Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Trendumkehr, wie?

ah93051, Saturday, 10.07.2004, 16:55 (vor 7881 Tagen)

Ich meine, daß in Deutschland insgesamt die Werte in ungutes Fahrwasser
geraten sind. Mit den Gründen die hier i.a. genannt werden ich stimme
ich im großen und ganzen zu. Nur: Wenn man immer nur diskutiert wer oder was der Schuldige ist, wird man sicher nicht weiterkommen: Der eine meint dies, der andere meint das ... naja und am Schluß ist außer Lamentieren nicht viel herausgekommen. Wenn man vorwärtsgerichtet denkt, sollte man besser nach Ansätzen suchen, die das Potenzial haben den Trend _umzukehren_.

Meiner Wahrnehmung nach ist sich die Gesellschaft sehr wohl bewußt, daß
etwas schief läuft. Nur hat in der öffentlichen gesellschaftlichen Debatte keiner den Mut, die notwendige Auseinandersetzung gegen diejenigen zu führen, die's immer noch nicht kapiert haben. Damit das bitte klar ist:
Ich will hier keiner bescheuerten "Männerpartei" das Wort reden. Eine Trendumkehr kann m.E. nur dann zustande kommen, wenn in der heutigen Gesellschaft *glaubwürdige* Vertreter (wenn möglich mehrere) eines ... ich will's mal "neuen Patriarchalismus" nennen ... damit anfangen, den am meisten augenfälligen Auswüchsen von Werteverhöhnung und Männerfeindlichkeit öffentlich die Stirn zu bieten und zwar *bitte* auf qualifizierte Weise. Das könnte dann ein Anfang sein, für einen Prozeß, der dann in's rollen käme auch wenn er ganz sicher einiges an Zeit bräuchte.

Ich hoffe, daß niemand jetzt hier ernsthaft an den Stoiber denkt, denn der ist nicht wirklich bodenständig und damit bestenfalls das kleinere Übel - übrigens auch innerhalb Bayerns wenig Glaubwürdig. Was mir vorschwebt ist eher vielleicht eine Mischung aus Joschka Fischer und Horst Köhler. Oder von mir aus auch Fischer und Stoiber. Gebraucht wird jedenfalls jemand der in irgendeiner Form von links *und* rechts akzeptiert wird.

Die größten Probleme mit der Wertefehlentwicklung in D. haben übrigens die
Spätaussieder. Da sie die Entwicklung der letzten 40 Jahre in Deutschland nicht mitgemacht haben, verstehen die *überhaupt* nicht was in diesem Land gespielt wird. Leider klinken sie sich aus der Gesellschaft aus, statt hier aktiv einen Part zu übernehmen. Horst Köhler ist übrigens Bessarabien- Deutscher (heutiges Moldova). Das ist der Grund weshalb ich den Köhler im Auge habe. Ein Bundespräsident hätte die Art von Autorität die gebraucht wird für eine Trendumkehr. Außerdem braucht er sich nicht im Alltagsscharmützel der Parteien abnutzen. Ich setze jedenfalls gewisse Hoffnungen in ihn.

Andreas

Ausgerechnet Fischer........

MeckMax, Saturday, 10.07.2004, 22:53 (vor 7881 Tagen) @ ah93051

Als Antwort auf: Trendumkehr, wie? von ah93051 am 10. Juli 2004 13:55:16:

... ich will's mal "neuen Patriarchalismus" nennen ... damit anfangen, den am meisten augenfälligen Auswüchsen von Werteverhöhnung und Männerfeindlichkeit öffentlich die Stirn zu bieten und zwar *bitte* auf qualifizierte Weise.<<<

...und wie bitte schön soll das mit Fischer funktionieren?

Zitat Fischer:

wie ich Ihrer Homepage entnehmen konnte, haben Sie bereits
Stellungnahmen meiner Seite erhalten. Einem Ihrer Kollegen habe ich
bereits geschrieben, dass das Problem am Feminismus die Humorlosigkeit
der Männer ist.
Wer sich soziologisch-politisch mit der Frage von
Gleichstellung von Frauen und Männer beschäftigt, wird feststellen
müssen, dass wir aus vielen Gründen diese Gleichstellung noch nicht
erreicht ist. Auch das Grundgesetz weist darauf hin. In Artikel 3,2
steht geschrieben: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat
fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von
Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile
hin. "
Ich hoffe, dass Sie sich im Grundgesetz wiederfinden.

Herzliche Grüße

Zitat Ende...

