Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wir Männer sollten uns schämen...

Wolfgan, Friday, 13.08.2004, 16:41 (vor 7847 Tagen)

Was sind wir Männer doch für Frauenunterdrücker, vor allem gegenüber unseren Partnerinnen: potentielle Vergewaltiger sind wir, Ausbeuter, Unterdrücker, Machos. Produkte des frauenfeindlichen Patriarchats. Da seht ihr den Beweis:

Ein Unwetter wurde einem jungen Paar in New York zum Verhängnis. Als eine 19 Jahre alte Frau von einer Sturzflut mitgerissen wurde, sprang ihr Freund hinterher, um sie zu retten. Doch im Wasser hing ein Starkstromkabel.

New York - Die beiden saßen in ihrem Auto an einer Kreuzung im Stadtteil Queens, als sie von den Wassermassen überrascht wurden. Die junge Frau stieg aus dem Wagen und wurde von der Flut mitgespült. Ihr 23-jähriger Freund versuchte, sie aus dem Wasser zu ziehen - vergeblich. Beide kamen ums Leben. Sie starben nach Angaben der Behörden vermutlich an einem Stromschlag.

"Welch ein wunderbarer Junge er doch war. Hätte er nicht versucht, sie zu retten, hätte er bestimmt nicht mehr alleine weiter leben können", wird die Mutter des jungen Mannes in der Zeitung "Daily News" zitiert. Die beiden Verunglückten waren Studenten der Universität des Staates New York in Albany.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,312984,00.html

Re: Wir Männer sollten uns schämen...

Garfield, Friday, 13.08.2004, 18:41 (vor 7847 Tagen) @ Wolfgan

Als Antwort auf: Wir Männer sollten uns schämen... von Wolfgan am 13. August 2004 13:41:54:

Hallo Wolfgang!

Natürlich hat der Mann nur versucht, seine Partnerin zu retten, um sie weiterhin brutalst unterdrücken zu können... Und natürlich ist sie überhaupt nur aus dem Auto gesprungen, um vor ihm zu flüchten...

Vor einigen Jahren habe ich mal eine interessante Reportage gesehen. Da ging es um eine Hungersnot im Westen Nordamerikas. Es war die Zeit der Siedler-Trecks, irgendwann im 18. oder 19. Jahrhundert. Eine Gruppe von Siedlern hatte sich sehr weit westlich nieder gelassen und lebte dort ohne jeglichen Kontakt zu anderen Menschen. Leider hatten sie Pech, das Wetter war sehr ungünstig und sie ernteten so gut wie nichts.

So hungerten sie also, und viele von ihnen starben. Die Sterbefälle wurden aufgezeichnet, die Aufzeichnungen landeten irgendwann in einem Archiv und verstaubten dort jahrzehntelang.

So etwa in den 1980er/1990er Jahren fand sie dort jemand wieder. Er oder sie stellte beim Studium der Aufzeichnungen fest, daß bei dieser Hungersnot deutlich mehr männliche als weibliche Personen gestorben waren. Das paßte prima zum Zeitgeist, denn mittlerweile war es sehr modern, bei jeder Gelegenheit die angebliche Überlegenheit des weiblichen Geschlechts zu betonen. So nahm man diese alten Listen nun als Beweis dafür, daß Frauen ja auch widerstandsfähiger gegen Hunger wären und behauptete, daß sie auch da den Männern überlegen wären.

Dann machte sich aber mal jemand die Mühe, sich diese Listen genauer anzusehen. Ein Vergleich der Sterbezahlen der Jungen mit denen der Mädchen ergab keine Unterschiede. Bei Jungen wie Mädchen waren die Sterbezahlen vergleichbar mit denen der Frauen. Nur bei Männern waren sie deutlich höher.

Dieser Historiker wühlte sich durch alte Archive und konnte schließlich mit Hilfe alter Berichte das rekonstruieren und belegen, was man sich auch mit einigem gesunden Menschenversand und ohne ideologische Verblendung hätte vorstellen können:

Als die Menschen hungerten und die letzten Tiere geschlachtet waren, blieb als Nahrungsquelle nur noch die Jagd. Das war natürlich Aufgabe der Männer. Bald war die Umgebung aber leergejagt, und die Männer mußten immer weiter hinaus ziehen, um noch Beutetiere zu finden.

Frauen und Kinder hatten auf den Höfen nichts mehr zu tun. Tiere hatten sie ja nicht mehr und auf den Feldern war eh alles verdorrt. Also setzten sie sich in ihre Häuser, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen.

Die Männer konnten das nicht, denn sie mußten ja immer wieder losziehen, um zu jagen. Wenn sie Erfolg hatten, aßen sie selbst nur das Allernötigste oder gar nichts und brachten den Hauptteil der Beute nach Hause zu ihren Familien.

So zogen sie immer und immer wieder hinaus, und immer weniger von ihnen kehrten zurück. Diejenigen, die nicht zurück kehrten, haben sich buchstäblich für ihre Frauen und Kinder aufgeopfert. Sie sind verhungert, obwohl sie selbst die Nahrung beschafften.

