Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Diskriminierung von Männern wünschenwert!

Bruno, Thursday, 08.07.2004, 15:47 (vor 7883 Tagen)

Frau Zypries zum Antidiskiminierungsgesetz:

„Ganz anders sieht das zum Beispiel beim Merkmal „Geschlecht“ aus: Auf Anhieb fallen uns Unterscheidungen ein, die auf das Geschlecht abstellen und die wir für höchst wünschenswert halten. So haben wir inzwischen eine ganze Palette von Dienstleistungen, die sich nur an Frauen richtet, etwa Fitnessstudios, Finanzberatungen, Frauenhotels usw. usw.

Kein Mensch käme auf den Gedanken, dass diese Dienste Männer „diskriminieren“. Das heißt: Diese Angebote unterscheiden zwar nach dem Geschlecht und schließen damit einen Teil der potenziellen Kunden aus. Diese Unterscheidungen sind aber sozial wünschenswert – selbst wenn sie ein formal verstandenes Gleichbehandlungsverbot verletzen.
Die Erkenntnis hieraus lautet: Nicht jede Unterscheidung ist per se eine Diskriminierung. Viele Differenzierungen sind gesellschaftspolitisch höchst wünschenswert. Unterscheidung ist nicht gleich Diskriminierung. Das mag banal klingen - in der Debatte über Antidiskriminierung ist diese Erkenntnis leider noch längst kein Allgemeingut geworden.“

Quelle: http://www.lglf.de/antidiskriminierung/information/zypriesrede.htm Aktueller Stand der Bundesgesetzgebung (24.06.2004), Rede der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries

Gruß

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

www.manndat.de

Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert!

Expatriate, Thursday, 08.07.2004, 15:52 (vor 7883 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Diskriminierung von Männern wünschenwert! von Bruno am 08. Juli 2004 12:47:57:

Frau Zypries zum Antidiskiminierungsgesetz:
So haben wir inzwischen eine ganze Palette von Dienstleistungen, die sich nur an Frauen richtet, etwa Fitnessstudios, Finanzberatungen, Frauenhotels usw. usw.

Ich habe mir mal ueberlegt, eine Fahrschule nur fuer Frauen aufzumachen. Man stelle sich mal vor, ueberwiegend haette man dann ja die jungen, knusprigen 18-jaehrigen Dinger als Kundschaft. Ein bissel was wuerde da immer gehen, aber hallo!
Ist doch 'ne feine Geschaeftsidee, oder?
Cheers!

Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert!

Christian, Thursday, 08.07.2004, 16:49 (vor 7883 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Diskriminierung von Männern wünschenwert! von Bruno am 08. Juli 2004 12:47:57:

Betreibt die Frau Zypries nur noch Geschlechterrassismus?
Soll etwa das Antidiskriminierungsgesetz, was das "Geschlecht" betrifft, nur für Frauen gelten? Würde das heissen, wenn Frauen nicht die Privilegien der Männer erhalten dies als Diskriminierung verfolgt und bestraft werden kann und dagegen Männer kein Recht auf die Privilegien der Frauen haben und somit auch keine Diskriminierung darstellt?

Könnte man das Denken der Frau Zypries so vergleichen?

1. Frauen und nur die Rechte (Privilegien bzw. privilegierts Geschlecht) = Keine Diskriminierung gegenüber Männer
2. Männer und nur die Pflichten (Entrechtung, Versklavung, Ausbeutung, Abzocken, Missbrauchen, Verpflichtungen) = Keine Diskriminierung
3. Frauen und die Rechte als auch die Pflichten = Diskriminierung weil Frauen auch die Pflichten der Männer tragen müssten
4. Männer und die Rechte als auch die Pflichten = Diskriminierung weil Männer auch die Rechte der Frauen erhalten würden

@Bruno,
ist das nicht Reif für eine neue Petition mit Unterschriftsaktion und Meinungen wie Wolfgang Wenger es praktiziert? Der Geschlechterrassismus muss endlich aufhören und sehr scharf verurteilt werden!

fragt,
Christian

Und die Begründung für die Diskriminierung!

