Grundsätzliches
Meine Meinung zur Genderthematik: Wenn die Männerbewegung zum Gegenstück des Feminismus - also zum Maskulismus wird, kann zwar eine neutralisierende Wirkung eintreten, mehr aber auch nicht. Außerdem wird man schwerlich "die Männer" damit erreichen wenn schon wieder ein neuer "ismus" auftaucht. Abgesehen davon, daß eine Neuauflage unter umgekehrten Vorzeichen die Akzeptanz in der Bevölkerung auf die selbe Stufe stellen würde, auf die der Feminismus schon lange angekommen ist, wirkt ein allzu forciertes Betonen leicht als sektiererisch und wird demzufolge abgelehnt.
Die Männerbewegung hat m.E. langfristig nur eine Chance, wenn sie sich als Fehlerkorrektur-Bewegung begreift, die die erfolgreiche gesellschaftliche Gleichberechtigung der Frau im Laufe des 20.Jhd. (Wahlrecht für Frauen, Berufswahl ohne Einwilligung des Ehemannes u.s.w.) ausdrücklich als demokratische Errungenschaft begreift und als Grundlage für den Weg in eine Gesellschaft nimmt, in der eine Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung herrscht, welche jedoch die Verschiedenheit zwischen den Geschlechtern akzeptiert. Also einerseits gehören Quotenregelungen auf den Müllhaufen der Geschichte, andererseits darf aufgrund der Unter- oder Überrepräsentanz eines Geschlechtes in einem Bestimmten Bereich keine allgemeine Wertung über dieses Geschlecht mehr vorgenommen werden.
Das Problem des Feminismus ist nicht wie einige gemäßigte Damen meinen, in einem "über das Ziel hinausschiessen" zu sehen, sondern in der intrinsischen Unlogik/Falschheit. Viele geben ja heute zu "wir sind hie und da über das Ziel hinausgeschossen". Das ist bequem und man schenkt wenig Ehre her, leider trifft es nicht den Kern. In diesem Forum wurde schon recht viel analysiert wo die Ursachen liegen, Handlungsempfehlungen fehlen aber großteils. Das Problem des Feminismus ist viel umfassender als zunächst angenommen. Es muß verstärkt strategisch gedacht werden, wie wir dem Wahn Herr werden.
Die unmittelbaren Aufgaben müssen jedoch in der Fehlerkorrektur liegen. Es muß gezeigt werden, daß das ganze Gebilde ein Lügengebilde ist, das auf falschen Annahmen über die Wirklichkeit basiert.
Ein Wahn, der sich wie eine Spirale nach oben schraubt, scheinbar unaufhaltsam immer absurdere Auswüchse hervorzaubert.
Benachteiligung und Diskriminierung von Männern aufgrund der Verstrickung feministischer Ideologie mit der Politik müssen beseitigt werden. Frauenbeauftragte gehören aus dem Sessel gehoben, Frauenforschung der Hahn abgedreht. Wichtige Punkte sind das Scheidungs-, Umgangs- und Sorgerecht (unmenschliche Diskriminierung von Vätern), Gesundheitsfragen und arbeitsspezifische Belange, gefolgt von Quotenregelungen und einseitiger Mädchen- und Frauenförderung wie Girls'Day, gefolgt von menschenverachtenden medialen Inhalten, die allgemein-öffentlich präsentiert werden.
Eine große Chance liegt darin, aufzuzeigen, daß bei der derzeitigen feministischen Indoktrination in Politik und Justiz mittelbar BEIDE Geschlechter die Verlierer sind. Zwar werden Frauen überall hofiert, doch kann es längerfristig auch nicht in ihrem Sinne sein, auf die Stufe von Behinderten gestellt zu werden, die es nur dann zu etwas bringen, wenn da oben jemand Hand anlegt. Abgesehen davon wird das gesellschaftliche Klima vergiftet, denn das Gerechtigkeitsempfinden ist trotz medialer Vernebelung nicht ganz abhanden gekommen.
Oberkellner
Re: Grundsätzliches
Als Antwort auf: Grundsätzliches von Oberkellner am 11. September 2004 21:37:54:
--- standing ovation ----
Herzlicher Gruss
Jolanda
Ein super Beitrag!
Als Antwort auf: Grundsätzliches von Oberkellner am 11. September 2004 21:37:54:
Hallo!
Jetzt gibt es allerdings ein Problem: Die Teilnehmer der "Männerbewegung" - wenn man das überhaupt so sagen kann - werden pauschal als "Maskulisten" bezeichnet, gerade eben weil sie die von den Feministen aufgestellten, abstrusen Gedankengebilde bereits akzeptiert haben. Man ist schon Maskulist oder wird als solcher verstanden, wenn man einer Feministin ernsthaft widerspricht und Gegenargumente bringt - obwohl - und das kann man hier in diesem Forum nachlesen - es eigentlich nur darum geht, Gerechtigkeit zu etablieren und keinen "Backslash" - wie es die Soziologen gerne ausdrücken - herbeischwören zu wollen. Ich bin sogar der Ansicht, dass die meisten hier ein gesundes Gerechtigkeitsempfinden haben - trotzdem sind wir für die meisten Außenstehenden die eben mit diesen feministischen absurden Bildern indoktriniert sind, das Gelbe Masku-Forum, in dem Personen schreiben, die das doch gar nicht ernst meinen können, was sie da abliefern.
Zusätzlich kommt hinzu, dass in der heutigen Politik ist, wenn man einer Gruppe oder Menschen ein bestimmtes Recht einräumt, man dieses Recht auch nicht wieder "wegnehmen", sondern höchstens nur noch modifizieren kann - ansonsten macht man sich als Politiker oder Partei zu unbeliebt. Jeder Politiker, der die Frauenbüros und Frauenbeauftragten abschaffen oder deutlich in dem bereich rationieren will, der schaufelt sein eigenes Grab. Wie das mit dem Feminismus gelöst werden soll, bleibt für mich bis jetzt ein unbeschriebenes Blatt.
Magnus
Einspruch
Als Antwort auf: Grundsätzliches von Oberkellner am 11. September 2004 21:37:54:
Hallo Oberkellner!
