Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frauenquote im Rollenspiel

Guildo, Tuesday, 10.08.2004, 22:29 (vor 7850 Tagen)

Selbst bei Spielen wie "Das Schwarze Auge" oder "Dungeons & Dragons" bleibt die Menschheit nicht von Quotenweibern und Gleichstellungshexen bewahrt. Obwohl es hier nur um eine erdachte Fantasy-Welt geht, fühlen sich einige Berufsemanzen dazu auserwählt, selbst in Traumwelten für die Gleichstellung zu kämpfen. Viel Spaß beim lesen und lachen!
http://www.kettenhemdhuehner.de/content/kolumnen/frauen_in_dsa

Guildo

Re: Frauenquote im Rollenspiel

altschneider, Wednesday, 11.08.2004, 12:06 (vor 7849 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Frauenquote im Rollenspiel von Guildo am 10. August 2004 19:29:34:

Seltsam, bei Kettenhemdhühnern fällt mir sofort Wienerwald ein.

Nach dem Tod von Kiesow wurde ohnehin DSA sehr stark frauendominiert, weil - die Rechte natürlich von seiner Lebensgefährtin geerbt wurden.
Frau Scheja gehört ja auch zum inneren Kreis der Gestalter und es ist auch immer nett, die entsprechenden Streitigkeiten der alphaweibchen zu belauschen - das ist es ja, was Rollenspiel ausmacht - einen Spiegel der realen Welt, in dem verschiedene Verhaltesmuster spielerisch varriert werden können.
Von daher interessant - obwohl Frauen im Rollenspiel grundsätzlich gleichberechtigt sind, indem sie eben auch einer Erwerbsarbeit (meucheln und stehlen) nachgehend können und ein männlicher alter Ego durchaus auch mal zu Hause sich um Heim und Herd kümmern kann (und sich spielerisch entsprechend langweilt), haben sich dieses Konzept anscheinend dort auch nicht halten können - ja, nicht mal in der Fiktion ist der Unterschied zwischen Gesülze und Realität aufrechtzuerhalten.
Positiv fand ich übrigens, dass Frau Scheja zumindest hofft, dass sie Männer bie ihren Romanen nicht zu schlecht darstellt - einen Anspruch, den die meisten der zeitgenössischen Powergirlroman Schriftstellerinnen durchaus nicht haben.
Altschneider

Selbst bei Spielen wie "Das Schwarze Auge" oder "Dungeons & Dragons" bleibt die Menschheit nicht von Quotenweibern und Gleichstellungshexen bewahrt. Obwohl es hier nur um eine erdachte Fantasy-Welt geht, fühlen sich einige Berufsemanzen dazu auserwählt, selbst in Traumwelten für die Gleichstellung zu kämpfen. Viel Spaß beim lesen und lachen!
http://www.kettenhemdhuehner.de/content/kolumnen/frauen_in_dsa
Guildo

Re: Frauenquote im Rollenspiel

Arne Hoffmann, Wednesday, 11.08.2004, 14:44 (vor 7849 Tagen) @ altschneider

Als Antwort auf: Re: Frauenquote im Rollenspiel von altschneider am 11. August 2004 09:06:09:

Howdy :-)

Seltsam, bei Kettenhemdhühnern fällt mir sofort Wienerwald ein. Nach dem Tod von Kiesow wurde ohnehin DSA sehr stark frauendominiert, weil - die Rechte natürlich von seiner Lebensgefährtin geerbt wurden.

Die Betreiberin der "Kettenhemdhühner"-Website ist eine sehr gute Freundin von mir. Die Frau ist mehr als okay. Die ehemalige Lebensgefährtin von Ulrich Kiesow, Britta Herz, kenne ich nicht so gut; sie hat aber z. B. in einem von mir herausgegebenen Buch veröffentlicht. Wir sind per Du, und jeder von uns mag die Schreibe des anderen sehr. Auch sie halte ich nicht für eine "Berufsemanze".

Mit der Geschlechtergleichstellung im Rollenspiel habe ich aus unterschiedlichen Gründen keinerlei Probleme, im Gegenteil:

- Als ich noch jung war, war das Rollenspiel noch eine fast reine Männerdomäne und insofern für mich auch nur begrenzt reizvoll. Frauen wurden dadurch abgeschreckt bzw. nicht angezogen, dass es für sie keine Heldenfiguren gab, in denen sie sich wiederfinden konnten. (Ähnlich wie lange Zeit bei den Comics.) Heute hat sich das stark geändert: Der DSA-Verein meiner Heimatregion, DSA-Rhein-Main, hat ca. zur Hälfte weibliche Mitglieder; der Vorstand ist neuerdings sogar rein weiblich. Die Männer des bisherigen Vorstands sollen sich untereinander zerstritten haben.

- Ich bin jemand, der reines Dungeoncrawling und Monsterplätten nicht so mag, sondern lieber auch ein paar Soap-Elemente im Rollenspiel hat. Wenn ich schon verschiedene Charaktere ausspiele, will ich sie auch innerhalb verschiedener Beziehungen erleben, die über das Hack-and-Slay hinausgehen. Seltsamerweise funktioniert das nur, wenn auch Frauen in der Gruppe anwesend sind. Dann kommt es zu (halbwegs) realistischen Darstellungen von romantischen Annäherungen und Beziehungen, Schwangerschaften, sexuellen Übergriffen usw. sowie ihren Folgen.

