Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Heute im Radio

AJM, Thursday, 17.06.2004, 11:10 (vor 7904 Tagen)

Moin, Moin,

nur mal 2 Stunden (nicht am Stück) beim Autofahren Radio gehört, aber einige Meldungen bleiben hängen:

Radio Bremen 1, Regionalnachrichten, gestern: Berichtet wird aus der Bürgerschaft. Problem: Frauen werden nicht nur deutlich älter als Männer, nein, die werden auch öfters zu Pflegefällen im Alter (was Wunde, wenn die Herren sich doch eher abseilen). Ab anstatt sich darum zu kümmern, daß auch Männer einen längeren Lebensabend ermöglicht bekommen, sind die einzigen Gedanken der zuständigen Referentin, wie sich der Zustand der Frauen verbessern läßt, damit sie im Alter nicht der Pflege anheim fallen. Männer werden nur nebenbei erwähnt, nämlich als diejenigen, die eben nicht so alt werden.

Ach ja, dieses Programm soll natürlich aus Steuermitteln finanziert werden, welche, wie wir alle wissen, hauptsächlich von Männern aufgebracht werden. Schön, daß man wenigstens weiß, was mit seinen hart verdienten Abgaben so alles geschieht....

NDR 2, Morgen-Show, heute: Es gibt Kinofreikarten zu gewinnen. Gewonnen hat diesmal eine (anscheinend jüngere) Frau. Auf die Frage, wen sie denn am Abend mitnehmen würde, kam die die Antwort: "Ich glaub, ich ruf eine Freundin an. Mein Mann/Freund MUSS renovieren." Von den Moderatoren wurde das nicht weiter kommentiert. Deshalb mach ich das jetzt mal. Stellt Euch vor, ER hätte die Karten gewonnen und würde einen Kumpel mitnehmen (vielleicht weil SIE ja auch was im Haus machen muß). Was glaubt ihr, wie lange die Beziehung noch gehen würde, weil SIE sich zurückgesetzt fühlt? Das ist ein Phänomen, welches mir auch mei meinen gelegenlichen Abstechern in die Niederungen der Quiz-Show-Unterhaltung aufgefallen ist. Männliche Kandidaten haben überwiegend die Partnerin dabei (sozusagen als Glücksbringer), weibliche hingegen eine Freudnin, die Mutter, aber selten der Partner. Warum dieses Verhalten: Meine Theorie ist, daß sich Frauen eben alles erlauben dürfen und bei ihrem Vergnügen eben lieber die Freundin dabei haben. Von Männern erwarten sie selbstverständlich, daß er nur sie und niemand anderen mitnimmt.

Radio Bremen 1, Regionalnachrichten, neulich: In Bremerhaven treibt ein Serienvergewaltiger sein Unwesen (ich glaube, es waren 4 oder 5 Fälle in den letzten 4 Jahren). Folge: Über 2.300 wurden sehr nachhaltig zum Speichelprobe abgeben gebeten. Slebstverständlich wird das ganze ausgehen, wie das Hornebuger Schießen, aber immerhin hat man so die Daten von 2.300 potentiellen Sexualtätern (vulgo: Männern). Umgekehrt wird natürlich (grad im Zusammenhang mit den privaten Vaterschaftstest) sofort auf die informelle Selbstbestimmung der Frau, etc. gepocht. All men are equal, but some are more equal.

Tja, liebe Menschinnen und Menschen, dank dieses trefflichen Forums bin ich seit nunmehr über einem Jahr sehr sensibilisiert und klopfe viele meldungen auf ihre Geschlechterneutralität ab. Wobei diese ja nur selten gegeben ist. Im Bekanntenkreis zur Sprache gebracht, kommt dann häufig ein: Ja und? Wer glaubt alles, was in den Nachrichten kommt? Oder auch (beim Thema Gentests) der Klassiker: Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten. Wie weit der Feminismus schon geschritten ist, merkt man täglich, weil einfach die Benachteiligung von Jungs und Männern einfach so hingenommen wird. (Im Grunde ist es kein Feminismus, sondern ein Anti-Maskulinismus). Aber auch ich werde nicht müde, im Kleinen Aufklärung zu leisten (Danke Arne Hoffmann, Dein Buch ist ein wahrer Augenöffner bei vielen gewesen).

