Feministen verstehen...
...ist für viele von uns unmöglich. Einen Teil der Antwort habe ich gefunden....
"Weil ich brav und fleißig war, wurde ich auf der High-School zur Klassensprecherin gewählt und in den Schülerrat deligiert. Als man mich auf dem College - zusammen mit vier Blondinen - zur "Erstsemesterköniging" krönte, schwebte ich auf Wolken. Nachdem man mich aber in Interviews ummer nur nach meiner "Lieblingsblume" und meiner "Lieblingsfarbe" fragte, wandte ich mich schnurstracks dem Feminismus zu. Mit siebzehn warf ich all meine Seventeen-Magazine weg und ließ mir einen Gummistempel anfertigen, auf dem stand: "Das ist Diskriminierung von Frauen". Mit klopfendem Herzen stand ich dann hinten im Bus und drückte kurz vor dem Aussteigen sexistischer Strumpfhosenreklame mein Brandzeichen auf. Es war das perfekte Aufwärmtraining, um mit den Roten Garden, Maos jugendlichen Sturmtruppen, Freundschaft zu schließen.
Vom Feminismus zum Maoismus war es nur noch eine kleiner Schritt. Ich war fest davon überzeugt, daß Frauen unterdrückt wurden. Daß Arbeiter unterdrückt wurden. Und Teenager auch. Ich glaubte, um mit Mao zu reden, "daß alle Reaktionäre Papiertiger sind". Und ich war der Meinung, daß Frieden und Liebe die Welt von allen Übeln erlösen würden, einschließlich Strumpfhosen. Ich fand Kerzen besser als elektrisches Licht und dachte, wenn ich nur meine eigene Kerzen herstellen würde, wäre die Welt ein besserer Ort....."
Aus "Abschied von China" von Jan Wong, die in Kanada aufwuchs und als Maoisten nach China ging...
Magnus
Re: Feministen verstehen... wozu?
Als Antwort auf: Feministen verstehen... von Magnus am 27. September 2004 20:43:44:
ja, das ist so eine sehr angesagte Art von Plapper-Prosa, die du da zitierst. Sie sagt natürlich weder über Maoismus noch über Feminismus etwas aus, sondern weit eher etwas über den Buchmarkt. Vielleicht wuchs nie eine Jan Wong in Kanada auf und ging nach China, sondern irgend jemand versucht ein bisschen Kohle zu machen, in dem er oder sie den Leuten das bestätigt, was sie schon immer zu wissen glaubten...
meint Eugen
Re: Feministen verstehen... wozu?
Als Antwort auf: Re: Feministen verstehen... wozu? von Eugen Prinz am 27. September 2004 21:09:31:
ja, das ist so eine sehr angesagte Art von Plapper-Prosa, die du da zitierst. Sie sagt natürlich weder über Maoismus noch über Feminismus etwas aus, sondern weit eher etwas über den Buchmarkt. Vielleicht wuchs nie eine Jan Wong in Kanada auf und ging nach China, sondern irgend jemand versucht ein bisschen Kohle zu machen, in dem er oder sie den Leuten das bestätigt, was sie schon immer zu wissen glaubten...
Das ist auszuschließen!
Magnus
Re: Feministen verstehen... wozu?
Als Antwort auf: Re: Feministen verstehen... wozu? von Magnus am 27. September 2004 21:11:34:
ja, das ist so eine sehr angesagte Art von Plapper-Prosa, die du da zitierst. Sie sagt natürlich weder über Maoismus noch über Feminismus etwas aus, sondern weit eher etwas über den Buchmarkt. Vielleicht wuchs nie eine Jan Wong in Kanada auf und ging nach China, sondern irgend jemand versucht ein bisschen Kohle zu machen, in dem er oder sie den Leuten das bestätigt, was sie schon immer zu wissen glaubten...
Das ist auszuschließen!
Magnus
Damit kann ich mich - mit Verlaub - nicht zufrieden geben. Man hat schon Pferde kotzen sehen. Vor wenigen Monaten ging die Audeckung eines solchen Betroffenheitsliteraturschwindels durch die Medien. Vielleicht finde ich es noch heraus, was das genau war, oder vielleicht erinnert sich noch jemand. Hast du verlässliche Informationen zu Jan Wong?
Eugen
Re: Feministen verstehen... wozu?