Und unseren Feministinnen fiel dazu nichts weiter ein, als diese Männer als Schwächlinge zu bezeichnen.

Wie schrieb Martin van Creveld am Ende seines Buches "Das bevorzugte Geschlecht" sinngemäß: Er wünsche sich, daß aus diesem riesigen Meer weiblicher Klagen vielleicht auch mal eine leise weibliche Stimme erklingt, die sowas sagt wie "Danke, Kumpel".

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Wir Männer sollten uns schämen...

Wolfgang, Friday, 13.08.2004, 20:11 (vor 7847 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Wir Männer sollten uns schämen... von Garfield am 13. August 2004 15:41:37:

Hallo Garfield!

Natürlich hat der Mann nur versucht, seine Partnerin zu retten, um sie weiterhin brutalst unterdrücken zu können...

Er kann als Angehöriger des männlichen Unterdrückergeschlechts gar keine andere Motivation gehabt haben.
Man sieht ähnliches frauenfeindliches Unterdrückerverhalten im Alltag ja auch bei den ganzen Familienernährern. Sie tun das ja bekanntlich nur, um ihre Frauen besser unterdrücken zu können.

Und natürlich ist sie überhaupt nur aus dem Auto gesprungen, um vor ihm zu flüchten...

Was denn sonst? Er ist ja schließlich ein potentieller Vergewaltiger, und Vergewaltigung findet ja bekanntlich meistens im sozialen Nahraum, also z.B. im Auto, statt. So gut wie jede Frau wird ja ständig vergewaltigt. Da ist es kein Wunder, dass sie vor ihm flüchtete. Recht geschieht es ihm, dass er, als er sie verfolgte, ums Leben kam. Er ist an seiner eigenen Boshaftigkeit zu Grunde gegangen.

Ob noch nachträglich ein Schadensersatz für die versuchte Vergewaltigung erstritten werden kann, z.B. von den Eltern des toten Verbrechers?

feministischer Gruß

Wolfgang

Vor einigen Jahren habe ich mal eine interessante Reportage gesehen. Da ging es um eine Hungersnot im Westen Nordamerikas. Es war die Zeit der Siedler-Trecks, irgendwann im 18. oder 19. Jahrhundert. Eine Gruppe von Siedlern hatte sich sehr weit westlich nieder gelassen und lebte dort ohne jeglichen Kontakt zu anderen Menschen. Leider hatten sie Pech, das Wetter war sehr ungünstig und sie ernteten so gut wie nichts.
So hungerten sie also, und viele von ihnen starben. Die Sterbefälle wurden aufgezeichnet, die Aufzeichnungen landeten irgendwann in einem Archiv und verstaubten dort jahrzehntelang.
So etwa in den 1980er/1990er Jahren fand sie dort jemand wieder. Er oder sie stellte beim Studium der Aufzeichnungen fest, daß bei dieser Hungersnot deutlich mehr männliche als weibliche Personen gestorben waren. Das paßte prima zum Zeitgeist, denn mittlerweile war es sehr modern, bei jeder Gelegenheit die angebliche Überlegenheit des weiblichen Geschlechts zu betonen. So nahm man diese alten Listen nun als Beweis dafür, daß Frauen ja auch widerstandsfähiger gegen Hunger wären und behauptete, daß sie auch da den Männern überlegen wären.
Dann machte sich aber mal jemand die Mühe, sich diese Listen genauer anzusehen. Ein Vergleich der Sterbezahlen der Jungen mit denen der Mädchen ergab keine Unterschiede. Bei Jungen wie Mädchen waren die Sterbezahlen vergleichbar mit denen der Frauen. Nur bei Männern waren sie deutlich höher.
Dieser Historiker wühlte sich durch alte Archive und konnte schließlich mit Hilfe alter Berichte das rekonstruieren und belegen, was man sich auch mit einigem gesunden Menschenversand und ohne ideologische Verblendung hätte vorstellen können:
Als die Menschen hungerten und die letzten Tiere geschlachtet waren, blieb als Nahrungsquelle nur noch die Jagd. Das war natürlich Aufgabe der Männer. Bald war die Umgebung aber leergejagt, und die Männer mußten immer weiter hinaus ziehen, um noch Beutetiere zu finden.
Frauen und Kinder hatten auf den Höfen nichts mehr zu tun. Tiere hatten sie ja nicht mehr und auf den Feldern war eh alles verdorrt. Also setzten sie sich in ihre Häuser, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen.
Die Männer konnten das nicht, denn sie mußten ja immer wieder losziehen, um zu jagen. Wenn sie Erfolg hatten, aßen sie selbst nur das Allernötigste oder gar nichts und brachten den Hauptteil der Beute nach Hause zu ihren Familien.
So zogen sie immer und immer wieder hinaus, und immer weniger von ihnen kehrten zurück. Diejenigen, die nicht zurück kehrten, haben sich buchstäblich für ihre Frauen und Kinder aufgeopfert. Sie sind verhungert, obwohl sie selbst die Nahrung beschafften.
Und unseren Feministinnen fiel dazu nichts weiter ein, als diese Männer als Schwächlinge zu bezeichnen.
Wie schrieb Martin van Creveld am Ende seines Buches "Das bevorzugte Geschlecht" sinngemäß: Er wünsche sich, daß aus diesem riesigen Meer weiblicher Klagen vielleicht auch mal eine leise weibliche Stimme erklingt, die sowas sagt wie "Danke, Kumpel".
Freundliche Grüße
von Garfield

Nun reichts mir aber!