Gruß

AJM

Re: Heute im Radio

Sven74, Thursday, 17.06.2004, 12:35 (vor 7904 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Heute im Radio von AJM am 17. Juni 2004 08:10:05:

Radio Bremen 1, Regionalnachrichten, neulich: In Bremerhaven treibt ein Serienvergewaltiger sein Unwesen (ich glaube, es waren 4 oder 5 Fälle in den letzten 4 Jahren). Folge: Über 2.300 wurden sehr nachhaltig zum Speichelprobe abgeben gebeten. Slebstverständlich wird das ganze ausgehen, wie das Hornebuger Schießen, aber immerhin hat man so die Daten von 2.300 potentiellen Sexualtätern (vulgo: Männern). Umgekehrt wird natürlich (grad im Zusammenhang mit den privaten Vaterschaftstest) sofort auf die informelle Selbstbestimmung der Frau, etc. gepocht. All men are equal, but some are more equal.

Dann wollen wir man diese Gentests vergleichen.

A: Männer:

Vergewaltigung/Mord an Frauen: tausende Männer werden zum Gentest gezungen (zur Not per Gerichtsbeschluss).

Radafalle beschädigt: In Nordhessen mussten mehr als 100 Autofahrer zum Gentest, um den Täter dieses "schweren Verbrechens" zu finden.

B: Frauen:

Babyleiche: Frauen können sich gegen Gentests weigern.

Vaterschafstest: Mögliche Betrügerin (Unterschiebung von Kukuckskind = schwerer finanzieller Betrug + weitere Vergehen). Gesetz will diese Verbrechen begünstigen und die Ermittlung der Täterinnen erschweren.

Nur soviel zu dem Thema.

Sven74

Vaterschaftstests

Norbert, Thursday, 17.06.2004, 15:23 (vor 7904 Tagen) @ Sven74

Als Antwort auf: Re: Heute im Radio von Sven74 am 17. Juni 2004 09:35:35:

Hi

Vaterschafstest: Mögliche Betrügerin (Unterschiebung von Kukuckskind = schwerer finanzieller Betrug + weitere Vergehen). Gesetz will diese Verbrechen begünstigen und die Ermittlung der Täterinnen erschweren.

Hier sehe ich aktuell nicht einmal so schwarz.
Die Justizministerin von Baden-Württemberg hat genau dieses so erst zur Sprache gebracht, und von den Rechten des Vaters(!) gesprochen.

Der feministische Wahn stößt selbst dort schon auf seine Grenzen.

Mir fällt in dem Zusammenhang erneut auf, dass es eine ganze Menge Justizministerinnen gibt.

Gruß
Norbert

Re: Heute im Radio

Frank, Thursday, 17.06.2004, 16:26 (vor 7904 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Heute im Radio von AJM am 17. Juni 2004 08:10:05:

... Slebstverständlich wird das ganze ausgehen, wie das Hornebuger Schießen, aber immerhin hat man so die Daten von 2.300 potentiellen Sexualtätern (vulgo: Männern). Umgekehrt wird natürlich (grad im Zusammenhang mit den privaten Vaterschaftstest) sofort auf die informelle Selbstbestimmung der Frau, etc. gepocht. All men are equal, but some are more equal.

Hallo!

Ich lese gerade "Das bevorzugte Geschlecht" von Martin van Creveld. Mit wachsender Wut im Bauch, übrigens. Das, was du da schreibst, ist beispielhaft für eine Ungleichbehandlung, die es immer schon, in allen Gesellschaften, gegeben hat und die dieses Buch sehr schön thematisiert. Es sträuben sich einem die Nackenhaare, wenn man das liest. Aber es wird sich leider wohl nie etwas an dieser Privilegierung der Frauen ändern.

