Gut ein Viertel weniger für die Frauen
Jahresverdienste im Vergleich
Gut ein Viertel weniger für die Frauen
Frauen mit Vollzeitjobs haben im vergangenen Jahr etwa 9000 Euro weniger verdient als ihre männlichen Kollegen. Im Produzierenden Gewerbe, im Handel sowie im Kredit- und Versicherungsewerbe lag das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen weiblicher Vollzeitbeschäftigter bei 32.335 Euro, das der Männer bei 41.014 Euro.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es dabei jedoch deutliche Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern. In Ostdeutschland war der geschlechtsspezifische Unterschied mit rund 3000 Euro deutlich geringer.
Verdienstgefälle zwischen Ost und West bleibt
Insgesamt stiegen die Bruttojahreseinkommen in den genannten Branchen gegenüber 2002 um 2,4 Prozent auf 38.866 Euro. Auch hier gab es einen großen Unterschied zwischen Ost und West. In den neuen Ländern lag der durchschnittliche Jahresverdienst bei rund 28.600 Euro und damit bei nur 71 Prozent des West-Niveaus. In den alten Ländern verdienten die Vollzeitbeschäftigten rund 40.100 Euro.
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3443216_REF4,00.html
Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast...
Als Antwort auf: Gut ein Viertel weniger für die Frauen von Andreas am 15. Juli 2004 12:48:52:
Ein Beitrag von Reinecke54 vom 19.06.2004
Das Institut der deutschen Wirtschaft in Koeln (ist natuerlich
arbeitgebernah) hat 2001 eine entsprechende untersuchung gemacht.
http://www.iwkoeln.de/default.aspx?p=content&i=1774
Zitat: "Frauen in unbefristeter Vollzeitbeschäftigung erreichten 1998 bereits 84 Prozent der monatlichen Durchschnittslöhne von Männern. Bei den Teilzeitbeschäftigten schnitten Frauen sogar um 23 Prozent besser ab."
Auch die verdienststruktur in der graphik ist interessant.
Dazu sagt der artikel: "Gerade bei Teilzeit-Jobbern kann von einer Einkommensdiskriminierung also nicht die Rede sein. Anders als noch in den achtziger Jahren, als durchaus eine nach Geschlechtern verschiedene Bezahlung auszumachen war, haben sich einschlägige Unterschiede inzwischen stärker verwischt. Das gilt erst recht, wenn man den Blick auf einzelne Berufsgruppen und auf gleiche Tätigkeiten richtet."
Ferner (hervorhebung durch mich): "Dass sich für Frauen im gesamtwirtschaftlichen Schnitt dennoch niedrigere monatliche Durchschnittseinkommen errechnen, lässt sich statistisch schnell erklären: Sie blicken meist auf keine so lange Betriebszugehörigkeit zurück wie Männer. Ein größerer Anteil von Frauen ist zudem in vergleichsweise niedrig bezahlten Handels- und Dienstleistungsberufen beschäftigt, und das überwiegend in Teilzeit. Für die Familie oder überhaupt die Lebensplanung ist dies oft die gewünschte Alternative. Entsprechend wird das berechnete durchschnittliche Monatseinkommen nach unten gedrückt."
Re: ...und was auch gerne verschwiegen wird:
Als Antwort auf: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast... von Sven am 15. Juli 2004 12:57:12:
..bei den Einkommen von Männern haldelt es sich meist um 'Familieneinkommen', von dem noch Frau und Kind ernährt werden, während es wohl eher selten ist, dass eine Frau einen Mann miternährt. Formulierungen wie '...möchte endlich mein eigenes Geld verdienen', lassen erahnen, dass das dazu verdiente Geld häufiger in Boutiquen und bei Friseuren, als in Lebensmittelgeschäften ausgegeben wird.
Gruß
Morb