Hier kommt Widerspruch:
1. Fehlerkorrektur-Bewegung? Dem liegt die Ansicht zugrunde, vor dem Feminismus sei alles furchtbar schlimm gewesen, Frauen waren unterdrückt, weil sie ... (einseitig die Pflichten der Ehefrau auflisten, die des Gatten aussparen). Ich glaube das nicht. Vielmehr gab es eben geschlechtsspezifische Rechte und Pflichten. Der Feminismus verschiebt nun mindestens seit Ibsens Zeiten das Gleichgewicht zwischen ihnen zugunsten der Frauen und zuungunsten der Männer. Wenn Du etwas Zeit hast, dann lies einmal das hier: http://members.garbersoft.net/spartacus/Belfort_Bax.html
Der Feminismus ist nichts gutes, das ins schlechte umgeschlagen ist, sondern ist immer schon eine ausbeuterische Ideologie gewesen. Die Einsicht, daß seine negativen Folgen (für Männer) keine Fehler, sondern gewollt sind, halte ich für ganz zentral. Es geht diesen Frauen um Macht, und Macht heißt für Frauen eben nicht Armeen, Geld usw. , sondern die Oberhand in ihren sozialen Beziehungen haben. Deshalb setzen ihre Gesetzesinitiativen hier an.
Grundaussagen des Feminismus sind:
a) Frauen werden unterdrückt und sind hilfsbedürftig.
b) Frauen wurden früher noch viel mehr unterdrückt und das ist schlimm.
c) Ganz früher waren Frauen die Oberhäupter. Alles männliche in der Zwischenzeit war Unterdrückung; sobald diese aber verschwindet, nehmen Frauen von selbst ihren natürlichen (überlegenen) Platz wieder ein.
Jahr für Jahr erscheinen tausendfach Artikel, Studien, Bücher usw., die das belegen sollen. Es zielt zum einen auf eine bestimmte weibliche Identität, zum anderen soll es männliche Reaktionen erzeugen: Beschützerinstinkt, Schuldgefühle und eine dumpfe Ahnung von der Macht der Frauen in den menschlichen Beziehungen, für die Männer lange blind sind oder sie mit aller Macht leugnen.
2. Deshalb sind Feminismus und Männerbewegung auch nicht zwei Seiten einer Medaille. (Das ist für mich sowieso ein rhetorisches Störargument. Wer das sagt, braucht sich nicht als Feministin zu erkennen geben, macht aber von vorneherein die Männerbewegung klein.) Es gibt nämlich einen himmelweiten Unterschied: Der Feminismus beruht auf Heuchelei, die Männerbewegung auf Wahrhaftigkeit. Der selbstkritische Skeptizismus, den du an den Tag legst, ist der beste Beweis.
3. Ich glaube, man kann nur in dieser Reihenfolge vorgehen:
- sich auf eine Analyse einigen
- sich auf Ziele einigen
- sich überlegen, wie man Leute für diese Ziele gewinnt
Das Verdikt "nicht vermittelbar" kann auf einzelne Ziele und Analysen zwar zutreffen, ist aber kein Argument gegen ihre Richtigkeit, sondern eben ein Vermittlungsproblem.
4. Nochmal den zentralen Punkt wiederholen: Männerbewegung und Feminismus unterscheiden sich genauso wie Männer und Frauen. Wenn die Männerbewegung eine Chance haben will, dann muß sie diese Unterschiede betonen. Solange sie dagegen an Aussagen wie 1a-c) festhält, fällt sie in die für sie gegrabene Grube.
Re: Ein super Beitrag!
Als Antwort auf: Ein super Beitrag! von Magnus am 12. September 2004 11:12:20:
trotzdem sind wir für die meisten Außenstehenden die eben mit diesen feministischen absurden Bildern indoktriniert sind, das Gelbe Masku-Forum, in dem Personen schreiben, die das doch gar nicht ernst meinen können, was sie da abliefern.
Für die meisten Außenstehenden? Bislang hab ich diesen Vorwurf von einer sehr überschaubaren Zahl Radfems in einer noch überschaubareren Zahl von Foren gelesen (und hier und da einem Dieter Otten zwischendrin). Dass mehrere der Forenfems unter 12 verschiedenen Nicks posten, macht sie nicht wirklich zu einer Masse. Im Alltag und in der Kommunikation mit den verschiedensten Leuten stoße ich meistens auf offene Ohren. Höchstens mal ein "Oh, die Rate männlicher Opfer häuslicher Gewalt ist tatsächlich so hoch? Das überrascht mich, obwohl es das vielleicht nicht sollte. Ich schau mir Ihre Links gerne an." Das einzige Thema, das der Mehrheit momentan noch nicht vermittelbar ist, scheint mir sexuelle Gewalt durch Frauen zu sein.
Arne
Re: Grundsätzliches
Als Antwort auf: Grundsätzliches von Oberkellner am 11. September 2004 21:37:54:
Was ist denn so schlimm an einem "-ismus"? Humanismus oder Kapitalismus sind doch nicht unbedingt Negativ, genauso wie Feminismus und Maskulismus per se schlecht sind, man darf es mit seinen Anschauungen nur nicht übertreiben.
Maskulist!
Als Antwort auf: Grundsätzliches von Oberkellner am 11. September 2004 21:37:54:
Anders als die 'Linguistischen Metaphysiker', die auch in diesem Forum ihr Wesen treiben, gehe ich davon aus, daß es zwei (und nur zwei) Geschlechter gibt, die sich durch grundlegende Unterschiede im Physischen, Seelischen und Geistigen ausmachen. Überlappungsbereiche im individuellen Fall erkenne ich an.
Der Versuch aber, die Geschlechter auf allen Gebieten gleichzustellen, wird sich stets als Betrug gegen das eine Geschlecht auswirken, das aufgrund seiner Ausrichtung und Beschaffenheit, und anders als uns im Film, in der Werbung und in der sozialpolitischen Propaganda glaubhaft zu machen versucht wird, weiterhin die äußeren, riskanten und aufwendigen Aufgaben unserer Menschheit zu bewältigen haben wird auch in 20000 Jahren.
Die Maßnahmen, seine Potentiale zu unterbinden, zu hemmen, zu leugnen oder in den Dreck zu ziehen, um so eine negative Kompensation zugunsten der Frau zu erwirken, wird jede derart sich selbst kastrierende Gesellschaft in den Untergang leiten.
Aus dieser Überzeugung heraus vertrete ich die Sache des Mannes dahingehend konsequent, daß ich seine Vorrangstellung überall dort, wo die Kulturgeschichte voranschreitet (außerhalb also der gesellschaftlichen Mitte des bereits Erreichten und des Disputs) bejahe und außer Frage stelle ("Aspekte des Phallischen" Der Maskulist).
Das hier ist eine bloße Mitteilung, kein Diskussionsangebot: Eine Meditation über die Endsilben von Wörtern liegt mir fern. Auch jegliche Auseinandersetzung über die Richtigkeit meiner hier dargelegten Auffassung. Keine Zeit.
Michail
Re: Maskulist!
Als Antwort auf: Maskulist! von michail am 12. September 2004 17:24:00:
Anders als die 'Linguistischen Metaphysiker', die auch in diesem Forum ihr Wesen treiben, gehe ich davon aus, daß es zwei (und nur zwei) Geschlechter gibt, die sich durch grundlegende Unterschiede im Physischen, Seelischen und Geistigen ausmachen. Überlappungsbereiche im individuellen Fall erkenne ich an.
