Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Journalisten

Mic, Wednesday, 15.09.2004, 13:21 (vor 7814 Tagen)

Das darf doch nicht wahr sein, wieder und wieder, immer das selbe: egal was in dem Artikel steht es muss eine fetzige Frauen-bauchpinselnde Überschrift her. Ein einziges Irrenhaus.

text

Re: Journalisten

pit b., Wednesday, 15.09.2004, 16:05 (vor 7814 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Journalisten von Mic am 15. September 2004 10:21:56:

Also in anbetracht des Eifers, mit dem man in Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern Fauenbenachteiligungen sucht - wir wissen: "Wer suchet, der findet!" - glaube ich allen ernstes, würden ein frauchenbenachteiligender Durchschnittslohn keine Chance haben, in dem Ausmaß und auf die Dauer zu bestehen.
Es muss also einen Grund haben warum Frauen in der Gesellschaft im Durchschnitt weniger verdienen ohne dass die Justiz mobil macht. In dem Artikel wurde im übrigen nicht behauptet dass es sich bei den Männern und den Frauen um exakt die gleichen Tätigkeiten handeln würde.

Mich interessiert

Mic, Wednesday, 15.09.2004, 16:27 (vor 7814 Tagen) @ pit b.

Als Antwort auf: Re: Journalisten von pit b. am 15. September 2004 13:05:55:

wie Propaganda funktioniert. Im Kurier wurde zb. geschrieben

-----------------------------
Gleiche Arbeit, andrer Lohn
-BILD-
Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen klafft nach wie vor auseinander.
-----------------------------

was doch suggeriert, dass Frauen für gleiche Arbeit anderen (nämlich niedrigeren) Lohn bekämen.

Anschließend berichtet der Text über regionale Unterschiede und darüber, dass Frauen im Mittel weniger verdienen als Männer, WOBEI NIRGENDS STEHT DASS ES SICH UM GLEICHE ARBEIT handelt.

Re: Mich interessiert

Eugen Prinz, Wednesday, 15.09.2004, 16:39 (vor 7813 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Mich interessiert von Mic am 15. September 2004 13:27:19:

mich interessiert, wie Propaganda funktioniert.

Man könnte annehmen, dass solche Propaganda vor allem von Redakteurinnen(!) verbreitet wird. Häufig genug sind es aber auch Männer, die mit solcher Schwachsinns-Software hausieren gehen. Zumindest ein Teil von diesen tut das aber sicher aus reiner Unkenntnis der Sachlage. Das gibt Anlass zu Hoffnung und Grund zu eifriger Missionierungsarbeit ... in Form von Briefen, Telefonaten, Anfragen, Beschwerden, Zusendung unserer Flyer (hier runterladen)... usw.

Eugen

Re: Mich interessiert

pit b., Thursday, 16.09.2004, 16:15 (vor 7813 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Mich interessiert von Mic am 15. September 2004 13:27:19:

wie Propaganda funktioniert. Im Kurier wurde zb. geschrieben
[quote]-----------------------------
Gleiche Arbeit, andrer Lohn
-BILD-
Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen klafft nach wie vor auseinander.
-----------------------------
was doch suggeriert, dass Frauen für gleiche Arbeit anderen (nämlich niedrigeren) Lohn bekämen.
Anschließend berichtet der Text über regionale Unterschiede und darüber, dass Frauen im Mittel weniger verdienen als Männer, WOBEI NIRGENDS STEHT DASS ES SICH UM GLEICHE ARBEIT handelt.
[/quote]

Das ist halt die Bildzeitung. Die leben von der Bildungsmissere und von den Leuten die selber nicht wissen was sie Denken sollen.

Re: Mich interessiert

Mic, Thursday, 16.09.2004, 16:22 (vor 7813 Tagen) @ pit b.

Als Antwort auf: Re: Mich interessiert von pit b. am 16. September 2004 13:15:22:

wie Propaganda funktioniert. Im Kurier wurde zb. geschrieben

-----------------------------
Gleiche Arbeit, andrer Lohn
-BILD-
Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen klafft nach wie vor auseinander.
-----------------------------

Das ist halt die Bildzeitung. Die leben von der Bildungsmissere und von den Leuten die selber nicht wissen was sie Denken sollen.

Moment - es handelt sich um die österreichische Zeitung 'Kurier'.

Re: Journalisten

Nick, Wednesday, 15.09.2004, 17:34 (vor 7813 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Journalisten von Mic am 15. September 2004 10:21:56:

Das habe ich denen eben ins Forum geschrieben:

Lieber Mic,

die RedakteurInnen haben einfach nur nicht sauber genug recherchiert!

Die Wahrheit ist viel grausamer. Es sind nämlich keineswegs die FauInnen, die am wenigsten verdienen, sondern die Schüler und Studenten und Schülerinnen und Studentinnen. Weil die nämlich nur in den Ferien jobben, liegt bei denen das "Zwölftel" ihres Jahreseinkommens bei wenigen hundert Euro!

