Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die Lernverweigerungshaltung des Sozialministeriums von BW

Andreas, Friday, 16.07.2004, 18:23 (vor 7875 Tagen)

Hallo, alle zusammen!

Gefunden auf der Homepage des Sozialministeriums von Baden-Wuerttemberg. Es ist erstaunlich, wie erkenntnis- und lernresistent unsere Administration doch sein kann.

Doch lest selbst:

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz der Frauen vor Gewalt. In den meisten Fällen sind Frauen Opfer von häuslicher Gewalt in den eigenen vier Wänden. Baden-Württemberg hat in einem Modellversuch mit einem sogenannten Platzverweis den Täter, den Mann, aus der gemeinsamen Wohnung verwiesen. Auch Frauenhäuser bieten bedrohten Frauen und Kindern notwendigen Schutz. Ein weiteres Augenmerk der Frauenbeauftragten der Landesregierung gilt der Bekämpfung des Mädchen- und Frauenhandels.

Man kann sich nur noch an den Kopf fassen!

Steht unter:

http://www.sozialministerium-bw.de links unter Abteilung "Frauen"

Wer schreiben will:

Poststelle@sm.bwl.de

Re: Die Lernverweigerungshaltung des Sozialministeriums von BW

Hetzi, Friday, 16.07.2004, 21:00 (vor 7875 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Die Lernverweigerungshaltung des Sozialministeriums von BW von Andreas am 16. Juli 2004 15:23:17:

Hab den Abschlussbericht Modell Platzverweis ueberflogen und insbesonders folgende kritischen passagen gefunden:

Auf Seite 18:

"Die Rückmeldungen lassen darauf schließen, dass es in einigen Fällen bei genauer Prüfung der Konfliktsituation schwierig war, zwischen Täter und Opfer zu unterscheiden."

Kurz darauf heisst es dann dass es auch eine Taeterin gegeben hat.

Daraus schliesse ich dass bis auf einen Fall in allen unklaren Faellen von wem die Gewalt ausgehen wuerde der Mann als Taeter angesehen wurde.

Weiter unten auf Seite 37 folgt dann dass 85% der Taeter Maenner waren. Wie das mit den obigen Zahlen zusammenpassen soll und warum das Gewaltschutzgesetz bei den 15% Frauen als Taeterinnen nicht angewendet worden ist, wird nicht erklaert.

Abschlussbericht Modell Platzverweis

Ratlos...

Martin, Friday, 16.07.2004, 23:41 (vor 7875 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Die Lernverweigerungshaltung des Sozialministeriums von BW von Andreas am 16. Juli 2004 15:23:17:

Wer schreiben will:
Poststelle@sm.bwl.de

Tja, ist ja mein Bundesland. Aber was schreibt man dazu?
Geht man argumentativ vor? --> Perlen vor die Säue geschmissen!
Häme, Spott, Sarkasmus?
Befürchtungen, dass die Schmerzgrenze bald erreicht sein und ein Damm brechen könnte?
Gar Drohungen mit zivilem Ungehorsam, Anarchie u. ä.?

Re: Ratlos...

Eugen Prinz, Saturday, 17.07.2004, 03:46 (vor 7874 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Ratlos... von Martin am 16. Juli 2004 20:41:42:

Wer schreiben will:
Poststelle@sm.bwl.de

Tja, ist ja mein Bundesland. Aber was schreibt man dazu?
Geht man argumentativ vor? --> Perlen vor die Säue geschmissen!
Häme, Spott, Sarkasmus?
Befürchtungen, dass die Schmerzgrenze bald erreicht sein und ein Damm brechen könnte?
Gar Drohungen mit zivilem Ungehorsam, Anarchie u. ä.?

Diese Politikerinnen schreiben auf ihrer Seite viel von Gender-Mainstreaming und verstoßen dauernd dagegen, weil sie sich um männliche Anliegen überhaupt nicht kümmern. Sie schreiben von Frauen und Männern, aber ihr Angebot gilt nur für Frauen. Die Gesetzestexte zum Gewaltschutz sind geschlechtsneutral formuliert, aber die legen sie völlig einseitig aus. Das ist für ein Sozialministerium unerhört.

Diese Widersprüche muss man ihnen unter die Nase reiben - nicht um eine vernünftige Antwort zu erwarten, aber damit sie wissen, dass wir ihnen ihre Heucheleien, Parteilichkeiten und Voreingenommenheiten nicht abkaufen.

Und diese Schreiben am besten auch an Zeitungen, Rundfunkredaktionen, an die Opposition. Irgend jemand schnappt es womöglich auf. Das gibt dann vielleicht doch etwas Wirkung.

Eugen (schon am schreiben)

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