Als Antwort auf: Re: Feministen verstehen... wozu? von Eugen Prinz am 27. September 2004 22:20:16:
Damit kann ich mich - mit Verlaub - nicht zufrieden geben. Man hat schon Pferde kotzen sehen. Vor wenigen Monaten ging die Audeckung eines solchen Betroffenheitsliteraturschwindels durch die Medien. Vielleicht finde ich es noch heraus, was das genau war, oder vielleicht erinnert sich noch jemand. Hast du verlässliche Informationen zu Jan Wong?
Ich habe das Buch und halte das - was sie da schreibt und zeigt inklusiv der Fotos - für glaubwürdig. Ihre Biographie auf Lügen zu überprüfen wäre leicht. Sie schrieb u.a. für die New York Times und das Wall Street Journal und wurde mit zahlreichen journalistischen Preisen geehrt. Ihr Buch ist glaubwürdig geschrieben. Ein weiterer Auszug des Buches ist hier zu finden: http://sites.inka.de/~W1822/tiananmen/. Über diesen Link habe ich zu dem Buch gefunden...
Magnus
@Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu?
Als Antwort auf: Re: Feministen verstehen... wozu? von Magnus am 27. September 2004 22:49:21:
Damit kann ich mich - mit Verlaub - nicht zufrieden geben. Man hat schon Pferde kotzen sehen. Vor wenigen Monaten ging die Audeckung eines solchen Betroffenheitsliteraturschwindels durch die Medien. Vielleicht finde ich es noch heraus, was das genau war, oder vielleicht erinnert sich noch jemand. Hast du verlässliche Informationen zu Jan Wong?
Ich habe das Buch und halte das - was sie da schreibt und zeigt inklusiv der Fotos - für glaubwürdig. Ihre Biographie auf Lügen zu überprüfen wäre leicht. Sie schrieb u.a. für die New York Times und das Wall Street Journal und wurde mit zahlreichen journalistischen Preisen geehrt. Ihr Buch ist glaubwürdig geschrieben. Ein weiterer Auszug des Buches ist hier zu finden: http://sites.inka.de/~W1822/tiananmen/. Über diesen Link habe ich zu dem Buch gefunden...
Magnus
Hallo Magnus!
Ich habe mir die Internet-Seite angesehen bin zu folgendem Schluß gekommen:
Wenn man den Inhalt der Internet-Seite zu dem von Dir geposteten (nicht auf der Internet-Seite aufgeführten) Ausschnitt aus dem Buch in Bezug setzt, so kann man doch mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, daß die Autorin die denkbar barbarischste Desillusionierung erlebt hat, die man sich nur vorstellen kann.
Falls diese Vermutung richtig ist, so sollte man dieses Buch gerade in unseren Kreisen nachdrücklich propagieren.
Von der versponnenen Feministin zur Augenzeugin des Tienanmen-Massakers - das hat es verdammt in sich!
Schwer vorstellbar, daß die Autorin heute noch feministisch rumspinnt.
Im Übrigen sind die stärksten Ausdrücke nicht stark genug, um meine Empörung über die Arschkriecherei des Westens gegenüber dem Kannibalen-Regime in Peking, daß sich von dieser Menschenschlächterei nie distanziert hat und nach wie vor die Demokratie unterdrückt, adäquat wiederzugeben.
Daß das besagte Regime auch seine ganz eigene Art der "Befreiung der Frau" propagiert, ist zwar nichtig im Vergleich zu solchen Menschheitsverbrechen wie dem Tienanmen-Massaker, rundet das Bild aber ab.
Reichen denn ein paar Sonderwirtschaftszonen aus, um alles, aber auch alles zu vergeben und zu vergessen?
Wo ist die Kreuzzugsmentalität, die man gegenüber dem Ostblock an den Tag legte, gegenüber den Unmenschen in der rotchinesischen Regierung?
Ach richtig:
Die haben uns ja keine Ostgebiete weggenommen und keine Mauer in Deutschland gebaut!
In den neunziger Jahren hat die britische Polizei einen der Köpfer der Tienanmen-Bewegung, der lange Jahre im Gefängnis saß, an Demonstrationen gegen einen Besuch der rotchinesischen Führung gehindert, woraufhin dieser Dissident meinte, es gebe kaum noch einen Unterschied zwischen der britischen Regierung und der rotchinesischen.
Mag das auch überspitzt sein - ich konnte den Mann nur allzu gut verstehen!
Wird den reuelosesten Verbrechern die meiste Vergebung zuteil? Ist das die höchste Ausprägung der christlichen Nächstenliebe? Oder ist das "nüchternes wirtschaftliches Kalkül"?
Die CDU hatte einmal einen Slogan, der da lautete:
"Freiheit und Wohlstand bedingen einander".