Bruno, Thursday, 08.07.2004, 16:53 (vor 7883 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Diskriminierung von Männern wünschenwert! von Bruno am 08. Juli 2004 12:47:57:

Weiter in der Pro-Männerdiskriminierungsrede von Frau Zypries:

„Die Freiheit für Bürgerinnen und Bürger in einem liberalen Staat besteht auch und gerade darin, Unterschiede zu machen und ungleich behandeln zu dürfen.
Ich will Ihnen ein Beispiel nennen: Mit welchem Recht soll der Staat verbieten, wenn jemand aus rein subjektiven Erwägungen lieber an ältere Damen vermietet als an junge Männer? Der Rechtsstaat könnte das vielleicht tun, wenn junge Männer ein ernsthaftes Problem hätten, Wohnungen zu finden. Statistisch gesehen mag es für junge Männer in der Tat nicht ganz so einfach sein wie für ältere Damen, eine Woh-nung zu finden. Aber für so ernsthaft, dass der Staat hier eingreifen müsste, halte ich das Wohnungsproblem bei jungen Männern dann doch nicht. Und es rechtfertigt aus meiner Sicht kein Diskriminierungsverbot. Wie würde die Praxis im übrigen mit einem solchen Diskriminierungsverbot umgehen? Natürlich würde der Vermieter in unserem Beispielsfall trotzdem an die ältere Dame vermieten. Er dürfte nur nicht mehr sagen, dass er sie – „willkürlich“ - wegen ihres Geschlechts vorzieht. Er würde eine faden-scheinige Ausrede erfinden müssen, um seine subjektive Auswahl anders zu recht-fertigen. Das Gesetz zwänge ihn zur „political correctness“.
Die Bürgerinnen und Bürger würden das merken, und sie würden dem Gesetz den Gehorsam verweigern.“

...Mit dieser „Begründung“ kann man natürlich jede Verweigerung eines Schutzes von Mitbürgern vor Diskriminierung rechtfertigen.

Quelle: http://www.lglf.de/antidiskriminierung/information/zypriesrede.htm Aktueller Stand der Bundesgesetzgebung (24.06.2004), Rede der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries

Bruno

Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert!

Guildo, Thursday, 08.07.2004, 18:13 (vor 7883 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Diskriminierung von Männern wünschenwert! von Bruno am 08. Juli 2004 12:47:57:

Gab es so was nicht schon mal, ich glaub das war in Südafrika! Wie hieß das noch gleich? Ach ja, natürlich: Apartheid!

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Apartheit (afrikaans), Rassentrennung mit Heiratsverbot, polit. Entrechtung der Farbigen, schulischer Separation u.a., in Südafrika sei 1948 Gesetz, auf inneren und äußeren Druck (Handelsbeschränkungen, UN-Verurteilungen) seit 1990 stufenweise aufgehoben.
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Jetzt ersetzen wir nur "Rassentrennung" durch "Geschlechtertrennung", das Heiratsverbot lassen wir stehen (was hier in Deutschland herumläuft heiratet eh keiner!), und "Farbigen" ersetzen wir durch "Männer" -------- schon haben wir die Zustandsbeschreibung unserer ach so tollen westlichen Zivilisation!

Mir graust es vor der Zukunft!

Guildo

Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert!

Marcel, Thursday, 08.07.2004, 18:28 (vor 7883 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Diskriminierung von Männern wünschenwert! von Bruno am 08. Juli 2004 12:47:57:

