Unterschriftensammlung zum Verbot von Vaterschaftstest
Hallo,
ich bin gerade dabei, eine Unterschriftensammlung gegen das Verbot von anonymen Vaterschafttests ins Internet zu stellen. Die Unterschriftensammlung soll eine Möglichkeit für jeden sein, in diversen Schreiben zum Thema an PolitikerInnen, darauf verweisen zu können und somit mit der dann hoffentlich hohen Zahl mehr Eindruck machen zu können. Gegen Ende der Sammlung kann man die ganzen Unterschriften dann ausdrucken und an das Justizministerium schicken.
Lest euch zunächst mal den Text durch: Soll man was hinzufügen? Was weglassen? Irgendetwas anders schreiben? Würdet ihr den Text so unterschreiben?
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Gegen ein Verbot anonymer Vaterschaftstests Petition
Wir, die Unterzeichnenden, protestieren gegen den Plan von Justizministerin Zypries, anonyme Vaterschaftstest verbieten zu wollen und möchten hiermit unsere Bedenken mitteilen:
1) Es ist das unbedingte Recht jedes Mannes und jedes Kindes, von seiner Vaterschaft oder Abstammung Kenntnis zu haben
2) Es ist nahezu Betrug am Mann und am Kind, diese über ihre Vaterschaft/Abstammung im Unklaren zu lassen oder sogar falsche Angaben darüber zu machen.
3) Schätzungen besagen, das zwischen 5 und 10 % der Kinder nicht die tatsächlichen Kinder ihrer mutmaßlichen Väter sind. Dies zeigt, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt, sondern um ein gesellschaftliches Problem
4) Es grenzt an Unterstützung einer Straftat, Frauen darin zu unterstützen, falsche Angaben über die Vaterschaft zu machen oder deren Aufdeckung zu verhindern
5) Es ist grotesk, dass betrügende Mütter eine Einwilligung zum Vaterschaftstest geben müssen, wenn doch durch die Einwilligung eben dieser Betrug aufgedeckt werden könnte.
6) Der beobachtete Ansturm auf diese Vaterschaftstests zeigt, dass es ein starkes Bedürfnis dieser Männer ist, über ihr Vatersein Bescheid zu wissen. Betrogen sind hier letztendlich diese Männer, die betroffenen Kinder und die Männer, die eventuell die Väter dieser Kinder sind, aber nichts davon wissen.
7) Der anonyme Vaterschaftstest ist die geeignete Maßnahme, Klarheit in dieser wichtigen Frage zu bekommen, ohne die betreffende Beziehung zur Partnerin über Gebühr zu belasten. Zu fordern, diese Männer könnten ja auch per Gerichtsbeschluss Klarheit bekommen, zeigt, dass kaum ernsthaft nachgedacht wird, welche Belastung für die Partnerschaft dies mit sich bringt, vielleicht sogar die Zerstörung. Oder aber, es zeigt, dass man genau weiß, welche Belastung dies ist und man hofft gerade dadurch, Vaterschaftstests im allgemeinen zu verhindern und somit Vätern und Männern gezielt Schaden zuzufügen.
8) Ungewissheit in der Frage der Vaterschaft kann eine Beziehung auf Dauer sehr belasten oder gar zerstören. Sicherheit im Gegensatz dazu, bedeutet neues Vertrauen und Stabilität für die Beziehung.
9) Vatersein ist mehr, als nur Geld fürs Kind zu bezahlen. Es geht um eine lebenslange Beziehung zum Kind, um Liebe, Hilfe in Notlagen, medizinische Fragen bis hin zur Organspende (die bei nicht-Vaterschaft eine Katastrophe bedeutet), aber eben auch um erbrechtliche Fragen und gegebenenfalls um Unterhaltszahlungen an das falsche Kind, bzw. vom falschen Vater.
10) Es ist die unbedingte PFLICHT des Staates, Männer in dieser wichtigen Frage zu schützen und ihnen bei der Durchsetzung ihrer Interessen hilfreich zur Seite zu stehen. Nicht nur Mütter haben das Recht auf Schutz!
11) Ein Verbot anonymer Vaterschaftstests in Deutschland würde einen Testtourismus fördern, wie damals den Abtreibungstourismus. Der Versuch, diese Tests in ganz Europa zu verbieten ist mit Sicherheit erfolglos, würde eine Abwanderung dieser Labors ins nicht-europäische Ausland bedeuten bzw. wäre der Versuch, Rechtlosigkeit, Ungerechtigkeit und Missachtung von Männerinteressen möglichst weltweit zu verbreiten.
12) Das Kind ist nicht der Besitz der Mutter und diese hat nicht die alleinige Verfügungsgewalt zum Wohl oder zum Schaden der Kinder, wie es gerade beliebt.
13) Einem Datenschutz beim Genmaterial ist genüge getan, weil kein Genlabor die Gendaten und die persönlichen Daten des Betreffenden gleichzeitig einsieht.
14) Es sind niemals völlig unbeteiligte Personen betroffen, sondern immer nur der betroffene Vater und das betroffene Kind. Es genügt, völlig wildfremden Personen zu untersagen, Genmaterial untersuchen zu lassen. Der Vater ist entweder als sorgeberechtigter, oder als unterhaltsleistender Vater betroffen und damit persönlich involviert. Genmaterial der Mutter darf hingegen nicht vom Vater zur Untersuchung eingesandt werden, ebenso wenig, wie die Mutter Genmaterial vom Vater einsenden darf. Wohl aber, in beiden Fällen, vom minderjährigen Kind.
15) Gendaten dürfen nicht gespeichert werden
Die Unterzeichnenden
Für die Unterzeichnung ist eine gültige Email-Adresse erforderlich. Doppelte Eintragungen werden automatisch gelöscht.
Ich bitte, diese Unterschriftenliste überall gekannt zu geben und den Link dazu per Email oder in Foren zu verbreiten.
Auf diese Liste darf Bezug genommen werden z.B. in Schreiben an Bundestagsabgeordnete oder andere Politiker um die Dringlichkeit und den Ernst in dieser Sache zu verdeutlichen.
Gegen Ende der Unterschriftenaktion (Ende 04) werden die Unterschriften dann ausgedruckt und an das Bundesjustizministerium geschickt.
Wolfgang Wenger
www.majuze.de
Männer- und Jungenzentrale in Rosenheim
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