Wie lange ist das her, Herr Tastentiger?
Habe ich die versprochene Antwort erhalten? Erzähl´ausgerechnet Du mir was von Tastentigern...

Rückübertragung von Verantwortung vom Staat auf den Einzelnen" - hört sich gut an. Als Joint oder als Klistier?

....na-na-na. Es stimmt zwar, daß unsere Alt-68er in der Regierung eine Politik betreiben, als wären sie permanent bekifft. Zur Lösung dieses Problems erscheinen mir die von Dir angebotenen Alternativen allerdings wenig tauglich. Fällt Dir noch was anderes ein, ich meine, wo es sich doch (völlig überraschend) sogar in Deinen Ohren gut anhört?

"Das Diktat der Political Correctness...undundund. Weg damit!" Wunderbar. In den gelben Sack oder zum Bio-Müll?

...Gelber Sack, Klistier, Bio-Müll. Da stellen sich mir aber ein paar Fragen....

Irgend welche Durchführungskonzepte? Oder halten sich grundgütige Majestät mit solchem Kleinkram nicht auf?

...Durchführungskonzepte? Ja, allesamt hocheffizient aber illegal. Die Sache läuft doch schon, wenn auch langsam: Vorhin in 3sat - ein bemerkenswerter Beitrag in "Kulturzeit" zu den Chancen aus der Ungleichheit. Sogar den Ulknudeln aus dem Frauenforum fällt schon auf, daß die "Maskulisten" an Boden gewinnen. Legal scheint es nur zu einer Änderung über eine allgemeine Bewußtseinsveränderung kommen zu können (und dadurch, daß man den Ossis alles wegnimmt, womit man Protestplakate herstellen kann...). Oder aber durch mich als König. Und Kleinkram interessiert den König, wie Du richtig bemerkt hast, nicht. Nun ist ein König ja nicht ausgerechnet eine sozialistische Erfindung und deswegen erkennt der König an sich auch keinen Makel darin, daß er sich für Kleinkram nicht interessiert. Fußvolk gab´s schon immer und Kleinkram ist was für´s Fußvolk. Der König ist in der Tat ein Generalist. Gewöhnungsbedürftig, gell?

Einer meiner ersten Versuche, etwas zuwege zu bringen, ist an Konzeptlosigkeit und Unkalkulierbarkeit von ein paar Riesenarschlöchern gescheitert.

...das hat der Soziologe in "Kulturzeit" vorhin auch ganz richtig bemerkt: Das Scheitern des Einzelnen wird in der Neidgesellschaft, in der bei aller Gleichheit paradoxerweise gerade die letzten Reste von Ungleichheit als besonders empörend empfunden werden, notorisch auf die Umstände oder auf Andere geschoben, unter denen oder derentwegen der Einzelne gescheitert ist. Die Ursache wird nie beim Einzelnen selbst gesucht. Das mit den Riesenarschlöchern mögest Du Dir also bitte in selbiges schieben. Danke.

Da fragst du, ob ich manchmal bitterlich weinen möchte.

...lieber Eugen, ich weiß, daß es hart ist, wenn man erkennen muß, daß man jahrzehntelang auf grundverkehrten Annahmen seine Ansichten gegründet hat. Ich hatte selbst jahrzehntelang eine "linke Identität" - und fast reflexhaft warf ich allen meine Sympathie entgegen, wenn sie nur "Unterdrückung, Diskriminierung, Benachteiligung, Schweinerei!" gerufen haben. Ich bin dann wirklich in ein tiefes Loch gefallen, als mir, über die Männerthemen in den Gender-Foren, aufgegangen ist, wie totalitär Linke werden, wenn man es wagt, ihre Dogmen infrage zu stellen. Und natürlich habe ich mich gefragt, wie das kommt. Um´s kurz zu machen: Ich sehe den Kardinalfehler im System und nicht primär im Detail.
Nun bin ich aber, da mein Fall in dieses Loch noch nicht allzu lange her ist, natürlich noch nicht so weit, als daß ich sagen könnte, was genau ich wirklich will und daher zwingend natürlich auch nicht in der Lage, zu sagen, wie ich das, von dem ich nicht weiß, was es denn sein soll, erreichen könnte. Allerdings weiß ich genau, was ich auf gar keinen Fall mehr will: Und das sind Denkblockaden und Artikulationsverbote, die in einer Gesellschaft durch Dogmatiker und Ideologen verankert und dann auch bissig verteidigt werden.
Deswgen definiere ich mich zunächst noch weit mehr über "Anti" als über "Pro". Du scheinst es da (ich hoffe nur: noch momentan) leichter zu haben. Dein Weltbild scheint noch zu stehen - du siehst es durch den Feminismus lediglich ein wenig beschmutzt. Tut mir leid - das halte ich für extrem kurzsichtig.
Und was Deine Kommentare zu Nick´s Beiträgen betrifft: Da kommst du mir ziemlich hilflos vor, fast wie ein Angstbeisser. Und das, lieber Eugen, ist genau das, was mir an euch Alt-Linken so stinkt: Die Wehleidigkeit, wenn ihr angegriffen werdet, und die skrupellose Argumentationslosigkeit beim zurückfeuern. Ihr zieht euch nur noch hochnäsig auf eure vermeintlich überlegene moralische Position zurück und verteilt Haltungsnoten. Dank eurer Einäugigkeit könnt ihr nicht mehr sehen, wohin eure Moral mittlerweile abgesunken ist - in den Keller nämlich, nach ganz unten.

In diesem Sinne - Max

Zustimmung!

Guildo, Wednesday, 29.09.2004, 02:01 (vor 7800 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Max am 28. September 2004 21:42:35:

Hallo Max,

das bin ja ich:

Ich hatte selbst jahrzehntelang eine "linke Identität" - und fast reflexhaft warf ich allen meine Sympathie entgegen, wenn sie nur "Unterdrückung, Diskriminierung, Benachteiligung, Schweinerei!" gerufen haben. Ich bin dann wirklich in ein tiefes Loch gefallen, als mir, über die Männerthemen in den Gender-Foren, aufgegangen ist, wie totalitär Linke werden, wenn man es wagt, ihre Dogmen infrage zu stellen. Und natürlich habe ich mich gefragt, wie das kommt.

Meine Rede:

Um´s kurz zu machen: Ich sehe den Kardinalfehler im System und nicht primär im Detail.

Ich sehe, es ist also nicht nur mir so gegangen. Irgendwann kommt halt das böse Erwachen, bei manchen früher, bei manchen später!

Einen Fehler sollte man allerdings nicht begehen: Ins extreme Gegenteil fallen, und alle Probleme dieser Welt als das persönliche Versagen des Betroffenen betrachten, wie dies gereadezu mit religiöser Inbrunst im Ami-Land geschieht.

Gruß vom Guildo

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Jolanda, Wednesday, 29.09.2004, 11:31 (vor 7800 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Max am 28. September 2004 21:42:35:

Lieber Max

In etwa genauso sehe ich das auch ...... mein Freund im Geiste und im Herzen ;-)

Einen lieben Gruss
schickt dir
Jolanda

Re: Zustimmung!

Jolanda, Wednesday, 29.09.2004, 11:36 (vor 7800 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Zustimmung! von Guildo am 28. September 2004 23:01:00:

Einen Fehler sollte man allerdings nicht begehen: Ins extreme Gegenteil fallen, und alle Probleme dieser Welt als das persönliche Versagen des Betroffenen betrachten, wie dies gereadezu mit religiöser Inbrunst im Ami-Land geschieht.
Gruß vom Guildo

Lieber Guildo

Diese religiöse Inbrunst im Amiland, die ist so was von verlogen, dass mir übel wird.