Gruß
Frank

Re: Heute im Radio

Manfred, Thursday, 17.06.2004, 16:50 (vor 7904 Tagen) @ Frank

Als Antwort auf: Re: Heute im Radio von Frank am 17. Juni 2004 13:26:00:

Aber es wird sich leider wohl nie etwas an dieser Privilegierung der Frauen ändern.<

Da bin ich ganz anderer meinung. Es wird!
Allerdings mit einem geringen Tempo, was manchmal dazu reizt dem ganzen ein bisschen Zunder zu geben.
Um eins von beiden wird man nicht herumkommen: Geduld und Mühe oder Gewalt.
Wer aber Gewalt ablehnt muß es mit Geduld versuchen und das erfordert Geduld :-) (Sorry, aber das ist der Preis für Niveau, Fairness und Edelmut. Dinge, die wir uns selber gerne auf die Fahne schreiben)

Ansonsten rate ich, um nicht in deplazierte Resignation zu verfallen, sich auch mal vom Thema Geschlechterkampf zu lösen, sich eine Pause zu gönnen.
Zuviel Arbeit mit derselben Thematik ist löblich, verstellt aber den Blick auf alles andere was Spaß machen kann, läßt verkrampfen und verzweifeln.

Auch der extremste Fußballfan sollte zwischendurch das Stadion verlassen oder wenigstens mal den Kanal umschalten. Ähnliches gilt auch für den Feminismus und einschlägige Foren (auch dieses) auch wenn es keineswegs ein Spiel ist.

Sitze heute abend noch im Flieger und wünsche daher allen schonmal ein
schönes Wochenende
Gruß,
Manfred

Re: Vaterschaftstests

Ferdi, Thursday, 17.06.2004, 19:56 (vor 7904 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Vaterschaftstests von Norbert am 17. Juni 2004 12:23:47:


Hallo zusammen!

Mir fällt in dem Zusammenhang erneut auf, dass es eine ganze Menge Justizministerinnen gibt.

Kein Wunder. Da die meisten Juristen nicht lesen können (aus welchen Gründen auch immer, vielleicht Legasthenie), haben sie eine Hang zu Esoterik und Kaffeesatzleserei. Esoterik ist aber auch bei sehr vielen Frauen beliebt.

Gruss,
Ferdi

Re: Vaterschaftstests

Andreas, Thursday, 17.06.2004, 20:12 (vor 7904 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Vaterschaftstests von Ferdi am 17. Juni 2004 16:56:25:

Hallo Ferdi,

Mir fällt in dem Zusammenhang erneut auf, dass es eine ganze Menge Justizministerinnen gibt.
Kein Wunder. Da die meisten Juristen nicht lesen können (aus welchen Gründen auch immer, vielleicht Legasthenie), haben sie eine Hang zu Esoterik und Kaffeesatzleserei. Esoterik ist aber auch bei sehr vielen Frauen beliebt.

das haengt meiner Ansicht nach auch damit zusammen, dass Juristen die Gesetze der Logik vollstaendig ignorieren - man werfe einen Blick in unsere Verfassung! Da Feministinnen ebenfalls die Logik als Grundlage jeder korrekten Argumentation und Schlussfolgerung ablehnen, passen sie natuerlich bestens ins Justizministerium. Damit bildet die feministische Justiz in unserem Land sozusagen ein Bollwerk wider die Vernunft und die Logik.

Gruss
Andreas

volle Zustimmung (n/t)

Norbert, Thursday, 17.06.2004, 20:17 (vor 7904 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Vaterschaftstests von Andreas am 17. Juni 2004 17:12:01:

Re: Vaterschaftstests

Peter, Thursday, 17.06.2004, 22:53 (vor 7904 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Vaterschaftstests von Norbert am 17. Juni 2004 12:23:47:

Die Justizministerin von Baden-Württemberg hat genau dieses so erst zur Sprache gebracht, und von den Rechten des Vaters(!) gesprochen.

Das hoert sich gut an. Hast du einen Link?

Gruss,

Peter

Ruhig Blut...

Martin, Thursday, 17.06.2004, 23:48 (vor 7904 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Heute im Radio von AJM am 17. Juni 2004 08:10:05:

Moin, Moin,

Grüsgott,

Ab anstatt sich darum zu kümmern, daß auch Männer einen längeren Lebensabend ermöglicht bekommen, sind die einzigen Gedanken der zuständigen Referentin, wie sich der Zustand der Frauen verbessern läßt, damit sie im Alter nicht der Pflege anheim fallen.

Klar. Zustimmung.

"Ich glaub, ich ruf eine Freundin an. Mein Mann/Freund MUSS renovieren."

Hm. Das ist doch deren internes Problem.

