Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frauen Altersarmut

Mic, Wednesday, 21.07.2004, 16:32 (vor 7870 Tagen)

Wie ist es eigentlich: eine teilerwerbstätige Frau bekommt wenn es so weit ist entsprechend weniger Pension. In der Ehe wurde das niedrigere Einkommen durch vom Mann verdientes Geld ausgeglichen, so würde es dann auch in der Pension weitergehen.
Da aber heute Scheidung das Normale ist, fällt der letzte Punkt weg und die Frau steht tatsächlich mit wenig Geld da.

Wie kann man das lösen?

Re: Frauen Altersarmut

Sebastian, Wednesday, 21.07.2004, 17:02 (vor 7870 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Frauen Altersarmut von Mic am 21. Juli 2004 13:32:55:

Wie ist es eigentlich: eine teilerwerbstätige Frau bekommt wenn es so weit ist entsprechend weniger Pension. In der Ehe wurde das niedrigere Einkommen durch vom Mann verdientes Geld ausgeglichen, so würde es dann auch in der Pension weitergehen.
Da aber heute Scheidung das Normale ist, fällt der letzte Punkt weg und die Frau steht tatsächlich mit wenig Geld da.
Wie kann man das lösen?

arbeiten gehen.

Re: Frauen Altersarmut

Mic, Wednesday, 21.07.2004, 17:12 (vor 7870 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Frauen Altersarmut von Sebastian am 21. Juli 2004 14:02:20:

arbeiten gehen.

Ja, das ist eine Möglichkeit: alle arbeiten in gleicher weise gleichem ausmaß etc. Kinder kommen in die 'kinderbetreuungseinrichtungen' und männer und frauen sind endlich einheitlich.

Ich denke schon, dass auch andere möglichkeiten interessant sind.

Re: Frauen Altersarmut

Sebastian, Wednesday, 21.07.2004, 17:38 (vor 7870 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Re: Frauen Altersarmut von Mic am 21. Juli 2004 14:12:49:

arbeiten gehen.

Ja, das ist eine Möglichkeit: alle arbeiten in gleicher weise gleichem ausmaß etc. Kinder kommen in die 'kinderbetreuungseinrichtungen' und männer und frauen sind endlich einheitlich.
Ich denke schon, dass auch andere möglichkeiten interessant sind.

nö von anderen halte ich nichts. letztlich müssen eben alle arbeiten, kinder sind dabei nichts weiter als ein egoistischer wunsch ähnlich einem sportwagen. wenn jemand kinder kriegen will muss diese person die konsequenzen tragen (so wie beim kauf eines sportwagens).
das ist alles.

Re: Frauen Altersarmut

Karin, Wednesday, 21.07.2004, 18:26 (vor 7870 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Frauen Altersarmut von Sebastian am 21. Juli 2004 14:38:31:

kinder sind dabei nichts weiter als ein egoistischer wunsch ähnlich einem
sportwagen. wenn jemand kinder kriegen will muss diese person die
konsequenzen tragen (so wie beim kauf eines sportwagens).
das ist alles.

Sei froh, dass deine Mutter nicht lieber einen Sportwagen gahabt haette (oder haette sie vielleicht ?)

*kopfschüttelnd*
Karin

Re: Frauen Altersarmut

Sebastian, Wednesday, 21.07.2004, 19:03 (vor 7870 Tagen) @ Karin

Als Antwort auf: Re: Frauen Altersarmut von Karin am 21. Juli 2004 15:26:59:

kinder sind dabei nichts weiter als ein egoistischer wunsch ähnlich einem
sportwagen. wenn jemand kinder kriegen will muss diese person die
konsequenzen tragen (so wie beim kauf eines sportwagens).
das ist alles.

Sei froh, dass deine Mutter nicht lieber einen Sportwagen gahabt haette (oder haette sie vielleicht ?)
*kopfschüttelnd*
Karin

ist doch logisch das sie mich lieber hatte als einen sportwagen. aber selbst wenn sie sich für den sportwagen entschieden hätte, wäre das völlig ok gewesen.

Re: Frauen Altersarmut

Christian, Wednesday, 21.07.2004, 19:09 (vor 7870 Tagen) @ Karin

Als Antwort auf: Re: Frauen Altersarmut von Karin am 21. Juli 2004 15:26:59:

kinder sind dabei nichts weiter als ein egoistischer wunsch ähnlich einem
sportwagen. wenn jemand kinder kriegen will muss diese person die
konsequenzen tragen (so wie beim kauf eines sportwagens).
das ist alles.