Tran, Friday, 13.08.2004, 21:54 (vor 7847 Tagen) @ Wolfgang

Als Antwort auf: Re: Wir Männer sollten uns schämen... von Wolfgang am 13. August 2004 17:11:55:

Ihr verdreht ja hier völlig die Wahrheit! Ich werd das mal richtigstellen:

Sie stieg eigentlich nur aus dem Wagen weil sie einen Reifen wechseln wollte! Musste sie ja auch, schliesslich war sie ja die Fahrerin, da sie als Frau ja eh besser Auto fährt als er. Das bisschen Wasser hätte sie dabei normalerweise ertragen wie ein Mann - entschuldigung - wie eine Frau natürlich, aber unglücklicherweise rutschte sie auf einem liebevoll am Boden platzierten Hundehaufen aus, welcher wohl von einem rüden Rüden stammen musste.
So kam es das sie ins Wasser fiel. Aber dennoch war sie natürlich Fraus genug wieder aufzustehen. Wofür ist man schliesslich Powerfrau?
Ihr Freund währenddessen, wollte natürlich auch was lernen und ihr beim Reifenwechsel zuschauen. Aber wie Männer nun mal sind: er nervte sie nur, nörgelte ständig an ihrer Arbeit herum und hatte sogar die Frechheit sie nicht wenigstens zwischendurch mal zu einem zweistündigen Schuhekauf einzuladen.
Sie verlor darob die Fassung und begann in wohlverdiente und verständliche Tränen auszubrechen, woraufhin er ihr ein Taschentuch reichte. Dies war natürlich als Angriffsversuch auf ihre Weiblichkeit zu werten, weil dadurch für einen winzigen Augenblick der Abstand zwischen seiner Hand und ihrer auf etwa einen halben Meter schrumpfte, worauf sie ihm verständlicherweise eine runterhaute.
Ein zufällig vorbeischwimmender Richter, der dies beobachtet hatte, sprach sie vorsichtshalber schonmal vorab frei, während er darauf wartete das sie ihn nun vollends verdrosch.
Doch diese verdiente Strafe konnte sie ihm leider nicht mehr geben, da just in diesem Moment er selbst ausrutschte. Wäre er eine Frau, so hätte er sich natürlich zu helfen gewusst und wäre wieder aufgestanden. Aber weinerlich wie Männer nun mal sind, wusste er die neue Situation nicht abzuschätzen, ruderte noch etwas mit den Armen und trieb davon. Ein echter Trieb-Täter eben, wie alle Männer.
Doch die Frau, in ihrer unendlichen Güte, verzieh im sofort, verlor nicht viele Worte und sprang ihm hilfreich hinterher.
Es fiel ihr nicht schwer den halbtoten Körper ihres Freundes zu erreichen, ging sie doch im Gegensatz zu ihm ins Fitnesstudio, wo Männer keinen Zutritt hatten. Doch als sie bei ihm war um ihm aus dem Wasser zu holen unterdrückte er sie, so das sie ertrank und abtrieb. Letzteres war ja auch ihr gutes Recht als Frau.
Wie ihr schändlicher Freund ums Leben kam weiss ich leider nicht zu sagen. Zeugen sagten aber aus sie hätten gesehen wie der vorhin bereits beobachtende Richter zum Schutze der Frau nachträglich Notwehr ausübte. Allerdings weiss man nicht ob man diesen Zeugenaussagen Glauben schenken soll, waren es doch ausschliesslich Männer die das bezeugten.

So war das, und nicht anders!

Ob noch nachträglich ein Schadensersatz für die versuchte Vergewaltigung erstritten werden kann, z.B. von den Eltern des toten Verbrechers?

Kommt darauf an ob er als Elternteil auch einen Vater hat, oder ob seine Mutter alleinerziehend war. In letzterem Fall wird´s schwierig.

Re: Nun reichts mir aber!

Jolanda, Saturday, 14.08.2004, 04:25 (vor 7846 Tagen) @ Tran

Als Antwort auf: Nun reichts mir aber! von Tran am 13. August 2004 18:54:23:

Lieber Tran

Ich sitze hier gerade vor meinem PC und lache laut vor mich hin...der ist richtig gut...richtig gut...;-)

Du hast am richtigen Ort, die richtigen Worte gesetzt, ich lach mich echt weg...Kompliment ;-)

Herzlicher Gruss
Jolanda

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