Ich nenne das skrupellosen Missbrauch der Religion. Hier werden ganz persönliche Machtkämpfe im Namen von Gott ausgeführt. Ich finde Bush kein bisschen besser als jeden radikalen Moslem.

Auch Bush führt einen sogenannten "heiligen" Krieg. Er verpackt es nur ein bisschen raffinierter. Und ich erkenne hier ausschliesslich persönliche, menschliche, machtgeile Motive, aber bestimmt nichts, dass wirklich mit Glauben zu tun hat.

Man kann alles missbrauchen, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Der Mensch schafft es immer, irgend eine Ideologie vor seine Taten zu schieben und sie mit dieser Ideologie zu begründen und zu verteidigen.

Ja Guildo, das ist dann echt zum Kotzen.

Herzlicher Gruss
Jolanda

Re: Zustimmung!

Garfield, Wednesday, 29.09.2004, 12:19 (vor 7800 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Zustimmung! von Jolanda am 29. September 2004 08:36:48:

Hallo Jolanda!

"Ich finde Bush kein bisschen besser als jeden radikalen Moslem."

Da ist viel Wahres dran. Man könnte das beinahe als Grund dafür werten, daß Bush (wie auch schon seine Vorgänger) weiterhin solidarisch zu Saudi-Arabien hält, das immerhin eine wesentliche Triebkraft des radikalen Islamismus in der Welt ist. Osama Bin Laden ist ja nur die Spitze des saudischen Eisbergs.

Es gibt da so einen schönen Spruch: "Pack schlägt sich - Pack verträgt sich." So wäre es durchaus vorstellbar, daß Bush durch seine eigenen radikal-christlichen Positionen großes Verständnis für radikale Moslems aufbringen kann. Auch Hitler hat Stalin ja durchaus bewundert, weil er ihn als eine Art "Bruder im Geiste" betrachtete, der nur leider auf der anderen Seite stand.

Tatsächlich trifft das natürlich nicht zu, da Bush seine radikal-christlichen Meinungen erst äußert, seitdem ihn seine Berater darauf hingewiesen haben, daß er im letzten Wahlkampf bei christlichen Fundamentalisten eher schlecht abgeschnitten hat. Erst dann mußten unbedingt Bibelstunden im Weißen Haus eingeführt werden.

Und natürlich basiert die Freundschaft zwischen den USA und Saudi-Arabien vor allem auf den auf saudischem Gebiet vorhandenen Ölvorkommen.

Genaugenommen ist Bush also noch schlimmer als ein radikaler Moslem. Die radikalen Moslems glauben nämlich häufig fest an ihre Mission. Das mag auf Dummheit oder auf Erziehung beruhen - aber sie glauben oft wirklich daran, und deshalb gehen sie dafür auch über Leichen. Bush dagegen glaubt ganz offensichtlich nicht wirklich an die radikal-christlichen Lehren, die er seit seiner Wahl vertritt. Er und die Clique in seinem Dunstkreis benutzen das alles nur, um ganz andere, wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Für diese Ziele gehen sie dann genauso über Leichen wie manche radikalen Moslems.

Das finde ich persönlich noch verwerflicher.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Zustimmung!

Max, Wednesday, 29.09.2004, 13:19 (vor 7800 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Zustimmung! von Garfield am 29. September 2004 09:19:02:

Hi Garfield,

das sehe ich ganz genauso. Bigotte Frömmlerei hat bei den WASPS in den U.S. of A. eine lange Tradition. Insofern ist Bush wirklich ein Präsident.

Gruß - Max

Re: Warum ich manchmal bitterlich weine

Eugen Prinz, Wednesday, 29.09.2004, 14:41 (vor 7800 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Max am 28. September 2004 21:42:35:

Hallo Max,

ich wagte zu fragen: Irgend welche Durchführungskonzepte? Oder halten sich grundgütige Majestät mit solchem Kleinkram nicht auf?

du geruhtest zu antworten:

...Durchführungskonzepte? Ja, allesamt hocheffizient aber illegal. Die Sache läuft doch schon, wenn auch langsam: Vorhin in 3sat - ein bemerkenswerter Beitrag in "Kulturzeit" zu den Chancen aus der Ungleichheit. Sogar den Ulknudeln aus dem Frauenforum fällt schon auf, daß die "Maskulisten" an Boden gewinnen. Legal scheint es nur zu einer Änderung über eine allgemeine Bewußtseinsveränderung kommen zu können (und dadurch, daß man den Ossis alles wegnimmt, womit man Protestplakate herstellen kann...). Oder aber durch mich als König. Und Kleinkram interessiert den König, wie Du richtig bemerkt hast, nicht. Nun ist ein König ja nicht ausgerechnet eine sozialistische Erfindung und deswegen erkennt der König an sich auch keinen Makel darin, daß er sich für Kleinkram nicht interessiert. Fußvolk gab´s schon immer und Kleinkram ist was für´s Fußvolk. Der König ist in der Tat ein Generalist. Gewöhnungsbedürftig, gell? >... ich weiß, daß es hart ist, wenn man erkennen muß, daß man jahrzehntelang auf grundverkehrten Annahmen seine Ansichten gegründet hat. Ich hatte selbst jahrzehntelang eine "linke Identität" - und fast reflexhaft warf ich allen meine Sympathie entgegen, wenn sie nur "Unterdrückung, Diskriminierung, Benachteiligung, Schweinerei!" gerufen haben. Ich bin dann wirklich in ein tiefes Loch gefallen, als mir, über die Männerthemen in den Gender-Foren, aufgegangen ist, wie totalitär Linke werden, wenn man es wagt, ihre Dogmen infrage zu stellen. Und natürlich habe ich mich gefragt, wie das kommt. Um´s kurz zu machen: Ich sehe den Kardinalfehler im System und nicht primär im Detail. >Nun bin ich aber, da mein Fall in dieses Loch noch nicht allzu lange her ist, natürlich noch nicht so weit, als daß ich sagen könnte, was genau ich wirklich will und daher zwingend natürlich auch nicht in der Lage, zu sagen, wie ich das, von dem ich nicht weiß, was es denn sein soll, erreichen könnte. Allerdings weiß ich genau, was ich auf gar keinen Fall mehr will: Und das sind Denkblockaden und Artikulationsverbote, die in einer Gesellschaft durch Dogmatiker und Ideologen verankert und dann auch bissig verteidigt werden. >Deswgen definiere ich mich zunächst noch weit mehr über "Anti" als über "Pro". Du scheinst es da (ich hoffe nur: noch momentan) leichter zu haben. Dein Weltbild scheint noch zu stehen - du siehst es durch den Feminismus lediglich ein wenig beschmutzt. Tut mir leid - das halte ich für extrem kurzsichtig. >Und was Deine Kommentare zu Nick´s Beiträgen betrifft: Da kommst du mir ziemlich hilflos vor, fast wie ein Angstbeisser. Und das, lieber Eugen, ist genau das, was mir an euch Alt-Linken so stinkt: Die Wehleidigkeit, wenn ihr angegriffen werdet, und die skrupellose Argumentationslosigkeit beim zurückfeuern. Ihr zieht euch nur noch hochnäsig auf eure vermeintlich überlegene moralische Position zurück und verteilt Haltungsnoten. Dank eurer Einäugigkeit könnt ihr nicht mehr sehen, wohin eure Moral mittlerweile abgesunken ist - in den Keller nämlich, nach ganz unten.

Max, vielen Dank für diese Durchführungskonzepte. Wir werden Jahre brauchen, sie aufzuarbeiten. Jolanda hatte dazu einen Kommentar, den ich so gut finde, dass ich mich frage, ob ich nicht doch einen verborgenen Hang zur Ironie bei ihr übersehen habe.