Stellt Euch vor, ER hätte die Karten gewonnen und würde einen Kumpel mitnehmen (vielleicht weil SIE ja auch was im Haus machen muß.

Die von dir befürchtete Schockwirkung würde wohl ausbleiben. Jetzt aber:

Männliche Kandidaten haben überwiegend die Partnerin dabei (sozusagen als Glücksbringer), weibliche hingegen eine Freudnin, die Mutter, aber selten der Partner.

Das halte ich für selektive Wahrnehmung. Ich schaue mir auch gerne Quiz-Sendungen an (vor allem G. J. mit w. w. M.?) und mir ist noch nichts derartigen aufgefallen. Ich habe schon viele Männer mit männlichen Begleitern und viele Frauen mit Ehe- oder sonstigen Partnern gesehen. Gezählt habe ich das aber noch nicht.

Zum Gentest: Gibt's bei Funden von weiblicher DNA am Tatort natürlich bei Frauen auch. Wahrscheinlich auf freiwilliger Basis. Das ist m. W. bei Männern aber auch der Fall.

Re: Ruhig Blut...

Sven74, Friday, 18.06.2004, 01:36 (vor 7904 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Ruhig Blut... von Martin am 17. Juni 2004 20:48:52:

Zum Gentest: Gibt's bei Funden von weiblicher DNA am Tatort natürlich bei Frauen auch. Wahrscheinlich auf freiwilliger Basis. Das ist m. W. bei Männern aber auch der Fall.

Einspruch!

Es gab Frauen, welche sich "erfolgreich" gegen Gentests im Fall von Babymord gewehrt haben.

Bei Vergewaltigung und Mord werden Männer allerdings zu solchen Tests gezwungen (bei Weigerung gerichtliche Anordnung).

Und nun der Hammer:

Nordhessen vor ca. einer Woche. Eine festinstallierte Radarfalle wurde mutwillig beschädigt. Daraufhin wurden über 100 Männer einem Gentest unterzogen. Wer sich weigerte, wurde gerichtlich dazu gezwungen.

Fazit:

Babymord durch Frau: Frau braucht nicht zum Gentest.

Sachbeschädigung: Mann wird zum Gentest gezwunden.

Sven74

Re: Ruhig Blut...

Peter, Friday, 18.06.2004, 02:07 (vor 7904 Tagen) @ Sven74

Als Antwort auf: Re: Ruhig Blut... von Sven74 am 17. Juni 2004 22:36:35:

Und nun der Hammer:
Nordhessen vor ca. einer Woche. Eine festinstallierte Radarfalle wurde mutwillig beschädigt. Daraufhin wurden über 100 Männer einem Gentest unterzogen. Wer sich weigerte, wurde gerichtlich dazu gezwungen.

Das wäre wirklich ein Hammer. Bist du sicher, dass keine Menschen zu Schaden kamen? Hast du dazu einen Link?

Bei schweren Verbrechen wie Vergewaltigung und Babymord kann ich die Notwendigkeit eines Gentests sehen, aber bei Sachbeschädigung?

Gruß,

Peter

Re: Ruhig Blut...

Sven74, Friday, 18.06.2004, 02:34 (vor 7904 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: Ruhig Blut... von Peter am 17. Juni 2004 23:07:19:

Und nun der Hammer:
Nordhessen vor ca. einer Woche. Eine festinstallierte Radarfalle wurde mutwillig beschädigt. Daraufhin wurden über 100 Männer einem Gentest unterzogen. Wer sich weigerte, wurde gerichtlich dazu gezwungen.

Das wäre wirklich ein Hammer. Bist du sicher, dass keine Menschen zu Schaden kamen? Hast du dazu einen Link?
Bei schweren Verbrechen wie Vergewaltigung und Babymord kann ich die Notwendigkeit eines Gentests sehen, aber bei Sachbeschädigung?
Gruß,
Peter

Es wurden alle, die in einem bestimmten Zeitraum in diese Radarfalle geraten sind zu Gentests gezwunden. Der "Täter dieses schlimmen Verbrechens" hat sich natürlich geweigert und wurde per richterlicher Anordnung dazu gezwunden.

Die Radaranlage, welche eine sehr gute Einnahmequelle darstellte, ist mehrere Wochen ausgefallen und hat dadurch "erheblichen" finanziellen Schaden für die Wegelagerer verursacht.