- Auch wenn Rollenspiele reine Fantasy sind, so wie z. B. auch Märchen und Kinderbücher oft wenig mit der Alltagsrealität zu tun haben, tragen sie doch dazu bei, bestimmte Geschlechterrollenklischees in den Köpfen zu verstärken. Ich habe nichts gegen eine Fantasywelt einzuwenden, in der der Mann nicht immer die Rolle desjenigen zu übernehmen braucht, der die arme Prinzessin vor dem Unhold rettet, sondern in der Frauenfiguren auch für sich selber einstehen können.

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Frauenquote im Rollenspiel

Odin, Wednesday, 11.08.2004, 15:44 (vor 7849 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Frauenquote im Rollenspiel von Arne Hoffmann am 11. August 2004 11:44:41:

Ich habe nichts gegen eine Fantasywelt einzuwenden, in der der Mann nicht immer die Rolle desjenigen zu übernehmen braucht, der die arme Prinzessin vor dem Unhold rettet, sondern in der Frauenfiguren auch für sich selber einstehen können.

Das hätte ich sogar in der Realität sehr gern :-)

Das Dilemma ist nur, daß man in der Fantasy an Powerfrauen spinnt, damit sich Miss Piggy beim Nachmittagsklatsch mit anderen Hausfrauen damit wohlfühlen kann.

Re: Frauenquote im Rollenspiel

Arne Hoffmann, Wednesday, 11.08.2004, 21:36 (vor 7849 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Frauenquote im Rollenspiel von Odin am 11. August 2004 12:44:07:

Das Dilemma ist nur, daß man in der Fantasy an Powerfrauen spinnt, damit sich Miss Piggy beim Nachmittagsklatsch mit anderen Hausfrauen damit wohlfühlen kann.

Wobei ich zugeben muss, dass ich auch schon lange Zeit nicht mehr mit Rüstung und Schwert unterwegs war. :-)

Arne

Re: Frauenquote im Rollenspiel - Frauenrolle im Rollenspiel

XRay, Thursday, 12.08.2004, 15:07 (vor 7848 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Frauenquote im Rollenspiel von Arne Hoffmann am 11. August 2004 18:36:25:

Das Dilemma ist nur, daß man in der Fantasy an Powerfrauen spinnt, damit sich Miss Piggy beim Nachmittagsklatsch mit anderen Hausfrauen damit wohlfühlen kann.

Wobei ich zugeben muss, dass ich auch schon lange Zeit nicht mehr mit Rüstung und Schwert unterwegs war. :-)
Arne

Erstmal vorweg, ich kenn mich mit Rollenspielen nun überhaupt nicht aus.

Soviel ich aber nun verstanden habe, geht es da um ein oder mehrere FigurInnen, mit denen sich die SpielerInnen identifizieren und die
mit physicher Gewalt gewisse GegnerfigurInnen bekämpfen müssen,
damit sie zu HeldenfigurInnen werden.

Wenn nun männliche und weibliche FigurInnen die gleiche Definition
von HeldenfigurInnen haben, dann geht es wohl wesentlich darum, dass
weibliche SpielerInnen sich auch mit den FigurInnen identifizieren können.

Jetzt versteh ich das allerdings nicht so ganz, denn ich meinte bisher
verstanden zu haben, daß Frauen HeldInnen völlig definieren und Frauen
sowieso...usw..

Ich Frage also:
Inwieweit unterscheidet sich das was Frau und
Mann als HeldIn ansehen.....(im Spiel und im RL)
Inwieweit sind bei Rollenspielen die hochgepriesenen weiblichen
Methoden und Fähigkeiten einsetzbar...
(muss ich mir patentieren lassen, wird ne neue Spielegeneration...)

Ganz abgesehen davon halte ich es durchaus für problematisch, wenn
Menschen sich mit FigurInnen identifizieren, deren Ziel es ist
mit physischer Gewalt möglichst viel für SICH zu gewinnen.......
Was soll dabei anderes herauskommen, als gewalttätige EgomanInnen...

Re: Frauenquote im Rollenspiel - Frauenrolle im Rollenspiel

Bijou, Thursday, 12.08.2004, 15:53 (vor 7848 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Frauenquote im Rollenspiel - Frauenrolle im Rollenspiel von XRay am 12. August 2004 12:07:34:

Erstmal vorweg, ich kenn mich mit Rollenspielen nun überhaupt nicht aus.
Soviel ich aber nun verstanden habe, geht es da um ein oder mehrere FigurInnen, mit denen sich die SpielerInnen identifizieren und die
mit physicher Gewalt gewisse GegnerfigurInnen bekämpfen müssen,
damit sie zu HeldenfigurInnen werden.

