Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt...
..und müssen ein Formular ausfüllen!
Mich interessiert nun wie hoch der Anteil der Briefe am jeweiligen Geschlecht ist, die diese Briefe erhalten? Bei 4 Millionen Arbeitslose und zwei Millionen werden angeschrieben das wäre genau die Hälfte eines Geschlechts? Man hat ja schon gesagt das Frauen keinesfalls mit der Waffe gezwungen werden dürfen, gilt das nun auch für Arbeitsunwillige Frauen die nicht zu einer Arbeit gezwungen werden dürfen?
fragt,
Christian
Notwendiger Einwurf...
Als Antwort auf: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt... von Christian am 19. Juli 2004 19:39:03:
Man hat ja schon gesagt das Frauen keinesfalls mit der Waffe gezwungen werden dürfen, ...
zu was, bitte, dürfen die nicht mit der Waffe gezwungen werden: Einen Job anzunehmen? Zu bügeln? Den Rasen zu mähen? Schwanger zu werden?
Re: Notwendiger Einwurf...
Als Antwort auf: Notwendiger Einwurf... von Martin am 19. Juli 2004 20:06:36:
Ich nehme mal an, Christian wollte sagen, daß sie nicht "zum Dienst an der Waffe", sprich Wehrdienst, gezwungen werden dürfen. Allerdings sind die entscheidenden Worte in seinem - offenbar stark schalldämmenden - Schaum vorm Mund steckengeblieben.
Aber immerhin gab's in diesem Beitrag mal was anderes zu lesen, als seine 3 Lieblingsvokabeln "entrechtet", "versklavt" und "ausgebeutet, garniert mit den obligatorischen Ausrufezeichen. Das sollten wir honorieren.
Gruß,
Paul
Man hat ja schon gesagt das Frauen keinesfalls mit der Waffe gezwungen werden dürfen, ...
zu was, bitte, dürfen die nicht mit der Waffe gezwungen werden: Einen Job anzunehmen? Zu bügeln? Den Rasen zu mähen? Schwanger zu werden?
Re: Notwendiger Einwurf...
Als Antwort auf: Notwendiger Einwurf... von Martin am 19. Juli 2004 20:06:36:
Man hat ja schon gesagt das Frauen keinesfalls mit der Waffe gezwungen werden dürfen, ...
zu was, bitte, dürfen die nicht mit der Waffe gezwungen werden: Einen Job anzunehmen? Zu bügeln? Den Rasen zu mähen? Schwanger zu werden?
Frauen dürfen in Deutschland nicht mit der Waffe gezwungen werden den Kriegsdienst abzuleisten, dagegen aber Männer aufgrund von Geschlechterrassismus und von Geschlechterrassisten dazu gezwungen werden!
Frauen dürfen alles, aber wenn Frauen unangenehme Jobs angeboten werden sie diese ablehnen können und für sie wahrscheinlich keine Nachteile entstehen? Noch welche Fragen?
meint,
Christian
Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt...
Als Antwort auf: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt... von Christian am 19. Juli 2004 19:39:03:
Es sind wohl 2.2 Mio Formulare und es sind durch die Definition der Bedarfsgemeinschaft weit mehr Menschen, die diesen Fragebogen ausfüllen müssen. Hartz IV führt die erweiterte Sippenhaft ein. Wer mit einem ALG II Empfänger zusammen lebt ist zur Offenlegung seiner Einkünfte und seine Vermögens verpflichtet. Der Gesetzgeber unterstellt, das der andere den ALG-II-Empfänger unterstützt, dessen Einkünfte und Vermögen wird deswegen auf dei Ansprüche des Antragsstellers angerechtnet.
Ebenso wird es demnächst Post für die rund 1 Mio. Sozialhilfeempfänger geben. Frauen mit Kindern ab 3 Jahren wird zugemutet zu arbeiten. Wenn sie nicht vermittelt werden können, dann sind sie verpflichtet die Arbeitsgelegenheit anzunehmen, die ihnen von der Komune angeboten wird. Also Park reinigen oder die Toiletten im Rathaus reinigen.
Arbeitsgelegenheiten sind allerdings keineswegs Arbeitsstellen, also auch nicht der Rahmengesetzgebung unterworfen. Der Lohn wird entsprechend niedrig sein.
..und müssen ein Formular ausfüllen!