Eugen, schwer erschüttert

Re: Warum ich manchmal bitterlich weine

Jolanda, Wednesday, 29.09.2004, 16:34 (vor 7800 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Warum ich manchmal bitterlich weine von Eugen Prinz am 29. September 2004 11:41:54:

Hallo Eugen

Du hast schon so viel übersehen ....mach dir da mal keinen Kopf....schmunzelt....ich erwarte von dir nun wirklich nicht, dass du mich auch nur annähernd verstehst... ;-))

Gruss
Jolanda

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Nick, Wednesday, 29.09.2004, 17:29 (vor 7800 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 20:17:55:

"Das letzte, was ich suche, sind irgendwelche Tastentiger, die mir lang und breit Gott und die Welt erklären.
Ich tausche hundert davon gegen einen, der mithilft, sie zu ändern."

Nimm doch Dich!

Da mußt Du erstens nicht mehr soviel weinen, weil du immer suchen mußt und außerdem machst Du zweitens, weil wir ja nur zwei sind, wie Du sagst, und nicht hundert, noch ein prima Geschäft obendrein: 98 ganze Tastentiger gespart - für einen einzigen Eugen!

Wenn das mal kein Reibach ist.

Rät der
Nick

Re: Wenn ich mal herzlich lachen will...

Odin, Thursday, 30.09.2004, 00:45 (vor 7799 Tagen) @ Paul

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal herzlich lachen will... von Paul am 28. September 2004 18:02:39:

Apropos Logik: Wie ist möglich, daß der Feminismus ein "Symptom" der Krankheit "68" ist, wo es den Feminismus doch schon lange vorher gab? Da braucht es aber schon wirklich üble Raum/Zeit-Anomalien, wenn nicht gar ein paar Feministinnen in ferner Zukunft, die mittels ihrer fortgeschrittenen Technologie (Du siehst, dieses Szenario ist sehr unwahrscheinlich...) eine "Feminatrix" in die Vergangenheit schicken, auf daß diese das Patriachart mal so ordentlich terminieren solle...
:-)
Gruss,
Paul

Es gab aber auch schon ein 1868, davor ein 1768, 1668,1568 usw. Ja sogar ein 68 v.Chr. gabs. Somit ist bewiesen, daß 68 immer VOR dem Feminismus gab. Jedes Jahrhundert ein neuer Schwung für den Feminismus :-)
Und jetzt stehn ma da - gut, daß ich 2068 nimmer erlebe :-)

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Odin, Thursday, 30.09.2004, 00:48 (vor 7799 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 16:46:23:

Leih mir dein Taschentuch,
Eugen

Nix da! Brauch ich selbst. Mußte ich damals in Kommune 1 auch laufend verteidigen. Schluß mit 68 jetzt! Die Zeiten sind vorbei :-)

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Odin, Thursday, 30.09.2004, 01:00 (vor 7799 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Max am 28. September 2004 21:42:35:

Vorhin in 3sat - ein bemerkenswerter Beitrag in "Kulturzeit" zu den Chancen aus der Ungleichheit. Sogar den Ulknudeln aus dem Frauenforum fällt schon auf, daß die "Maskulisten" an Boden gewinnen.

Könntest Du das näher erläutern?

Ich hatte selbst jahrzehntelang eine "linke Identität" - und fast reflexhaft warf ich allen meine Sympathie entgegen, wenn sie nur "Unterdrückung, Diskriminierung, Benachteiligung, Schweinerei!" gerufen haben.

Stell Dir vor: Ich bin immer noch so. Deshalb mache ich jetzt Männerarbeit!

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Ekki, Thursday, 30.09.2004, 12:23 (vor 7799 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Jolanda am 28. September 2004 17:15:16:

MENSCH - ÄRGERE - DICH - NICHT....
Wer Glück hat,
hohe Punkte und vielleicht
gut mogeln kann,
gewinnt meistens.
Wer stets rausgeschmissen wird,
weil er anderen im Weg ist,
die siegen wollen,
gewinnt wahrscheinlich nicht.
Und wenn er noch so ehrlich spielt.
....IST EIN GESELLSCHAFTSPIEL

Liebe Jola!

Eine Wahrheit, die ich mehrfach am eigenen Leibe erfahren habe.

Furchtbar. Unerträglich.

Gruß

Ekki

Re: keine Zustimmung!

Simon, Thursday, 30.09.2004, 13:51 (vor 7799 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Zustimmung! von Jolanda am 29. September 2004 08:36:48:

Ich finde Bush kein bisschen besser als jeden radikalen Moslem.

So einen Unsinn habe ich selten gehört. Wo würdest Du lieber leben, in Bushs USA oder im Afghanistan der Taliban?

Re: keine Zustimmung!

Jolanda, Thursday, 30.09.2004, 14:43 (vor 7799 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Simon am 30. September 2004 10:51:15:

Ich finde Bush kein bisschen besser als jeden radikalen Moslem.

So einen Unsinn habe ich selten gehört. Wo würdest Du lieber leben, in Bushs USA oder im Afghanistan der Taliban?

Ist mir egal, ob du das für Unsinn hälst. Weisst du, es ist für mich eine billige Entschuldigung, wenn man zwischen zwei Uebeln eben das kleinere wählt.

Zudem weiss ich schon, was ich sage, ich brauche da auch nicht deine Zustimmung. Ich finde Bush sehr, sehr gefährlich, hinterhältig, machtgeil, falsch, verlogen, bösartig und total unmenschlich.

Und was in Amerika so hinter den politischen und wirtschaftlichen Kullissen läuft, das ist das empörendste und verlogenste, dass es gibt.

Es macht Bush für mich nicht besser, dass sich Amerika an das Minimum der Menschenrechte halten muss, wenn sie das umgehen können, dann tun sie dass ja auch.

Garfield hat es wunderbar umschrieben. Er hat es genau verstanden und sehr gut ausgedrückt, was ich damit meine.

Du darfst hier ungeniert anders denken, es gibt ja sogar heute noch Menschen, die Bush wieder wählen werden, also was soll es, deine bescheidene Empörung ist da nicht mal so schlimm.

Gruss
Jolanda

Re: keine Zustimmung!

Expatriate, Thursday, 30.09.2004, 17:07 (vor 7799 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Simon am 30. September 2004 10:51:15:

So einen Unsinn habe ich selten gehört. Wo würdest Du lieber leben, in Bushs USA oder im Afghanistan der Taliban?

Es gibt nur sehr wenige Laender, denen gegenueber ich die USA vorziehen wuerde. Afghanistan, ja. Einige zentralafrikanische Laender, ja. Auch noch Sibirien. Aber was noch?

Ich wuerde z.B. Indonesien bei weitem der USA vorziehen.
Cheers!

Re: keine Zustimmung!

Ekki, Thursday, 30.09.2004, 17:27 (vor 7799 Tagen) @ Expatriate

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Expatriate am 30. September 2004 14:07:40:

So einen Unsinn habe ich selten gehört. Wo würdest Du lieber leben, in Bushs USA oder im Afghanistan der Taliban?

Es gibt nur sehr wenige Laender, denen gegenueber ich die USA vorziehen wuerde. Afghanistan, ja. Einige zentralafrikanische Laender, ja. Auch noch Sibirien. Aber was noch?
Ich wuerde z.B. Indonesien bei weitem der USA vorziehen.
Cheers!

Hallo Expatriate!

Soweit ich weiß, bist Du doch genau da - oder war's Malaysia?

Na ja, wie auch immer, ich wüßte mal gerne, wie sich für einen Europäer vor Ort das Problem mit dem auch dort virulenten Islamismus darstellt.

Im Übrigen: Ich ziehe meine Wahlheimat Polen auch der USA vor.

Herzliche Grüße von Expatriate zu Expatriate!

Ekki

Re: keine Zustimmung!