Der Versuch aber, die Geschlechter auf allen Gebieten gleichzustellen, wird sich stets als Betrug gegen das eine Geschlecht auswirken, das aufgrund seiner Ausrichtung und Beschaffenheit, und anders als uns im Film, in der Werbung und in der sozialpolitischen Propaganda glaubhaft zu machen versucht wird, weiterhin die äußeren, riskanten und aufwendigen Aufgaben unserer Menschheit zu bewältigen haben wird auch in 20000 Jahren.
Die Maßnahmen, seine Potentiale zu unterbinden, zu hemmen, zu leugnen oder in den Dreck zu ziehen, um so eine negative Kompensation zugunsten der Frau zu erwirken, wird jede derart sich selbst kastrierende Gesellschaft in den Untergang leiten.
Aus dieser Überzeugung heraus vertrete ich die Sache des Mannes dahingehend konsequent, daß ich seine Vorrangstellung überall dort, wo die Kulturgeschichte voranschreitet (außerhalb also der gesellschaftlichen Mitte des bereits Erreichten und des Disputs) bejahe und außer Frage stelle ("Aspekte des Phallischen" Der Maskulist).
Das hier ist eine bloße Mitteilung, kein Diskussionsangebot: Eine Meditation über die Endsilben von Wörtern liegt mir fern. Auch jegliche Auseinandersetzung über die Richtigkeit meiner hier dargelegten Auffassung. Keine Zeit.
Michail
Und das ist auch gut so! Ein status quo endlich?
Der Frankfurter
Re: Einspruch
Als Antwort auf: Einspruch von Texaco am 12. September 2004 13:30:58:
Hallo Oberkellner!
Hier kommt Widerspruch:
1. Fehlerkorrektur-Bewegung? Dem liegt die Ansicht zugrunde, vor dem Feminismus sei alles furchtbar schlimm gewesen, Frauen waren unterdrückt, weil sie ... (einseitig die Pflichten der Ehefrau auflisten, die des Gatten aussparen). Ich glaube das nicht.
Ich sehe da keinen Widerspruch zu meinen statements. Ich schrieb ja von "intrinsisch falsch". Garfield ist ja ein Meister, wenn es um historische Zusammenhänge geht. Er hat ja oft genug dargelegt, daß die Benachteiligung der Frau in früheren Zeiten ein vielgeglaubtes Märchen ist, das einer näheren Untersuchung nicht standhält.
Was ich sagen wollte: Der Maskulismus muß in Wirklichkeit zu einer Gerechtigkeitsbewegung werden. Die Vergangenheit können wir nicht ändern, sehr wohl aber die Wahrnehmung der Vergangenheit! Der Verstand der Menschen muß geschärft werden, um nicht gleich jedem feministischen Märchen auf den Leim zu gehen. Es geht vor allem um die Art der Präsentation. Sage ich sofort "der ganze Feminismus ist scheisse" oder wäre es besser zunächst einmal wichtige Errungenschaften anzuerkennen, diese mit der Rollenverteilung verknüpfen und sodann den Bezug zur Gegenwart herstellen? Beispiel Militär: Früher mußten Männer, Frauen durfen nicht. Resultat: Männerschlachtfelder im ersten und zweiten WK.
Ein zweifelhafter Vorteil, nicht wahr?
Heute müssen Männer und Frauen dürfen. Dann sollte es aber auch keine Extrawürste mehr geben, die es de facto aber gibt.
Vielmehr gab es eben geschlechtsspezifische Rechte und Pflichten. Der Feminismus verschiebt nun mindestens seit Ibsens Zeiten das Gleichgewicht zwischen ihnen zugunsten der Frauen und zuungunsten der Männer. Wenn Du etwas Zeit hast, dann lies einmal das hier: http://members.garbersoft.net/spartacus/Belfort_Bax.html
Der Feminismus ist nichts gutes, das ins schlechte umgeschlagen ist, sondern ist immer schon eine ausbeuterische Ideologie gewesen. Die Einsicht, daß seine negativen Folgen (für Männer) keine Fehler, sondern gewollt sind, halte ich für ganz zentral. Es geht diesen Frauen um Macht, und Macht heißt für Frauen eben nicht Armeen, Geld usw. , sondern die Oberhand in ihren sozialen Beziehungen haben. Deshalb setzen ihre Gesetzesinitiativen hier an.
Es geht tatsächlich um Macht, und zwar auf der ganzen Linie. Nur waren die Männer viel zu lange passiv und haben aus tiefem Schuldbewußtsein wegen angeblicher früherer Greueltaten geschwiegen. Nun haben wir den Salat.
Grundaussagen des Feminismus sind:
a) Frauen werden unterdrückt und sind hilfsbedürftig.
b) Frauen wurden früher noch viel mehr unterdrückt und das ist schlimm.
c) Ganz früher waren Frauen die Oberhäupter. Alles männliche in der Zwischenzeit war Unterdrückung; sobald diese aber verschwindet, nehmen Frauen von selbst ihren natürlichen (überlegenen) Platz wieder ein.
Jahr für Jahr erscheinen tausendfach Artikel, Studien, Bücher usw., die das belegen sollen. Es zielt zum einen auf eine bestimmte weibliche Identität, zum anderen soll es männliche Reaktionen erzeugen: Beschützerinstinkt, Schuldgefühle und eine dumpfe Ahnung von der Macht der Frauen in den menschlichen Beziehungen, für die Männer lange blind sind oder sie mit aller Macht leugnen.
Der Schwachsinn mit der überbordernden Frauenforschung muß ein Ende haben!
Es ist geradezu Wahnsinn, was dort fabriziert wird! Das wäre ein Punkt, wo man ansetzen könnte. Ein anderer sind die Medien.
2. Deshalb sind Feminismus und Männerbewegung auch nicht zwei Seiten einer Medaille. (Das ist für mich sowieso ein rhetorisches Störargument. Wer das sagt, braucht sich nicht als Feministin zu erkennen geben, macht aber von vorneherein die Männerbewegung klein.) Es gibt nämlich einen himmelweiten Unterschied: Der Feminismus beruht auf Heuchelei, die Männerbewegung auf Wahrhaftigkeit. Der selbstkritische Skeptizismus, den du an den Tag legst, ist der beste Beweis.
Nö nö, Moment mal. Die Selbstkritik bezieht sich einzig auf die Art des Vorgehens, was die Richtigkeit der Männerbewegung angeht besteht für mich nicht der geringste Zweifel!