Sei froh, dass deine Mutter nicht lieber einen Sportwagen gahabt haette (oder haette sie vielleicht ?)
*kopfschüttelnd*
Karin

Tja, manche Mütter benutzen ihre Kinder als Schutzschilde um sich Vorteile (Privilegien) zu verschaffen, z.B. wenn Mutter keinen Bock zum Arbeiten gehen hat und das Kind als Argument vorschiebt. Kinder sind schon für manche Mütter Gold wert und was Mutter mit Kind als Schutzschild alles machen kann, z.B. als Mutter immer Geld,Kind und Macht zugesprochen bekommt und man einfach ohne Gründe den Vater entsorgen kann!

meint,
Christian

Re: Frauen Altersarmut

Max, Wednesday, 21.07.2004, 21:18 (vor 7870 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Frauen Altersarmut von Sebastian am 21. Juli 2004 16:03:49:

kinder sind dabei nichts weiter als ein egoistischer wunsch ähnlich einem
sportwagen. wenn jemand kinder kriegen will muss diese person die
konsequenzen tragen (so wie beim kauf eines sportwagens).
das ist alles.

Sei froh, dass deine Mutter nicht lieber einen Sportwagen gahabt haette (oder haette sie vielleicht ?)
*kopfschüttelnd*
Karin

ist doch logisch das sie mich lieber hatte als einen sportwagen. aber selbst wenn sie sich für den sportwagen entschieden hätte, wäre das völlig ok gewesen.

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Und? Was für ein Sportwagen wärst Du lieber geworden: Ferrari oder Porsche?
Die leibhaftige Traktionskontrolle - Max

Warum Egoismus?

Garp, Wednesday, 21.07.2004, 21:43 (vor 7870 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Frauen Altersarmut von Sebastian am 21. Juli 2004 14:38:31:

Diese Debatte hat mit Egoismus nichts gemeinsam.
Ebenso könnte man den Verzicht auf Kinder als egoistisch bezeichnen.

Dies mache ich hiermit aber ausdrücklich nicht!

Prinzipiell ist es das Grundbedürfnis jedes Kollektivs sich selbst zu erhalten. Dazu gehört zumindest die eigene Bestandserhaltung. Daher ist es legitim Familien zu unterstützen. Dies liegt im Sinne der „Allgemeinheit“. Ansonsten können wir gleich aufhören Gelder für Museen und Theater auszugeben. Warum die Frauenkirche aufbauen, wenn es keinen Nachwuchs gibt, der dies einmal bewundern kann.
Und warum sich für die Bildungschancen von Jungen einsetzen, wenn mir der Nachwuchs sowieso egal ist?
Als Bürger eines Kollektivs hat man eben Rechte und Pflichten. Daraus muss man nicht eine Pflicht zum Kinderkriegen ableiten. Aber durchaus die Schaffung von Rahmendingungen, die Familien nicht unnötig belasten.
Wie so etwas aussehen kann, kann man in Frankreich schön studieren. Die Franzosen haben sich diesem Thema schon vor 50 Jahren gestellt. Dort sind Familien mit drei oder mehr Kindern fast vollständig von der Steuer befreit.
Die Reformnotwendigkeit in Deutschland wird in Zukunft noch deutlich verschärft werden durch die demographische Entwicklung.
Vor diesem Hintergrund ist die Aussage: „Kinder seinen ein egoistischer Wunsch“, so leid es mir tut, einfach nur dumm.

Die Frage wie genau sich Familie und Beruf vereinbaren lassen, ist dagegen sehr komplex. Aber auch hier gilt es durchaus die Interessen von Vätern zu berücksichtigen. Ich glaube, die halten von einer Aussage: „selber Schuld“ nicht besonders viel.

Re: Frauen Altersarmut

anreg, Wednesday, 21.07.2004, 21:45 (vor 7870 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Frauen Altersarmut von Mic am 21. Juli 2004 13:32:55:

Wie ist es eigentlich: eine teilerwerbstätige Frau bekommt wenn es so weit ist entsprechend weniger Pension. In der Ehe wurde das niedrigere Einkommen durch vom Mann verdientes Geld ausgeglichen, so würde es dann auch in der Pension weitergehen.
Da aber heute Scheidung das Normale ist, fällt der letzte Punkt weg und die Frau steht tatsächlich mit wenig Geld da.
Wie kann man das lösen?

Das ist bereits gelöst. Nennt sich Versorgungsausgleich und wird bei Scheidung automatisch gemacht.

