Gefängnis statt Sozialhilfe für arbeitsunwilligen Familienvater
Christian, Monday, 28.06.2004, 22:01 (vor 7893 Tagen)
Habe meine Meinung dazu geschrieben, das Männer nur noch missbraucht, verpflichtet, ausgebeutet, entrechtet und versklavt werden und gefragt was mit arbeitsunwilligen Müttern geschieht!? Dem Vater nur raten kann beim EuGH für Menschenrechte zu klagen, da in Deutschland der Verdacht der Versklavung, Ausbeutung usw. vorliegt! Das ist meiner Meinung nach Geschlechterrassismus das sehr scharf verurteilt werden muss!
meint,
Christian
Re: Gefängnis statt Sozialhilfe für arbeitsunwilligen Familienvater
Peter, Monday, 28.06.2004, 23:59 (vor 7893 Tagen) @ Christian
Als Antwort auf: Gefängnis statt Sozialhilfe für arbeitsunwilligen Familienvater von Christian am 28. Juni 2004 19:01:40:
Die Meldung war:
Einen arbeitsunwilligen Familienvater hat das Landgericht Aachen wegen Verletzens der Unterhaltspflicht zu einer Haftstrafe von einem halben Jahr verurteilt. Nach dem Richterspruch hatte der Vater von vier Kindern ohne Grund Arbeit abgelehnt. Seine Familie lebte von Sozialhilfe und Einkünften aus gelegentlicher Schwarzarbeit des Mannes. Ins Gefängnis muss er den Richtern zufolge, weil der Vorbestrafte voraussichtlich auch in Zukunft keinen Finger krumm machen werde (Az.: 71 Ns 48/04).
Eine interessante Lesermeinung dazu:
Meine Meinung hier in Form einer Frage: War denn die Familienmutter arbeitswilliger als der Vater? Falls ja, warum war die Familie auf Sozialhilfe angewiesen. Falls nein, welche Faktoren ließen die Entscheidung auf den Vater als den Schuldigen bei der Familienmisere fallen? Strebt dieser Staat nich angeblich eine Gleichstellung der Geschlechter an? Oder gilt dies nur wenn Vorteile für eine bestimmte Klientel in Aussicht stehen?
Ich finde es auch erstaunlich, dass die Mutter nicht angeklagt war. Hat sie weniger eine Verpflichtung, fuer ihre Kinder Geld zu beschaffen? Warum?
Ich verstehe die Sozialkassen schon, dass sie nicht einfach zahlen wollen. Ich haette eher die Sozialhilfe um einen Erwachsenensatz gekuerzt, wenn kein Nachweis vorliegt, dass sich Vater und Mutter ausreichend um Arbeit bemuehen. Dann koennen Vater und Mutter unter sich ausmachen, wer wieviel arbeiten soll. Schwarzarbeit sollte von der Sozialhilfe wieder abgezogen werden, aber fuer Schwarzarbeit hat man den Mann anscheinend nicht ins Gefaengnis geschickt.
Gruss,
Peter
Widersprüchlich!
Anti-Sexistin, Tuesday, 29.06.2004, 11:50 (vor 7892 Tagen) @ Christian
Als Antwort auf: Gefängnis statt Sozialhilfe für arbeitsunwilligen Familienvater von Christian am 28. Juni 2004 19:01:40:
Habe meine Meinung dazu geschrieben, das Männer nur noch missbraucht, verpflichtet, ausgebeutet, entrechtet und versklavt werden und gefragt was mit arbeitsunwilligen Müttern geschieht!? Dem Vater nur raten kann beim EuGH für Menschenrechte zu klagen, da in Deutschland der Verdacht der Versklavung, Ausbeutung usw. vorliegt! Das ist meiner Meinung nach Geschlechterrassismus das sehr scharf verurteilt werden muss!
meint,
Christian
Der Artikel widerspricht sich. Einerseits wird behauptet, der Familienvater sei arbeitsunwillig. Dann wird erwähnt, daß er bislang mit Sozialhilfe und Schwarzarbeit durchgekommen sei. Also ist er doch vielmehr unwillig, Steuern und Versicherungen zu zahlen statt arbeitsfaul. Manche journalistischen Leistungen sind einfach haarsträubend. Allerdings wundert es mich, daß man es an Masku-Boards an die große Glocke hängen muß, und sich an einer sensationslüsternen Headline aufreibt.
Anti-Sexistin
Re: Widersprüchlich!
JehKeh, Tuesday, 29.06.2004, 12:35 (vor 7892 Tagen) @ Anti-Sexistin
Als Antwort auf: Widersprüchlich! von Anti-Sexistin am 29. Juni 2004 08:50:19:
Der Artikel widerspricht sich. Einerseits wird behauptet, der Familienvater sei arbeitsunwillig. Dann wird erwähnt, daß er bislang mit Sozialhilfe und Schwarzarbeit durchgekommen sei. Also ist er doch vielmehr unwillig, Steuern und Versicherungen zu zahlen statt arbeitsfaul. Manche journalistischen Leistungen sind einfach haarsträubend. Allerdings wundert es mich, daß man es an Masku-Boards an die große Glocke hängen muß, und sich an einer sensationslüsternen Headline aufreibt.
Wie, nur weil man bei Schwarzarbeit auch arbeiten muß, hängst Du Dich am Wort arbeitsunwillig auf und damit ist der kritikwürdige Inhalt/Hintergrund des ganzen Artikels nichts mehr wert?
Au Backe, Du zeigst immer deutlicher die Irgendwas-finde-ich-schon-Qualitäten eines Voll-Trolls.
BTW: Auch ein Taschendieb, die Mafia, ... muß für sein/Ihr Geld "arbeiten" - selbstverständlich sind die auch nicht arbeitsunwillig *eg*.
Hintergrund einer solchen Geschichte ist doch id.R.: Familie hat Kinder, Vater weigert sich jede beliebige Arbeit vom Sozialamt anzunehmen (Stundenlohn 1.50 Euro - 60h den Monat; "niedrigste" Arbeiten z.B. im Gartenbauamt und überall ist man der letzte Dreck). Sozialamt kann jetzt als Zwangsmaßnahme nur dem Mann die Stütze streichen. Die Frau zieht sich auf die Kinderbetreuuung der (kleinen) Kinder zurück und muß ihr Geld kriegen und die Kinder sowieso. D.h., durch den Familienverbund kann der Vater überleben, ohne selber Hilfe zum Lebensunterhalt zu kriegen, da er von der Sozialhilfe der anderen Familienmitglieder schmarotzt (und evtl. heimlich nebenher verdient).
Kritikwürdig ist an dieser Stelle IMHO wie immer, die feste Rollenverteilung, die auch dafür sorgt, daß Richter quasi wortwörtlich sagen "Eine Mutter gehört nicht in den Knast", wenn es um anstehende Zwangsmaßnahmen gegen diese geht, währenddessen gegen Männchen mit aller Härte vorgegangen wird. Hier an diesem Beispiel: Auch die Mutter ist - so irgend möglich - für die Ernährung der Familie zuständig - einseitige Zwangsmaßnahmen sind ungerecht und entsprechen dem überkommenen Rollenbild, das sonst so vielfach kritisiert wird!