Mich interessiert nun wie hoch der Anteil der Briefe am jeweiligen Geschlecht ist, die diese Briefe erhalten? Bei 4 Millionen Arbeitslose und zwei Millionen werden angeschrieben das wäre genau die Hälfte eines Geschlechts? Man hat ja schon gesagt das Frauen keinesfalls mit der Waffe gezwungen werden dürfen, gilt das nun auch für Arbeitsunwillige Frauen die nicht zu einer Arbeit gezwungen werden dürfen?
fragt,
Christian
Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt...
Als Antwort auf: Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt... von Gastredner am 19. Juli 2004 20:32:08:
Wären die entsprechenden Arbeitsplätze auch vorhanden, wäre ein größerer Druck auf Leute, die nicht arbeiten wollen, ja sicher sinnvoll. Da sie es aber nicht sind, spielt es erst mal gar keine Rolle, ob jemand arbeiten will oder nicht. Das aufgrund dieses Drucks sich die Arbeitsmarktprobleme wie durch Zauberhand lösen werden, ist einfach grenzenlos naiv. Stattdessen wird es höchstens zu einer Zunahme der Kriminalitätrate kommen, was entsprechende Folgekosten nach sich zieht. Andererseits kann man so natuerlich elegant die Statistik schönen. Denn wer im Knast sitzt, wird nicht mehr als Arbeitsloser gezählt. In den USA wird diese Strategie ja schon seit vielen Jahren gefahren, mit dem Ergebnis, daß in keinem anderen Land der Welt - sämtliche Diktaturen eingeschlossen - ein größerer Prozentsatz der Bevölkerung im Knast sitzt. Die Privatisierung der Knäste tat ein übriges, denn die "Knast"-Konzerne haben wie alle Wirtschaftsunternehmen natürlich ein Interesse an einer möglichst starken Kundenbindung. Daß sich da eine Resozialisierung der Gefangen deshalb aus wirtschaftlichen Aspekten verbietet, sollte jedem klar sein.
Im übrigen gilt: Papier ist geduldig. Ich bezweifle sehr stark, daß Hartz IV wirklich konsequent gleich auf beide Geschlechter angewandt wird. Die Anwendung des Gesetzes wird, sofern Frauen betroffen sind, mit Sicherheit wesentlich nachsichtiger gehandhabt. Diese Systematik lässt sich bereits bei bestehenden Gesetzen beobachten, warum sollte es bei neu geschaffenen anders sein?
Gruß,
Paul
Es sind wohl 2.2 Mio Formulare und es sind durch die Definition der Bedarfsgemeinschaft weit mehr Menschen, die diesen Fragebogen ausfüllen müssen. Hartz IV führt die erweiterte Sippenhaft ein. Wer mit einem ALG II Empfänger zusammen lebt ist zur Offenlegung seiner Einkünfte und seine Vermögens verpflichtet. Der Gesetzgeber unterstellt, das der andere den ALG-II-Empfänger unterstützt, dessen Einkünfte und Vermögen wird deswegen auf dei Ansprüche des Antragsstellers angerechtnet.
Ebenso wird es demnächst Post für die rund 1 Mio. Sozialhilfeempfänger geben. Frauen mit Kindern ab 3 Jahren wird zugemutet zu arbeiten. Wenn sie nicht vermittelt werden können, dann sind sie verpflichtet die Arbeitsgelegenheit anzunehmen, die ihnen von der Komune angeboten wird. Also Park reinigen oder die Toiletten im Rathaus reinigen.
Arbeitsgelegenheiten sind allerdings keineswegs Arbeitsstellen, also auch nicht der Rahmengesetzgebung unterworfen. Der Lohn wird entsprechend niedrig sein.
..und müssen ein Formular ausfüllen!
Mich interessiert nun wie hoch der Anteil der Briefe am jeweiligen Geschlecht ist, die diese Briefe erhalten? Bei 4 Millionen Arbeitslose und zwei Millionen werden angeschrieben das wäre genau die Hälfte eines Geschlechts? Man hat ja schon gesagt das Frauen keinesfalls mit der Waffe gezwungen werden dürfen, gilt das nun auch für Arbeitsunwillige Frauen die nicht zu einer Arbeit gezwungen werden dürfen?
fragt,
Christian
Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt...