Nicht die Kosten für die Reperatur waren so hoch, sondern die eingeplanten Einnahmen.

Nun kann man mit etwas Fantasie einen Zusammenhang zwischen dem Verhinderungsversuch von Vaterschaftstests und diesem Fall ziehen.

Bei der Radarfalle plant der Staat fest mit den Einnahmen der Autofahrerabzocke.
Bei der Verhinderung von Vaterschaftstests will der Staat nicht den "finanziellen" Ersatzvater spielen und will daher ein einmal gefundenes Opfer nicht mehr loslassen.

Sven74

Link dazu

Re: Vaterschaftstests

Norbert, Friday, 18.06.2004, 02:35 (vor 7904 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: Vaterschaftstests von Peter am 17. Juni 2004 19:53:09:

Die Justizministerin von Baden-Württemberg hat genau dieses so erst zur Sprache gebracht, und von den Rechten des Vaters(!) gesprochen.

Das hoert sich gut an. Hast du einen Link?
Gruss,
Peter

Leider nein, kam im Radio.

Gruß
Norbert

Re: Ruhig Blut...

Sven74, Friday, 18.06.2004, 02:37 (vor 7904 Tagen) @ Sven74

Als Antwort auf: Re: Ruhig Blut... von Sven74 am 17. Juni 2004 23:34:26:

Link ging nicht richtig.

Hier nochmal:

http://www.jungeautoren.net/modules.php?op=modload&name=phpBB_14&file=index&action=viewtopic&topic=41&forum=7&start=0

Link gefunden/Vaterschaftstests

Norbert, Friday, 18.06.2004, 10:47 (vor 7903 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Re: Vaterschaftstests von Norbert am 17. Juni 2004 23:35:09:

Die Justizministerin von Baden-Württemberg hat genau dieses so erst zur Sprache gebracht, und von den Rechten des Vaters(!) gesprochen.

Das hoert sich gut an. Hast du einen Link?
Gruss,
Peter

Leider nein, kam im Radio.
Gruß
Norbert

Hier habe ich doch etwas gefunden: Werwigk-Hertneck

Gruß
Norbert

Re: Heute im Radio

CnndrBrbr, Friday, 18.06.2004, 12:01 (vor 7903 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Heute im Radio von AJM am 17. Juni 2004 08:10:05:

"Ich glaub, ich ruf eine Freundin an. Mein Mann/Freund MUSS renovieren."

Macht doch nix, sie kommt irgendwann nach Hause, macht die Beine breit und alles ist wieder gut.
Wenn ER nach ner Zechtour mit Bierfahne nach Hause kommt und bumsen will, wird das entweder als Versöhnungsangebot anerkannt, oder es läuft was falsch.

Re: Ruhig Blut...

Ferdi, Friday, 18.06.2004, 12:36 (vor 7903 Tagen) @ Sven74

Als Antwort auf: Re: Ruhig Blut... von Sven74 am 17. Juni 2004 23:34:26:

Hallo Sven!

In diesem Fall halte ich den Gen-Test für berechtigt, da er zur Beweissicherung notwendig war. Schliesslich hatte sich der Täter verletzt und Blutspuren am Tatort hinterlassen. Verdächtigten werden in solchen Fällen ja auch Fingerabdrücke zwangsweise abgenommen. Es ist immer noch besser, alle Mittel der Beweisführung auszuschöpfen als Unschuldige zu bestrafen. Hätte man in dem Fall, den Christine geschildert hat, auch so konsequent DNA-Tests gemacht, wäre dem armen Jungen die Gefängnisstrafe sicher erspart geblieben. Ich fordere daher nachdrücklich, dass Gen-Tests überall zur Beweissicherung angewendet werden, wo es möglich und notwendig ist um den wahren Tathergang zweifelsfrei zu ermitteln. Derzeit scheint es aber so zu sein, dass immer dann, wenn Frauen in Verdacht geraten, ein Delikt begangen zu haben, solche DNA-Tests plötzlich mit allen hanebüchenen Begründungen, die nur denkbar sind, unter allen Umständen vermieden werden. In Christines Fall ebenso wie in den Fällen der Vaterschaftstests. Es geht der Justiz also erkennbar darum, Frauen anders, nämlich besser zu behandeln als Männer. So etwas ist keine rechtsstaatliche Justiz mehr, das ist Willkürjustiz, wie sie in diktatorischen, undemokratsichen Staaten üblich ist.