Garfield, Thursday, 30.09.2004, 20:37 (vor 7799 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Simon am 30. September 2004 10:51:15:

Hallo Simon!

Du glaubst offenbar tatsächlich daran, daß die USA den islamischen Terror bekämpfen, oder?

Mitte der 1990er Jahre wurden mehrere Terroranschläge auf US-Einrichtungen verübt. Schnell machte man Osama Bin Laden als Schuldigen aus. Merkwürdigerweise wurde aber seitens der USA zunächst trotzdem kein internationaler Haftbefehl gegen ihn veranlaßt. Das geschah erst Jahre später (1997, wenn ich mich recht erinnere). Der Grund für diesen internationalen Haftbefehl war aber kein Terroranschlag, sondern die Ermordung zweier deutscher Geheimdienstmitarbeiter, die man Bin Laden anlastete. Und nun rate mal, wer diesen internationalen Haftbefehl veranlaßt hat! Waren es vielleicht die USA, oder Deutschland? Nein. Er wurde auf Initiative Libyens ausgestellt.

Die Libyer taten das keineswegs uneigennützig. Sie hatten das Problem, daß Großbritannien und die USA die Aktivitäten Bin Ladens in Libyen gern duldeten und in jeder Weise förderten, mit dem Ziel, die Regierung Libyens zu stürzen. Durch diesen internationalen Haftbefehl hoffte man, Bin Laden ein wenig ausbremsen zu können.

So wird schon mal ein Grund klar, wieso die US-Regierung noch Mitte der 1990er Jahre überhaupt kein Interesse daran hatte, Osama Bin Laden unschädlich zu machen.

Und nun denk mal darüber nach, woher islamische Terroristen eigentlich das nötige Geld bekommen, um international Terroranschläge durchführen zu können. Osama Bin Laden ist zwar reich, aber nicht so reich, um jahrzehntelang Heerscharen von islamischen Gotteskriegern in aller Welt zu unterhalten. Woher kommt also das Geld dafür?

Das FBI in den USA hat sich darüber natürlich auch Gedanken gemacht. Und mußte dann plötzlich immer wieder feststellen, daß seitens der US-Regierung massiv geblockt wurde, sobald die FBI-Ermittler auf Spuren trafen, die nach Saudi-Arabien führten.

Der Islam besteht ja - wie das Christentum auch - aus mehreren Glaubensrichtungen. Da gibt es zum einen eine Teilung zwischen Sunniten und Schiiten. Es gibt aber auch innerhalb dieser beiden Lager noch verschiedene Unterteilungen. So gibt es im sunnitischen Lager den Wahhabismus. Dort gelten besonders strenge Regeln. Der Koran muß wortgenau befolgt werden, jegliche Neuerungen werden abgelehnt und es wird auch als erforderlich angesehen, die übrige Welt zu missionieren. Mit allen Mitteln.

Der Wahhabismus ist nach einem gewissen Muhammad ibn Abd al-Wahhab (1703 - 1787) benannt. Der fand mit seinen radikalen Lehren zunächst keinen Anklang und wurde sogar verbannt. Dann traf er aber einen Beduinenfürsten namens Ibn Saud. Mit ihm schloß er ein Bündnis, ähnlich dem zwischen Papst und Kaiser im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ibn Saud sorgte mit Waffengewalt dafür, daß die wahhabitischen Lehren nun doch Verbreitung fanden. Er eroberte nach und nach alles, was man damals als Arabien bezeichnete. Die eroberten Völker wurden vor die Wahl gestellt, entweder den Wahhabismus zu übernehmen oder abgeschlachtet zu werden. Erst das Osmanische Reich konnte der weiteren Expanision dieser radikalen Bewegung Einhalt gebieten. Als es nach dem Ersten Weltkrieg aber zerfiel, entstand das saudische Reich neu. Entgegen den britischen Plänen eroberten die saudischen Truppen einen großen Teil der arabischen Halbinsel, und damit entstand das Königreich Saudi-Arabien. Als dann dort auch noch Öl gefunden wurde, wuchs der Reichtum der saudischen Machthaber schnell an, und die Stellung Saudi-Arabiens in der Welt wurde unantastbar, vor allem durch Unterstützung der USA, denn noch bis in die 1990er Jahre hinein waren US-Unternehmen stark an der Erdölförderung in Saudi-Arabien beteiligt. Mittlerweile wurden die US-Anteile zwar zum großen Teil von der saudischen Regierung übernommen, aber immer noch sind viele US-Bürger in den saudischen Öl-Unternehmen tätig, und das Bündnis der USA mit Saudi-Arabien steht nach wie vor.

Offiziell unterstützt die saudische Regierung selbstverständlich keine Terroristen. Das kann man sich nicht leisten, um den mächtigen Schutzpatron USA nicht zu sehr zu kompromittieren.

Viele Angehörige der herrschenden Schicht Saudi-Arabiens unterstützen aber diverse islamistische Organisationen. Offiziell sind das üblicherweise Hilfsorganisationen. Tatsächlich sind viele davon aber nichts weiter als Geldsammelstellen für Terroristen.

Es ist also saudisches Öl-Geld, das den Motor des islamischen Terrorismus am Laufen hält. Und nicht nur das: Auch viele islamische Terroristen stammen von dort. Auch die Attentäter vom 11. September 2001 waren überwiegend saudischer Abstammung.

Bin Laden ist also nur der Gipfel des saudischen Eisbergs. Seine Familie hat sich nach dem Attentat vom 11. September 2001 zwar offiziell von ihm distanziert, aber das war nur Show. Er ist der saudischen Regierung selbstverständlich lästig, aber die Bin-Laden-Familie würde niemals eines ihrer Mitglieder wirklich fallen lassen. Und diese Familie hat allerbeste Kontakte zum saudischen Königshaus. Zusammen mit ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Stellung sichert ihr das eine sehr große Macht.

Wenn Bush wirklich die Absicht hätte, den islamischen Terror zu bekämpfen, hätte er zuallererst bei Saudi-Arabien ansetzen müssen. Auch die Taliban in Afghanistan sind nur durch saudisches Geld (und US-amerikanische Waffen) an die Macht gekommen. Und der Irak hatte mit islamischen Terroristen gar nichts zu tun. Saudi-Arabien ist die wesentliche Quelle des islamischen Fundamentalismus.

Daß Bush da nicht nur nicht angesetzt hat, sondern rein gar nichts dagegen unternimmt, zeigt deutlich, daß er sich nicht wirklich für die Bekämpfung des Terrorismus interessiert. Er und die Clique um ihn herum verfolgen ganz andere Ziel, und das Gefasel von Kampf gegen Terror dient nur der Volksverdummung. Wer Saudi-Arabien unterstützt, unterstützt den islamischen Terror. Und die USA unterstützen Saudi-Arabien nach wie vor.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: keine Zustimmung!

Odin, Friday, 01.10.2004, 00:04 (vor 7798 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Simon am 30. September 2004 10:51:15:

Ich finde Bush kein bisschen besser als jeden radikalen Moslem.

So einen Unsinn habe ich selten gehört. Wo würdest Du lieber leben, in Bushs USA oder im Afghanistan der Taliban?

Bush ist nicht Amerika und Amerika zum Glück nicht Bush.
In Afghanistan kannst Du aber gut sehen, wohin zuviel "Bush" führen kann.

Re: Warum ich manchmal bitterlich weine

Max, Friday, 01.10.2004, 00:25 (vor 7798 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Warum ich manchmal bitterlich weine von Eugen Prinz am 29. September 2004 11:41:54:

Hallo Eugen,

der Koenig weiss selber, was er zu antworten geruhte. Daher braucht es der Prinz nicht nochmal in voller Laenge zu zitieren.