Frau Zypries zum Antidiskiminierungsgesetz:
„Ganz anders sieht das zum Beispiel beim Merkmal „Geschlecht“ aus: Auf Anhieb fallen uns Unterscheidungen ein, die auf das Geschlecht abstellen und die wir für höchst wünschenswert halten. So haben wir inzwischen eine ganze Palette von Dienstleistungen, die sich nur an Frauen richtet, etwa Fitnessstudios, Finanzberatungen, Frauenhotels usw. usw.
Kein Mensch käme auf den Gedanken, dass diese Dienste Männer „diskriminieren“. Das heißt: Diese Angebote unterscheiden zwar nach dem Geschlecht und schließen damit einen Teil der potenziellen Kunden aus. Diese Unterscheidungen sind aber sozial wünschenswert – selbst wenn sie ein formal verstandenes Gleichbehandlungsverbot verletzen.
Die Erkenntnis hieraus lautet: Nicht jede Unterscheidung ist per se eine Diskriminierung. Viele Differenzierungen sind gesellschaftspolitisch höchst wünschenswert. Unterscheidung ist nicht gleich Diskriminierung. Das mag banal klingen - in der Debatte über Antidiskriminierung ist diese Erkenntnis leider noch längst kein Allgemeingut geworden.“
Quelle: http://www.lglf.de/antidiskriminierung/information/zypriesrede.htm Aktueller Stand der Bundesgesetzgebung (24.06.2004), Rede der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
www.manndat.de

Die radikalsten Femis scheinen tatsächlich in der Regierung zu sitzen.
Wäre der Beitrag von einer x-beliebigen Emanze hier ins Forum gepostet worden, er wäre Gefahr gelaufen von Andreas gelöscht zu werden. Stichwort Trollverdacht. Mich wundert es nicht, daß Expatriate ausgewandert ist.

Marcel

Re: Zypries erlaubt Diskriminierung zugunsten von Zypries

Peter, Thursday, 08.07.2004, 18:51 (vor 7883 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Und die Begründung für die Diskriminierung! von Bruno am 08. Juli 2004 13:53:07:

Zypries:

Mit welchem Recht soll der Staat verbieten, wenn jemand aus rein subjektiven Erwägungen lieber an ältere Damen vermietet als an junge Männer?

Ja, mit welchem Recht auch? Zypries ist eine ältere Dame und beschützt ihresgleichen gerne vor Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt. Dem ganzen Volke dienen will sie nicht.

Mit welchem Recht sollte dann der Staat verbieten, wenn jemand aus rein subjektiven Erwägungen lieber an weiße Menschen vermietet wie an schwarze? Denn wenn Frau Zypries schon die statistische bewiesene Benachteiligung von jungen Männern nicht so schlimm findet, dass der Staat etwas daran ändern müsse, könnte man doch, rein subjektiv, auch die Benachteiligung von Dunkelhäutigen nicht so schlimm finden, weil sie einen selber auch nicht beträfen!

Gruß,

Peter

Warum regt ihr euch auf, ...

reinecke54, Thursday, 08.07.2004, 19:51 (vor 7883 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Und die Begründung für die Diskriminierung! von Bruno am 08. Juli 2004 13:53:07:

denn junge maenner brauchen keine wohnung. Die haben
schon eine: die kaserne. Und das sogar mietfrei!

Aber frau Zypries hat schon recht: man darf
mit anti-diskriminierungsgesetzen nicht zu
sehr in die privatwirtschaft reinregieren.
Schoen waere es aber, wenn diese toleranz
auch dann gilt (gaelte), wenn frauen diskriminiert
werden. Da habe ich aber meine zweifel.

Re: Und die Begründung für die Diskriminierung!

Odin, Thursday, 08.07.2004, 20:34 (vor 7883 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Und die Begründung für die Diskriminierung! von Bruno am 08. Juli 2004 13:53:07:

Natürlich würde der Vermieter in unserem Beispielsfall trotzdem an die ältere Dame vermieten. Er dürfte nur nicht mehr sagen, dass er sie – „willkürlich“ - wegen ihres Geschlechts vorzieht. Er würde eine faden-scheinige Ausrede erfinden müssen, um seine subjektive Auswahl anders zu recht-fertigen. Das Gesetz zwänge ihn zur „political correctness“.

So ähnlich, wie heute sicher schon manche Arbeitgeber gar nicht erst Frauen einstellen, weil dies schon der erste Schritt zur Pleite sein könnte.

Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert!