Von diesem Slogan hat sie sich in Wort und Tat verabschiedet - und das gereicht vielen Menschen zum Unheil.
Die Tastatur vollkotzend
Ekki
Re: Literaturschwindeliteratur...
Als Antwort auf: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu? von Ekki am 30. September 2004 21:56:47:
Ich habe mir die Internet-Seite angesehen bin zu folgendem Schluß gekommen:
Wenn man den Inhalt der Internet-Seite zu dem von Dir geposteten (nicht auf der Internet-Seite aufgeführten) Ausschnitt aus dem Buch in Bezug setzt, so kann man doch mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, daß die Autorin die denkbar barbarischste Desillusionierung erlebt hat, die man sich nur vorstellen kann.
Hallo Ekki,
das Buch mag glaubwürdig sein oder nicht. Das kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur eines mit Sicherheit: Es werden immer wieder Bücher geschrieben, die einfach gut "in die Landschaft" passen. Jüngeres Beispiel: "MITTEN IN AFRIKA" Verlag zieht Schwindel-Bestseller zurück. Nachdem die Kritik immer lauter wurde, musste die selbst ernannte Kriegsreporterin Ulla Ackermann zugeben, große Teile ihrer Biographie "Mitten in Afrika" frei erfunden zu haben. Der Verlag Hoffmann und Campe zog den Besteller nun zurück.
Bücher werden, wie du und ich und alle wissen, auf einem kommerziellen und einem ideologischen Hintergrund gemacht. Der reinen Wahrheit verpflichtet sind sie nur selten. Da verbietet es sich eigentlich, sich instrumentalisieren zu lassen. Ich warte erst mal die Rezension der Rezension der Rezension ab, bevor ich die Tastatur vollkotze.
Gruß von Eugen
Re: Literaturschwindeliteratur...
Als Antwort auf: Re: Literaturschwindeliteratur... von Eugen Prinz am 01. Oktober 2004 12:22:34:
Bücher werden, wie du und ich und alle wissen, auf einem kommerziellen und einem ideologischen Hintergrund gemacht. Der reinen Wahrheit verpflichtet sind sie nur selten. Da verbietet es sich eigentlich, sich instrumentalisieren zu lassen. Ich warte erst mal die Rezension der Rezension der Rezension ab, bevor ich die Tastatur vollkotze.
... weil sich bis dahin vielleicht doch noch herausstellt, daß das ganze Tiananmen-Massaker in Wahrheit überhaupt gar niemals nie nicht stattgefunden hat, sondern wie immer eine der "üblichen Erfindung der CIA" und der anderen "imperialistischer Kreise" gewesen ist?
In den 70ern kamt ihr mit solcher Einfalt durch. Heute nicht mehr!
"Es verbietet es sich eigentlich, sich instrumentalisieren zu lassen":
... wie wäre dieser Satz denn "eigentlich" zu verstehen?
Wenn nicht so[/u]?
Fragt (nicht wirklich)
der Nick
Re: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu?
Als Antwort auf: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu? von Ekki am 30. September 2004 21:56:47:
Hallo Magnus!
[quote]Ich habe mir die Internet-Seite angesehen bin zu folgendem Schluß gekommen:
Wenn man den Inhalt der Internet-Seite zu dem von Dir geposteten (nicht auf der Internet-Seite aufgeführten) Ausschnitt aus dem Buch in Bezug setzt, so kann man doch mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, daß die Autorin die denkbar barbarischste Desillusionierung erlebt hat, die man sich nur vorstellen kann.[/quote]
In der Tat - es hat aber lange gedauert und Spurenelemente sind teils noch erhalten. Sie war so dermaßen überzeugt und naiv - man kann es gar nicht glauben. Z.b. war sie überglücklich und euphorisch über die politischen Sitzungen nach dem Schichtdienst in der Fabrik, wo es darum geht Kommunismus und Sozialismus besser zu verstehen. Wie ein Pionierkinder in der DDR vor dem ersten Fahnenapell... Die wirkliche Ernüchterung kam erst nach Maos Tod, als 1978 die "Mauer der Demokratie" in Peking aufgestellt wurde, in der Bauern und andere ihre Probleme und Wünsche an diese Wand hingen. Zum ersten mal hat sie da von den Zuständen in ihrem Land erfahren und hatte das Glück, die Möglichkeit zu ergreifen für die New York Times zu arbeiten - wieder aus rein idellen Gründen und für wenig Gehalt, für das man sich später entschuldigte (obwohl es für chinesische Verhältnisse viel war). Die Endgültige Ernüchterung erfuhr sie 1989 - ihre Schilderungen (wie im Link angegeben) hätte sich Herr Schröder mal zu Gemüte führen sollen, bevor er über die Aufhebung von einem Waffenembargo sprach, welches aufgrund dieses Ereignisses aufgestellt wurde. Noch heute sitzen Menschen von Tiananmen im Gefängnis. Und über 15 Jahre saßen Menschen von der "Mauer der Demokratie" im Gefängnis - wenn sie nicht hingerichtet wurden.