Ich sagte bereits, dass ich ausser illegalen Konzepten keine anderen habe. Ich bin sicher Ihr habt da ein paar Joker im Aermel...Ihr duerft sie mir auch gerne mal vorstellen. Bei Hof ist es nie verkehrt, Bonuspunkte zu sammeln...naemlich. Also Prinz, Euer Durchfuehrungskonzept, bitte. Aber kommt mir nicht wieder mit dem Vorschlag, das ganze Volk zu klistieren...das gibt bloss Punktabzug. Vielleicht fangt Ihr mal mit einer Kontonummer an?
Also hurtig, spute er sich! Es winkt das Amt des Ministers fuer Durch- und Abfuehrungen aller Art!

- Max

Re: Warum ich manchmal bitterlich weine

Nick, Friday, 01.10.2004, 01:19 (vor 7798 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Warum ich manchmal bitterlich weine von Max am 30. September 2004 21:25:46:

Ein "Abführ-Ministerium", meinst du?

Muß das wirklich sein?

Täte es nicht auch ein Geheimer Verdauungs-Rat, oder so?

Pilger Nick
(vogelfrei)

Re: genug der Tränen

Eugen Prinz, Friday, 01.10.2004, 02:44 (vor 7798 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Warum ich manchmal bitterlich weine von Max am 30. September 2004 21:25:46:

Hallo Eugen,
der Koenig weiss selber, was er zu antworten geruhte. Daher braucht es der Prinz nicht nochmal in voller Laenge zu zitieren.
Ich sagte bereits, dass ich ausser illegalen Konzepten keine anderen habe. Ich bin sicher Ihr habt da ein paar Joker im Aermel...Ihr duerft sie mir auch gerne mal vorstellen. Bei Hof ist es nie verkehrt, Bonuspunkte zu sammeln...naemlich. Also Prinz, Euer Durchfuehrungskonzept, bitte. Aber kommt mir nicht wieder mit dem Vorschlag, das ganze Volk zu klistieren...das gibt bloss Punktabzug. Vielleicht fangt Ihr mal mit einer Kontonummer an?
Also hurtig, spute er sich! Es winkt das Amt des Ministers fuer Durch- und Abfuehrungen aller Art!
- Max

Damit endlich Frieden und Wohlstand einkehre:

Manndat - geschlechterpolitische Initiative e.V. beim Amtsgericht Stuttgart, VR-7106, Konto Nr.: 323 35-709, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70

Der Verein hat die vorläufige Bescheinigung der Gemeinnützigkeit (Fragen der Gleichberechtigung von Mann und Frau gelten als besonders förderungswürdig!). Spenden sind steuerlich absetzbar. Spendenquittungen werden ausgestellt.

Was wir wollen: Veröffentlichung und Beseitigung von gesetzlichen Benachteiligungen von Männern. Sonst nichts!

Der Verein ist ein Teil des Handlungskonzepts. Homepage, Forum, Petititonen, Briefe, Vernetzung mit anderen Initiativen, Medien- und Lobbyarbeit usw. sind weitere Bestandteile. Zu allem gibt es bereits Aktivitäten z.B.: hier. Weiteres dazu auf www.manndat.de. Die Seite wird in Kürze aktualisiert.

Eugen

Re: keine Zustimmung!

Expatriate, Friday, 01.10.2004, 09:32 (vor 7798 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Ekki am 30. September 2004 14:27:30:

Hi Ekki,

Soweit ich weiß, bist Du doch genau da - oder war's Malaysia?

Malaysia.

Na ja, wie auch immer, ich wüßte mal gerne, wie sich für einen Europäer vor Ort das Problem mit dem auch dort virulenten Islamismus darstellt.

Problem? Was fuer ein Problem?
Also da ich mich daran gewoehnt habe, dass einige Frauen mit einem Kopftuch herumlaufen, bemerke ich die Religion nicht mehr.
Es ist Staatsreligion, wir haben aber nur 55% Muslime und in den Staedten eher weniger, spielt im taeglichen Leben kaum eine Rolle.
Ich habe kein Problem damit.

Gruss - Expat

Re: keine Zustimmung!

Simon, Friday, 01.10.2004, 19:45 (vor 7798 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Jolanda am 30. September 2004 11:43:10:

Zudem weiss ich schon, was ich sage, ich brauche da auch nicht deine Zustimmung.

Und ich brauche nicht Dein sozialpädagogisches Pseudoverständnis.

Und was in Amerika so hinter den politischen und wirtschaftlichen Kullissen läuft, das ist das empörendste und verlogenste, dass es gibt.

Wenn man sein Wissen übert die USA ausschließlich von dem geschickten Demagogen Michael Moore bezieht ...

Es macht Bush für mich nicht besser, dass sich Amerika an das Minimum der Menschenrechte halten muss,

Warum eigentlich nicht?

Garfield hat es wunderbar umschrieben. Er hat es genau verstanden und sehr gut ausgedrückt, was ich damit meine.

Kannst Du selber nicht so gut ausdrücken, was Du meinst?

Du darfst hier ungeniert anders denken,

Danke für die großzügige Erlaubnis. Übrigens darf man das in den USA auch. In den meisten islamischen Ländern kommt man dafür in den Knast.

Simon

Re: keine Zustimmung!

Jolanda, Friday, 01.10.2004, 19:50 (vor 7798 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Simon am 01. Oktober 2004 16:45:06:

Ich hoffe, nun ist dir wohler, wirklich Simon. Verzeih, wenn ich nicht weiter auf dich eingehe, aber ich gebe es unumwunden zu, mit dir zu diskutieren, dazu habe ich echt keine Lust. Denk was du willst.

Ein schönes Wochenende.

Gruss
Jolanda

Re: keine Zustimmung!

Simon, Friday, 01.10.2004, 21:21 (vor 7798 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Jolanda am 01. Oktober 2004 16:50:13:

Denk was du willst.

Mach ich auch. Und ich denke lieber selber, statt mir meine Gedanken im Fertigbausatz von der Firma Michael Moore Inc. liefern zu lassen.

Re: keine Zustimmung!

Simon, Friday, 01.10.2004, 21:45 (vor 7798 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Garfield am 30. September 2004 17:37:11:

Hallo Garfield,

die Kungelei der USA mit Saudi-Arabien ist völlig berechtigte Kritik, die ich im übrigen teile. Mit ging es nur um die dümmliche und von keiner Analyse getrübte Gleichsetzung von Bush und Bin Laden und die naive Michael-Moore-Gläubigkeit.
Im übrigen vermisse ich bei USA-Kritikern häufig eine gewisse argumentative Konsistenz. Bekämpfen sie den politischen Islamismus, wie in Afghanistan, sind sie Imperialisten, bekämpfen sie ihn nicht, wie in Saudi-Arabien, ist's irgendwie auch nicht recht.
Man sollte auch nicht vergessen, daß keine der ach so friedliebenden europäischen Staaten irgendetwas gegen die diktatorischen Regime im Nahen Osten unternimmt. Deutschland kungelt ebenso mit Saudi-Arabien; in Bonn zum Beispiel dürfen die Saudis ihre König-Fahd-Akademie betreiben und völlig unbehelligt zum Dschihad aufrufen.
Gruß