Noch etwas zu den Radarfallen und der damit verbundenen Abzocke: Es gibt doch bessere Methoden, sich davor zu schützen. Da braucht man doch nicht die brutale und primitive Axt-Methode anzuwenden. Die erste ist wohl die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung. Dann geben viele Privatsender die Standorte und Betriebszeiten der Radarfallen durch. Eine ebenfalls gute Methode ist die, sich einen "Vorbeter" zu suchen, der zu schnell fährt und dann hinter dem mit gleicher Geschwindigkeit und grösserem Abstand hinterherzufahren. Wenn der dann geblitzt wird, hat man genügend Zeit, in die Eisen zu steigen. Auch ein auf Kanal 9 eingestelltes CB-Funkgerät ist hilfreich. Hier warnen sich nämlich die LKW-Fahrer gegenseitig davor. Obwohl ich auf der Autobahn auch schon mal zu schnell bin (meistens so 10 bis 20 km/h zuviel), bin ich in den letzten Jahren nie erwischt worden. Da habe ich es mit Park-Knöllchen schon schwerer, seitdem es so viele ABM-Stellen bei den Kommunen gibt.

Gruss,
Ferdi

Nur das du da was vergessen hast , Ferdi...

Leser, Friday, 18.06.2004, 12:54 (vor 7903 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Ruhig Blut... von Ferdi am 18. Juni 2004 09:36:25:

Deine Gene sind dein Erbe. deine ganzen Anlagen sind darin gespeichert.
In den falschen Händen kann man damit eine Menge Unsinn machen. Und ich
werde mich mit Händen und Füssen gegen jeden Gentest wehren, den irgendein
Staat mit mir machen will.

Anschließend krieg ich keine Krankenversicherung mehr, weil ich angeblich einen Hang zu Krebs habe , oder mir läuft sogar mein Klon übern weg oder oder oder..

NEIN DANKE!

Leser

Hallo Sven!
In diesem Fall halte ich den Gen-Test für berechtigt, da er zur Beweissicherung notwendig war. Schliesslich hatte sich der Täter verletzt und Blutspuren am Tatort hinterlassen. Verdächtigten werden in solchen Fällen ja auch Fingerabdrücke zwangsweise abgenommen. Es ist immer noch besser, alle Mittel der Beweisführung auszuschöpfen als Unschuldige zu bestrafen. Hätte man in dem Fall, den Christine geschildert hat, auch so konsequent DNA-Tests gemacht, wäre dem armen Jungen die Gefängnisstrafe sicher erspart geblieben. Ich fordere daher nachdrücklich, dass Gen-Tests überall zur Beweissicherung angewendet werden, wo es möglich und notwendig ist um den wahren Tathergang zweifelsfrei zu ermitteln. Derzeit scheint es aber so zu sein, dass immer dann, wenn Frauen in Verdacht geraten, ein Delikt begangen zu haben, solche DNA-Tests plötzlich mit allen hanebüchenen Begründungen, die nur denkbar sind, unter allen Umständen vermieden werden. In Christines Fall ebenso wie in den Fällen der Vaterschaftstests. Es geht der Justiz also erkennbar darum, Frauen anders, nämlich besser zu behandeln als Männer. So etwas ist keine rechtsstaatliche Justiz mehr, das ist Willkürjustiz, wie sie in diktatorischen, undemokratsichen Staaten üblich ist.
Noch etwas zu den Radarfallen und der damit verbundenen Abzocke: Es gibt doch bessere Methoden, sich davor zu schützen. Da braucht man doch nicht die brutale und primitive Axt-Methode anzuwenden. Die erste ist wohl die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung. Dann geben viele Privatsender die Standorte und Betriebszeiten der Radarfallen durch. Eine ebenfalls gute Methode ist die, sich einen "Vorbeter" zu suchen, der zu schnell fährt und dann hinter dem mit gleicher Geschwindigkeit und grösserem Abstand hinterherzufahren. Wenn der dann geblitzt wird, hat man genügend Zeit, in die Eisen zu steigen. Auch ein auf Kanal 9 eingestelltes CB-Funkgerät ist hilfreich. Hier warnen sich nämlich die LKW-Fahrer gegenseitig davor. Obwohl ich auf der Autobahn auch schon mal zu schnell bin (meistens so 10 bis 20 km/h zuviel), bin ich in den letzten Jahren nie erwischt worden. Da habe ich es mit Park-Knöllchen schon schwerer, seitdem es so viele ABM-Stellen bei den Kommunen gibt.
Gruss,
Ferdi

Re: Ruhig Blut...