Nein, darum gehts bei Dungeon-Crawling, aber nicht bei Rollenspiel. Beim Rollenspiel gehts darum, einen fiktiven Charakter so plastisch wie möglich darzustellen. Drei Beispiele aus unterschiedlichen Arten: einer der bekanntesten Charaktere in unserer Gegend beim Live-Rollenspiel ist eine Heilerin, die, soweit ich sie kenne, noch nicht mal weiss, an welcher Seite sie ein Schwert anfassen müsste. Aber sie ist definitiv eine Heldin.
Auf dem Online-Rollenspiel-Shard, auf dem ich jetzt spiele, bin ich einer Frau in die Hände gelaufen, die auch absolut nicht kämpfen kann. Allerdings ist sie eine hervorrangende Schmiedin, Schneiderin und kann sehr gut mit Tieren umgehen. Auch sie ist eine Heldin, da sie sich auch in die Politik des Shards einmischt, und dadurch sehr bekannt ist.
In unserer P&P-Runde (Kult) spielt mein Mann einen Dr. der Psychologie, der einen sehr starken Hang zur Parapsychologie hat. Wenn der eine Waffe in der Hand hat, sollte man am besten fluchtartig den Raum verlassen, egal ob Freund oder Feind. Aber ohne ihn wäre die Gruppe vollständig aufgeschmissen.

Ich Frage also:
Inwieweit unterscheidet sich das was Frau und
Mann als HeldIn ansehen.....(im Spiel und im RL)
Inwieweit sind bei Rollenspielen die hochgepriesenen weiblichen
Methoden und Fähigkeiten einsetzbar...
(muss ich mir patentieren lassen, wird ne neue Spielegeneration...)

Sie sind einsetzbar, wobei ich mich frage, was genau Du als weibliche Methoden und Fähigkeiten ansiehst. Wenn Du damit die klassisch weiblichen Methoden wie Giftmischen, Intrigen und "Weinen bis ich meinen Willen bekomme" meinst: ja, natürlich sind die einsetzbar, da es eben nicht darum geht, nur den Drachen zu finden und zu töten. Es gibt sogar ein Rollenspiel, das sich fast ausschließlich um Intrigen dreht (Vampire - The Masquerade).
Allerdings find ich es persönlich sehr albern, Fähigkeiten und Methoden in männlich oder weiblich einzuteilen, da ich alle eben aufgezählten "typisch weiblichen" Verhaltensweisen auch schon in sehr ausgeprägter Form bei Männern gefunden habe. Und die typisch "männliche" Entschlussfreudigkeit und Durchsetzungsfähigkeit auch regelmässig bei Frauen.

Ganz abgesehen davon halte ich es durchaus für problematisch, wenn
Menschen sich mit FigurInnen identifizieren, deren Ziel es ist
mit physischer Gewalt möglichst viel für SICH zu gewinnen.......
Was soll dabei anderes herauskommen, als gewalttätige EgomanInnen...

Damit liegst Du mit den Zeugen Jehovas, amerikanischen Hysterie-Schreiern und anderen christlichen Fundamentalisten ganz auf einer Linie. Schade, wenn Leute urteilen, ohne sich näher damit befasst zu haben...
Als Beispiel:
http://www.rpgstudies.net/erwachet/dungeons_and_dragons/

Re: Frauenquote im Rollenspiel - Frauenrolle im Rollenspiel

Garfield, Thursday, 12.08.2004, 15:59 (vor 7848 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Frauenquote im Rollenspiel - Frauenrolle im Rollenspiel von XRay am 12. August 2004 12:07:34:

Hallo XRay!

"Ganz abgesehen davon halte ich es durchaus für problematisch, wenn
Menschen sich mit FigurInnen identifizieren, deren Ziel es ist
mit physischer Gewalt möglichst viel für SICH zu gewinnen......."

Das sehe ich nicht so eng. Zumindest als erwachsener Mensch sollte man doch fähig sein, den Unterschied zwischen Spiel und Realität zu erkennen.

Außerdem müßte man sehr viele Spiele ächten, wenn man es so eng sieht. Und zwar keineswegs nur Computerspiele: Bei manchen Sportarten dreht sich ja auch alles darum, durch physische Gewalt zu gewinnen.

Solche Spiele können sogar ein gutes Ventil sein, um Frust abzureagieren und so Aggressionspotenzial abzubauen. Gerade auch für Kinder und Jugendliche. Da gab es nämlich schon immer einige, die nichts auf die Reihe kriegen, so keine Anerkennung bekommen und dann ihr Selbstwertgefühl dadurch aufbessern, daß sie andere - vorzugsweise natürlich jüngere und schwächere Kinder - verprügeln. Wenn so ein Zeitgenosse sich in einem Rollenspiel abreagieren und so sein Selbstbewußtsein aufpäppeln kann, dann bleibt so manches jüngere, schwächere Kind verschont.