In den neunziger Jahren hat die britische Polizei einen der Köpfer der Tienanmen-Bewegung, der lange Jahre im Gefängnis saß, an Demonstrationen gegen einen Besuch der rotchinesischen Führung gehindert, woraufhin dieser Dissident meinte, es gebe kaum noch einen Unterschied zwischen der britischen Regierung und der rotchinesischen.
[quote]Mag das auch überspitzt sein - ich konnte den Mann nur allzu gut verstehen!
Wird den reuelosesten Verbrechern die meiste Vergebung zuteil? Ist das die höchste Ausprägung der christlichen Nächstenliebe? Oder ist das "nüchternes wirtschaftliches Kalkül"?
Die CDU hatte einmal einen Slogan, der da lautete:
"Freiheit und Wohlstand bedingen einander".
Von diesem Slogan hat sie sich in Wort und Tat verabschiedet - und das gereicht vielen Menschen zum Unheil.[/quote]
Das ist die Desillusionierung, die mancher von uns gerade durchlebt. Der Sieg im Kalten Krieg über den Kommunismus war kein Sieg der Demokratie und der Freien Welt, sondern in erster Linie eine Sieg eiskalter Kalkulierung und des Kapitalismus, der nun im Zuge der Globalisierung völlig ausgelebt wird. Im Grunde genommen habe ich nichts gegen den Kapitalismus, allerdings nur solange die eigenen Ideale nicht verkauft werden - und das macht heute jeder, selbst die Grünen, die vor ihrer Machtergreifung in allen Tönen des Idealismus trompetet haben.
Die Zeiten, als John F. Kennedy den von dir Slogan in Berlin erwähnte und ein Blick über die Mauer dies bestätigte, ja, die Zeiten sind wahrlich vorbei.
Magnus
P.S.: Was Eugen angeht: er muss da auf der anderen Seite noch aufwachen, denn der glaubt offenbar nur das, was in sein derzeitiges Weltbild passt. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus - immer. Feministinnen sind in dem Punkt genauso - nur bei einer anderen Thematik.
Re: Literaturschwindeliteratur...
Als Antwort auf: Re: Literaturschwindeliteratur... von Nick am 01. Oktober 2004 12:40:17:
... weil sich bis dahin vielleicht doch noch herausstellt, daß das ganze Tiananmen-Massaker in Wahrheit überhaupt gar niemals nie nicht stattgefunden hat, sondern wie immer eine der "üblichen Erfindung der CIA" und der anderen "imperialistischer Kreise" gewesen ist?
In den 70ern kamt ihr mit solcher Einfalt durch. Heute nicht mehr!
"Es verbietet es sich eigentlich, sich instrumentalisieren zu lassen":
... wie wäre dieser Satz denn "eigentlich" zu verstehen?
Wenn nicht so[/u]?
Fragt (nicht wirklich)
der Nick[/i]
Das war mir von Anfang an klar, dass dieser Beitrag "nicht wirklich" von Nick stammt. Der stellt nämlich erstens keine Fragen, sondern beantwortet sie ungefragt gleich selber. Außerdem schafft er das niemals unter dreihundert Zeilen. Und drittens viel zu wenige Dreifach-Hervorhebungen. Fein gesponnen, aber nicht fein genug! Entweiche du Troll! Den echten Nick zu kopieren, das schaffst du nie!
Eugen
Re: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu?
Als Antwort auf: Re: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu? von Magnus am 01. Oktober 2004 16:59:48:
Magnus
P.S.: Was Eugen angeht: er muss da auf der anderen Seite noch aufwachen, denn der glaubt offenbar nur das, was in sein derzeitiges Weltbild passt. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus - immer. Feministinnen sind in dem Punkt genauso - nur bei einer anderen Thematik.
Magnus, du enttäuschst mich. Das ist das älteste von allen Ablenkungsmanövern (typisch feministisch, nebenbei): Ich soll mich offensichtlich über das aufregen, worüber du dich aufregst, über China oder wer weiß was. Ich will mich aber über den Feminismus aufregen. Geht das in deinen Kopf rein? He! Hallo! Aufwachen! Lies mal, was der Titel deines Beitrages ist und versuch nicht, einem alten Mann ans Bein zu pinkeln.