Robby, Thursday, 08.07.2004, 23:11 (vor 7883 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert! von Guildo am 08. Juli 2004 15:13:08:

Gab es so was nicht schon mal, ich glaub das war in Südafrika! Wie hieß das noch gleich? Ach ja, natürlich: Apartheid!

Ich finde alle Vergleiche mit Nazis, Hexenverfolgungen oder Apharrtheit sind weder angemessen noch sachdienlich.
Ich würde mich übrigens freuen, wenn Frauen mir im Fitnessstudio nicht die Geräte wegnähmen, leider habe ich bis jetzt weder ein Männer- noch ein Frauenfitnessstudio gesehen, die wären ja schön blöd, wenn sie auf 50% der Kundschaft verzichteten. Von Frauenfinanzberatungen habe ich auch noch nie was gehört...

Re: Diskriminierung von Männern...

Eugen Prinz, Thursday, 08.07.2004, 23:22 (vor 7883 Tagen) @ Robby

Als Antwort auf: Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert! von Robby am 08. Juli 2004 20:11:20:

Ich würde mich übrigens freuen, wenn Frauen mir im Fitnessstudio nicht die Geräte wegnähmen, leider habe ich bis jetzt weder ein Männer- noch ein Frauenfitnessstudio gesehen, die wären ja schön blöd, wenn sie auf 50% der Kundschaft verzichteten. Von Frauenfinanzberatungen habe ich auch noch nie was gehört...

nimm einfach irgendeine Telefon-CD (oder auch Google) und gib als Stichwort "Frauen" ein. Solange bis alle Fraueneinrichtungen aufgelistet sind, kannst du einen Kaffee trinken, dich rasieren und vielleicht noch liebevoll Hand an dich legen ;-)

Dann zum Vergleich: "Männer". Da kriegst du: Männergesangverein, Männerchor... und nicht viel mehr ... vielleicht 0,6 Sekunden.

Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert!

Marcel, Thursday, 08.07.2004, 23:25 (vor 7883 Tagen) @ Robby

Als Antwort auf: Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert! von Robby am 08. Juli 2004 20:11:20:

Gab es so was nicht schon mal, ich glaub das war in Südafrika! Wie hieß das noch gleich? Ach ja, natürlich: Apartheid!

Ich finde alle Vergleiche mit Nazis, Hexenverfolgungen oder Apharrtheit sind weder angemessen noch sachdienlich.
Ich würde mich übrigens freuen, wenn Frauen mir im Fitnessstudio nicht die Geräte wegnähmen, leider habe ich bis jetzt weder ein Männer- noch ein Frauenfitnessstudio gesehen, die wären ja schön blöd, wenn sie auf 50% der Kundschaft verzichteten. Von Frauenfinanzberatungen habe ich auch noch nie was gehört...

Sag mal wo lebst du denn? Frauenfitnessstudios gibts doch genug.
Und Finanzdienstleistungen nur für Frauen (nicht unbedingt von Frauen aber sicher mit Frauen) schießen auch zunehmend aus dem Boden.
Frauenfriedhof allerdings dürfte es nur einen geben, dafür umso mehr Frauenparkplätze...
Frauenhäuser sind in aller Munde, Frauenschuhe aber nicht nur in der Truhe.
Von Frauensaunen und Frauenbuchläden hast du sicher schon gehört, demnächst soll es aber auch noch Frauenkinos geben.
Und was machen die Frauenbeauftragten, wenn ihnen keine neue Verwendung für die Frauenknete mehr einfällt? Sie gehen in die Frauenpension, vorzugsweise mit dem Frauentaxi!
Preisfrage: Wie oft habe ich das Wort "Frauen" verwendet?

Re: Diskriminierung von Männern...

Odin, Thursday, 08.07.2004, 23:31 (vor 7883 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Diskriminierung von Männern... von Eugen Prinz am 08. Juli 2004 20:22:21:

Dann zum Vergleich: "Männer". Da kriegst du: Männergesangverein, Männerchor... und nicht viel mehr ... vielleicht 0,6 Sekunden.

Tststs, Du vergißt die 20 Telefonnummern zu "Männer gegen Männergewalt" :-)

Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert!