Simon

Hallo Simon!
Du glaubst offenbar tatsächlich daran, daß die USA den islamischen Terror bekämpfen, oder?
Mitte der 1990er Jahre wurden mehrere Terroranschläge auf US-Einrichtungen verübt. Schnell machte man Osama Bin Laden als Schuldigen aus. Merkwürdigerweise wurde aber seitens der USA zunächst trotzdem kein internationaler Haftbefehl gegen ihn veranlaßt. Das geschah erst Jahre später (1997, wenn ich mich recht erinnere). Der Grund für diesen internationalen Haftbefehl war aber kein Terroranschlag, sondern die Ermordung zweier deutscher Geheimdienstmitarbeiter, die man Bin Laden anlastete. Und nun rate mal, wer diesen internationalen Haftbefehl veranlaßt hat! Waren es vielleicht die USA, oder Deutschland? Nein. Er wurde auf Initiative Libyens ausgestellt.
Die Libyer taten das keineswegs uneigennützig. Sie hatten das Problem, daß Großbritannien und die USA die Aktivitäten Bin Ladens in Libyen gern duldeten und in jeder Weise förderten, mit dem Ziel, die Regierung Libyens zu stürzen. Durch diesen internationalen Haftbefehl hoffte man, Bin Laden ein wenig ausbremsen zu können.
So wird schon mal ein Grund klar, wieso die US-Regierung noch Mitte der 1990er Jahre überhaupt kein Interesse daran hatte, Osama Bin Laden unschädlich zu machen.
Und nun denk mal darüber nach, woher islamische Terroristen eigentlich das nötige Geld bekommen, um international Terroranschläge durchführen zu können. Osama Bin Laden ist zwar reich, aber nicht so reich, um jahrzehntelang Heerscharen von islamischen Gotteskriegern in aller Welt zu unterhalten. Woher kommt also das Geld dafür?
Das FBI in den USA hat sich darüber natürlich auch Gedanken gemacht. Und mußte dann plötzlich immer wieder feststellen, daß seitens der US-Regierung massiv geblockt wurde, sobald die FBI-Ermittler auf Spuren trafen, die nach Saudi-Arabien führten.
Der Islam besteht ja - wie das Christentum auch - aus mehreren Glaubensrichtungen. Da gibt es zum einen eine Teilung zwischen Sunniten und Schiiten. Es gibt aber auch innerhalb dieser beiden Lager noch verschiedene Unterteilungen. So gibt es im sunnitischen Lager den Wahhabismus. Dort gelten besonders strenge Regeln. Der Koran muß wortgenau befolgt werden, jegliche Neuerungen werden abgelehnt und es wird auch als erforderlich angesehen, die übrige Welt zu missionieren. Mit allen Mitteln.
Der Wahhabismus ist nach einem gewissen Muhammad ibn Abd al-Wahhab (1703 - 1787) benannt. Der fand mit seinen radikalen Lehren zunächst keinen Anklang und wurde sogar verbannt. Dann traf er aber einen Beduinenfürsten namens Ibn Saud. Mit ihm schloß er ein Bündnis, ähnlich dem zwischen Papst und Kaiser im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ibn Saud sorgte mit Waffengewalt dafür, daß die wahhabitischen Lehren nun doch Verbreitung fanden. Er eroberte nach und nach alles, was man damals als Arabien bezeichnete. Die eroberten Völker wurden vor die Wahl gestellt, entweder den Wahhabismus zu übernehmen oder abgeschlachtet zu werden. Erst das Osmanische Reich konnte der weiteren Expanision dieser radikalen Bewegung Einhalt gebieten. Als es nach dem Ersten Weltkrieg aber zerfiel, entstand das saudische Reich neu. Entgegen den britischen Plänen eroberten die saudischen Truppen einen großen Teil der arabischen Halbinsel, und damit entstand das Königreich Saudi-Arabien. Als dann dort auch noch Öl gefunden wurde, wuchs der Reichtum der saudischen Machthaber schnell an, und die Stellung Saudi-Arabiens in der Welt wurde unantastbar, vor allem durch Unterstützung der USA, denn noch bis in die 1990er Jahre hinein waren US-Unternehmen stark an der Erdölförderung in Saudi-Arabien beteiligt. Mittlerweile wurden die US-Anteile zwar zum großen Teil von der saudischen Regierung übernommen, aber immer noch sind viele US-Bürger in den saudischen Öl-Unternehmen tätig, und das Bündnis der USA mit Saudi-Arabien steht nach wie vor.
Offiziell unterstützt die saudische Regierung selbstverständlich keine Terroristen. Das kann man sich nicht leisten, um den mächtigen Schutzpatron USA nicht zu sehr zu kompromittieren.
Viele Angehörige der herrschenden Schicht Saudi-Arabiens unterstützen aber diverse islamistische Organisationen. Offiziell sind das üblicherweise Hilfsorganisationen. Tatsächlich sind viele davon aber nichts weiter als Geldsammelstellen für Terroristen.
Es ist also saudisches Öl-Geld, das den Motor des islamischen Terrorismus am Laufen hält. Und nicht nur das: Auch viele islamische Terroristen stammen von dort. Auch die Attentäter vom 11. September 2001 waren überwiegend saudischer Abstammung.
Bin Laden ist also nur der Gipfel des saudischen Eisbergs. Seine Familie hat sich nach dem Attentat vom 11. September 2001 zwar offiziell von ihm distanziert, aber das war nur Show. Er ist der saudischen Regierung selbstverständlich lästig, aber die Bin-Laden-Familie würde niemals eines ihrer Mitglieder wirklich fallen lassen. Und diese Familie hat allerbeste Kontakte zum saudischen Königshaus. Zusammen mit ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Stellung sichert ihr das eine sehr große Macht.
Wenn Bush wirklich die Absicht hätte, den islamischen Terror zu bekämpfen, hätte er zuallererst bei Saudi-Arabien ansetzen müssen. Auch die Taliban in Afghanistan sind nur durch saudisches Geld (und US-amerikanische Waffen) an die Macht gekommen. Und der Irak hatte mit islamischen Terroristen gar nichts zu tun. Saudi-Arabien ist die wesentliche Quelle des islamischen Fundamentalismus.
Daß Bush da nicht nur nicht angesetzt hat, sondern rein gar nichts dagegen unternimmt, zeigt deutlich, daß er sich nicht wirklich für die Bekämpfung des Terrorismus interessiert. Er und die Clique um ihn herum verfolgen ganz andere Ziel, und das Gefasel von Kampf gegen Terror dient nur der Volksverdummung. Wer Saudi-Arabien unterstützt, unterstützt den islamischen Terror. Und die USA unterstützen Saudi-Arabien nach wie vor.
Freundliche Grüße
von Garfield

Re: keine Zustimmung!

Nikos, Friday, 01.10.2004, 22:06 (vor 7798 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Simon am 01. Oktober 2004 18:45:30:

Ja, aber die Amis stellen sich hin und sagen:

"Wir sind die Guten, wir bringen euch die Zivilisation!".

Zwischen Worten und Taten gibt es bei denen ein riesige Spalt, und genau das macht die Menschen wütend.

Hast ein BigMc in der Werbung und eins in die Realität miteinander vergliechen?

