Bodybilder, Hirnforscher und Frauengehirne
Zunächst ein Link in SPIEGEL-ONLINE über die Zunahme von Anabolika-Missbrauch bei Jungen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,308760,00.html
Ich dachte bisher gesellschaftliche Schönheitsbilder seien Unterdrückungsmechanismen des Patriarchats gegen Frauen.
Auf 200.000 Personen, werden die Anabolika-Benützer geschätzt. Und warum nehmen sie das Zeug
Ihre Motive seien die gleichen wie bei anderen Jungen: den Mädchen und der eigenen Clique imponieren
Bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) sieht man vor allem gesellschaftliche Ursachen: "Der Körperkult ist aus den Medien in den Breitensport hinübergeschwappt
Aha, anscheinend leiden eben doch nicht nur Mädchen mit Magersucht unter dem Schönheitsdiktat. Aber staatlich finanzierte Hilfsmassnahmen für die Jungs natürlich Fehlanzeige.
Zweiter Link bezieht sich auf die hier kürzlich geführte Diskussion um unterschiedliche Falten in Männer- und Frauenhirnen.
http://www.zeit.de/2004/29/M-Hirnfaltung
und was bleiben am Ende für Erkenntnisse:
Auch unterscheiden sich die gemessenen Furchungsgrade nur sehr wenig voneinander. Anhand der Daten, sagt Steinmetz, ließe sich jedenfalls nicht vorhersagen, ob ein bestimmtes Gehirn von einem Mann oder einer Frau stamme. Selbst mit Hilfe des markantesten Unterscheidungsmerkmals, des Größenunterschieds, sei dies schwierig.
Also wenn die Differenzen so gering sind, dass Wissenschaftler nicht einmal eindeutig ein weibliches von einem männlichen Hirn unterscheiden können, dann machen geschlechtsspezifische Unterscheidungen in dem Punkt wohl wenig Sinn.
Und zum Schluss noch ein Artikel über die Forschung an Babys. Ist eigentlich für das Forum nicht so interessant. Mit Ausnahme eines Absatzes
http://www.zeit.de/2004/29/P-Heidi_Keller
Es war die feministische Bewegung der frühen siebziger Jahre, die Heidi Keller zur Kleinkindforschung gebracht hat. Um herauszufinden, ob geschlechterspezifisches Verhalten nun angeboren oder anerzogen ist, wollte sie ganz am Anfang beginnen, kurz nach der Geburt. Mehr oder weniger durch Zufall geriet sie in einen Forschungsschwerpunkt der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der fast ausschließlich aus Naturwissenschaftlern bestand. Durch eine »gnadenlose Schule« sei sie damals gegangen, die ihr manch »feministisch bewegten« Glaubenssatz austrieb, erinnert sie sich.
Na, dieser Praxisschock durch die Wissenschaft scheint manchen Feministinnen und Gleichstellungsbeauftragten noch bevor zu stehen. Möge er bald kommen 
Grüße
Garp