Eugen
Re: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu?
Als Antwort auf: Re: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu? von Eugen Prinz am 01. Oktober 2004 22:14:16:
Magnus, du enttäuschst mich. Das ist das älteste von allen Ablenkungsmanövern (typisch feministisch, nebenbei): Ich soll mich offensichtlich über das aufregen, worüber du dich aufregst, über China oder wer weiß was.
Nein, du hast den Zusammenhang noch nicht begriffen. Ich rege mich einzig und allein über Ignoranz auf. Es geht um einen Typ Mensch den ich anspreche: den Halbidealisten, der von einer Sache so dermaßen überzeugt ist, dass er Gegenargumente links liegen läßt. Der Feminismus hat haufenweise dieser Personen - die glauben was bewegen zu können, der überzeugung sind ihren Lebenswandel allen anderen aufpressen zu wollen und die ihr Weltbild in Schwarz - Weiß angemalt haben.
Ich will mich aber über den Feminismus aufregen.
Du solltest dich über die Ignoranz aufregen - und dich fragen, wie es zu solch einer Position kommen kann. Es spielt dabei keine Rolle um WAS es geht, es geht nur um die Art der Meinungsvertretung.
Geht das in deinen Kopf rein? He! Hallo! Aufwachen! Lies mal, was der Titel deines Beitrages ist und versuch nicht, einem alten Mann ans Bein zu pinkeln.
Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf?
Magnus
Re: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu?
Als Antwort auf: Re: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu? von Magnus am 01. Oktober 2004 22:38:03:
Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf?
Magnus
Na hoffentlich keine 68! Sonst bricht hier eine Massenhysterie aus 
Re: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu?
Als Antwort auf: Re: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu? von Odin am 02. Oktober 2004 00:03:48:
>Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf?
Magnus
Na hoffentlich keine 68! Sonst bricht hier eine Massenhysterie aus
[/i]
Keine Sorge. Ich habe noch 9 Jahre, bis ich ein echter 68er bin. Bis dahin ist der Feminismus überwunden und wir plaudern hier entspannt über Rotwein und gute Küche ... oder Hämorrhoiden und Prostata 
Eugen
Re: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu?
Als Antwort auf: Re: @Magnus, Eugen und alle - Re: Feministen verstehen... wozu? von Magnus am 01. Oktober 2004 22:38:03:
Magnus, du enttäuschst mich. Das ist das älteste von allen Ablenkungsmanövern (typisch feministisch, nebenbei): Ich soll mich offensichtlich über das aufregen, worüber du dich aufregst, über China oder wer weiß was.
Nein, du hast den Zusammenhang noch nicht begriffen. Ich rege mich einzig und allein über Ignoranz auf.
Ich bin ganz sicher nicht ignorant, aber Pragmatiker ... aus Not, denn ich kann nicht das ganze Elend dieser Welt auf meinen Schultern tragen.
Es ist aber im höchsten Maße ärgerlich, wenn man sich gegen absurde Vorwürfe wehren soll. Durch absolut nichts habe ich erkennen lassen, dass ich irgendwelche Menschenrechtsverletzungen oder gar Massaker, wo auch immer, billige. Und doch werde ich reflexartig als unbelehrbarer-altlinker-bolschewistischer-Massakerverherrlicher hingestellt, sobald ich mich z.B. zu den 68ern äußere.
Oder noch grotesker: Offensichtlich bin ich doch ein aktiver ´Maskulist´ und Gegner des Vulgärfeminismus. Und doch tun ein paar Leute so, als wolle ich ein paar ehemalige 68er, die den Grünen oder der SPD unter die Rockschöße gekrochen sind, in Schutz nehmen.
Du solltest dich über die Ignoranz aufregen - und dich fragen, wie es zu solch einer Position kommen kann. Es spielt dabei keine Rolle um WAS es geht, es geht nur um die Art der Meinungsvertretung.
Das habe ich betreffs des Feminismus schon sehr ausführlich gemacht, z.B. in meinem Buch. Aber da dürfen wir nicht stehen bleiben, wenn wir was ändern wollen. Das werfe ich dir auch nicht vor. Immerhin bist du - wenn ich mich richtig entsinne - vor einiger Zeit gegen eine männerfeindliche Webseite vorgegangen, was ich durchaus gerechtfertigt fand. Was ist übrigens daraus geworden?
Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf?
Magnus
steht hier.
Schönes Wochenende,
Eugen