Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Geschlechterforschungspreis

Odin, Saturday, 18.09.2004, 03:47 (vor 7811 Tagen)

Westfalenpost

Siegen. (wp) Zum vierten Mal seit 1994 vergibt die Universität Siegen den mit 5000 Euro dotierten Helge-Pross-Preis für "herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Soziologie der Geschlechter oder der Familie".

Nach Hildegard Nickel (Humboldt-Universität, Berlin), Maria S. Rerrich (FH München) und Margaret Maruani (Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung, Paris) geht der Preis zum ersten Mal an einen Mann, den Essener Soziologen Michael Meuser.

An der Uni Siegen habe die Geschlechterforschung einen hohen Stellenwert. Zurzeit wird ein Studienschwerpunkt eingerichtet, der mit einem "Gender-Zertifikat" abgeschlossen werden kann. In diesem Zusammenhang steht auch der Helge-Pross-Preis, benannt nach einer der Pionierinnen der Geschlechterforschung, der Soziologin Helge Pross, die von 1976 bis 1983 in Siegen Soziologie gelehrt hat.

Mit der Wahl des Preisträgers macht die Hochschule darauf aufmerksam, dass sich in den letzten beiden Jahrzehnten ein beachtlicher Wandel in der Geschlechterforschung vollzogen habe. Zum einen ist Geschlechterforschung nicht mehr eine Frauendomäne, zum anderen geraten bei der Erforschung der Geschlechter zunehmend der Mann und die Beziehungen der Männer untereinander in den Blick.

Privatdozent Dr. phil. Michael Meuser vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung der Universität Duisburg-Essen begründete als erster in Deutschland eine systematische Theorie des Geschlechts, in deren Mittelpunkt die Männer stehen.

Die Verleihung des Preises durch die Rektorin der Universität Siegen erfolgt am 10. November.

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