Mal etwas Grundsätzliches zum Fall "Cap Anamur"
Hallo, alle zusammen!
Ich habe in den letzten Tagen das "Tauziehen" zwischen den italienischen Behörden und der Hilfsorganisation "Cap Anamur" mit großem Interesse verfolgt. Unabhängig davon, wie man persönlich zu dieser Sache steht - ob man nun das Vorgehen der Behörden oder dieser Hilfsorganisation für übertrieben oder gerechtfertigt hält, so frage ich mich persönlich doch, wie denn dieser Fall am Ende verlaufen wäre, wenn es sich bei den Flüchtlingen nicht um 37 Männer, sondern um 37 Frauen gehandelt hätte. Gerade heute erfahre ich, daß die ital. Regierung die Flüchtlinge wieder ausweisen will. Jetzt stellt euch mal vor, das wären alles Frauen: das Schiff hätte wahrscheinlich schon vor drei Wochen sofort in den Hafen einlaufen dürfen. Ausweisung? Kein Politiker hätte es gewagt, dieses Wort auch nur auszusprechen ohne seinen Kopf zu riskieren. Egal, wie ich es drehe und wende - es bleibt ein bitterer Nachgeschmack zurück.
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3430860_TYP6_THE_NAVSPM1_REF1_BAB,00.html
Gruß
Andreas
Re: Mal etwas Grundsätzliches zum Fall "Cap Anamur"
Als Antwort auf: Mal etwas Grundsätzliches zum Fall "Cap Anamur" von Andreas am 14. Juli 2004 16:58:16:
Mit deiner Einschätzung hast du wahrscheinlich gar nicht so unrecht. Zu verdanken ist diese Ungleichbehandlung u.a. Amnesty International, die in solchen Fällen Unterschiedliche Behandlung bei unterschiedlichen Geschlechtern fördern.
Magnus