Gruß
Nikos

Re: genug der Tränen

Max, Friday, 01.10.2004, 23:42 (vor 7797 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: genug der Tränen von Eugen Prinz am 30. September 2004 23:44:42:

>Hallo Eugen,

der Koenig weiss selber, was er zu antworten geruhte. Daher braucht es der Prinz nicht nochmal in voller Laenge zu zitieren.
Ich sagte bereits, dass ich ausser illegalen Konzepten keine anderen habe. Ich bin sicher Ihr habt da ein paar Joker im Aermel...Ihr duerft sie mir auch gerne mal vorstellen. Bei Hof ist es nie verkehrt, Bonuspunkte zu sammeln...naemlich. Also Prinz, Euer Durchfuehrungskonzept, bitte. Aber kommt mir nicht wieder mit dem Vorschlag, das ganze Volk zu klistieren...das gibt bloss Punktabzug. Vielleicht fangt Ihr mal mit einer Kontonummer an?
Also hurtig, spute er sich! Es winkt das Amt des Ministers fuer Durch- und Abfuehrungen aller Art!
- Max[/i]

Damit endlich Frieden und Wohlstand einkehre:
Manndat - geschlechterpolitische Initiative e.V. beim Amtsgericht Stuttgart, VR-7106, Konto Nr.: 323 35-709, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
Der Verein hat die vorläufige Bescheinigung der Gemeinnützigkeit (Fragen der Gleichberechtigung von Mann und Frau gelten als besonders förderungswürdig!). Spenden sind steuerlich absetzbar. Spendenquittungen werden ausgestellt.
Was wir wollen: Veröffentlichung und Beseitigung von gesetzlichen Benachteiligungen von Männern. Sonst nichts!
Der Verein ist ein Teil des Handlungskonzepts. Homepage, Forum, Petititonen, Briefe, Vernetzung mit anderen Initiativen, Medien- und Lobbyarbeit usw. sind weitere Bestandteile. Zu allem gibt es bereits Aktivitäten z.B.: hier. Weiteres dazu auf www.manndat.de. Die Seite wird in Kürze aktualisiert.
Eugen

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Na also, Prinz, geht doch! Warum nicht gleich so? Da ich mich mitsamt meinem Hofstaate auf einer Reise durch das westliche Frankenreich befinde, moechte er die Bankdaten zum ewigen Verbleib per elektronischem Kurier an Moni08@gmx.de weiterleiten. Des Koenigs Schatzmeister wird das Weitere per Dauerauftrag veranlassen.
Eins noch: Und sonst wollt Ihr nichts? Aufgemerkt: Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!

Sakingimself - Max

Re: Warum ich manchmal bitterlich weine

Max, Friday, 01.10.2004, 23:47 (vor 7797 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Warum ich manchmal bitterlich weine von Nick am 30. September 2004 22:19:32:

Ein "Abführ-Ministerium", meinst du?
Muß das wirklich sein?
Täte es nicht auch ein Geheimer Verdauungs-Rat, oder so?
Pilger Nick
(vogelfrei)

______________________________________________

Meinetwegen. Geheimer Verdauungs-Rat. Immer diese Progressiven....*seufz*

Heinrich der Weise - Max

Re: keine Zustimmung!

Jolanda, Saturday, 02.10.2004, 05:11 (vor 7797 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Simon am 01. Oktober 2004 18:45:30:

Hallo Simon

Nur kurz:

Ich habe Bush nicht mit Bin Laden verglichen, mit keinem Wort, reine Interpretation von dir. Ich schrieb, ich finde ihn nicht weniger schlimm als jeden radikalen Moslem. Du hast da wohl gedacht, ich würde ausser Bin Laden eh keinen kennen, also muss ich wohl den meinen.

Und nur weil ich das Buch von Moore kenne, heisst es noch lange nicht, dass ich ihm blind alles glaube und schon gar nicht, dass ich in allem mit ihm einig bin.

Ich finde Moore zu feministisch, was er über die Frauen erzählt, das ist genauso kliescheebehaftet wie bei den "Grünen". Nur die Gesetze, die die Regierung Bush nach 90 Tagen geändert hat und was da alles politisch geschehen ist, das ist kein leeres Geschwätz, das kann jeder nachprüfen, bwz. nachfragen. So blöd wie du meinst bin ich nun doch nicht.

Weisst du, ich schreibe dir nicht gerne, weil ich merke, wie du immer gleich persönlich wirst. Es geht nicht darum, dass du eine andere Meinung hast, mich für naiv und dümmlich hälst, jemanden der nur Unsinn erzählt. Es geht mir darum, wie du das jedesmal gleich auch so schreiben musst.

Du kannst nicht sachlich sein bei mir, weiss der Teufel warum, aber du bist immer sehr unsachlich in deinen Antworten an mich.

Dazu habe ich keinen Bock Simon, sorry, wenn du jemanden brauchst, bei dem du ein paar Spitzen verteilen kannst, dann suche dir jemand anderen, dazu ist mir meine Zeit zu wertvoll.

Gruss
Jolanda

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Magnus, Saturday, 02.10.2004, 16:03 (vor 7797 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Odin am 29. September 2004 21:48:32:


[quote][quote]Leih mir dein Taschentuch,
Eugen[/quote][/quote]
[quote]Nix da! Brauch ich selbst. Mußte ich damals in Kommune 1 auch laufend verteidigen. Schluß mit 68 jetzt! Die Zeiten sind vorbei :-)
[/quote]

Und ich dachte Taschentücher waren immer überplan vorhanden gewesen.

Magnus

Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will...

Odin, Saturday, 02.10.2004, 21:17 (vor 7797 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Magnus am 02. Oktober 2004 13:03:45:

Leih mir dein Taschentuch,
Eugen

Nix da! Brauch ich selbst. Mußte ich damals in Kommune 1 auch laufend verteidigen. Schluß mit 68 jetzt! Die Zeiten sind vorbei :-)[/i]

Und ich dachte Taschentücher waren immer überplan vorhanden gewesen.
Magnus

Hmm, in welchem Planquadrat warst Du eingeteilt?

Re: Weinen oder lachen?

michail, Sunday, 03.10.2004, 18:43 (vor 7796 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Wenn ich mal bitterlich weinen will... von Eugen Prinz am 28. September 2004 16:46:23:

Nein, bitterlich weinen, will ich schon mal nicht.

Aber wenn ich die überhebliche Einfalt konstatiere, die das Verfolgen der historischen Zusammenhänge, mit denen unser aller Problem unzertrennlich verstrickt ist, die 'einfache Lösung' nennt, dann denke ich an das Männlein vom 'Handbuch...', wie es übers eigene Glied stolpert.

Und über die, die darin ein Wappen der Männerbewegung sehen sollten, könnte ich in der Tat bitterlich weinen. Oder aber – je nach Stimmung – herzlich lachen.

Michail

Re: keine Zustimmung!

Garfield, Monday, 04.10.2004, 19:06 (vor 7795 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Re: keine Zustimmung! von Simon am 01. Oktober 2004 18:45:30:

Hallo Simon!

"Mit ging es nur um die dümmliche und von keiner Analyse getrübte Gleichsetzung von Bush und Bin Laden und die naive Michael-Moore-Gläubigkeit."

Was diese Gleichsetzung angeht habe ich ja weiter unten schon meine Meinung dazu geschrieben. Sowohl Bush als auch Bin Laden verfolgen ihre Ziele ohne Rücksicht auf Verluste, gehen dafür also auch über Leichen. Insofern sind sie durchaus vergleichbar. Der Unterschied besteht für mich vor allem darin, daß Bin Laden seine Verbrechen vermutlich (wissen kann ich es natürlich nicht, da ich ihn persönlich nicht kenne) aus Überzeugung begeht, während Bush seine Verbrechen vor allem für Geld begeht.

"Im übrigen vermisse ich bei USA-Kritikern häufig eine gewisse argumentative Konsistenz. Bekämpfen sie den politischen Islamismus, wie in Afghanistan, sind sie Imperialisten, bekämpfen sie ihn nicht, wie in Saudi-Arabien, ist's irgendwie auch nicht recht."

Das paßt nur dann nicht, wenn sich jemand in dümmliche Klischee-Schubladen setzt. Sicher gibt es diese Gutmenschen, die mal irgendwo gehört haben, daß die USA der Hort des bösen Imperialismus sind und irgendwelche Typen mit komischen Kopftüchern auf dem Kopf in der Wüste für Freiheit und gegen den bösen Imperialismus kämpfen. Und die das nun einfach nachplappern.

Aber nicht jeder, der die Machenschaften der USA kritisiert, gehört dazu. Und Michael Moore finde ich bei weitem nicht so naiv wie all die Dumpfbacken, die bei jeder Bush-Rede laut jubeln, wenn hohle Schlagworte wie "Kampf gegen Terror" fallen. Das erinnert mich immer fatal an die begeisterten "Ja"-Rufe nach Goebbels Frage "Wollt ihr den totalen Krieg?"