Es kann natürlich sein, daß mancher Jugendliche sich da zu sehr hineinsteigert und dann wirklich Realität und Fantasiewelt nicht mehr trennen kann. Aber ich glaube, das passiert nur dann, wenn jemand sowieso schon dafür veranlagt ist. Es gibt viele Studien, die belegen sollen, daß Gewalttäter nur durch Horrorfilme oder gewalttätige Computerspiele zu ihren Verbrechen motiviert worden sind. Ich glaube das nicht. Ich denke, daß da Ursache mit Wirkung verwechselt wird. Jemand mit hohem Gewaltpotenzial wird natürlich dazu neigen, entsprechende Filme, Bücher und Spiele zu konsumieren. Viele können sich dann durch Spiele vielleicht sogar soweit abreagieren, um im realen Leben unauffällig zu bleiben. Bei manchen klappt das leider nicht, und wenn die Psychologen dann herausfinden, daß sie sich mit solchen Spielen beschäftigt haben, ist es ja schön einfach, das als Grund anzusehen.

Tatsächlich haben Gewaltverbrecher ihre Inspirationen aber auch schon aus absolut harmlosen Quellen bezogen, z.B. aus einem Lied der Beatles. Auch die Bibel mußte da schon häufig als Inspiration herhalten, und trotzdem kommt niemand auf die Idee, die Bibel zu verbieten, weil sie zu Gewalttaten anstiften würde.

Ich glaube jedenfalls nicht, daß solche Spiele schädlich sind. Man sollte natürlich darauf achten, nicht zuviel Zeit damit zu verbringen. Einfach, um im realen Leben nicht zuviel zu versäumen.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Frauenquote im Rollenspiel - Frauenrolle im Rollenspiel

XRay, Thursday, 12.08.2004, 19:43 (vor 7848 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Frauenquote im Rollenspiel - Frauenrolle im Rollenspiel von Garfield am 12. August 2004 12:59:32:

Hallo XRay!
"Ganz abgesehen davon halte ich es durchaus für problematisch, wenn
Menschen sich mit FigurInnen identifizieren, deren Ziel es ist
mit physischer Gewalt möglichst viel für SICH zu gewinnen......."

----------
Irgendwie hast du recht.
Die SpielerIn erhält innerhalb eines Spiels einen Regelrahmen, der
letztlich auch vorgibt, wie sich SiegerIn/HeldIn oder VerliererIn definiert
und welche Methoden angewandt werden können, um SiegerIn zu werden.
Ziel ist, wie z.B. auch bei der Olympiateilnahme, SiegerIn/HeldIn zu werden.
Was soll daran schon verkehrt sein, nä?
----------

Das sehe ich nicht so eng. Zumindest als erwachsener Mensch sollte man doch fähig sein, den Unterschied zwischen Spiel und Realität zu erkennen.
Außerdem müßte man sehr viele Spiele ächten, wenn man es so eng sieht. Und zwar keineswegs nur Computerspiele: Bei manchen Sportarten dreht sich ja auch alles darum, durch physische Gewalt zu gewinnen.

----------
Ziel erkannt:
Es kommt darauf an, wie SiegerIn/HeldIn definiert ist und
welche Methoden zur Erreichung des Ziels erlaubt sind.
Vielleicht ist es bedeutsam, daß Tiefschläge nicht zum Sieg führen.
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Solche Spiele können sogar ein gutes Ventil sein, um Frust abzureagieren und so Aggressionspotenzial abzubauen. Gerade auch für Kinder und Jugendliche. Da gab es nämlich schon immer einige, die nichts auf die Reihe kriegen, so keine Anerkennung bekommen und dann ihr Selbstwertgefühl dadurch aufbessern, daß sie andere - vorzugsweise natürlich jüngere und schwächere Kinder - verprügeln. Wenn so ein Zeitgenosse sich in einem Rollenspiel abreagieren und so sein Selbstbewußtsein aufpäppeln kann, dann bleibt so manches jüngere, schwächere Kind verschont.

----------
Vielleicht, weil das Spiel im Moment mehr Bestätigung liefert.
Aber Bestätigung bedeutet Verstärkung, etwa nicht?
----------

Es kann natürlich sein, daß mancher Jugendliche sich da zu sehr hineinsteigert und dann wirklich Realität und Fantasiewelt nicht mehr trennen kann. Aber ich glaube, das passiert nur dann, wenn jemand sowieso schon dafür veranlagt ist. Es gibt viele Studien, die belegen sollen, daß Gewalttäter nur durch Horrorfilme oder gewalttätige Computerspiele zu ihren Verbrechen motiviert worden sind. Ich glaube das nicht. Ich denke, daß da Ursache mit Wirkung verwechselt wird. Jemand mit hohem Gewaltpotenzial wird natürlich dazu neigen, entsprechende Filme, Bücher und Spiele zu konsumieren. Viele können sich dann durch Spiele vielleicht sogar soweit abreagieren, um im realen Leben unauffällig zu bleiben. Bei manchen klappt das leider nicht, und wenn die Psychologen dann herausfinden, daß sie sich mit solchen Spielen beschäftigt haben, ist es ja schön einfach, das als Grund anzusehen.