Hetzi, Friday, 18.06.2004, 14:12 (vor 7903 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Ruhig Blut... von Ferdi am 18. Juni 2004 09:36:25:

Hallo Sven!
In diesem Fall halte ich den Gen-Test für berechtigt, da er zur Beweissicherung notwendig war. Schliesslich hatte sich der Täter verletzt und Blutspuren am Tatort hinterlassen. Verdächtigten werden in solchen Fällen ja auch Fingerabdrücke zwangsweise abgenommen. Es ist immer noch besser, alle Mittel der Beweisführung auszuschöpfen als Unschuldige zu bestrafen.

Du hast recht, was den einen Gentest beim Täter betrifft. Der hatte sich aber im zuge der Ermittlungen auch zusätzlich verdächtig gemacht.

Die viel interessanter Frage ist, ob es ok ist ein DNA-Screening unter den 108 Männern zu machen, die sich auf dem Film der Radarfalle befunden haben, und das für eine "normale" Sachbeschädigung. Es stellt sich einfach die Frage nach der Verhältnismässigkeit der Mittel und wie diese ausgelegt wird. Ich würde jeden, der zu einer derartigen DNA-Probe aufgefordert wird, raten diese zu verweigern! Würde sich ein Grossteil dagegen wehren, so würden automatisch derartige Massentests nutzlos und in der Folge verhindert werden.

Re: Ruhig Blut...

Ferdi, Friday, 18.06.2004, 15:30 (vor 7903 Tagen) @ Hetzi

Als Antwort auf: Re: Ruhig Blut... von Hetzi am 18. Juni 2004 11:12:20:

Hallo Hetzi!

Stimmt! Es hätte genügt, wenn man nur bei dem Verdächtigten einen DNA-Test gemacht hätte. Ich habe das vor dem Hintergrund des Vorfalls in Halle gesehen, von dem Christine berichtete und der heute auch im Bonner General-Anzeiger gemeldet wurde. Hätte man in Halle im Zuge der Ermittlungen auch einen Gentest gemacht, dann wäre der junge Mann nicht verurteilt worden. Das ist etwas, was mich tierisch aufregt: Die totale Einäugigkeit unserer Rechtsprechung. Wir sind hier ja schon soweit, das Frauen einen Freibrief für die übelsten Delikte haben, nur weil unser Justiz sich beharrlich weigert, alle moderne Ermittlungsmethoden auch dann anzuwenden, wenn es darum geht, Frauen die Delikte gerichtsfest nachzuweisen und Männer zu entlasten. Und wenn das gelingt kommt der zweite Hammer: Dann sind plötzlich nicht mehr alle Menschen vor Gericht gleich und der Amazone "Justitia" fällt polternd die berühmte Waage aus der Hand. Ich wünsche diesen unfairen, einäugigen Richtern ein einziges mal genau das, was sie den Beschuldigten angetan haben.

Gruss,
Ferdi

Re: Nur das du da was vergessen hast , Ferdi...

Martin, Friday, 18.06.2004, 20:37 (vor 7903 Tagen) @ Leser

Als Antwort auf: Nur das du da was vergessen hast , Ferdi... von Leser am 18. Juni 2004 09:54:07:

Deine Gene sind dein Erbe. deine ganzen Anlagen sind darin gespeichert.

Doch nicht in einem genetischen Fingerabdruck! Wie ein klassischer Fingerabdruck enthält er keinerlei Erbinformationen, kann aber mit einer zweiten Probe verglichen werden. Deshalb heißt er ja auch "Fingerabdruck".

Re: Genetik

Peter, Friday, 18.06.2004, 23:22 (vor 7903 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Nur das du da was vergessen hast , Ferdi... von Martin am 18. Juni 2004 17:37:05:

Deine Gene sind dein Erbe. deine ganzen Anlagen sind darin gespeichert.

