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Prozess gegen Matha Stewart
Kein Mitleid für Amerikas Lifestyle-Päpstin
Es ist der Tag der Wahrheit für die US-amerikanische Lifestyle-Päpstin Martha Stewart. Tatsächlich sieht es so aus, als wird die Multimillionärin den Gang ins Gefängnis kaum noch abwenden können. Am Freitag will eine New Yorker Richterin die Strafmaß für die 62-jährige verkünden, die im März von einer Jury des Wertpapierbetrugs, Insiderhandels und der Behinderung der Justiz schuldig befunden worden war.
Von Rainer Suetfeld, ARD-Hörfunkstudio New York
Die Deutschen, so der CBS-Moderator, haben für all das, was der Live-Stil-Queen Martha Stewart derzeit geschieht, das passende Wort. Und wahrlich Magazine und Boulevardzeitung triefen nur so vor: Schadenfreude.
Da fragt sich etwa die "Daily News", wo denn die Hüterin der TV-Kochtöpfe demnächst aus dem Blechnapf essen wird, ob im Frauengefängnis zu Danbury oder in der städtischen Besserungsanstalt von Manhattan. Lageplan und Zellenansicht werden schon einmal mitgeliefert, obwohl noch nicht klar ist, ob Stewart überhaupt die möglichen 16 Monate für Falschaussagen und Irreführung der Behörden bekommt. Starkomiker Jay Leno hat in seiner Late-Night-Show jedenfalls schon die neue Cell-Number, sprich Handy- oder Zellen-Nummer, verraten. Sie laute 68.
Happige Strafen
Der eigentliche Insider-Fall über den die blonde Frau Saubermann gestolpert ist,interessiert schon lange nicht mehr. Für ein paar hunderttausend Dollar hatte die milliardenschwere Mediengröße aber den in den USA unverzeihlichen Fehler begangen, das FBI anzulügen. Dafür drohen der Designberaterin nun schwedische Gardinen.
Die happigste Strafe hat sie jedoch schon bezahlt. 400 Millionen verlor sie bisher allein an den Aktien ihres Multimediakonzerns. Als Firmenchefin und Kreativdirektorin ist sie zurückgetreten. Aus den Programmen der großen Fernsehanstalten wurde Miss Perfect nach der Verurteilung verbannt. Lügen zahle sich halt nie aus, sagt auch der New Yorker Staatsanwalt.
Miss Perfect fällt auf die Nase
Die angeblich überheblichen Auftritte vor Gericht und die mehr als teure Kleidung bei ihrem Erscheinen - allein ihre Hermes-Tasche soll 6000 Dollar gekostet haben - nährten die wachsende Schadenfreude. Mit der hat die "Washington Post" gestern auch noch berichtet, dass Martha Stewart ihre finanziellen Dinge vor der Haft regelt und noch schnell ihr New Yorker Apartment für sieben Millionen verkauft. Zwölf Cent die Stunde soll sie demnächst im Gefängnis verdienen, möglicherweise in der Küche, kann man und frau im Konkurrenzblatt außerdem noch lernen.
"Es gibt eine einfache Erklärung für die Schadenfreude: Miss Perfect fällt auf die Nase. Das ist eine unwiderstehliche amerikanische Geschichte," meint der Gesellschaftskritiker des "New Yorkers". Ob die Selfmade-Frau wirklich ihren 63. Geburtstag im nächsten Monat hinter Gittern feiern muss, bezweifeln Justizexperten, sie könnte auch in ihrem Haus in Westport sein, allerdings unter Hausarrest und mit einem nicht käuflichem Schmuckstück: einer elektronischen Fußfessel.
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3444616_TYP6_THE_NAVSPM1_REF1_BAB,00.html