-----------
Vielleicht ist Ursache und Wirkung nicht eindeutig.
Menschen werden spielen was ihnen liegt. Dort erhalten sie Bestätigung
und werden damit in ihrem Verhalten bestärkt usw.......?
Ursache ist vielleicht Wirkung und Wirkung Ursache.
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Tatsächlich haben Gewaltverbrecher ihre Inspirationen aber auch schon aus absolut harmlosen Quellen bezogen, z.B. aus einem Lied der Beatles. Auch die Bibel mußte da schon häufig als Inspiration herhalten, und trotzdem kommt niemand auf die Idee, die Bibel zu verbieten, weil sie zu Gewalttaten anstiften würde.
Ich glaube jedenfalls nicht, daß solche Spiele schädlich sind.

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Wenn Spiele nützlich sein können, können sie dann nicht auch das Gegenteil?
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Man sollte natürlich darauf achten, nicht zuviel Zeit damit zu verbringen. Einfach, um im realen Leben nicht zuviel zu versäumen.
Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Frauenquote im Rollenspiel - Frauenrolle im Rollenspiel

Arne Hoffmann, Thursday, 12.08.2004, 18:04 (vor 7848 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Frauenquote im Rollenspiel - Frauenrolle im Rollenspiel von XRay am 12. August 2004 12:07:34:

Inwieweit sind bei Rollenspielen die hochgepriesenen weiblichen

Methoden und Fähigkeiten einsetzbar ...

Kommt drauf an, was du damit meinst. Der Satz hört sich aus deinem Mund ironisch an, also nehme ich an, du meinst Fähigkeiten wie "soziale Kompetenz" und "Kommunikation", die uns ja heutzutage als typisch weiblich verkauft werden. Ich schätze, diese Fähigkeiten kommen in jedem Rollenspiel zugute, bei dem es um soziales Geschick geht: Abenteuer in Städten oder beim Hochadel, kriminalistische Ermittlungen usw.

Ganz abgesehen davon halte ich es durchaus für problematisch, wenn

Menschen sich mit FigurInnen identifizieren, deren Ziel es ist mit physischer Gewalt möglichst viel für SICH zu gewinnen ... Was soll dabei anderes herauskommen, als gewalttätige EgomanInnen ...

Naja, Rollenspiele sind doch der einzige Spieltyp, bei dem die ganze Gruppe zusammenarbeitet statt einer gegen den anderen. Alles was geplättet wird, sind ein paar Orks oder Trolle, und wer braucht DIE schon? ;-) Die physische Gewalt erstreckt sich letztlich auf ein paar Blätter mit Zahlenwerten: Ein Ork hat meinetwegen noch 4 Trefferpunkte, dein Schwert richtet 1d6 Schaden an, du würfelst eine fünf und machst ihn platt. Das ist genausoviel Gewalt, wie wenn du im Schach einen "Bauern schlägst". Natürlich kannst du dir in deiner Phantasie auch immer vorstellen, wie der Orkschädel durch die Gegend fliegt, aber das kannst du auch bei etlichen Geschichten, Filmen, Comics etc., in denen die Helden eines Abenteuers sich auch oft mit "Gewalt" durchsetzen. Es wäre halt weder spannend noch stimmig, wenn die Helden mit den Orks einen Stuhlkreis bilden und die unterschiedlichen Gebietsansprüche ausdiskutieren würden. :-)

Arne

Ergänzung/Korrektur

Arne Hoffmann, Thursday, 12.08.2004, 19:47 (vor 7848 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Frauenquote im Rollenspiel - Frauenrolle im Rollenspiel von Arne Hoffmann am 12. August 2004 15:04:16:

Alles was geplättet wird, sind ein paar Orks oder Trolle, und wer braucht DIE schon? ;-) Die physische Gewalt erstreckt sich letztlich auf ein paar Blätter mit Zahlenwerten ...

Wenn ich so drüber nachdenke, ist es allerdings nicht ganz so, sobald man über das Anfängerniveau hinausgeht. In einem der letzten Spiele, an denen ich teilgenommen habe, habe ich einen Erntehelfer verkörpert, der in einer kritischen Spielsituation einem Finsterling ein Messer an die Kehle setzen musste, damit unsere Abenteuergruppe da wieder heil rauskam. Unser Magier trug mir dann auf, die Type abzustechen, was meine Figur aber nicht tun wollte, da solche Situationen deutlich außerhalb ihrer Welterfahrung und ihrer moralischen Sicherheitszone lagen. Insofern würde ich sagen, echtes Rollenspiel ist mehr als Orks/Drachen töten, um Schätze einzusacken, sondern eher sich in die unterschiedlichsten Figuren hineinzuversetzen und dabei die verschiedensten inneren und äußeren (auch ethische) Konflikte aus ihrer Perspektive zu erleben. Wenn man das Spiel ernst nimmt, kann es schon eine reizvolle Herausforderung sein, sich wechselweise in einen Paladin, einen Wirt, einen Lustknaben oder einen Sklavenhändler zu versetzen. (Ich fürchte, die Mitabenteurerin, die ich damals in Al Anfa verscherbelt habe, nimmt mir das heute noch ein wenig übel ... :-)).