Als Antwort auf: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt... von Christian am 19. Juli 2004 19:39:03:
gilt das nun auch für Arbeitsunwillige Frauen die nicht zu einer Arbeit gezwungen werden dürfen?
fragt,
Christian
*****
mein gott, du hast probleme. da wird arbeitsmarktpolitik verhundtscht und verhartzscht, sozialpolitik gleich armenpolitik und du hühnerst mich solch albernen fragen durch die gegend.
hast du noch immer nicht begriffen, dass hartz sämtliche arbeitslose mann/frau *durcheinanderwirbelt, flexibilisiert, individualisiert* und sie dann mit dem passenden stigma (du hast ja schon eines gebraucht *arbeitsunwillig*) wieder ausspuckt.
Marie Juana
Re: Email an die Arbeitsagentur
Als Antwort auf: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt... von Christian am 19. Juli 2004 19:39:03:
Sehr geehrte Arbeitsagentur,
rund 2,2 Millionen Menschen werden in den nächsten Wochen eine Post von Ihnen bekommen!
Meine Interesse gilt dem Geschlechteranteil an die Sie die Post versenden.
Wieviele Männer und wieviele Frauen bekommen von Ihnen Post?
Mfg
Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt...
Als Antwort auf: Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt... von Paul am 19. Juli 2004 21:37:26:
Wären die entsprechenden Arbeitsplätze auch vorhanden, wäre ein größerer Druck auf Leute, die nicht arbeiten wollen, ja sicher sinnvoll. Da sie es aber nicht sind, spielt es erst mal gar keine Rolle, ob jemand arbeiten will oder nicht.
Die Zielrichtung von Hartz IV ist, Arbeit über dem Umweg der Arbeitsgelegnheit zu Dumpinglöhnen am Markt zu etablieren. Arbeiten, die heute zu teuer sind, wären so wieder am Markt verfügbar.
Denn es fehlt ja nicht an Arbeit, nur an Arbeitsplätzen und die werden nicht geschaffen. Aber tausende Zivildienstsetllen müssen zu genau diesen Tarifen neu besetzt werden, das leistet Hartz IV.
Im übrigen gilt: Papier ist geduldig. Ich bezweifle sehr stark, daß Hartz IV wirklich konsequent gleich auf beide Geschlechter angewandt wird. Die Anwendung des Gesetzes wird, sofern Frauen betroffen sind, mit Sicherheit wesentlich nachsichtiger gehandhabt. Diese Systematik lässt sich bereits bei bestehenden Gesetzen beobachten, warum sollte es bei neu geschaffenen anders sein?
Da die Verhängung der Maßnahmen, wie die Verpflichtung zu Arbeitsgelegenheiten, hängen allein von der Willkür des oder der Sachbearbeiterin ab. Es ist auch zu vermuten, das wegen der erwarteten massiven Proteste erstmal niemand alleinerziehende Frauen zwangsverpflichtet. Das würde eine sehr negative Ressonanz verursachen. Am Anfang wird es sicher alleinstehende junge Männer treffen, die man als arbeitsscheues Gesindel denunzieren kann und wo jeder Gutmensch sofoart dafür ist, ihn irgendwelche Ärsche abwischen zu lassen.
Gastredner
Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt...
Als Antwort auf: Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt... von Marie Juana am 19. Juli 2004 22:15:35:
Die Frage ist doch ob bei Harz, Männer eher als "Arbeitsunwillig" gelten als Frauen. Umgekehrt halte ich das für unwarscheinlich weil, nicht gesellschaftsfähig.
Als 1956 die Wehrpflicht für Männer wiedereingeführt wurde, da wird man sich bestimmt auch gefragt haben, warum Frauen nichts leisten müssen. Beim Hitler war das ja anders. Bestimmt wird da auch der Eine oder die Andere hingegangen sein und gesagt haben: "Mensch, die Russen stehen vor der Tür und du machst die Gedanken, über solche Banalitäten?"
Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt...
Als Antwort auf: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt... von Christian am 19. Juli 2004 19:39:03:
Man hat ja schon gesagt das Frauen keinesfalls mit der Waffe gezwungen werden dürfen, gilt das nun auch für Arbeitsunwillige Frauen die nicht zu einer Arbeit gezwungen werden dürfen?
fragt,
Christian
Seit wann gibt es in der geschlossenen Anstalt Internetanschluss?
fragt
Dein Pfleger
Re: Notwendiger Einwurf...