3. Ich glaube, man kann nur in dieser Reihenfolge vorgehen:
- sich auf eine Analyse einigen
- sich auf Ziele einigen
- sich überlegen, wie man Leute für diese Ziele gewinnt
Das Verdikt "nicht vermittelbar" kann auf einzelne Ziele und Analysen zwar zutreffen, ist aber kein Argument gegen ihre Richtigkeit, sondern eben ein Vermittlungsproblem.
Richtig. Doch Vermittlungsprobleme können sehr teuer sein. In unserem Fall können sie eine unnötige Verzögerung bewirken. Wir müssen endlich effektiver werden, sprich koordinierter vorgehen! Es sind Strategien auszuarbeiten, die das ermöglichen sollen.
4. Nochmal den zentralen Punkt wiederholen: Männerbewegung und Feminismus unterscheiden sich genauso wie Männer und Frauen. Wenn die Männerbewegung eine Chance haben will, dann muß sie diese Unterschiede betonen. Solange sie dagegen an Aussagen wie 1a-c) festhält, fällt sie in die für sie gegrabene Grube.
Klar unterscheiden sie sich. Ohne Feminismus bräuchte es keine Männerbewegung.Ich denke, jeder hier würde lieber seinem Hobby nachgehen als die Folgen einer irrsinnigen Politik bekämpfen. Aber die Dinge sind nunmal so wie sie sind.
Oberkellner
Re: Ein super Beitrag!
Als Antwort auf: Re: Ein super Beitrag! von Arne Hoffmann am 12. September 2004 15:38:48:
trotzdem sind wir für die meisten Außenstehenden die eben mit diesen feministischen absurden Bildern indoktriniert sind, das Gelbe Masku-Forum, in dem Personen schreiben, die das doch gar nicht ernst meinen können, was sie da abliefern.
Für die meisten Außenstehenden? Bislang hab ich diesen Vorwurf von einer sehr überschaubaren Zahl Radfems in einer noch überschaubareren Zahl von Foren gelesen (und hier und da einem Dieter Otten zwischendrin). Dass mehrere der Forenfems unter 12 verschiedenen Nicks posten, macht sie nicht wirklich zu einer Masse.
Wie nennt man die Strategie noch mal? Gefakte Bildung von Meinungsmehrheiten mit dem Ziel der Manipulation! Eine beliebte Methode, um seine eigene Meinung bestätigt zu sehen. Warum zielen die Femis immer wieder in Richtung der "Maskulitisten"? Weil sie deren Meinung gar nicht gerne hören, weil sie ihr Weltbild erschüttert sehen. Dann klonen sie sich halt schnell mal.
Im Alltag und in der Kommunikation mit den verschiedensten Leuten stoße ich meistens auf offene Ohren. Höchstens mal ein "Oh, die Rate männlicher Opfer häuslicher Gewalt ist tatsächlich so hoch? Das überrascht mich, obwohl es das vielleicht nicht sollte. Ich schau mir Ihre Links gerne an." Das einzige Thema, das der Mehrheit momentan noch nicht vermittelbar ist, scheint mir sexuelle Gewalt durch Frauen zu sein.
Es gibt mittlerweile so viele Themen, dass man nicht mit Gewalt dieses vorbringen muß, obwohl es sicher wichtig ist. Aber wenn wir die anderen vermitteln können, erscheint auch dieses automatisch in einem anderen Licht. Wenn die Maschine erstmal in Gang kommt...
Grüße
Oberkellner
sehr richtig
Als Antwort auf: Grundsätzliches von Oberkellner am 11. September 2004 21:37:54:
genau wie ich es immer gesagt habe. Nur das mir vor hochkommenden Ärger meist die Geduld fehlt, das ganze so gründlich durchanalysiert auch niederzuschreiben.
Ich würde sogar noch ein Stück weitergehen:
Wir brauchen keine Männerbewegung! Ich als Mann kann mir so etwas dämliches wie eine Vereinigung oder "Bewegung" von Menschen, die für die Rechte nur eines Geschlechts kämpfen, kaum wünschen. Denn wo sowas hinführt, sehen wir ja zur Zeit.
Meine Meinung: mit dem Feminismus ist es wie mit vielen anderen pc-Erungenschaften dieser Epoche: Sie gehören samt und sonders auf den Müll der Geschichte! Das letzte was wir Männer brauchen, ist eine Gegenbewegung, die sich an deren Existenz hochzieht umd dann letztlich selbst in verkrusteten Strukturen zu erstarren, wie es derteit mit den Femis, den Grünen und ähnlichen Konsorten geschieht.
Leser
Meine Meinung zur Genderthematik: Wenn die Männerbewegung zum Gegenstück des Feminismus - also zum Maskulismus wird, kann zwar eine neutralisierende Wirkung eintreten, mehr aber auch nicht. Außerdem wird man schwerlich "die Männer" damit erreichen wenn schon wieder ein neuer "ismus" auftaucht. Abgesehen davon, daß eine Neuauflage unter umgekehrten Vorzeichen die Akzeptanz in der Bevölkerung auf die selbe Stufe stellen würde, auf die der Feminismus schon lange angekommen ist, wirkt ein allzu forciertes Betonen leicht als sektiererisch und wird demzufolge abgelehnt.
Die Männerbewegung hat m.E. langfristig nur eine Chance, wenn sie sich als Fehlerkorrektur-Bewegung begreift, die die erfolgreiche gesellschaftliche Gleichberechtigung der Frau im Laufe des 20.Jhd. (Wahlrecht für Frauen, Berufswahl ohne Einwilligung des Ehemannes u.s.w.) ausdrücklich als demokratische Errungenschaft begreift und als Grundlage für den Weg in eine Gesellschaft nimmt, in der eine Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung herrscht, welche jedoch die Verschiedenheit zwischen den Geschlechtern akzeptiert. Also einerseits gehören Quotenregelungen auf den Müllhaufen der Geschichte, andererseits darf aufgrund der Unter- oder Überrepräsentanz eines Geschlechtes in einem Bestimmten Bereich keine allgemeine Wertung über dieses Geschlecht mehr vorgenommen werden.
Das Problem des Feminismus ist nicht wie einige gemäßigte Damen meinen, in einem "über das Ziel hinausschiessen" zu sehen, sondern in der intrinsischen Unlogik/Falschheit. Viele geben ja heute zu "wir sind hie und da über das Ziel hinausgeschossen". Das ist bequem und man schenkt wenig Ehre her, leider trifft es nicht den Kern. In diesem Forum wurde schon recht viel analysiert wo die Ursachen liegen, Handlungsempfehlungen fehlen aber großteils. Das Problem des Feminismus ist viel umfassender als zunächst angenommen. Es muß verstärkt strategisch gedacht werden, wie wir dem Wahn Herr werden.
