Schreiben an den ISUV
Hi
Hier mein vorgesehenes Schreiben an den ISUV.
Mit der Bitte um ernsthafte Meinungen und Verbesserungsvorschlägen.
Gruß
Norbert
Anschrift
...
An ISUV Bezirk xxx
Sehr geehrter Herr www
Zuerst möchte ich Ihnen und den anderen Aktiven des Verbandes meine Anerkennung für ihre Arbeit mitteilen.
Ich besuchte nun mehrere Vorträge und gewann ein sehr positiven Eindruck davon.
Ich halte dieses auch für so notwendig, so dass ich geplant hatte, mich diesbezüglich auch zu engagieren, sowie Mitglied im ISUV zu werden.
Allerdings habe ich nun erst einmal wieder Abstand davon genommen.
Grund hierfür war der verheerende Eindruck, welchen das Referat von RA. Xxx am xx.xx.2004 bei mir hinterlassen hat.
Der Vortrag war schon stilistisch ziemlich dürftig, somit mit den vorherigen Vorträgen nicht vergleichbar.
Aber dass hätte ich ohne weiteres verschmerzt.
Aber gerade was RA xxx bezüglich seiner Einstellung zum bestehenden Unterhaltsrecht den Zuhörern vermittelte, empfand ich schlichtweg als katastrophal.
Von nur wenigen, eher sehr schwach ausgeprägten, Kritikansätzen konnte man den Eindruck gewinnen, dass RA xxx das Unterhaltsrecht mit all seinen Auswüchsen, eigentlich so für richtig hält.
Dies konnte man unschwer z.B. an seinen Ausführungen zum BGH Urteil von 2001, sowie etlichen anderen Bemerkungen entnehmen.
Er erwähnte zwar die Umstrittenheit an der früheren Rechtssprechung, aber nicht, dass die aktuell geltende Rechtssprechung des BGH ebenfalls umstritten ist.
Persönlich am meisten betroffen machte mich aber ein Spruch, den RA yyy in einem vorherigen Vortrag kritisiert hatte: "Sollen wir denn für ihre Frau sorgen?".
RA xxx verschäfte dieses noch indem er daraus noch die 'Ich-Version' machte.
Hierzu kann man dazu die Ausführungen des RA yyy entgegenhalten: Es geht um das individuelle Recht.
Von der Art der Ausführungen des RA xxx, dass er sich wie der gute Onkel( bzw. Weihnachtsmann) fühlt, wenn er Frauen die Unterhaltsurteile überreichen darf, und dem Unterschied wenn er dieses bei den Männern machen muss, kann man eigentlich nur betroffen schweigen.
"Nett" fand ich noch die Ausführungen über die Repressalien, die Männern drohen, wenn sie den ihnen abgezwungen Unterhalt auch nur einmal nicht pünktlich zahlen.
Auch über die Ausführung, "dass ein Mann als Schläger seinen Unterhaltsanspruch verwirken würde", kann man nur entsetzt schweigen.
Wieviele krude Beispiele und längst widerlegte Vorurteile bzw. Behauptungen kann man eigentlich noch bringen?
Jedenfalls gewann ich den Eindruck, dass diese Person, sich nicht wirklich um die Nöte unterhaltsverpflichteter Männer sorgt bzw. interessiert ist.
Als Werbung für den ISUV konnte dieser Vortrag leider nicht dienen, im Gegenteil.
Männer, die erstmalig bei so einer Veranstaltung waren und sich Unterhaltsklagen gegenüber sehen, werden kaum ein zweites Mal kommen.
Und auch sicher nicht dem ISUV beitreten.
Gleiches dürfte für Frauen gelten, die hier als Zweitfrauen gekommen waren.
Unterhaltsberechtigte Frauen hingegen, werden begeistert zu RA xxx gehen, vermutlich allerdings ohne die Notwendigkeit zu sehen dem ISUV beizutreten .
Ich kann nur hoffen, dass RA xxx nie als Repräsentant des ISUV bei einem Justizministerium vorstellig wird.
Das Ergebnis mag ich mir gar nicht vorstellen.
Noch erwähnen möchte ich, dass ich eigentlich gekommen war, um mir RA zzz anzuhören, welcher als Referent angekündigt war. Dieser war mir empfohlen worden. Und welchen ich mit einer meiner Angelegenheiten betrauen wollte.
Da RA xxx in der gleichen Kanzlei tätig ist, und ich diesen auch nicht indirekt finanziell begünstigen will, habe ich mich dagegen entschieden.
Ich hoffe, dass der Vortrag des RA xxx nicht noch weiteren Schaden für den ISUV angerichtet hat.
Ich wünsche Ihnen und allen Aktiven des ISUV noch viel Erfolg bei ihrer weiteren Arbeit.
Ich halte ihr Engagement für dankenswert und wichtig.
Mit freundlichen Grüßen