Christian, Thursday, 08.07.2004, 23:32 (vor 7883 Tagen) @ Robby

Als Antwort auf: Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert! von Robby am 08. Juli 2004 20:11:20:

Gib mal das Wort "Frauengesundheitszentrum" in der Suchmaschine "Google" ein und dann das Wort "Männergesundheitszentrum" ein! Noch welche Fragen?

Re: Diskriminierung von Männern...

Eugen Prinz, Friday, 09.07.2004, 02:13 (vor 7883 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Diskriminierung von Männern... von Odin am 08. Juli 2004 20:31:48:

>Dann zum Vergleich: "Männer". Da kriegst du: Männergesangverein, Männerchor... und nicht viel mehr ... vielleicht 0,6 Sekunden.
Tststs, Du vergißt die 20 Telefonnummern zu "Männer gegen Männergewalt" :-)

...jaja, das stimmt, diese Schafe im Wolfspelz im Schafspelz habe ich natürlich vergessen.

Zerfleischt von Reue,

Eugen Prinz

Re: Und die Begründung für die Diskriminierung!

Garfield, Monday, 12.07.2004, 21:29 (vor 7879 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Und die Begründung für die Diskriminierung! von Bruno am 08. Juli 2004 13:53:07:

Hallo Bruno!

"Statistisch gesehen mag es für junge Männer in der Tat nicht ganz so einfach sein wie für ältere Damen, eine Wohnung zu finden. Aber für so ernsthaft, dass der Staat hier eingreifen müsste, halte ich das Wohnungsproblem bei jungen Männern dann doch nicht."

Natürlich ist das kein ernsthaftes Problem. Es sind ja nur 75% aller Obdachlosen männlich, unter ihnen zunehmend Jugendliche. Also kurioserweise exakt die hier erwähnte Gruppe. Ja, wenn 120% aller Obdachlosen männlich wären, dann wäre das natürlich etwas anderes, aber solange der Männeranteil 100% nicht überschreitet, besteht doch kein Grund zur Besorgnis...

Getreu dieser Logik könnte man bei der Polizei auch eine Menge Geld einsparen, wenn man den Tatbestand der Vergewaltigung aus dem Strafgesetzbuch streichen, solchen Vergehen also nicht mehr nachgehen würde. Denn laut Kriminalitätsstatistik stellen Vergewaltigungen regelmäßig einen Anteil von weit unter 1%. Selbst wenn man eine 100%ige Dunkelziffer draufrechnet, kommt man noch nicht auf 1%. Das kann man dann doch genauso vernachlässigen wie die steigende Zahl der obdachlosen männlichen Jugendlichen. Da brauchen wir dann laut "Logik" der guten Frau Zypries auch keine staatliche Einmischung mehr.

Aber da habe ich natürlich noch eine Passage aus der Rede der Frau Zypries außer acht gelassen: "Die Bürgerinnen und Bürger würden das merken, und sie würden dem Gesetz den Gehorsam verweigern." Merkwürdig - wieso werden im sogenannten Patriarchat Mißstände immer nur erkannt, wenn sie angeblich oder tatsächlich Frauen betreffen? Wieso merken die Bürger nur dann etwas, und wieso sehen und merken so viele - darunter offensichtlich auch Frau Zypries - nichts, wenn es um Nachteile für Männer geht?

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert!

Garfield, Monday, 12.07.2004, 21:34 (vor 7879 Tagen) @ Robby

Als Antwort auf: Re: Diskriminierung von Männern wünschenwert! von Robby am 08. Juli 2004 20:11:20:

Hallo Robby!

"Von Frauenfinanzberatungen habe ich auch noch nie was gehört..."

Ich schon. Es gibt da spezielle Angebote für Frauen. Auch das Arbeitsamt hat spezielle Fördertöpfe, aus denen weibliche Unternehmensgründer zusätzliche Mittel bekommen, die Männern natürlich nicht zustehen. Dafür dürfen Männer das aber wesentlich mit ihren Steuern und Sozialbeiträgen finanzieren.

Freundliche Grüße
von Garfield

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