Anreg

Ist gelöst

Advocatus femini, Wednesday, 21.07.2004, 22:31 (vor 7869 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Frauen Altersarmut von Mic am 21. Juli 2004 13:32:55:

Erstmal gibt es nach der Trennung Zugewinnsausgleich, d.h. die in der Ehe erarbeiteten Rentenansprüche werden geteilt. (Das führt manchmal zu kuriosen Effekten, wenn eine Dritter bei Wiederheirat dann wieder dadurch Ansprüche erwirbt, aber das nur nebenbei)

Wenn die Frau Ehegattenunterhalt bekommt, bekommt sie zusätzlich Geld vom Ex-Mann für die Alterversorgung. Es ist egal, was sie damit macht (Rentenversicherung oder Lebensversicherung). Sie kann das Geld aber auch einfach ausgeben. Also bekommt sie im Regelfall so lange eine Altersversorgung wie minderjährige Kinder vorhanden sind, manchmal länger.

Reichtümer erwirbt sie dadurch natürlich nicht. Aber ob jemals irgendeiner das Geld wiederkriegt, dass er jetzt in die Rentenversicherung einzahlt, ist sowieso zweifelhaft.

Re: Frauen Altersarmut

Max, Thursday, 22.07.2004, 12:38 (vor 7869 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Frauen Altersarmut von Mic am 21. Juli 2004 13:32:55:

Wie ist es eigentlich: eine teilerwerbstätige Frau bekommt wenn es so weit ist entsprechend weniger Pension. In der Ehe wurde das niedrigere Einkommen durch vom Mann verdientes Geld ausgeglichen, so würde es dann auch in der Pension weitergehen.
Da aber heute Scheidung das Normale ist, fällt der letzte Punkt weg und die Frau steht tatsächlich mit wenig Geld da.
Wie kann man das lösen?

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Mal eine ganz andere Frage - betrifft mehr die finanziell besser gestellten Witwen:

Wieviel Sorgen sind wir denn bereit, uns über diejenigen Witwen zu machen, die ihr ganzes Eheleben lang überhaupt nicht gearbeitet haben, weil der Mann ja gerackert wie ein Idiot - und den Zaster, Ringe und Juwelen zentnerweise zur Haustür hereingeschaufelt hat? Wie arm sind denn diese Witwen dran, die ihren Alten in seinem Streben nach Statussymbolen, die sie allesamt mitgenossen haben, in den Job gehetzt haben, wo er sich dann bis zu seinem "sozialverträglichen Frühableben" gestresst hat, bis der Arzt (zu spät) kam?
Ist es nicht ein zutiefst trauriges Bild, diese armen, vereinsamten Witwen zu sehen, wie sie sinn- und haltlos auf dem Pool-Deck des neuesten Kreuzfahrtschiffes in der Sonne sitzen und sich über "diese unerträgliche Hitze" beschweren, bei einem Drink, der "ruhig etwas kälter hätte sein dürfen"? Ich finde, wir sollten auch diese armen Frauen in unser Abendgebet mit einschliessen, denn sie haben wirklich ein hartes Los: Vom Manne schnöde und endgültig verlassen, müssen sie nun alle Ausgabenentscheidungen in ihrem Leben selbst treffen.
Aber es gibt auch Trost für unsere gepeinigten Seelen: Nicht wenige dieser Witwen werden an ihrer Aufgabe wachsen und sich, nachdem die ersten Hunderttausend unter das Handelsvolk gebracht sind, als Powerfrauen fühlen, die nach einem langen, entbehrungsreichen Leben endlich zu sich selbst gefunden haben - frei, unabhängig, selbstbewußt und selbstbestimmt. Sie werden das als ihren ureigensten Verdienst begreifen und beschwingte Reden über die Frauenemanzipation zum Besten geben, sich selbst dabei als leuchtendes Beispiel andienend. Sie werden eine zutiefst soziale Einstellung auflegen wie ein Make-Up, Müsli werden sie essen und Weizenkleie, als fanatische Umwelt- und Tierschützerinnen werden sie sich gerieren und sich über die patriarchale Unterdrückung ihrer finanziell weniger gut gestellten Schwestern echauffieren.
Im Grunde seien sie ja schon immer gute ´68erinnen gewesen, werden sie sagen, wenn man sie nur gelassen hätte. Jetzt, im Alter, haben sie zu ihren Idealen zurückgefunden und bla-bla-bla...
Ist das nicht tröstlich - ein bißchen wenigstens?