Als Antwort auf: Re: Notwendiger Einwurf... von Christian am 19. Juli 2004 20:31:01:
Frauen dürfen in Deutschland nicht mit der Waffe gezwungen werden den Kriegsdienst abzuleisten,
Soll wohl heißen:
Frauen dürfen in Deutschland nicht gezwungen werden den Kriegsdienst mit der Waffe abzuleisten,
Zum Thema Ironie und deren Erkennen siehe Diskussion weiter unten...
Re: Notwendiger Einwurf...
Als Antwort auf: Re: Notwendiger Einwurf... von Christian am 19. Juli 2004 20:31:01:
Frauen dürfen alles, aber wenn Frauen unangenehme Jobs angeboten werden sie diese ablehnen können und für sie wahrscheinlich keine Nachteile entstehen? Noch welche Fragen?
meint,
Christian
Generell kann man sicherlich sagen, daß bei Frauen schon kleine Ausreden genügen, sie von bestimmten Jobangeboten zu befreien. Die beste Ausrede ist aber noch immer: Ich hab ja ein Kind!
Re: Notwendiger Einwurf...
Als Antwort auf: Re: Notwendiger Einwurf... von Paul am 19. Juli 2004 20:19:55:
Ich nehme mal an, Christian wollte sagen, daß sie nicht "zum Dienst an der Waffe", sprich Wehrdienst, gezwungen werden dürfen. Allerdings sind die entscheidenden Worte in seinem - offenbar stark schalldämmenden - Schaum vorm Mund steckengeblieben.
Aber immerhin gab's in diesem Beitrag mal was anderes zu lesen, als seine 3 Lieblingsvokabeln "entrechtet", "versklavt" und "ausgebeutet, garniert mit den obligatorischen Ausrufezeichen. Das sollten wir honorieren.
Machen wir hier doch bitte keine Wettbewerbe in eloquentem Auftreten und galanten Formulierungen. "Schaum vorm Mund" geniest bei mir als Ausrede für Männer ein hohes Verständnis 
Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt...
Als Antwort auf: Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt... von Paul am 19. Juli 2004 21:37:26:
Im übrigen gilt: Papier ist geduldig. Ich bezweifle sehr stark, daß Hartz IV wirklich konsequent gleich auf beide Geschlechter angewandt wird. Die Anwendung des Gesetzes wird, sofern Frauen betroffen sind, mit Sicherheit wesentlich nachsichtiger gehandhabt. Diese Systematik lässt sich bereits bei bestehenden Gesetzen beobachten, warum sollte es bei neu geschaffenen anders sein?
Eben! Ich glaube darauf wollte Christian auch mit hinaus. Die neuen Richtlinien werden sicher nur bei Männern zu 100% angewendet. Erst am Freitag bin ich wieder einer Mutter begegnet, die drohende Nachtarbeit abgelehnt hat, weil sie ja ein (beinahe 15jähriges) Kind hat.
Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt...
Als Antwort auf: Re: Briefe an 2 Millionen Arbeitslose werden verschickt... von Pfleger am 19. Juli 2004 23:13:05:
Seit wann gibt es in der geschlossenen Anstalt Internetanschluss?
fragt
Dein Pfleger
Wie konntest Du sonst schreiben?
Re: Notwendiger Einwurf...
Als Antwort auf: Re: Notwendiger Einwurf... von Odin am 20. Juli 2004 14:54:38:
Generell kann man sicherlich sagen, daß bei Frauen schon kleine Ausreden genügen, sie von bestimmten Jobangeboten zu befreien. Die beste Ausrede ist aber noch immer: Ich hab ja ein Kind!<
Die zweitbeste: "Da könnt ich ja gleich Zivildienst machen..."
Gruß,
Manfred
Re: Notwendiger Einwurf...
Als Antwort auf: Re: Notwendiger Einwurf... von Manfred am 20. Juli 2004 17:56:29:
Generell kann man sicherlich sagen, daß bei Frauen schon kleine Ausreden genügen, sie von bestimmten Jobangeboten zu befreien. Die beste Ausrede ist aber noch immer: Ich hab ja ein Kind!<
Die zweitbeste: "Da könnt ich ja gleich Zivildienst machen..."
Gruß,
Manfred
Ne, die Zweitbeste wäre: Aber ich bin doch eine Frau! 