Entnommen: http://www.maskulist.de/brief5.htm

Was mir vorschwebt ist eher vielleicht eine Mischung aus Joschka Fischer und Horst Köhler. Oder von mir aus auch Fischer und Stoiber. Gebraucht wird jedenfalls jemand der in irgendeiner Form von links *und* rechts akzeptiert wird.<<<

Fischer ist jedenfalls inakzeptabel.
Köhler muss erstmal zeigen, wohin er wirklich will....

Horst Köhler ist übrigens Bessarabien- Deutscher (heutiges Moldova). Das ist der Grund weshalb ich den Köhler im Auge habe.<<<

"Ich weiß, wo ich herkomme", sagte Köhler, angesprochen auf seine schwere Kindheit. Er wurde am 22. Februar 1943 in Polen geboren. Dahin war seine aus Rumänien stammende Familie in den Wirren des Zweiten Weltkrieges geflohen. Später suchte die Familie bei Leipzig Zuflucht und siedelte nach dem Krieg nach Baden-Württemberg über. Köhler stammt aus einer Großfamilie mit acht Kindern. Er ist das einzige Kind, das studiert hat, und zwar Volkswirtschaft in Tübingen. Seine Frau Eva ist von Beruf Lehrerin, das Ehepaar hat zwei Kinder.

Quelle: http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/23/0,1367,POL-0-2109271,00.html

Ein Bundespräsident hätte die Art von Autorität die gebraucht wird für eine Trendumkehr. Außerdem braucht er sich nicht im Alltagsscharmützel der Parteien abnutzen. Ich setze jedenfalls gewisse Hoffnungen in ihn.

Andreas<<<

Na, erstmal abwarten, wie er sich insgesamt gibt.

MeckMax

Re: Ausgerechnet Fischer........

ah93051, Sunday, 11.07.2004, 00:46 (vor 7880 Tagen) @ MeckMax

Als Antwort auf: Ausgerechnet Fischer........ von MeckMax am 10. Juli 2004 19:53:46:

... ich will's mal "neuen Patriarchalismus" nennen ... damit anfangen, den am meisten augenfälligen Auswüchsen von Werteverhöhnung und Männerfeindlichkeit öffentlich die Stirn zu bieten und zwar *bitte* auf qualifizierte Weise.<<<

...und wie bitte schön soll das mit Fischer funktionieren?

Rate mal, warum ich "eine Mischung aus Fischer *und* ..." geschrieben habe?

Andreas

Re: Trendumkehr, wie?

Leser, Sunday, 11.07.2004, 14:06 (vor 7880 Tagen) @ ah93051

Als Antwort auf: Trendumkehr, wie? von ah93051 am 10. Juli 2004 13:55:16:

ausgerechnet unser ""Grußaugust" in Verbindung mit nem grünen Spitzenpolitiker soll das Blatt wenden? also dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein. Das ist ja also ob... als ob man von Bus erwartet, den Weltfrieden einzuführen.. oder von Alice Schwarzer, den Feminismus aufzuheben..

meint
Leser

Ich meine, daß in Deutschland insgesamt die Werte in ungutes Fahrwasser
geraten sind. Mit den Gründen die hier i.a. genannt werden ich stimme
ich im großen und ganzen zu. Nur: Wenn man immer nur diskutiert wer oder was der Schuldige ist, wird man sicher nicht weiterkommen: Der eine meint dies, der andere meint das ... naja und am Schluß ist außer Lamentieren nicht viel herausgekommen. Wenn man vorwärtsgerichtet denkt, sollte man besser nach Ansätzen suchen, die das Potenzial haben den Trend _umzukehren_.
Meiner Wahrnehmung nach ist sich die Gesellschaft sehr wohl bewußt, daß
etwas schief läuft. Nur hat in der öffentlichen gesellschaftlichen Debatte keiner den Mut, die notwendige Auseinandersetzung gegen diejenigen zu führen, die's immer noch nicht kapiert haben. Damit das bitte klar ist:
Ich will hier keiner bescheuerten "Männerpartei" das Wort reden. Eine Trendumkehr kann m.E. nur dann zustande kommen, wenn in der heutigen Gesellschaft *glaubwürdige* Vertreter (wenn möglich mehrere) eines ... ich will's mal "neuen Patriarchalismus" nennen ... damit anfangen, den am meisten augenfälligen Auswüchsen von Werteverhöhnung und Männerfeindlichkeit öffentlich die Stirn zu bieten und zwar *bitte* auf qualifizierte Weise. Das könnte dann ein Anfang sein, für einen Prozeß, der dann in's rollen käme auch wenn er ganz sicher einiges an Zeit bräuchte.
Ich hoffe, daß niemand jetzt hier ernsthaft an den Stoiber denkt, denn der ist nicht wirklich bodenständig und damit bestenfalls das kleinere Übel - übrigens auch innerhalb Bayerns wenig Glaubwürdig. Was mir vorschwebt ist eher vielleicht eine Mischung aus Joschka Fischer und Horst Köhler. Oder von mir aus auch Fischer und Stoiber. Gebraucht wird jedenfalls jemand der in irgendeiner Form von links *und* rechts akzeptiert wird.
Die größten Probleme mit der Wertefehlentwicklung in D. haben übrigens die
Spätaussieder. Da sie die Entwicklung der letzten 40 Jahre in Deutschland nicht mitgemacht haben, verstehen die *überhaupt* nicht was in diesem Land gespielt wird. Leider klinken sie sich aus der Gesellschaft aus, statt hier aktiv einen Part zu übernehmen. Horst Köhler ist übrigens Bessarabien- Deutscher (heutiges Moldova). Das ist der Grund weshalb ich den Köhler im Auge habe. Ein Bundespräsident hätte die Art von Autorität die gebraucht wird für eine Trendumkehr. Außerdem braucht er sich nicht im Alltagsscharmützel der Parteien abnutzen. Ich setze jedenfalls gewisse Hoffnungen in ihn.
Andreas

