Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Zypries will weniger Unterhalt für Geschiedene

Morb, Thursday, 23.09.2004, 00:17 (vor 7806 Tagen) @ Altschneider

Als Antwort auf: Re: Zypries will weniger Unterhalt für Geschiedene von Altschneider am 22. September 2004 08:27:32:

Hallo,

du hast es erfasst.
Von wem die Worte stammen, weiß ich leider nicht, aber sie wurden auch hier im Forum schon mal veröffentlicht:"...der Trend geht zur Finanzierung der Frau über das Kind...".
Die Welt wird sich mit Inkrafttreten von Hartz 4 für viele Menschen grundlegend ändern, wohl mehr als manchen bis heute bewusst ist. Ein Mann, der zu einem '1-Euro-Job' gezwungen wird, um seine EX zu finanziern, lässt sich sicher schlechter verkaufen, als ein '..ja, aber er muss doch schließlich auch ein bischen für seine Kinder sorgen'.
Also macht man es einfach so: 200 EUR weniger EU, 250 EUR mehr KU.
Dabei wird der EU dann noch über einen Gummiparagraphen abgesichert, wie bei dem Unterhalt für unverheiratete Mütter. Der war bisher auf drei Jahre beschränkt. Dass ist er auch jetzt noch, jdoch '...Der Unterhalt ist auch nach Ablauf der drei Jahre zu gewähren, wenn die Versagung des Anspruchs grob unbillig wäre."
Also erwarten wir den Brief vom Jugendamt und freuen uns darüber, dass es seit die Femis an den Hebeln der Macht sitzen, unseren Kindern besser und besser und besser geht.

Gruß

Damit wird wieder bestätigt, was schon seit Jahren zu beobachten ist: der Unterhalt der Mutter wird über den Unterhalt der Kinder mit gezahlt. Das auch eine Mutter für ihren Lebensunterhalt sorgen kann, ist ja mittlerweile schon einigen augefallen - und damit der Erwachsenenunterhalt umstritten. Zahlungen an Kinder jedoch wird keiner hinterfragen wollen - wie absurd die Zahlen auch immer sein mögen. Daher geistert auch schon seit Jahren die bewusst lancierte Zahl von 1 Million armer Kinder durch die Presse (wobei ich ohne weiteres glaube, dass tatsächlich viele für ihre Kinder Sozialhilfe kassieren - und diese dann auch ohne weitere Prüfung der Lebensverhältnisse gezahlt wird).
Es ist eine unverschämte Strategie, zumal viele der betroffenen Kinder lieber weniger Geld und mehr Vater hätten.
Grüße vom Altschneider


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