Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Niemand kann mir so sehr schaden ...

Joseph S, Wednesday, 08.09.2004, 01:39 (vor 7821 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Niemand kann mir so sehr schaden ... von Ekki am 07. September 2004 18:17:42:

Hallo Ekki,

ich kann nicht erkennen, wieso hier Hormone eine wesentliche Rolle gespielt haben sollen.
Die Ursachen für die gewalttätigkeit sehe ich in der Verbindung von Alkoholismus und schlechter
Laune. Selbst wenn die schlechte Laune auch mit sexuellem Frust zusammenhängen kann, kann sie
genausogut mit einem Streit mit einem Mann auf der Party zusammenhängen. Dadurch wird die
Handlung nicht weniger plausibel. Selbst die Möglichkeit, daß der Angeklagte vor dem Rempeln
keine schlechte Laune hatte ist denkbar, weil bei Besoffenen eine derart überzogene Reaktion
durchaus möglich ist.

Das nächste, was ich nicht nachvollziehen kann, ist die Einbettung dieser Sache in den
Geschlechterkampf. Der Täter wollt ja zunächst einen Mann verprügeln, und wurde nur dadurch
gehindert, daß er von seinen Freunden rechtzeitig festgehalten wurde. Bei der Frau haben diese
die Gefahr mit Sicherheit nur nicht schnell genug bemerkt. Ein Männ wäre in der Situation
ebenso gefärdet gewesen Dann hätte der Blick "Aus dem Weg, schwule Sau!" gesagt.
Vielleicht hätte ein Mann aber die Situation besser eingeschätzt, Abstand gehalten und den
Mund gehalten.

Zum Geschlechter- und Kulturkampf wird das ganze erst im Gericht. Zum ersten dadurch, daß
die Frau die Rolle des feministisch korrekt unversöhnbar geschädigten Opfer einnimmt, und
die Presse das so interpretiert. Zum zweiten durch die unangemessenen Solidaritätskundgebungen
der Türken.

Bemerkenswert ist, daß nur die Äußerungen der Zuschauer, die sich auf Saufen und Raufen im
allgemeinen beziehen, aber nicht die frauenverachtenden als Zitat gekennzeichnet sind.
letztere stammen womöglich aus dem Empfinden des Reporters, wie es wohl sein müsse.

In der Tat ist das ein Beispiel, wie Feindbilder aufgebaut werden.

Gruß
Joseph


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