Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1
Ich mußte mich soeben mal so richtig auskotzen
über die Männer-Verunglimpfung bei der Sat1-Sendereihe '2 bei Kallwass'.
Es geht mir aber nicht nur ums Kotzen, sondern vor allem darum,
daß ich solche Volksverdummung wegen ihrer absehbaren Folgen,
vor allem auch für Kinder (Sendezeit = Kinderprogramm!) nicht
mehr länger hinnehmen will und um Unterstützung für eine
Protest-Aktion bitte.
Näheres dann dort im Thread im Gleichberechtigungs-Forum
Damit diese Diskussion zentral bleibt, bitte DIESES Thema NUR dort
diskutieren. Danke.
Mfg. Günter Dantrimont
</ul>
Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1
Als Antwort auf: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1 von Günter Dantrimont am 14. August 2004 10:55:54:
Die Sendung "Zwei bei Kallwass" wird gesendet um 14.00 Uhr und liegt in einer Zeit wo die meisten Männer in der Firma arbeiten und viele Hausfrauen die TalkShows ansehen. Wenn Sat1 nun Frauen als die Bösewichte hinstellen würde, dann wäre sicherlich die Einschaltquote im Keller und die Sendung müsste abgesetzt werden. Klar sind die TalkShows eine reine Volksverdummung, meiner Meinung nach tragen auch solche Sendungen zum jährlichen Scheidungsrekord und zur Verunglimpfung der Männer bei.
meint,
Christian
Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1
Als Antwort auf: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1 von Günter Dantrimont am 14. August 2004 10:55:54:
Um etwas gegen diese Sendung zu unternehmen, wäre eine kleine Bestandsaufnahme recht. Beispielsweise einen Monat lang jeden Tag die Sendung sehen und aufschreiben, worum es geht. Nur weil man mal ein paar Sendungen gesehen hat, die einem geärgert hat, kann man noch nichts behaupten. Genaue Zahlen wären da von Vorteil.
Dann wäre der erste Weg, erst mal den Sender anzuschreiben und auf die Reaktion zu warten.
Erst als dritten Schritt würde ich dann (mit genauer Schilderung des Problems und Deiner Versuche, eine Änderung zu erreichen), die Firmen anschreiben.
Man müßte auch darauf achten, was beworben wird. Wenn die Werbung auf Frauen zielt, werden die keine Änderung anstreben - es sei denn, es schreibt eine Frau, die sich über Kallwas ärgert.
Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1
Als Antwort auf: Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1 von Odin am 14. August 2004 12:26:03:
Um etwas gegen diese Sendung zu unternehmen, wäre eine kleine Bestandsaufnahme recht. Beispielsweise einen Monat lang jeden Tag die Sendung sehen und aufschreiben, worum es geht. Nur weil man mal ein paar Sendungen gesehen hat, die einem geärgert hat, kann man noch nichts behaupten. Genaue Zahlen wären da von Vorteil.
Dann wäre der erste Weg, erst mal den Sender anzuschreiben und auf die Reaktion zu warten.
Erst als dritten Schritt würde ich dann (mit genauer Schilderung des Problems und Deiner Versuche, eine Änderung zu erreichen), die Firmen anschreiben.
Man müßte auch darauf achten, was beworben wird. Wenn die Werbung auf Frauen zielt, werden die keine Änderung anstreben - es sei denn, es schreibt eine Frau, die sich über Kallwas ärgert.
Hallo Odin,
so ungefähr hatte ich mir das Vorgehen auch vorgestellt.
Wobei ich aber echt Schmerzensgeld bekommen müßte, sollte
ich mir wirklich einen Monat lang diese Sendung ansehen
sollen.
Ich überlege ja schon, ob ich die Ermittlung der Werbekunden
nicht per Video-Rekorder etwas nervenschonender gestalte,
indem ich ausnahmsweise mal den Film schnell vorspule und
die Werbung lansam laufen lasse - sonst mache ich das ja
eher umgekehrt.
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Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1
Als Antwort auf: Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1 von Odin am 14. August 2004 12:26:03:
Um etwas gegen diese Sendung zu unternehmen, wäre eine kleine >Bestandsaufnahme recht. Beispielsweise einen Monat lang jeden Tag die >Sendung sehen
erst mal einen Monat lang dafür sorgen, das es bei denen in der Kasse klimpert..
Dann wäre der erste Weg, erst mal den Sender anzuschreiben und auf die >Reaktion zu warten.
*gääähn* "..und wenn er nicht gestorben ist, so wartet er noch heute.."
Erst als dritten Schritt würde ich dann (mit genauer Schilderung des >Problems und Deiner Versuche, eine Änderung zu erreichen), die Firmen >anschreiben.
Ja , so ein deutliches Anschreiben, das kann schon einiges bewirken, gelle? Die grössten Veränderungen in der Geschichte gingen auch immer von jemanden aus, der in einen Anschreiben die unmöglichen Zustände anprangerte. Von daher ist das eine gute Idee! Hätten sich Roosevelt, Chamberlain und Stalin nicht damals zusammengesetzt und ein deutliches Anschreiben an Adi entworfen, wir müssten heute noch... ach was solls ,es reicht *Sarkasmus aus*
Man müßte auch darauf achten, was beworben wird. Wenn die Werbung auf Frauen zielt, werden die keine Änderung anstreben - es sei denn, es schreibt eine Frau, die sich über Kallwas ärgert.
Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1
Als Antwort auf: Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1 von Leser am 15. August 2004 12:08:37:
Um etwas gegen diese Sendung zu unternehmen, wäre eine kleine >Bestandsaufnahme recht. Beispielsweise einen Monat lang jeden Tag die >Sendung sehen
erst mal einen Monat lang dafür sorgen, das es bei denen in der Kasse klimpert..
Ach, bekommen die pro Zuschauer Geld?
Dann wäre der erste Weg, erst mal den Sender anzuschreiben und auf die >Reaktion zu warten.
*gääähn* "..und wenn er nicht gestorben ist, so wartet er noch heute.."
Schade, daß Du noch keine Erfahrungen mit Protestanschreiben gesammelt hast. Vielleicht solltest Dus mal probieren.
Erst als dritten Schritt würde ich dann (mit genauer Schilderung des >Problems und Deiner Versuche, eine Änderung zu erreichen), die Firmen >anschreiben.
Ja , so ein deutliches Anschreiben, das kann schon einiges bewirken, gelle? Die grössten Veränderungen in der Geschichte gingen auch immer von jemanden aus, der in einen Anschreiben die unmöglichen Zustände anprangerte. Von daher ist das eine gute Idee! Hätten sich Roosevelt, Chamberlain und Stalin nicht damals zusammengesetzt und ein deutliches Anschreiben an Adi entworfen, wir müssten heute noch...
Du meinst, ein paar Bomben werfen und Dresden ausradieren wäre angebrachter?
Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1
Als Antwort auf: Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1 von Odin am 15. August 2004 18:30:09:
Ach, bekommen die pro Zuschauer Geld?
pro Quote,klar.auch wenn du nicht am Messverfahren mit den Boxen teilnimmst. Die haben ja noch andere Möglichkeiten.
Schade, daß Du noch keine Erfahrungen mit Protestanschreiben gesammelt >hast. Vielleicht solltest Dus mal probieren.
schon geschehen, bringt null.
Du meinst, ein paar Bomben werfen und Dresden ausradieren wäre >angebrachter?
Haben wir mit diesem Unsinn angefangen? Und wenn mal n paar Frauenbeauftragte morgens nicht zu ihren Sesseln zurückkehren. Shit happens. "Wir haben den Krieg nicht angefangen, aber wir werden ihn gewinnen"
Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1
Als Antwort auf: Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1 von Leser am 15. August 2004 12:08:37:
Hallo Leser!
"Hätten sich Roosevelt, Chamberlain und Stalin nicht damals zusammengesetzt und ein deutliches Anschreiben an Adi entworfen..."
Genau das haben sie ja auch getan und u.a. (vor allem auf Drängen der USA) schon früh eine bedingungslose Kapitulation Deutschlands gefordert. Das sorgte dafür, daß diejenigen Deutschen, die über Widerstand gegen das Nazi-Regime nachdachten, sich das nun noch gründlicher überlegten. Denn es war ja klar, daß ein Sturz des Regimes die eigenen Kräfte schwächen und so einen Sieg erst recht unmöglich machen würde. Und daß Deutschland dann am Ende einen noch viel schlimmeren Friedensvertrag diktiert bekommen würde als in Versailles. Ohne den Kalten Krieg wäre es auch genauso gekommen.
Ja, und so haben viele Menschen in Deutschland, die Hitler kritisch gegenüber standen, von Widerstandsaktionen Abstand genommen. Man war nun erst recht der Meinung, daß man erst einmal den Krieg zu einem passablen Ende bringen müsse, bevor man sich der Nazi-Pest vielleicht entledigen kann.
Was ich damit zum Ausdruck bringen will: Wenn man kompromißlos mit aller Härte zur Sache geht, erreicht man damit nicht automatisch den größtmöglichen Nutzen.
Die Deutschen haben im Zweiten Weltkrieg übrigens ähnliche Erfahrungen gemacht. Heydrich kann man zwar einiges Üble anlasten, aber als er über die Tschechei herrschte, hat er dort einige Dinge eingeführt, die bei den Tschechen sehr positiv ankamen. So wurden beispielsweise teure Luxus-Hotels für das einfache Volk geöffnet. Viele Tschechen kamen so zu der Meinung, daß die Deutschen doch gar nicht so übel sind. Das gefiel der tschechischen Exilregierung gar nicht, und den Briten mißfiel es ebenfalls. Also schickten sie Agenten, die Heydrich verletzten, und er starb dann schließlich an den Folgen dieser Verletzung. Nun wehte in der Tschechei auf einmal ein anderer Wind. Als Vergeltung für das Attentat gegen Heydrich massakrierte man die Einwohner eines tschechischen Dorfes, und auch sonst ging man nun bei jeder Gelegenheit mit Brachialgewalt gegen die Tschechen vor. Da erst kam der tschechische Widerstand so richtig in Fahrt, und von nun an hatte die deutsche Verwaltung und auch die Wehrmacht dort zunehmend Probleme mit Partisanen.