Arne

Re: Ergänzung/Korrektur

XRay, Friday, 13.08.2004, 12:39 (vor 7847 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Ergänzung/Korrektur von Arne Hoffmann am 12. August 2004 16:47:34:

Alles was geplättet wird, sind ein paar Orks oder Trolle, und wer braucht DIE schon? ;-) Die physische Gewalt erstreckt sich letztlich auf ein paar Blätter mit Zahlenwerten ...

Wenn ich so drüber nachdenke, ist es allerdings nicht ganz so, sobald man über das Anfängerniveau hinausgeht. In einem der letzten Spiele, an denen ich teilgenommen habe, habe ich einen Erntehelfer verkörpert, der in einer kritischen Spielsituation einem Finsterling ein Messer an die Kehle setzen musste, damit unsere Abenteuergruppe da wieder heil rauskam. Unser Magier trug mir dann auf, die Type abzustechen, was meine Figur aber nicht tun wollte, da solche Situationen deutlich außerhalb ihrer Welterfahrung und ihrer moralischen Sicherheitszone lagen. Insofern würde ich sagen, echtes Rollenspiel ist mehr als Orks/Drachen töten, um Schätze einzusacken, sondern eher sich in die unterschiedlichsten Figuren hineinzuversetzen und dabei die verschiedensten inneren und äußeren (auch ethische) Konflikte aus ihrer Perspektive zu erleben. Wenn man das Spiel ernst nimmt, kann es schon eine reizvolle Herausforderung sein, sich wechselweise in einen Paladin, einen Wirt, einen Lustknaben oder einen Sklavenhändler zu versetzen. (Ich fürchte, die Mitabenteurerin, die ich damals in Al Anfa verscherbelt habe, nimmt mir das heute noch ein wenig übel ... :-)).
Arne

-----
Danke Arne für den Einblick in die Welt der Rollenspiele....
und pass auf, dass du nicht mal als Sklave verkauft wirst.

Posting von Welfe

Arne Hoffmann, Thursday, 12.08.2004, 12:08 (vor 7848 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Frauenquote im Rollenspiel von Odin am 11. August 2004 12:44:07:

Hallo ihr,

Welfe hat wohl heute morgen in aller Frühe ein ausführliches Antwortposting erstellt, bevor sie bemerkte, dass sie es nicht absenden konnte, weil das Forum um diese Zeit nur für die Stammposter zugänglich war. Offenbar hat sie aber ab der für alle offenen Zeit keinen PC-Zugang mehr; deshalb hat sie mich gebeten, es hier einzustellen.

Ich habe nichts gegen eine Fantasywelt einzuwenden, in der der Mann nicht immer die Rolle desjenigen zu übernehmen braucht, der die arme Prinzessin vor dem Unhold rettet, sondern in der Frauenfiguren auch für sich selber einstehen können.

Das hätte ich sogar in der Realität sehr gern :-)
Das Dilemma ist nur, daß man in der Fantasy an Powerfrauen spinnt, damit sich Miss Piggy beim Nachmittagsklatsch mit anderen Hausfrauen damit wohlfühlen kann.

Es ist der Sinn und Zweck der meisten Rollenspiele, dass man eine Art Helden erschafft. Seltenst (ich habe auch einige Zeit selbst eine P&P-Gruppe eines Rollenspiels geleitet) findet man jemanden, der seinen Barden zum reinen Kneipensänger degradiert und den Schwertmeister, der sich mit Steakmessern begnügt. Naja, zumindest hätten solche Charaktere selbst beim wohlwollensten Gamemaster kaum eine Chance, gegen Drachen und Dämonen zu bestehen. Und dauernd nur Rehe und altersschwache Bären ist ja nun auch nicht das wahre... Achja, was würde auch ein Koch mit den großen Heldenschätzen wollen? Der könnte ja noch netmal die Kiste schleppen. *schmunzelt* Und nur Helden bekommen Preisnachlass beim Dorfschmied. ;)

So, um den Bogen zum Topic und Forenzweck zurückzufinden: Warum sollten Frauen ingame keine Helden spielen? Übrigens kann ich Dich beruhigen. Die Frauen, die ich kennenlernte, die Heldenfiguren spielten, waren auch im RL recht taff (im positiven Sinne) und wussten, was "helfen" und "Fairness" bedeutet. Klar, sonst klappt Teamplay auch nicht. Die Fraktion, die Du ansprichst, tendiert auch im RP-Rahmen zur Fraktion "Zuckersuse" und ist für eine gut funktionierende Truppe nicht so geeignet. Allüren kontra Aktionen oder so.

Hm, Odin, was sagt es nach der Definition eigentlich über mich aus, dass ich in einem der kommenden großen Online-Rollenspiele eine orkische Jägerin spielen möchte? *grins*

Welfe

Re: Posting von Welfe

Bijou, Thursday, 12.08.2004, 14:56 (vor 7848 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Posting von Welfe von Arne Hoffmann am 12. August 2004 09:08:20:

Guten Mittag zusammen!

Ich muss da Welfe zustimmen, ich bewege mich seit etwa 10 Jahren in der Rollenspiel-Szene, und bisher waren fast alle Frauen, die ich dort kennengelernt habe, teamfähig und absolut in Ordnung. Die wenigen Ausnahmen könnte ich jetzt aufzählen, aber das würde in eine Lästerrunde ausarten, und das möchte ich ungern.