Doch nicht in einem genetischen Fingerabdruck! Wie ein klassischer Fingerabdruck enthält er keinerlei Erbinformationen, kann aber mit einer zweiten Probe verglichen werden. Deshalb heißt er ja auch "Fingerabdruck".

In einer Gewebeprobe sind alle Erbanlagen eines Menschen, die kodierenden und die nicht-kodierenden. Beim genetischen Fingerabdruck nutzt die Polizei nur die nicht-kodierenden Erbanlagen, wer aber wollte (und dazu technisch in der Lage waere), koennte auch die kodierenden Erbanlagen in der Gewebeprobe lesen.

Gruss,

Peter

Re: Genetik

Martin, Saturday, 19.06.2004, 01:50 (vor 7903 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: Genetik von Peter am 18. Juni 2004 20:22:04:

Beim genetischen Fingerabdruck nutzt die Polizei nur die nicht-kodierenden Erbanlagen, wer aber wollte (und dazu technisch in der Lage waere), koennte auch die kodierenden Erbanlagen in der Gewebeprobe lesen.

Darf er aber nicht. Polizisten tragen auch Pistolen, obwohl sie damit auch eine Bank überfallen könnten...
Sehe da keinen qualitativen Unterschied!

Re: mehr Gedanken zu Vaterschaftstests

Peter, Sunday, 20.06.2004, 00:28 (vor 7902 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Link gefunden/Vaterschaftstests von Norbert am 18. Juni 2004 07:47:04:

Danke für den Link, Norbert.

Zur ersten Geschichte auf der verlinkten Webseite fiel mir ein Kommentar von Peter Becker ein:
Der Fall des Vaters, der das Testergebnis nicht verkraftete, wird breit ausgewalzt. Der Fall, bei dem der Vater seinen Frieden und den seiner Kinder rettete, wird in 4 (vier!) Zeilen schnell und unauffällig abgewickelt. Warum? Sollen damit Väter abgeschreckt, oder gar einem Verbot zum Schutz der Väter vor sich selbst das Wort geredet werden? Immer nur fest druff auf die Väter, denn sie haben nicht zu kontrollieren sondern zu glauben, zu vertrauen und schweigend zu zahlen.

Der erste Fall gibt allerdings einen Grund, Vaterschaftstests routinemäßig bei Geburt durchzuführen, denn dann gibt es später keine Vaterschaftsüberraschungen: Vom Kind werden direkt nach Geburt sowieso Gewebeproben genommen, der Vater reibt kurz zwei sterile Wattestäbchen an seiner Mundschleimhaut, und ab ins Labor. Weil der Test Kind und Vater nützt, wird er von der Krankenkasse bezahlt, und wenn die gesetzlichen sich sperren, gibt das ein gute Werbeargument für die privaten (sie wollen doch gerne mehr Männer als Kunden).

Gruß,

Peter

Re: Vaterschaftstests - noch ein Link

Peter, Sunday, 20.06.2004, 00:47 (vor 7902 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: mehr Gedanken zu Vaterschaftstests von Peter am 19. Juni 2004 21:28:44:

In der von Norberts verlinkten Webseite wurde auch eine Arbeitsgemeinschaft von Genlabors vorgestellt, VALID = Vaterschafts- und Abstammungs-Analyselabore in Deutschland e.V. Sie ist inzwischen auch im Web präsent unter
http://www.valid-ev.de/

Der Verband hat ein kommerzielles Interesse an der Verfügbarkeit von einfachen und zuverlässigen Vaterschaftstest, ein Interesse, das von den meisten Maskulisten geteilt wird. Der Verband ist auch willkommen und nötig als fachkundiges Gegengewicht zur Interessengemeinschaft der Sachverständigen für Abstammungsgutachten, einer Gruppe hochpreisiger Gerichtsgutachter, denen seit einigen Jahren ihre Fälle davonschwimmen, weil es ohne sie einfacher und billiger geht.

Ich hoffe, dass solche Anstrengungen der Politik nicht ganz verborgen bleiben vor lauter Mütterschützern, die die Wahrheit verbergen und das Recht verbiegen wollen.

Gruß,

Peter

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