Weil man eben mit dem Dampfhammer häufig nicht nur nichts erreicht, sondern sogar noch Schaden anrichtet.
Wie genau stellst du dir den Widerstand gegen die negativen Auswüchse des Feminismus denn vor? Du schreibst weiter unten, daß es doch nichts ausmachen würde, wenn ein paar Frauenbeauftragte mal nicht auf ihren "Arbeits"-Plätzen erscheinen würden. Sicher würde das nichts ausmachen, aber wie gedenkst du das zu erreichen? Willst du die entführen oder gar umbringen?
Durch solche Aktionen würdest du sämtlichen Radikalfeministinnen doch erst so richtig Auftrieb geben. Dann hätten sie doch endlich ihre üblen Patriarchen, die die Frauenbewegung vernichten wollen, um Frauen ungehindert unterdrücken zu können. Dann wären das keine Hirngespinste von Schwarzer & Co mehr, sondern sie könnten es an realen Personen und realen Ereignissen festmachen. Um so die Gesellschaft nachhaltig zu polarisieren.
Ich glaube nicht daran, daß man Unvernunft mit Unvernunft bekämpfen kann.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1
Als Antwort auf: Re: Aufruf zu Widerstand gegen Männerverunglimpfung bei SAT1 von Odin am 14. August 2004 12:26:03:
Hallo Odin!
"Man müßte auch darauf achten, was beworben wird. Wenn die Werbung auf Frauen zielt, werden die keine Änderung anstreben - es sei denn, es schreibt eine Frau, die sich über Kallwas ärgert."
Genau das ist das große Problem dabei. Männerfeindlichkeit ist doch heute groß in Mode, und wenn man sich bei Unternehmen, die sowas ganz bewußt als Werbestrategie einsetzen, darüber beschwert, wird man nicht nur nichts erreichen, sondern sie womöglich noch in ihrer Werbestrategie bestätigen. Jedenfalls wenn sie Frauen als ihre wesentliche Zielgruppe ansehen und von Frauen kaum Beschwerden kommen.
Ich denke, es ist sinnvoller, die Frauen im eigenen Umfeld für so etwas zu sensibilisieren. Manche Werbefilmchen sind heute schon so deutlich, daß es mittlerweile auch Frauen auffällt, obwohl sie ja nicht direkt betroffen sind. So sagte eine Kollegin meiner Frau mal, daß Frauen heute durch die Werbung doch schon regelrecht zum Fremdgehen aufgefordert werden würden.
Das bezog sich wohl auf Werbefilme wie den für eine Margarine-Sorte, in dem eine Frau am Anfang mit zwei Männern im Bett liegt. Manche Firmen schießen mit solchen Spots etwas über die Stränge. In diesem Fall hat man sich wohl gedacht, daß der Film eine Botschaft wie "wenn du diese Margarine ißt, bist du so schlank und sexy, daß du nicht nur einen, sondern locker gleich zwei Typen ins Bett kriegst" vermitteln würde. Tatsächlich denkt die normale Durchschnitts-Singlefrau dabei aber sowas wie "die hat zwei Typen im Bett, und ich krieg nicht mal einen..." Da kommt Frust auf, und das ist etwas, was die Werbestrategen eigentlich unbedingt vermeiden wollen.
Aus diesem Grund geisterte auch jahrelang die von Feministinnen kritisierte Zahnarztfrau durch die Werbung. Die Unternehmen haben nämlich daran gedacht, daß Zahnpasta häufig von Frauen gekauft wird, und daß viele dieser Frauen Hausfrauen sind oder aber kein besonders hohes Einkommen haben. Wenn man denen eine Zahnärztin präsentiert, weckt das sofort Neidgefühle. Um das zu vermeiden, gab es nur zwei Alternativen: Einen männlichen Zahnarzt oder aber die berühmt-berüchtigte Zahnarztfrau.
Mir fällt auch immer wieder auf, daß viele Frauen den heute sehr modernen Action-Filmen mit weiblichen Hauptdarstellerinnen eher skeptisch gegenüber stehen. Ich habe ohnehin das Gefühl, daß solche Filme überwiegend von Männern konsumiert werden. Frauen fühlen sich solchen Frauen-Figuren unterlegen, und das weckt dann eben auch Neid und Ablehnung in ihnen. Vor allem, wenn sie dann auch noch sehen, wie begeistert viele Männer von solchen Action-Heldinnen sind.
Da kann man ansetzen. Wenn jeder von uns seine Frau, Verlobte oder Freundin dazu bringt, ab und zu mal ein Protestschreiben irgendwohin zu schicken, dann würde das schon mehr bewirken. Weil Frauen für viele Unternehmen eben als Kunden mehr zählen als Männer und weil deshalb auch die Medien (die sich ja zum großen Teil über Werbung finanzieren) mehr Wert auf dei Meinung der Frauen legen.
Freundliche Grüße
von Garfield