Wie man Benachteiligungen konstruiert
Hallo Leute,
hier ein Ausschnitt aus einem Posting im EKD-Forum http://www.ekd.de/foren_fragen/diskussionsforum.php3?msg=58775&view=verlauf&sta... über Vaterschaftstests. Es zeigt, wie Frauenbenachteiligungen kon-struiert werden:
Weiter: Hier im KZV-Bereich Nordrhein gibt es den sog. Honorarverteilungsmaßstab nach § 85 SGB V. Das heißt, es wird für jeden Zahnarzt eine Honorarobergrenze festgelegt, die sich aus Fallzahlen errechnet. Wer an vielen Patienten jeweils wenig tut, erreicht diese Grenze nicht so leicht wie jemand, der keine Fließbandabfertigung betreibt, sondern sich intensiver um die Patienten kümmert. Letzterer kommt leicht über die (fallzahlenabhängige) Obergrenze und hat dann mit erheblichen Honorarkürzungen (bei meiner Frau, die sich sehr um ihre Pati-enten kümmert, meist zwischen 10 und 25 %) zu rechnen. Was ist nun daran geschlechtsspe-zifisch? Ganz einfach: Frauen werden für kommunikativer gehalten. Eltern, die im Zusam-menhang mit der kieferorthopädischen Behandlung ihrer Kinder eine intensive Beratung wün-schen sowie die Möglichkeit, sich möglichst jederzeit ausführlich mit dem Behandler unterhal-ten zu können, gehen eher zu einer Frau. Das sind gesicherte Erfahrungswerte. Diese Gesprä-che werden als Beratungsleistungen abgerechnet. Auf diese Weise kommen Frauen schneller über die Fallpauschale und damit in den Bereich von Honorarkürzungen, und haben weniger Zeit, andere Patienten zu behandeln, die den Schnitt wieder heben. Fazit: Wieder Wettbe-werbsnachteil für die Frau.
Cool, oder?
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Re: Wie man Benachteiligungen konstruiert
Als Antwort auf: Wie man Benachteiligungen konstruiert von Bruno am 19. Juli 2004 11:51:29:
[quote]Hallo Leute,
hier ein Ausschnitt aus einem Posting im EKD-Forum http://www.ekd.de/foren_fragen/diskussionsforum.php3?msg=58775&view=verlauf&sta... über Vaterschaftstests. Es zeigt, wie Frauenbenachteiligungen kon-struiert werden:
Weiter: Hier im KZV-Bereich Nordrhein gibt es den sog. Honorarverteilungsmaßstab nach § 85 SGB V. Das heißt, es wird für jeden Zahnarzt eine Honorarobergrenze festgelegt, die sich aus Fallzahlen errechnet. Wer an vielen Patienten jeweils wenig tut, erreicht diese Grenze nicht so leicht wie jemand, der keine Fließbandabfertigung betreibt, sondern sich intensiver um die Patienten kümmert. Letzterer kommt leicht über die (fallzahlenabhängige) Obergrenze und hat dann mit erheblichen Honorarkürzungen (bei meiner Frau, die sich sehr um ihre Pati-enten kümmert, meist zwischen 10 und 25 %) zu rechnen. Was ist nun daran geschlechtsspe-zifisch? Ganz einfach: Frauen werden für kommunikativer gehalten. Eltern, die im Zusam-menhang mit der kieferorthopädischen Behandlung ihrer Kinder eine intensive Beratung wün-schen sowie die Möglichkeit, sich möglichst jederzeit ausführlich mit dem Behandler unterhal-ten zu können, gehen eher zu einer Frau. Das sind gesicherte Erfahrungswerte. Diese Gesprä-che werden als Beratungsleistungen abgerechnet. Auf diese Weise kommen Frauen schneller über die Fallpauschale und damit in den Bereich von Honorarkürzungen, und haben weniger Zeit, andere Patienten zu behandeln, die den Schnitt wieder heben. Fazit: Wieder Wettbe-werbsnachteil für die Frau.
Cool, oder?[/quote]
Oh Gott, was ist das für ein Idiot?
[quote]Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
www.manndat.de[/quote]
Re: Wie man Benachteiligungen konstruiert
Als Antwort auf: Wie man Benachteiligungen konstruiert von Bruno am 19. Juli 2004 11:51:29:
Ganz einfach: Frauen werden für kommunikativer gehalten.
*kreischhhhhh*
Die sollten mal bei uns im Projekt die Männer-"diskussionen" verfolgen. Da wird alles mindestens 3 mal durchgekaut und wiederholt.
Ich sitz dann meistens stumm danaben und denk mir "das hatten wir doch grade schon, koennen wir mit unsere Zeit net was sinnvolleres anfangen" .... und prompt kommt die 4. Runde.
Hallo ?
*grins*
Karin