Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Die Frauen, das Öl und der Golfstrom...

Jeremin, Saturday, 03.07.2004, 15:15 (vor 7888 Tagen) @ Gopher John

Als Antwort auf: Die Frauen, das Öl und der Golfstrom... von Gopher John am 03. Juli 2004 10:05:06:

Ein sehr interessanter Aspekt, den ich ebenfalls schon mal durchdacht habe.

Im Krisenfalle, und ich ging bisher von Kriegen aus, wird sich die alte Geschlechterrolle schneller wieder etablieren, als das Frau Schwarzer und Co. lieb ist. Als Beispiel im Kleinen mag ein Unfall dienen, den ich vor einigen Jahren mal mitmachte.

Vor Antritt der Fahrt und vor dem Knall war die Rollenverteilung im Wagen klar. Wir emanzipierten Frauen können selber fahren, blablabla. Die Schuld am Unfall betraf sie auch nicht, es war der übliche Stau mit ein paar pennenden LKW-Fahrern am Schluss.

Aber in der Sekunde, als es im Rückspiegel dunkel wurde, die Fetzen durch die Gegend flogen, die Schreie begannen und es klar wurde, hier kann´s ganz schnell zu Ende sein, kehrten sich die Rollen blitzartig um und zwar ohne Widerspruch der Damen.

Aus der Karre kamen sie noch alleine raus, standen dann aber hilflos starrend in der Gegend rum. Als wir sie endlich im Wald hatten, standen sie da und schrien nach Gott. Als wir in den Wracks nach den Verbandskästen wühlten, suchten sie ihre Schuhkoffer. Die meisten Frauen standen geschockt irgendwo herum und greinten nach ihren Männern, die derweil versuchten, den Nachfolgeverkehr zum Stehen zu bringen. Wir haben schließlich entnervt ein Sammellager für wimmernde Weiber aufgemacht, was uns die Rettungssanis hoch anrechneten.

Es gab auch andere Frauen, Krankenschwester die eine, Verkäuferin die andere, die zupackten und sich die Tränen für später aufhoben. Die Frauen die Kinder hatten, kümmerten sich zuerst um diese und blieben auch relativ ruhig, was vielleicht ein Schlaglicht auf die Prioritäten einer Frau wirft.

Aber den wichtigsten und gefährlichsten Job haben Männer erledigt und zwar, ohne zu fragen. Über Standes- und Ländergrenzen hinweg fand eine selbstverständliche Verständigung über die anfallenden Arbeiten statt, im ersten Moment hatten auch die Rettungskräfte noch Hilfe nötig.

Erst als der Verkehr stand, die Sicherheit halbwegs wieder hergestellt war, fingen auch die Frauen an, wieder normal, das heißt fordernd, zu werden.

Ein Verhalten, dass in jeder Affenherde beobachtet werden kann. Kaum taucht der Tiger am Waldrand auf, kreischen die Weiber, bis die Kerle kommen und die Sache bereinigen. Und dann werden sie angemeckert, weil´s nicht schnell genug ging.

Menschen sind nicht so viel höher entwickelt, dieses Verhalten ist älter als der aufrechte Gang.

Also, wenn die Energiereserven nachlassen, die Welt wieder härter wird, die schönen staatlichen Unterstützungen heruntergefahren werden, wird die Situation der nach einem verheerenden Krieg gleichen.

Damals war jede Frau froh, einen Mann zu haben, der sie und ihre Kinder unterstützte, die Rollenverteilung war klar. Mann muss sich nur umschauen, in Ländern, wo das Leben nach wie vor ein täglicher Kampf ist, hat der Feminismus nichts zu sagen.

Was tun Frauen denn mit der Zeit, die ihnen Gesetze, technischer Vortschritt und Emanzipation als Freizeit zur Verfügung stellen? Sie putzen sich und schwatzen.

Aktion war immer schon Männersache. Ich hab noch keine Frau erlebt, die in einem Haus wohnt, dieses gleichzeitig renoviert, arbeiten geht und zwei Kinder großzieht. Ich kenne Frauen, die zwei Kinder haben und des Geldes wegen arbeiten müssen, aber das war´s auch schon. Die notwendigen schwereren Arbeiten erledigen dann in fünfundneunzig Prozent der Fälle männliche Freunde, Kollegen und Bekannte. Oder bezahlte Handwerker, die äußerst selten weiblich sind. Staatliche Unterstützung muss natürlich auch sein.

Und, wenn wir ehrlich zu uns selber sind, diese Rollenverteilung steckt tiefer in uns drin, als wir, politisch überkorrekt wie wir sind (ich nenne es einfach feige und angepasst), es wahrhaben wollen. Schon manchen Verfechter weiblicher Gleichstellung habe ich nach durchzechter Nacht ganz andere Töne spucken hören. Betrunkene und Kinder sagen meistens die Wahrheit.

Es ist richtig, die Zeiten haben sich verändert. Es gibt wesentlich mehr Frauen, die bereit sind, Verantwortung über ihre angestammte Rolle als Mutter und Haushälterin hinaus zu übernehmen. Zumindest unter den für Frauen so einfachen heutigen Bedingungen. Aber wenn es hart auf hart kommt?

Die weitaus meisten Frauen wollen überhaupt keine Verantwortung mehr, nur noch für sich und ihre Fingernägel. Sich selbst zu finden ist zum großen Schlagwort geworden. Alle Privilegien genießen und sich, wenn es eng und kalt wird, hinter einem breiten Männerrücken verkriechen.

Ich mag dieses Volk nicht mehr. Und Gleichstellung schon gar nicht. Statt unsere Unterschiede endlich anzuerkennen und sie zum beiderseitigen Vorteil und mit beiderseitiger Anerkennung zu nutzen, wird auf einer Gleichstellung beharrt, die schon rein biologisch lächerlich ist.

Und bevor es hier zu blöden Diskussionen kommt, ich bin kein Verlassener und kein Zahlvater. Zumindest den Fakten nach nicht.


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