Ich habe bei Michael Moore ein wenig das Gefühl, daß er letzendlich mit seiner Kritik vor allem auch nur Geld verdienen möchte. Aber ich kenne seine Bücher nicht und kann das deshalb nicht wirklich beurteilen.

Daß die europäischen Staaten auch nicht so viel anders vorgehen als die USA, ist sicher richtig. Das liegt aber auch daran, daß viele europäische Regierungen bestrebt sind, der US-Regierung so wenig wie möglich im Wege zu stehen und daß die USA natürlich zuweilen auch Druck auf die Europäer ausüben, wenn sie mal zu widerspenstig werden.

Daß Deutschland und Frankreich wie auch Rußland sich gegen den Irak-Krieg ausgesprochen haben, hatte auch keineswegs humanistische Gründe. Diese Länder haben naturgemäßg kein Interesse daran, daß die USA mit militärischer Gewalt und auch über Embargos ihrer Wirtschaft neue Märkte öffnen und damit gleichzeitig die Unternehmen anderer Länder von diesen Märkten verdrängen.

Letztendlich geht es hierzulande prinzipiell auch nicht so viel anders zu als in den USA. Wenn die Wirtschaft mit arabischen Ländern gute Geschäfte machen kann, wird die Regierung möglichst alles vermeiden, was diese Geschäfte behindern könnte. Und nicht nur das: Immer wieder treten unsere Politiker sogar als Handelsvertreter für Großkonzerne auf. Gerade auch in der arabischen Welt.

Saudi Arabien ist durch seine Öl-Geschäfte ein reiches Land, und das macht es zu einem überaus interessanten Handelspartner für alle Industriestaaten. Mit so einem Partner möchte man es sich natürlich nicht verscherzen. Aus demselben Grund sieht man mittlerweile auch gern über Menschenrechtsverletzungen in China hinweg.

Im Falle Saudi-Arabiens kommt noch dazu, daß saudisches Geld ja in aller Welt investiert wird. Wenn es nun ein Industrieland wagen würde, Saudi-Arabien massiv anzuprangern, dann würden die Saudis ganz schnell ihr Kapital aus diesem Land zurück ziehen und auch sonst ihre wirtschaftliche Macht ausspielen, um diesem Land zu schaden.

Stell dir mal folgendes Szenario in der Zeit des Kalten Krieges vor: In Afghanistan beginnt ein Bürgerkrieg, an dem sich u.a. auch islamische Fundamentalisten beteiligen. Die Sowjetunion entscheidet sich zum Eingreifen und begründet das damit, daß man das afghanische Volk vor solchen Elementen schützen müsse. Hätte ein US-Präsident das unterstützt, weil es ein Beitrag im Kampf gegen den Terrorismus ist?

Nein, das hätte kein US-Präsident getan. Und tatsächlich hat es auch keiner getan, denn dieses Szenario hat es ja in der Realität wirklich gegeben. Damals waren die islamischen Gotteskrieger aber laut US-Propaganda gar keine Terroristen, sondern Freiheitskämpfer. Und man hat sie nicht bekämpft, sondern ihnen Waffen geliefert und teilweise auch Drogengeschäfte geduldet, damit sie Geld für diese Waffen haben, das dann in die Kasse der US-Rüstungskonzerne floß. Als dann die Taliban an der Macht waren, wurden die auch weiterhin von der US-Regierung unterstützt. Man gab ihnen Geld, man verhandelte mit ihnen - alles war prima.

Erst als die Verhandlungen zum Bau einer Gasleitung über afghanisches Territorium stockten, waren die Taliban plötzlich böse Terroristen, die Osama Bin Laden Unterschlupf gewährten. Nun könnte man meinen, daß eine Gasleitung doch nicht so wichtig wäre, um dafür einen Krieg zu führen.

In den USA sah man das aber offensichtlich anders. Das ist auch nicht verwunderlich, weil Bush genau wie viele seiner Berater aus dem Öl- bzw. Energie-Sektor kommt. Sein Wahlkampf wurde auch von solchen Unternehmen finanziert. Diese Leute kennen nur Öl und Gas und Geld, und alles andere interessiert die gar nicht. Man hätte die Gasleitung auch über russisches und iranisches Territorium legen oder aber russische Leitungen nutzen können - aber dann hätte man diesen Ländern finanzielle oder sonstige Zugeständnisse machen müssen. Und das wollte man nicht, weil der Aufwand relativ hoch erschien. Pakistan braucht die USA als Schutzpatron gegen Indien, und so konnte man die pakistanische Unterstützung billig bekommen. Nur die Taliban in Afghanistan stellten sich quer - also mußten sie weg.

Und deshalb gehörten sie dann auf einmal zur "Achse des Bösen". Ich empfinde es zwar keineswegs als Verlust, daß die Taliban-Regierung gestürzt wurde. Aber es ist schon auffällig, wie üble Diktaturen verhätschelt und gelobt werden, solange sie den USA nützen, während sie ganz schnell fallen gelassen werden, wenn sie den USA nicht mehr nützen oder ihnen gar im Weg stehen. Wären die Taliban clever gewesen und hätten die US-Firmen die Gasleitung ohne Probleme bauen lassen, dann wären sie heute noch an der Macht. Und wenn sie auch noch jede Menge Geld und reiche ÖLvorkommen hätten, dann würde es Bush auch überhaupt nicht stören, wenn sich 100 Osama Bin Ladens in Afghanistan verstecken würden.

Man kann sich nicht einerseits als Wächter für Frieden und Freiheit darstellen, andererseits für wirtschaftliche Vorteile aber Frieden und Freiheit mit Füßen treten. Da sehe ich schon einen gewissen Widerspruch.

Man kann natürlich sagen, daß doch letztendlich zählt, was hinten rauskommt. Der Sturz von Saddam Hussein war ja auch alles andere als ein Verlust für die Menschheit.

Man muß da aber auch mal weiter denken. Gerade am Beispiel des Irak wird das sehr deutlich: Solange Hussein dort an der Macht war, gab es mit dem Irak im sunnitischen Lager ein gewisses Gegengewicht zu Saudi-Arabien. Auch Saddam war bestrebt, seinen Einfluß auf die gesamte arabische Welt auszudehen, bevor er 1991 zurecht gestutzt wurde. Und wie alle Diktatoren hatte er große Angst vor Konkurrenz und duldete deshalb auch keine radikalen Islamisten, die ihm womöglich hätten gefährlich werden können. Auch nach 1991 hat er so zumindest dafür gesorgt, daß sich im Irak kaum islamische Fundamentalisten einnisten konnten. Deshalb konnte Bush das ja auch nicht als Grund für den Angriff auf den Irak nehmen.

Jetzt ist dieses Gegengewicht weg. Jetzt wird der Irak zum Tummelplatz diverser radikaler Islamisten. Der Iran wird seine räumliche Nähe nutzen um Teile der irakischen Bevölkerung in seinem Sinne zu beeinflussen, aber die von Saudi-Arabien finanzierten radikalen Gruppierungen werden wohl die Oberhand gewinnen. Und jeder Fehltritt, den sich die ungenügend geschulten US-Truppen im Irak leisten, wird den radikalen Islamisten dort und auch anderswo mehr Zulauf verschaffen.

In Afghanistan sieht es leider auch nicht besser aus.

So fördern die USA auch mit ihren für die US-Wirtschaft geführten Kriegen den radikalislamischen Terror tatsächlich mehr als sie ihn behindern. Vor allem deshalb kann ich Bush's markigen Reden überhaupt nichts abgewinnen.

Freundliche Grüße
von Garfield


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