SMS am Steuer - 30 Monate Haft für 2 tote und 2 schwerverletzte Polizisten
SMS am Steuer: 30 Monate Haft für Schweizer Todesfahrerin
THONON-LES-BAINS - Eine Schweizer Autolenkerin muss für 30 Monate ins Gefängnis, weil sie in Frankreich zwei Polizisten totgefahren hat. Die Frau hatte im Juni 2003 bei Tempo 170 auf der Autobahn ein SMS geschrieben.
Dabei war sie in den hintersten Minibus eines Polizeikonvos geprallt. Ein 31-jähriger und ein 48-jähriger Polizist wurden beim Unfall getötet, zwei weitere Beamte schwer verletzt.
Das Strafgericht von Thonon-les-Bains in den französischen Voralpen verurteilte die 33-Jährige zu zweieinhalb Jahren Haft ohne Bewährung sowie 1500 Euro (2319 Franken) Bussgeld und fünf Jahre Fahrverbot. Gutachter bescheinigten der dreifachen Mutter «grosse Unreife» und «Ängste verlassen zu werden».
Am Unfalltag war die Frau in Panik geraten, weil sie das Auto von Freunden aus den Augen verloren hatte, denen sie hinterher gefahren war. Sie hatte Gas gegeben und gleichzeitig versucht, ihre Freunde per SMS zu erreichen. Der Anwalt der Frau kündigte an, er werde in Berufung gehen.
Seine Mandantin befinde sich seit Jahren wegen einer schweren psychischen Störung in Behandlung. Die Verurteilte weinte beinahe während des gesamten Prozesses. Sie sagte, sie bedaure ihr Fehlverhalten und sei entschlossen, «nie wieder ein Auto zu fahren».
Die Dramatik des Prozesses wurde noch dadurch gesteigert, dass die Witwe eines der getöteten Polizisten darum bat, die Angeklagte nicht zu verurteilen. Sie verwies darauf, dass die 33-Jährige Kinder habe und sie nicht wolle, dass die Kinder ohne ihre Mutter leben müssten. 201530 sep 04
Quelle: http://www.swissinfo.org/sde/Swissinfo.html?siteSect=143&sid=5225184
Re: SMS am Steuer - 30 Monate Haft für 2 tote und 2 schwerverletzte Polizisten
Als Antwort auf: SMS am Steuer - 30 Monate Haft für 2 tote und 2 schwerverletzte Polizisten von Sven am 20. September 2004 16:22:07:
THONON-LES-BAINS - Eine Schweizer Autolenkerin muss für 30 Monate ins Gefängnis, weil sie in Frankreich zwei Polizisten totgefahren hat. Die Frau hatte im Juni 2003 bei Tempo 170 auf der Autobahn ein SMS geschrieben.
Das muß eine Falschmeldung sein. Frauen können doch bekanntlich so toll zwei Sachen gleichzeitig tun.
Seine Mandantin befinde sich seit Jahren wegen einer schweren psychischen Störung in Behandlung. Die Verurteilte weinte beinahe während des gesamten Prozesses. Sie sagte, sie bedaure ihr Fehlverhalten und sei entschlossen, «nie wieder ein Auto zu fahren».
Glück für uns. 5 Jahre Fahrverbot für eine offensichtlich psychisch kranke Frau sind ja wohl lächerlich.
Die Dramatik des Prozesses wurde noch dadurch gesteigert, dass die Witwe eines der getöteten Polizisten darum bat, die Angeklagte nicht zu verurteilen. Sie verwies darauf, dass die 33-Jährige Kinder habe und sie nicht wolle, dass die Kinder ohne ihre Mutter leben müssten.
War ja auch nur ihr Mann, der dabei draufging. Mal nachfragen, wie hoch die Versicherungssumme war, hm... als Beamter tot während der Dienstzeit.... da kann man mit der Täterin schon großzügig sein.
Gleiches Recht für alle? Wär ja noch schöner!