Die unmittelbaren Aufgaben müssen jedoch in der Fehlerkorrektur liegen. Es muß gezeigt werden, daß das ganze Gebilde ein Lügengebilde ist, das auf falschen Annahmen über die Wirklichkeit basiert.
Ein Wahn, der sich wie eine Spirale nach oben schraubt, scheinbar unaufhaltsam immer absurdere Auswüchse hervorzaubert.
Benachteiligung und Diskriminierung von Männern aufgrund der Verstrickung feministischer Ideologie mit der Politik müssen beseitigt werden. Frauenbeauftragte gehören aus dem Sessel gehoben, Frauenforschung der Hahn abgedreht. Wichtige Punkte sind das Scheidungs-, Umgangs- und Sorgerecht (unmenschliche Diskriminierung von Vätern), Gesundheitsfragen und arbeitsspezifische Belange, gefolgt von Quotenregelungen und einseitiger Mädchen- und Frauenförderung wie Girls'Day, gefolgt von menschenverachtenden medialen Inhalten, die allgemein-öffentlich präsentiert werden.
Eine große Chance liegt darin, aufzuzeigen, daß bei der derzeitigen feministischen Indoktrination in Politik und Justiz mittelbar BEIDE Geschlechter die Verlierer sind. Zwar werden Frauen überall hofiert, doch kann es längerfristig auch nicht in ihrem Sinne sein, auf die Stufe von Behinderten gestellt zu werden, die es nur dann zu etwas bringen, wenn da oben jemand Hand anlegt. Abgesehen davon wird das gesellschaftliche Klima vergiftet, denn das Gerechtigkeitsempfinden ist trotz medialer Vernebelung nicht ganz abhanden gekommen.
Oberkellner
Re: sehr richtig? Naja....
Als Antwort auf: sehr richtig von Leser am 13. September 2004 12:22:53:
Leser schrieb:
Wir brauchen keine Männerbewegung! Ich als Mann kann mir so etwas dämliches wie eine Vereinigung oder "Bewegung" von Menschen, die für die Rechte nur eines Geschlechts kämpfen, kaum wünschen. Denn wo sowas hinführt, sehen wir ja zur Zeit.
Meine Meinung: mit dem Feminismus ist es wie mit vielen anderen pc-Erungenschaften dieser Epoche: Sie gehören samt und sonders auf den Müll der Geschichte! Das letzte was wir Männer brauchen, ist eine Gegenbewegung, die sich an deren Existenz hochzieht umd dann letztlich selbst in verkrusteten Strukturen zu erstarren...
Leser
Liebe Leute, Hallo Leser,
...ich sehe, man ist mal wieder zu den Grundsatzfragen zurück gekehrt. Kommen wir in diesem Jahrhundert auch noch mal darüber hinaus?
Wer sagt denn, dass die Männerbewegung sich "an der Existenz des Feminismus hochziehen" muss, um dann "letztlich selbst in verkrusteten Strukturen zu erstarren"? Steht das irgendwo geschrieben? Du machst dir jetzt schon Sorgen, wie sich die Männerbewegung weiter entwickelt? Ich kanns abwarten.
Was soll das bitte heißen: "mit dem Feminismus ist es wie mit vielen anderen pc-Erungenschaften dieser Epoche: Sie gehören samt und sonders auf den Müll der Geschichte!" Glaubst du vielleicht, der Feminismus geht von alleine dorthin?
Ich verstehe ja deinen Ärger und deine Ungeduld, aber dann freue dich doch wenigstens, dass es Leute gibt, die trotzdem etwas unternehmen und unterstütze sie. Vielleicht hilft dir das auch, Ärger, Ungeduld und Ohnmachtsgefühle zu überwinden.
Was mich betrifft: An dem Tage, an dem sich ein Ende der Männerbenachteiligung abzeichnet, an dem eine echte Gleichberechtigung einkehrt, widme ich mich nur noch meinem Weinkeller, meinem Kräutergarten oder anderen schönen Beschäftigungen. So lustig finde ich "die Männerbewegung" auch nicht.
Eugen
Re: Ein super Beitrag!
Als Antwort auf: Re: Ein super Beitrag! von Arne Hoffmann am 12. September 2004 15:38:48:
Hallo Arne,
meinst du das ernst mit der sexuellen Gewalt durch Frauen? Ehrlich gesagt kann ich damit gar nichts anfangen. Wie soll das denn gehen?
mfg
Re: Ein super Beitrag!
Als Antwort auf: Re: Ein super Beitrag! von gole am 13. September 2004 15:43:27:
meinst du das ernst mit der sexuellen Gewalt durch Frauen? Ehrlich gesagt kann ich damit gar nichts anfangen. Wie soll das denn gehen?
Hallo gole
Ich hatte erst vor ein paar Tagen ein Gespräch mit einem Mann, der mir erzählt hat, dass er seine Kinder seit 7 Jahren nicht mehr gesehen hat, weil seine Frau solange auf diese eingeredet hat, bis sie ihn nicht mehr sehen wollten.
Er empfinde das als besonders schmerzhaft, weil er schon seine eigene Kindheit verloren hat. Seine Mutter hat ihn jahrelang seelisch und körperlich missbraucht, auch sexuell.
Er meinte, er würde ein Leben lang daran arbeiten müssen. Und er stosse sehr oft auf sehr viel Unverständins, wenn er mit Menschen darüber redet. Er meinte, das wolle niemand hören.
Das zeigt uns doch, dass Missbrauch durch die Mutter immer noch ein Thema ist, dass viele nicht wahr haben wollen. Aber das geht sehr wohl. Ja, auch Frauen missbrauchen, in jedem Bereich.
Gruss
Jolanda
Re: Ein super Beitrag!
Als Antwort auf: Re: Ein super Beitrag! von Jolanda am 13. September 2004 16:30:57:
Das zeigt uns doch, dass Missbrauch durch die Mutter immer noch ein Thema ist, dass viele nicht wahr haben wollen. Aber das geht sehr wohl. Ja, auch Frauen missbrauchen, in jedem Bereich.
Das das niemand mitbekommt haben teilweise auch die Medien schuld - oder es ist komisch, wie da der Zeitgeist steht. Habe mal irgendwo in einer Zeitung was über Kindesmißbrauch gelesen, da stand dann so als teilunterschriften in den Abschnitten drin: "Vom Vater mißbraucht" und an andere Stelle "Von der Mutter verführt" - da faßt man sich echt an den Kopf, wenn man das liest.
Magnus
Re: Ein super Beitrag!