Die Kotztüte - Max

Re: Was bleibt

Mic, Thursday, 22.07.2004, 12:57 (vor 7869 Tagen) @ Advocatus femini

Als Antwort auf: Ist gelöst von Advocatus femini am 21. Juli 2004 19:31:29:

ist der punkt, die frau habe durch den karriereknick nach wiedereintritt ins vollerwerbsleben im weiteren niedrigere einkommen und dementsprechend dann eine niedrigere alterspension.

Diese sache ist meiner meinung nach tatsächlich die EINZIGE wo frauen evtl. nachteile haben. Dass demgegenüber eine vielzahl von bevorzugungen (wehr/zivildienst, pensionsantrittsalter, Quoten, scheidungs/familenrechtspraxis u.a.) stehen ist eine andere sache.

Re: Frauen Altersarmut

Garfield, Thursday, 22.07.2004, 16:50 (vor 7869 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Frauen Altersarmut von Max am 22. Juli 2004 09:38:57:

Hallo Max!

Den Typ Frau, den du hier beschreibst, hat es auch früher schon gegeben. Ich habe mir neulich mal ein Buch über frühe Feministinnen geleistet. Ich hab's noch nicht gelesen, aber beim Durchblättern hatte ich das Gefühl, daß erstaunlich viele dieser Feministinnen genau solche Schmarotzerinnen waren. Ist ja auch logisch - woher hätten sie sonst Zeit für stundenlange Protestdemos und Geld zum Bau von Bomben nehmen können? Eine normale Durchschnittsfrau des 19. Jahrhundert hatte diese Zeit und auch dieses Geld jedenfalls nicht, und so sieht man denn auf Fotos von Frauenrechts-Demos aus dem 19. Jahrhundert auch üblicherweise keine ärmlich gekleideten, abgearbeitete Arbeiterinnen, Dienstmädchen oder Bäuerinnen, sondern gut gekleidete Mittelschichts-Damen. Und keine von ihnen sieht so aus, als wenn sie für ihr teures Kleid samt Hut übermäßig schwer gearbeitet hat.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Was bleibt

Garfield, Thursday, 22.07.2004, 17:09 (vor 7869 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Re: Was bleibt von Mic am 22. Juli 2004 09:57:16:

Hallo Mic!

"...die frau habe durch den karriereknick nach wiedereintritt ins vollerwerbsleben im weiteren niedrigere einkommen und dementsprechend dann eine niedrigere alterspension."

Das relativiert sich aber auch wieder dadurch, daß es für Frauen diverse Extrawürste gibt. Beispielsweise Quotenregelungen oder spezielle Frauenförderprogramme des Arbeitsamtes. Und Wehr- oder Zivildienst müssen sie bekanntlich auch nicht leisten. Obendrein kann jede Frau heute selbst bestimmen, ob und wann sie Kinder zur Welt bringt.

Die volle A-Karte ziehen nur Männer, die zwecks Kinderbetreuung zu Hause bleiben. Nicht nur weil sie Gefahr laufen, deshalb ganz fix von ihren Frauen verlassen zu werden und weil sie von ihren Mitmenschen immer noch häufig als Drückeberger betrachtet werden, sondern auch deshalb, weil sie ganz selbstverständlich keinerlei spezielle Unterstützung bekommen, wenn sie dann eines Tages wieder in den Beruf zurück wollen. Denn entsprechende Fördermaßnahmen des Arbeitsamtes gelten ja immer noch nur für Frauen, soviel ich weiß. Und in den Genuß von Quotenregelungen kann ein Mann nur entweder durch eine Geschlechtsumwandlung oder aber durch Selbstverstümmelung mit zurückbleibender Schwerbehinderung kommen.

Ich denke, daß es für eine Frau leichter ist, nach Kinderbetreuungszeiten in den Beruf zurück zu kehren als für einen männlichen Langzeitarbeitslosen. Und die Arbeitslosenstatistik zeigt ja auch deutlich, daß Männer häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

Freundliche Grüße
von Garfield

Auch dafür gibt es Lösungen

Advocatus femini , Thursday, 22.07.2004, 23:50 (vor 7868 Tagen) @ Mic

Als Antwort auf: Re: Was bleibt von Mic am 22. Juli 2004 09:57:16:

ist der punkt, die frau habe durch den karriereknick nach wiedereintritt ins vollerwerbsleben im weiteren niedrigere einkommen und dementsprechend dann eine niedrigere alterspension.

Wenn von dem ersten Mann nichts mehr kommt, einfach wieder heiraten und den neuen Mann dann verlassen. Dann gibt es von dem auch wieder Unterhalt ;)

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