EIN SKANDAL!
Zustände wie in der Dritten Welt sind das!
DA MUSS ENDLICH MAL WAS GETAN WERDEN!
Wir fordern: Gleiche Bezahlung für ALLE!

Nun mag man sich fragen, ob die RedakteurInnen v.a. dumm oder v.a. plump sind. Oder beides.

Falls sie dumm sind, dann schnallen sie tatsächlich nicht, daß diese UnterschiedInnen daran liegen, daß FrauInnen viel mehr Teilzeit arbeiten als Männer. Warum man sie dann aber überhaupt an den Computer läßt, verstehe ich nicht. Vielleicht wär's besser, wenn sie einfach die Mülleimer und MülleimerInnen lehren? Dann verdienen sie zwar als PutzfrauIn weniger als ein Redakteur, aber das beweist dann eben erneut, wie grausam FrauInnen entrechtet werden...

Falls sie plump sind, dann wissen sie das alles zwar ganz genau, verschweigen es aber hinterhältig-bewußt und vertrauen frech darauf, daß dieses demagogische Gaunerstückchen wieder mal nicht bemerkt wird.

So werden feministische Märchen verbreitet! Und alle (sollen) denken: "Mein Gott, die ARMEN Frauen! Sie verdienen ja gerade mal gut die Hälfte von dem, was die egoistischen Männer einheimsen! Das Patriarchat, mal wieder! Typisch!"

Die Wahrheit: Bei GLEICHER ARBEIT(!) gibt es GLEICHEN LOHN! Das ist in ganz Europa per Gesetz und / oder Tarifvertrag so geregelt. Diese Tatsache wird jedoch immer wieder heimtückisch unterschlagen, um die feministische Jammer-Propaganda am Laufen zu halten.

Ekelerregend, diese notorische Verlogenheit!

Nikk

(Der Nick "Nick" war bei denen schon vergeben. Auch eine Schweinerei, das! :-))

die 'konservative' Zeitung Die Presse

Mic, Wednesday, 15.09.2004, 17:39 (vor 7813 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Journalisten von Nick am 15. September 2004 14:34:24:

schreibt den gleichen Scheiß

Die Presse

..und das deprimiert mich eigentlich schon.

Re: Journalisten

Ekki, Wednesday, 15.09.2004, 17:58 (vor 7813 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Journalisten von Nick am 15. September 2004 14:34:24:

Hallo Nick!

Falls sie plump sind, dann wissen sie das alles zwar ganz genau, verschweigen es aber hinterhältig-bewußt und vertrauen frech darauf, daß dieses demagogische Gaunerstückchen wieder mal nicht bemerkt wird.

Und genau diese Variante trifft zu, da kannst Du "getrost" jeden Betrag drauf wetten!

Die typischen Mittel der Lügenpropaganda einer Diktatur eben, nichts weiter.

Gruß

Ekki

Re: Journalisten

Max, Friday, 17.09.2004, 14:38 (vor 7812 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: Journalisten von Ekki am 15. September 2004 14:58:33:

Hi ekki,

Die typischen Mittel der Lügenpropaganda einer Diktatur eben, nichts weiter.

...Jo. Und wenn das mit der Fresserei so weiter geht, dann wird Diktatur bald mit Zekah geschrieben: Dicktatur. Dicke, feministische Weiber....wuah-bäääh!

Das Grausen nimmt kein Ende.... - Max

Re: Journalisten

Maesi, Thursday, 16.09.2004, 00:00 (vor 7813 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Journalisten von Mic am 15. September 2004 10:21:56:

Hallo Mic

Das darf doch nicht wahr sein, wieder und wieder, immer das selbe: egal was in dem Artikel steht es muss eine fetzige Frauen-bauchpinselnde Überschrift her. Ein einziges Irrenhaus.

Ueber moegliche Gruende von geschlechtsspezifischen Unterschieden und dass diese selbst von statistischen Aemtern nie beruecksichtigt werden, habe ich im Posting unter nachstehendem Link schon geschrieben. Artikel, wie der von Dir zitierte, gehoeren zur ueblichen feministischen Skandalisierungstaktik, die inzwischen von den Medien weitgehend kritiklos uebernommen wird - ebenso der unsorgfaeltige (um nicht zu sagen boeswillige) Umgang mit diebezueglichen Statistiken.

Heutzutage ist der Kostendruck auf Wirtschaftsunternehmen derart stark, dass eine nur auf das Geschlecht zuruckzufuehrende Besser- bzw. Schlechterentloehnung aeusserst unwahrscheinlich ist. Man sollte vielmehr akzeptieren, dass es geschlechterspezifisch unterschiedliche Tendenzen in der Wahl der Lebensentwuerfe gibt, die wiederum unterschiedliche Handlungsweisen beguenstigen; erst diese geschlechterspezifischen Handlungstendenzen erzeugen dann die beobachteten Lohndifferenzen.

Gruss

Maesi

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