Hm, Odin, was sagt es nach der Definition eigentlich über mich aus, dass ich in einem der kommenden großen Online-Rollenspiele eine orkische Jägerin spielen möchte? *grins*

Oje, Charakterinterpretationen? *lach* Hm, mein letzter schöner online-Charakter war Kriegerin und erste Leibwächterin der Magiergilde. Interessant im Gender-Zusammenhang war an ihr wohl, dass ihr Ehemann, ein Alchemist, es nicht schaffte, selbständig Geld zu verdienen und immer von ihr "ausgehalten" wurde. :)

Naja, ich denke, Rollenspiel ist sehr schön dazu geeignet, die festgefressenen Strukturen aufzubrechen. Schließlich kriegen die Menschen vor Augen geführt, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, in der gar kein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht wird. Und das sollte ja schließlich Ziel sein.

Bijou

Re: Posting von Welfe - Am Anfang war Schlumpf

XRay, Thursday, 12.08.2004, 15:21 (vor 7848 Tagen) @ Bijou

Als Antwort auf: Re: Posting von Welfe von Bijou am 12. August 2004 11:56:00:

Guten Mittag zusammen!
Ich muss da Welfe zustimmen, ich bewege mich seit etwa 10 Jahren in der Rollenspiel-Szene, und bisher waren fast alle Frauen, die ich dort kennengelernt habe, teamfähig und absolut in Ordnung. Die wenigen Ausnahmen könnte ich jetzt aufzählen, aber das würde in eine Lästerrunde ausarten, und das möchte ich ungern.

Hm, Odin, was sagt es nach der Definition eigentlich über mich aus, dass ich in einem der kommenden großen Online-Rollenspiele eine orkische Jägerin spielen möchte? *grins*

Oje, Charakterinterpretationen? *lach* Hm, mein letzter schöner online-Charakter war Kriegerin und erste Leibwächterin der Magiergilde. Interessant im Gender-Zusammenhang war an ihr wohl, dass ihr Ehemann, ein Alchemist, es nicht schaffte, selbständig Geld zu verdienen und immer von ihr "ausgehalten" wurde. :)
Naja, ich denke, Rollenspiel ist sehr schön dazu geeignet, die festgefressenen Strukturen aufzubrechen. Schließlich kriegen die Menschen vor Augen geführt, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, in der gar kein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht wird. Und das sollte ja schließlich Ziel sein.
Bijou

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Wie gesagt, am Anfang war der Schlumpf
..und das war geschlechtslos,
insoweit war ein Unterschied zwischen den Geschlechtern nicht möglich,
denn es gab keine. Doch dann drängte frau die Frage auf, wie denn
Schlümpfe existieren können, wenn es keine SchlumpfIne gibt.
Die Schumpfine wurde geschaffen und verpasste damit den Schlümpfen
das männliche Attribut.

Um es anders zu sagen:
Unterschiedliche Geschlechter bedingen, dass Unterschiede gemacht werden.
Rollenspiele ohne Unterschiede zwischen den Geschlechtern bedingen
umgekehrt, daß es keine geschlechtsbehafteten FigurInnen gibt...oder?
Wozu zwischen Geschlechtern unterscheiden, wenn es keine Rolle spielt?

Re: Posting von Welfe - Am Anfang war Schlumpf

Bijou, Thursday, 12.08.2004, 15:38 (vor 7848 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Posting von Welfe - Am Anfang war Schlumpf von XRay am 12. August 2004 12:21:40:

Wie gesagt, am Anfang war der Schlumpf
..und das war geschlechtslos,
insoweit war ein Unterschied zwischen den Geschlechtern nicht möglich,
denn es gab keine. Doch dann drängte frau die Frage auf, wie denn
Schlümpfe existieren können, wenn es keine SchlumpfIne gibt.
Die Schumpfine wurde geschaffen und verpasste damit den Schlümpfen
das männliche Attribut.
Um es anders zu sagen:
Unterschiedliche Geschlechter bedingen, dass Unterschiede gemacht werden.
Rollenspiele ohne Unterschiede zwischen den Geschlechtern bedingen
umgekehrt, daß es keine geschlechtsbehafteten FigurInnen gibt...oder?
Wozu zwischen Geschlechtern unterscheiden, wenn es keine Rolle spielt?

Das ist gar nicht so falsch, was Du sagst. Ich habe bisher immer weibliche Charaktere gespielt, weil es mir einfach dann leichter fällt, mich mit dem Charakter zu identifizieren. Ich hätte aber keine großen Probleme, auch mal einen Mann zu spielen (was übrigens in unseren Runden absolut Gang und Gäbe ist, je nachdem, wie man gerade Lust hat).
Und, da die Menschen sich momentan nur mit einem gegengeschlechtlichen Partner fortpflanzen können, würde ein Fantasy-Rollenspiel mit Menschen, aber ohne Geschlechter einfach unglaubwürdig sein. Die Leute müssten sich komplett neue Rassen überlegen (Elfen, Orks usw. haben ja seit Tolkien auch schon Geschlechter, wenn ich mich recht erinnere), und das wäre wirklich sehr viel Aufwand.