Als Antwort auf: Re: Ein super Beitrag! von Magnus am 13. September 2004 17:03:18:
Das das niemand mitbekommt haben teilweise auch die Medien schuld - oder es ist komisch, wie da der Zeitgeist steht. Habe mal irgendwo in einer Zeitung was über Kindesmißbrauch gelesen, da stand dann so als teilunterschriften in den Abschnitten drin: "Vom Vater mißbraucht" und an andere Stelle "Von der Mutter verführt" - da faßt man sich echt an den Kopf, wenn man das liest.
Magnus
Wie sehen denn die Presseberichte bei sexuellem Mißbrauch von Lehrern an Schülern aus? Die in Klammern stehenden Aussagen sind von mir teilweise etwas überspitzt und nicht wörtlich zu nehmen, geben aber in etwas den Sinn solcher Artikel wieder.
1. Fall: Lehrer hat Sex mit 14jähriger Schülerin = Lehrer mißbraucht Schülerin (armes Mädchen, wurde zum Sex gezwungen und ausgenutzt, böser und gemeingefährlicher Lehrer, Verbrecher).
2. Fall: Lehrerin hat Sex mit 14jährigem Schüler = Lehrerin verführt Schüler (Junge hat es sicher auch gewollt und seinen Spass gehabt, soll frau nicht machen, war ein Fehler, ist aber nicht so schlimm).
Sven74
Re: Ein super Beitrag!
Als Antwort auf: Ein super Beitrag! von Magnus am 12. September 2004 11:12:20:
Hallo Magnus
Jetzt gibt es allerdings ein Problem: Die Teilnehmer der "Männerbewegung" - wenn man das überhaupt so sagen kann - werden pauschal als "Maskulisten" bezeichnet, gerade eben weil sie die von den Feministen aufgestellten, abstrusen Gedankengebilde bereits akzeptiert haben. Man ist schon Maskulist oder wird als solcher verstanden, wenn man einer Feministin ernsthaft widerspricht und Gegenargumente bringt - obwohl - und das kann man hier in diesem Forum nachlesen - es eigentlich nur darum geht, Gerechtigkeit zu etablieren und keinen "Backslash" - wie es die Soziologen gerne ausdrücken - herbeischwören zu wollen.
Was dem 'real existierenden Sozialismus' die Reaktionaere waren oder in der McCarthy-Aera die Sozialisten, ist dem real existierenden Feminismus die Backlash-Bewegung. Hier wie dort wurde mit dem ideologischen Gegner nicht diskutiert, er wurde vielmehr stigmatisiert und zur Unperson erklaert. Der Begriff 'Backlash' diskreditiert somit nur jene, die ihn zur Charakterisierung des Gegners verwenden und sich damit einem fairen Diskurs entziehen; im Grunde genommen eine intellektuelle Bankrotterklaerung...
Ich bin sogar der Ansicht, dass die meisten hier ein gesundes Gerechtigkeitsempfinden haben - trotzdem sind wir für die meisten Außenstehenden die eben mit diesen feministischen absurden Bildern indoktriniert sind, das Gelbe Masku-Forum, in dem Personen schreiben, die das doch gar nicht ernst meinen können, was sie da abliefern.
Die hiesigen Poster decken wohl das ganze Spektrum von gemaessigt bis radikal ab. Ich weiss nicht, wieviele hier regelmaessig mitlesen und selbst nie als Poster in Erscheinung treten; viele werden es jedoch nicht sein (wenn's hoch kommt vielleicht ein paar hundert?). Man sollte die gesellschaftliche Bedeutung dieses Forums also nicht ueberbewerten - genausowenig jene der Femiforen.
Zusätzlich kommt hinzu, dass in der heutigen Politik ist, wenn man einer Gruppe oder Menschen ein bestimmtes Recht einräumt, man dieses Recht auch nicht wieder "wegnehmen", sondern höchstens nur noch modifizieren kann - ansonsten macht man sich als Politiker oder Partei zu unbeliebt. Jeder Politiker, der die Frauenbüros und Frauenbeauftragten abschaffen oder deutlich in dem bereich rationieren will, der schaufelt sein eigenes Grab. Wie das mit dem Feminismus gelöst werden soll, bleibt für mich bis jetzt ein unbeschriebenes Blatt.
Das nennt man Besitzstandswahrung.
Gruss
Maesi
Re: Ein super Beitrag!
Als Antwort auf: Re: Ein super Beitrag! von Arne Hoffmann am 12. September 2004 15:38:48:
Hallo Arne
trotzdem sind wir für die meisten Außenstehenden die eben mit diesen feministischen absurden Bildern indoktriniert sind, das Gelbe Masku-Forum, in dem Personen schreiben, die das doch gar nicht ernst meinen können, was sie da abliefern.
Für die meisten Außenstehenden? Bislang hab ich diesen Vorwurf von einer sehr überschaubaren Zahl Radfems in einer noch überschaubareren Zahl von Foren gelesen (und hier und da einem Dieter Otten zwischendrin). Dass mehrere der Forenfems unter 12 verschiedenen Nicks posten, macht sie nicht wirklich zu einer Masse.
Ich glaube, wir sollten uns nicht allzusehr mit den Trollen und Elchen, den Erkenntnisresistenten und merkbefreiten Gruppenkaspern (dag°) herumschlagen; deren Bedeutung wird zweifellos weit ueberschaetzt. Meist setzen sie ohnehin nur ein einzelnes Posting ab und verschwinden dann wieder fuer eine Weile auf dem Trollfriedhof. Aber sie triggern natuerlich so manchen hier. Meine Empfehlung: bei Antworten auf deren Postings nicht aus der Ruhe bringen lassen; und wenn das nicht moeglich ist - einfach plonken.
Im Alltag und in der Kommunikation mit den verschiedensten Leuten stoße ich meistens auf offene Ohren. Höchstens mal ein "Oh, die Rate männlicher Opfer häuslicher Gewalt ist tatsächlich so hoch? Das überrascht mich, obwohl es das vielleicht nicht sollte. Ich schau mir Ihre Links gerne an."
Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Allerdings ist es enorm wichtig, wie man(n) diesen Leute (sowohl Maennlein wie Weiblein) den eigenen Standpunkt klarmacht. Die meisten Menschen wurden durch die ausgefeilte Frauen-sind-immer-Opfer-Propaganda ueber Jahrzehnte hinweg richtiggehend indoktriniert; was da teilweise an Irrglauben und Vorurteilen herumgeistert, ist manchmal haarstraeubend; deshalb gilt es behutsam vorzugehen - missionarischer Eifer kommt selten gut an. Andererseits bin ich oftmals gerade dort auf grosses Verstaendnis gestossen, wo ich es am wenigsten erwartet habe. Wichtigste Lehre, die ich aus solchen Diskussionen gezogen habe: immer sachlich bleiben, auch wenn der Diskussionsgegner ueberschnappt.