lol..

Leser, Sunday, 11.07.2004, 14:07 (vor 7880 Tagen) @ Leser

Als Antwort auf: Re: Trendumkehr, wie? von Leser am 11. Juli 2004 11:06:06:

nichts mehr ein. Das ist ja also ob... als ob man von Bus

war mal wieder den Kopf schneller als die Hand.. das soll natürlich BUSH heissen ;)

Ich meine, daß in Deutschland insgesamt die Werte in ungutes Fahrwasser
geraten sind. Mit den Gründen die hier i.a. genannt werden ich stimme
ich im großen und ganzen zu. Nur: Wenn man immer nur diskutiert wer oder was der Schuldige ist, wird man sicher nicht weiterkommen: Der eine meint dies, der andere meint das ... naja und am Schluß ist außer Lamentieren nicht viel herausgekommen. Wenn man vorwärtsgerichtet denkt, sollte man besser nach Ansätzen suchen, die das Potenzial haben den Trend _umzukehren_.
Meiner Wahrnehmung nach ist sich die Gesellschaft sehr wohl bewußt, daß
etwas schief läuft. Nur hat in der öffentlichen gesellschaftlichen Debatte keiner den Mut, die notwendige Auseinandersetzung gegen diejenigen zu führen, die's immer noch nicht kapiert haben. Damit das bitte klar ist:
Ich will hier keiner bescheuerten "Männerpartei" das Wort reden. Eine Trendumkehr kann m.E. nur dann zustande kommen, wenn in der heutigen Gesellschaft *glaubwürdige* Vertreter (wenn möglich mehrere) eines ... ich will's mal "neuen Patriarchalismus" nennen ... damit anfangen, den am meisten augenfälligen Auswüchsen von Werteverhöhnung und Männerfeindlichkeit öffentlich die Stirn zu bieten und zwar *bitte* auf qualifizierte Weise. Das könnte dann ein Anfang sein, für einen Prozeß, der dann in's rollen käme auch wenn er ganz sicher einiges an Zeit bräuchte.
Ich hoffe, daß niemand jetzt hier ernsthaft an den Stoiber denkt, denn der ist nicht wirklich bodenständig und damit bestenfalls das kleinere Übel - übrigens auch innerhalb Bayerns wenig Glaubwürdig. Was mir vorschwebt ist eher vielleicht eine Mischung aus Joschka Fischer und Horst Köhler. Oder von mir aus auch Fischer und Stoiber. Gebraucht wird jedenfalls jemand der in irgendeiner Form von links *und* rechts akzeptiert wird.
Die größten Probleme mit der Wertefehlentwicklung in D. haben übrigens die
Spätaussieder. Da sie die Entwicklung der letzten 40 Jahre in Deutschland nicht mitgemacht haben, verstehen die *überhaupt* nicht was in diesem Land gespielt wird. Leider klinken sie sich aus der Gesellschaft aus, statt hier aktiv einen Part zu übernehmen. Horst Köhler ist übrigens Bessarabien- Deutscher (heutiges Moldova). Das ist der Grund weshalb ich den Köhler im Auge habe. Ein Bundespräsident hätte die Art von Autorität die gebraucht wird für eine Trendumkehr. Außerdem braucht er sich nicht im Alltagsscharmützel der Parteien abnutzen. Ich setze jedenfalls gewisse Hoffnungen in ihn.
Andreas

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