Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Sitzstreik in Berlin

Odin, Sunday, 11.07.2004, 18:47 (vor 7880 Tagen)

Sitzstreik in Berlin!

vom 28-30. Juli in Berlin

Die Kindschaftsrechtsreform vom 01.Juli1998 wollte vor allem den Umgang zwischen Kindern und deren Vätern und Großeltern erhalten und sichern. Das ist nicht gelungen, wird nach 6 Jahren offensichtlich. 300 000 Kinder sind jährlich von einer Scheidung oder Trennung betroffen. Etwa die Hälfte davon sieht die Kinder schon nach 2 Trennungsjahren den anderen Elternteil nicht mehr oder kaum noch. Dies betrifft dann häufig auch die Großeltern oder andere Familienmitglieder.

Gerade die Großeltern haben häufig wesentlichen Anteil an der Betreuung ihrer Enkel übernommen, haben den Kindern ihre Liebe gegeben. Auch sie werden durch eine Trennung entsorgt. In der Regel betrifft das immer noch die Väter und deren Eltern, zunehmend aber auch Mütter.

Ursache dafür ist häufig das alleinige Sorgerecht, wie schon in der Bundesbegleitforschung zum neuen Kindschaftsrecht festgestellt wurde. Außerdem ist eine lange Verfahrensdauer über viele Monate hinweg gerade für die Kinder und Enkelkinder für Umgangsverweigerung verantwortlich.

Selbst mehrfache Nachfragen im Bundesministerium der Justiz blieben bisher ergebnislos. Die Spätfolgen für die entsorgten Kinder sind durch die Psychologen hinlänglich beschrieben, Genauso weisen wir auf die Tragik mancher Schicksale der entsorgten Elternteile hin, Selbstmord, psychische und psycho-somatische Erkrankungen sind bei den betroffenen Elternteilen keine Seltenheit.

Aus diesem Grunde fordern wir

Den Erhalt beider Elternteile für alle Trennungskinder, unsere Kinder und Enkel brauchen beide Familien
Dazu ist der Staat vom Grundgesetz verpflichtet! Eine Verletzung des Grundrechtes bedeutet die Verletzung von Menschenrechten. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Deutschland diesbezüglich mehrfach bestraft, das sollte eigentlich genügen, um daraus Konsequenzen zu ziehen.

Um dieser selbstverständlichen und menschlichen Forderung bei allen Verantwortlichen unseres Staates mit schnellstmöglicher Wirkung Nachdruck zu verleihen, hat der Kreisverein Rostock des „Väteraufbruch für Kinder“ beschlossen, in der Zeit vom 28. – 30. Juli einen Sitzstreik von 10.00 Uhr – 18.00 Uhr an folgenden Orten zu veranstalten:

28./29. 07.04 vor dem Bundesministerium der Justiz, Jerusalemer Str.

30.07. auf dem Alexanderplatz

Er ruft zur zahlreichen Beteiligung von anderen Vereinen und verantwortlich engagierten Eltern und Großeltern auf. Ein Petitionsschreiben wird im Ministerium der Justiz abgegeben. Transparente bitten wir mitzubringen. Die Veranstaltung ist bereits angemeldet, nur über die Teilnehmerzahl konnten wir keine Angaben machen. Deshalb wird dringend um Rückmeldungen gebeten, wer sich am Sitzstreik beteiligen möchte. Bitte meldet Euch telefonisch unter: 03843-681774 bei Hiltrud Adam für den Kreisverein Rostock

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