Das einzige Thema, das der Mehrheit momentan noch nicht vermittelbar ist, scheint mir sexuelle Gewalt durch Frauen zu sein.
Auch das wird noch kommen. Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut...
Gruss
Maesi
Re: sehr richtig
Als Antwort auf: sehr richtig von Leser am 13. September 2004 12:22:53:
Hallo Leser
Ich würde sogar noch ein Stück weitergehen:
Wir brauchen keine Männerbewegung! Ich als Mann kann mir so etwas dämliches wie eine Vereinigung oder "Bewegung" von Menschen, die für die Rechte nur eines Geschlechts kämpfen, kaum wünschen. Denn wo sowas hinführt, sehen wir ja zur Zeit.
Meine Meinung: mit dem Feminismus ist es wie mit vielen anderen pc-Erungenschaften dieser Epoche: Sie gehören samt und sonders auf den Müll der Geschichte! Das letzte was wir Männer brauchen, ist eine Gegenbewegung, die sich an deren Existenz hochzieht umd dann letztlich selbst in verkrusteten Strukturen zu erstarren, wie es derteit mit den Femis, den Grünen und ähnlichen Konsorten geschieht.
Dass diverse Gruppen als Interessenvertreter auftreten, ist die uebliche Methode, die auseinanderdriftenden individuellen Wuensche zu kanalisieren und auf der gesellschaftlichen Ebene anzubringen und durchzusetzen versuchen. Der Feminismus hat aus dieser Sicht genauso seine Existenzberechtigung wie der Maskulismus, Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberverbaende, Naturschutzbuende, Behindertenverbaende, Menschenrechtsgruppen oder Schwulen-/Lesbenvereine. Insofern kann ich nicht nachvollziehen, weshalb wir keine Maennerbewegung brauchen; genaugenommen scheinst DU keine zu brauchen, dann aeussere dies aber bitte auch dementsprechend. Problematisch ist jedoch, dass der Feminismus nicht als Interessenvertreter der Frauen auftritt sondern sich als Sachwalter und Definierer fuer Gleichberechtigung aufspielt und sein Unwesen in Gleichstellungsaemtern und dergleichen treibt.
Ich bin eine Anhaenger der Gleichgewichtstheorie. In jeder Gesellschaft gibt es ein labiles Gleichgewicht zwischen allen relevanten Gruppen, das sich immer wieder neu einstellt. Die hier schon oft festgestellte gesellschaftliche Schieflage zulasten der Maenner ist von dieser Warte aus gesehen gar keine, sondern das Resultat von mehr oder (im Falle des Maskulismus) weniger stark wahrgenommenen Interessen. Allerdings halte ich nichts von einer 'staatlich verordneten' Gleichberechtigung, wie es uns der Mainstream-Feminismus vorexerziert; ich finde der Staat hat sich hier groesstenteils rauszuhalten und lediglich die geschlechtsneutralen Rahmenbedingungen zu gewaehrleisten.
Wie Eugen bin auch ich der Meinung, dass die Maenner nur etwas aendern koennen, wenn sie das selber in die Hand nehmen; so koennte das Gleichgewicht in der Gesellschaft zugunsten der Maenner hin verschoben werden. Ob hinter einer Maennerbewegung saemtliche Maenner stehen, wage ich zu bezweifeln. Bloss, was ist denn die Alternative zur Wahrnehmung der Interessen durch eine mehr oder weniger institutionalisierte Gruppe? Das Warten auf den Gleichberechtigungsmessias beispielsweise in Form einer Gender-Mainstreaming-Buerokratie, der die Geschlechtergerechtigkeit herstellt? Ich finde man(n) kann auch fuer eine Entstaatlichung der Gleichberechtigung kaempfen: dafuer, dass der Staat nicht mehr ueberall aus abstrakten Gerechtigkeitserwaegungen heraus geschlechtsspezifische Quoten, Hilfs- und Foerdermassnahmen etc. verordnet; dafuer, dass der Staat Unterschiede zwischen diversen sozialen Gruppen nicht mehr als zu beseitigendes Uebel sondern als Bereicherung und als Resultat von komplexen gesellschaftlichen Willensbildungen ansieht.
Gruss
Maesi
Re: sehr richtig? Naja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? Naja.... von Eugen Prinz am 13. September 2004 14:38:57:
Was mich betrifft: An dem Tage, an dem sich ein Ende der Männerbenachteiligung abzeichnet, an dem eine echte Gleichberechtigung einkehrt, widme ich mich nur noch meinem Weinkeller, meinem Kräutergarten oder anderen schönen Beschäftigungen. So lustig finde ich "die Männerbewegung" auch nicht.
Eugen
Weinkeller?
Re: sehr richtig? Naja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? Naja.... von Eugen Prinz am 13. September 2004 14:38:57:
Liebe Leute, Hallo Leser,
...ich sehe, man ist mal wieder zu den Grundsatzfragen zurück gekehrt.
Ich verstehe ja deinen Ärger und deine Ungeduld, aber dann freue dich doch wenigstens, dass es Leute gibt, die trotzdem etwas unternehmen und unterstütze sie. Vielleicht hilft dir das auch, Ärger, Ungeduld und Ohnmachtsgefühle zu überwinden.
Was mich betrifft: An dem Tage, an dem sich ein Ende der Männerbenachteiligung abzeichnet, an dem eine echte Gleichberechtigung einkehrt, widme ich mich nur noch meinem Weinkeller, meinem Kräutergarten oder anderen schönen Beschäftigungen. So lustig finde ich "die Männerbewegung" auch nicht.
Das sind wahre Worte, denen ich mich nur anschließen kann!
Andreas
Re: sehr richtig? ah ja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? Naja.... von Odin am 13. September 2004 23:01:54:
Hallo Andreas, Maesi, Odin,
...es tut gut, verstanden zu werden. Übrigens, Odin, ein Weinkeller ist kein Ort, wo man zum Weinen hingeht - im Gegensatz etwa zu einem Maskulistentreffen 
Eugen
Re: sehr richtig? ah ja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? ah ja.... von Eugen Prinz am 14. September 2004 00:07:57:
Hallo Andreas, Maesi, Odin,
...es tut gut, verstanden zu werden. Übrigens, Odin, ein Weinkeller ist kein Ort, wo man zum Weinen hingeht - im Gegensatz etwa zu einem Maskulistentreffen
Eugen
Ich dachte bezüglich des Weinkellers eben GERADE an ein Maskulistentreffen 
Re: sehr richtig? ah ja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? ah ja.... von Eugen Prinz am 14. September 2004 00:07:57:
...Übrigens, Odin, ein Weinkeller ist kein Ort, wo man zum Weinen hingeht - im Gegensatz etwa zu einem Maskulistentreffen
Oh, sollte ich die 'Neue Weinerlichkeit' der Maskulisten versäumt haben? Und womöglich interessante Treffen zum Ritual?!