Re: Posting von Welfe

Odin, Thursday, 12.08.2004, 16:59 (vor 7848 Tagen) @ Bijou

Als Antwort auf: Re: Posting von Welfe von Bijou am 12. August 2004 11:56:00:

Naja, ich denke, Rollenspiel ist sehr schön dazu geeignet, die festgefressenen Strukturen aufzubrechen. Schließlich kriegen die Menschen vor Augen geführt, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, in der gar kein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht wird. Und das sollte ja schließlich Ziel sein.
Bijou

DAs finde ich gar nicht. Ich habe insgesamt 5 Jahre "Everquest" gespielt. Die Geschlechter dort waren darauf ausgerichtet, absolut gleichrangig, aber auch absolut "gleich" zu sein. Es gab absolut keine Unterschiede - man wollte damit wohl politische Konflikte vermeiden. Das halte ich aber für Quatsch, weil es auch nicht der Realität entspricht und weil es damit auch wirklich egal ist, ob du einen Mann oder eine Frau spielst.
Interessant wäre aber die Frage, wie entwerfe ich einen männlichen und einen weiblichen Charakter? Wo setze ich die Unterschiede? Wer regt sich auf, wenn ich einen weiblichen Charakter besser kochen lassen (leichter das kochen erlernen lasse), dafür einen männlichen besser mit Karten umgehen lasse?
Ist ein heikler Punkt. Auf der anderen Seite habe ich als Spieler auch mal die Chance zu sagen: Jetzt spiele ich mal eine weibliche Figur und schau mal, wie mir das liegt.
Beim Online-spiel war der Unterschied nur ein "Nebeneffekt", daß die anderen Spieler anders mit Dir umgegangen sind.

Re: Posting von Welfe

Odin, Thursday, 12.08.2004, 16:45 (vor 7848 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Posting von Welfe von Arne Hoffmann am 12. August 2004 09:08:20:

Hm, Odin, was sagt es nach der Definition eigentlich über mich aus, dass ich in einem der kommenden großen Online-Rollenspiele eine orkische Jägerin spielen möchte? *grins*
Welfe

Welches Spiel ist das? Everquest 2? Da wart ich auch schon sehnsüchtig drauf!

Re: Posting von Welfe

Welfe, Friday, 13.08.2004, 00:21 (vor 7847 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Posting von Welfe von Odin am 12. August 2004 13:45:01:

Welches Spiel ist das? Everquest 2? Da wart ich auch schon sehnsüchtig drauf!

Nein, es ist WoW. Aber ich werd den Teufel tun, und jetzt einen MMORPG-Thread hier draus machen. ;)

Welfe

Re: Frauenquote im Rollenspiel

Guildo, Wednesday, 11.08.2004, 15:49 (vor 7849 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Frauenquote im Rollenspiel von Arne Hoffmann am 11. August 2004 11:44:41:

Man sollte nicht vergessen, dass bei Produkten wie DSA ein sehr starkes kommerzielles Interesse dahintersteht. Die Hälfte der potentiellen Kundschaft zu verprellen, weil ihr kein passendes Identifikationsbild geboten wird, ist doch höchst ungeschickt und wenig ertragreich.

Gruß von Guildo

Gegenbeispiel

Leser, Thursday, 12.08.2004, 15:29 (vor 7848 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Frauenquote im Rollenspiel von Guildo am 10. August 2004 19:29:34:

Legend of Kyrandia 2 - Hand of Fate

mitte der 90er war die Kyrandia Reihe die beste Alternative zu Lucasarts-Titeln.

In diesen Adventure spielt man sogar von Anfang bis Ende nur ein Mädel. Und das ist kein B-Spiel sondern Toptitel gewesen.

Sieht man ja . Frau halt. egal von was sie quatschen , immer keine Ahnung.

Lustig: Gestern übrigens ein Intellgenztest mit Haustieren im Fernsehen. 4 Katzen einer Familie sollten das heruntergefallene Brekkies durch ziehen am Teppich aus dem Käfig herausbekommen.

Welches Tier hats geschafft? Nur der Kater! die anderen Katzen schlichen die ganze Zeit um den Käfig, waren zu dämlich um das Fressen rauszuholen aber hielten den Kater andauernd missgünstig vom Fressen fern.

Ein Schelm, er Böses dabei denkt. Dem Versuchsleiter war es jedenfalls augenscheinlich peinlich, ein so politisch inkorrektes Ergebnis erzielt zu haben..

Selbst bei Spielen wie "Das Schwarze Auge" oder "Dungeons & Dragons" bleibt die Menschheit nicht von Quotenweibern und Gleichstellungshexen bewahrt. Obwohl es hier nur um eine erdachte Fantasy-Welt geht, fühlen sich einige Berufsemanzen dazu auserwählt, selbst in Traumwelten für die Gleichstellung zu kämpfen. Viel Spaß beim lesen und lachen!
http://www.kettenhemdhuehner.de/content/kolumnen/frauen_in_dsa
Guildo

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