Diese Erlebnispalette klingt interessant und allemal neu; ich dachte bisher, Maskulisten weinen nicht. Bald sehe ich meine Ideale zertrümmert. Bitter!
Erbittert ist
Michail
Re: sehr richtig? ah ja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? ah ja.... von michail am 14. September 2004 15:48:58:
Michail schrieb:
Oh, sollte ich die 'Neue Weinerlichkeit' der Maskulisten versäumt haben? Und womöglich interessante Treffen zum Ritual?!
Diese Erlebnispalette klingt interessant und allemal neu; ich dachte bisher, Maskulisten weinen nicht. Bald sehe ich meine Ideale zertrümmert. Bitter!
Erbittert ist
Michail
Bitter, in der Tat. Hier ein live-Mitschnitt vom letzten Treffen:
"...ja, ich erlebe dich jetzt sehr dysphorisch. Willst du uns nicht mitteilen, was das mit dir macht, dieses Gefühl der Verbitterung? Ich meine, du solltest das zulassen und annehmen. Fühle, wie es dich atmet. Es ist ein Teil von dir. Lass diese große Traurigkeit einfach fließen, fließen, fließen..."
Re: sehr richtig? ah ja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? ah ja.... von Eugen Prinz am 14. September 2004 16:27:25:
Bitter, in der Tat. Hier ein live-Mitschnitt vom letzten Treffen:
"...ja, ich erlebe dich jetzt sehr dysphorisch. Willst du uns nicht mitteilen, was das mit dir macht, dieses Gefühl der Verbitterung? Ich meine, du solltest das zulassen und annehmen. Fühle, wie es dich atmet. Es ist ein Teil von dir. Lass diese große Traurigkeit einfach fließen, fließen, fließen..."
Du Verräter!
Und wer zwingt uns immer zum Beckenbodentraining? Hä? Wer?
Ergänzender Hinweis
Als Antwort auf: Grundsätzliches von Oberkellner am 11. September 2004 21:37:54:
Hallo Oberkellner,
dem, was Du geschrieben hast, möchte ich nicht widersprechen.
Allerdings geht in Deinem Text unter, daß auch vom Feminismus unabhäng entstandene Männerdiskriminierung,
wie z.B. die Männerwehrpflicht, existiert. Benachteiligung und Diskriminierung von Männern
müssen unabhängig von ihrer Entstehung beseitigt werden.
Nicht die Überwindung feministischer Fehler, sondern Gleichberechtigung ist das Zentrale.
Gruß
Joseph
Re: sehr richtig? ah ja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? ah ja.... von Odin am 14. September 2004 20:11:46:
[quote]Du Verräter!
Und wer zwingt uns immer zum Beckenbodentraining? Hä? Wer?[/quote]
))
Eugen, der Schinder
Re: sehr richtig? ah ja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? ah ja.... von Eugen Prinz am 14. September 2004 00:07:57:
Hallo Eugen
...es tut gut, verstanden zu werden. Übrigens, Odin, ein Weinkeller ist kein Ort, wo man zum Weinen hingeht - im Gegensatz etwa zu einem Maskulistentreffen
Es ist wichtig, dass man(n) nicht in Resignation versinkt. Es gibt nichts gutes - ausser man tut es.
Weinkeller! Klingt verlockend. Gegen einen guten Tropfen hatte ich noch nie etwas einzuwenden. Ich glaube, ich genehmige mir heute abend einen Pinot gris aus dem Seetal (Kanton Luzern); nichts Extraordinaeres aber solide vinifiziert und von der Rebsorte her eher eine Seltenheit in der Innerschweiz. Hach, es gibt so viele gute Dinge, die von Maennern erfunden und im Laufe der Zeit stetig verbessert wurden - Wein ist eines dieser Dinge. Und der Wein sowie die dazugehoerige Weinkultur ist eine wesentlich groessere Errungenschaft fuer die Menschheit als saemtliche von Gleichstellungstanten ausgedachten Gender-studies, Gleichstellungs- und Frauenfoerdermassnahmen zusammengenommen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft...
Gruss
Maesi
Re: sehr richtig? ah ja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? ah ja.... von Eugen Prinz am 14. September 2004 16:27:25:
"...ja, ich erlebe dich jetzt sehr dysphorisch. Willst du uns nicht mitteilen, was das mit dir macht, dieses Gefühl der Verbitterung? Ich meine, du solltest das zulassen und annehmen. Fühle, wie es dich atmet. Es ist ein Teil von dir. Lass diese große Traurigkeit einfach fließen, fließen, fließen..."
Gott bewahre!
Allerdings betrachte ich diese... Anfälligen so sehr als Maskulisten, wie Jessica Lynch als amerikanischen Helden.
Re: sehr richtig? ah ja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? ah ja.... von Maesi am 15. September 2004 20:57:17:
...Hach, es gibt so viele gute Dinge, die von Maennern erfunden und im Laufe der Zeit stetig verbessert wurden - Wein ist eines dieser Dinge. Und der Wein sowie die dazugehoerige Weinkultur ist eine wesentlich groessere Errungenschaft fuer die Menschheit als saemtliche von Gleichstellungstanten ausgedachten Gender-studies, Gleichstellungs- und Frauenfoerdermassnahmen zusammengenommen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft...
[quote]Gruss
Maesi[/quote]
Lebhafte Zustimmung! Also dann, Prost, Maesi! (mit Grauburgunder, trocken, 2002, Rhodter Schloßberg, Weingut Anlag/Nichterlein, vorzüglich zu normannischem Brie oder einem milden Blauschimmelkäse, köstlich und bezahlbar.
Ich gebe zu, es hat nichts mit Maskulismus zu tun, aber das ist ja gerade das Gute
))
Eugen
Re: sehr richtig? ah ja....
Als Antwort auf: Re: sehr richtig? ah ja.... von Eugen Prinz am 15. September 2004 21:33:00:
Hallo Eugen
Lebhafte Zustimmung! Also dann, Prost, Maesi! (mit Grauburgunder, trocken, 2002, Rhodter Schloßberg, Weingut Anlag/Nichterlein, vorzüglich zu normannischem Brie oder einem milden Blauschimmelkäse, köstlich und bezahlbar.
Prost, Eugen! (mit einem Grauburgunder, 1998, Weingut Hinterberg, Gelfingen, Produzent Toni Ottiger)
Ich gebe zu, es hat nichts mit Maskulismus zu tun, aber das ist ja gerade das Gute
))
Wohl gesprochen, Eugen! Die Welt besteht nicht nur aus dieser Gleichberechtigungskiste...
Gruss aus der Innerschweiz
Maesi